3129 Geschichten


Auf dem ESELSKIND-Blog stehen inzwischen 3.179 Beiträge und mindestens zwei Mal in der Woche kommen weitere hinzu.

Ich wünsche jeder Leserin und jedem Leser recht viel Freude beim Lesen der Geschichten und ich hoffe, dass Euch die Geschichten ein wenig ermutigen und Euch veranlassen, niemals aufzugeben, denn denkt bitte immer daran:
Ihr seid etwas Besonderes, Ihr müsst nur Eurer Licht zum Leuchten bringen


Euer fröhlicher Werner aus Bremen

Samstag, 7. Mai 2011

„O wie ist die Jugend heute so schlecht!“

Quelle: Uni Basel.ch

„Fordere von Deinen Kindern nie mehr, als Du selbst zu leisten bereit bist.“
Alexander Rykow
 

Ihr Lieben,


heute möchte ich Euch einen kurzen Text von Sokrates zu lesen geben:

„O wie ist die Jugend heute so schlecht!“


„Die Jugend liebt heutzutage den Luxus.

Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten
und schwatzt, wo sie arbeiten sollte.
Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten.
Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft,
verschlingen Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.“


Ihr Lieben,


ich erinnere mich noch genau an die Zeit, als ich in Göttingen Dozent an der Universität war und in meiner Freizeit zwei Handballjugendmannschaften trainierte.
Die Jungs waren alle zwischen 15 und 18 Jahre alt.

Wir haben aber nicht nur fleißig trainiert, sondern wir fuhren auch zu Turnieren und veranstalteten Sommerfreizeiten.

Vor einer Sommerfreizeit, die uns in die Jugendherberge nach Garmisch-Partenkirchen in meine geliebten Berge führte, fand ein Elternabend statt, auf dem wir die Einzel-heiten besprachen.

Nachdem die organisatorischen Dinge besprochen waren, erzählten noch einige Eltern von ihren Sorgen, die sie mit ihren pubertären Söhnen hatten und fragten die anderen Eltern und mich um Rat.

Da dies Treffen in meiner damaligen Wohnung stattfand, ging ich an meinen Bücherschrank und suchte den obigen Text des alten Sokrates heraus und las ihn den Eltern vor.

„Ja, genauso ist es!“, meinten viele Eltern, „wer hat das geschrieben?“

Die Eltern waren dann höchst erstaunt, dass dies kein Psychologe der Neuzeit geschrieben hatte, sondern ein Mann vor fast 2.500 (!) Jahren.


Ihr Lieben,


in meiner Jugendarbeit sind mir viele junge Menschen begegnet und auch heute kümmere ich mich ehrenamtlich um einige in meiner Freizeit.

Ich glaube im Gegensatz zu Sokrates nicht, dass die Jugend böse und schlecht ist.
Es mag auch unter den Jugendlichen bösen Menschen geben, aber die gibt es in jeder Altersgruppe.

Ich glaube vor allem, dass die Jugend das Spiegelbild von uns Erwachsenen ist.
Wir Erwachsenen sind es, die von den Kindern und Jugendlichen von klein auf beobachtet werden und unser Vorbild prägt sie in ganz besonderer Weise.
Wenn wir wollen, dass unsere Kinder höflich sind, dann sollten wir auch höflich sein.
Wenn wir wollen, dass unsere Kinder pünktlich sind, dann sollten wir auch pünktlich sein.
Wenn wir wollen, dass auf unsere Kinder Verlass ist, sollten auch wir verlässlich sein.
Wenn wir wollen, dass unsere Kinder rücksichtsvoll sind, sollten auch wir rücksichtsvoll sein.
Wenn wir wollen, dass unsere Kinder liebevoll sind, müssen auch wir liebevoll sein.

Nicht ist prägender als unser Vorbild!


Ihr Lieben,

Ich schicke fünf Nachtigallen auf die Reise zu Euch:

die Nachtigall der Freude, des Humors, der Zufriedenheit, der Zuversicht und des Glücks. Lauscht ihrem Gesang!

In diesem Sinne wünsche ich Euch ein fröhliches Wochenende und grüße Euch alle ganz herzlich

Euer fröhlicher Werner aus Bremen


Das Foto wurde von Karin Heringshausen zur Verfügung gestellt


2 Kommentare:

  1. Danke für diese Worte. Ich wünschte wirklich, dass viele Menschen diesen Text lesen und auch beherzigen. Ich kann dem nur von ganzem Herzen zustimmen!

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  2. Sorry, mein Kommentar ist vielleicht missverständlich. Ich meine natürlich den Text vom gegenseitigen Respekt und Achtung - Wenn wir wollen....

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Ich freue mich über jeden Kommentar zu meinen Geschichten auf diesem Blog, Euer Werner Forneberg