3326 Geschichten


Auf dem ESELSKIND-Blog stehen inzwischen 3.326 Beiträge und mindestens zwei Mal in der Woche kommen weitere hinzu.

Ich wünsche jeder Leserin und jedem Leser recht viel Freude beim Lesen der Geschichten und ich hoffe, dass Euch die Geschichten ein wenig ermutigen und Euch veranlassen, niemals aufzugeben, denn denkt bitte immer daran:
Ihr seid etwas Besonderes, Ihr müsst nur Eurer Licht zum Leuchten bringen


Euer fröhlicher Werner aus Bremen

Montag, 30. Mai 2011

Das Gerücht - zerstörerisch wie Messerstiche


"Das Gerücht ist wie Falschgeld:
Rechtschaffene Menschen würden es niemals herstellen,
aber sie geben es bedenkenlos weiter.“
Claire Boothe Luce

Die üble Nachrede

Ein Nachbar hatte über Künzelmann schlecht geredet und die Gerüchte waren bis zu Künzelmann gekommen. Künzelmann stellte den Nachbarn zur Rede.

"Ich werde es bestimmt nicht wieder tun", versprach der Nachbar. "Ich nehme alles zurück, was ich über Sie erzählt habe".

Künzelmann sah den Anderen ernst an. "Ich habe keinen Grund, Ihnen nicht zu verzeihen" erwiderte er. "Jedoch verlangt jede böse Tat ihre Sühne."
"Ich bin gerne zu allem bereit." sagte der Nachbar zerknirscht.
Künzelmann erhob sich, ging ins sein Schlafzimmer und kam mit einem großen Kopfkissen zurück.
"Tragen Sie dieses Kissen in Ihr Haus, das hundert Schritte von meinem entfernt steht." sagte er.
"Dann schneiden Sie ein Loch in das Kissen und kommen wieder zurück, indem Sie unterwegs immer eine Feder nach rechts, eine Feder nach links werfen. Dies ist der Sühne erster Teil."
Der Nachbar tat, wie ihm geheißen. Als er wieder vor Künzelmann stand und ihm die leere Kissenhülle überreichte, fragte er: "Und der zweite Teil meiner Buße?"

"Gehen ie jetzt wieder den Weg zu Ihrem Haus zurück und sammeln Sie alle Federn wieder ein."

Der Nachbar stammelte verwirrt: "Ich kann doch unmöglich all die Federn wieder einsammeln! Ich streute sie wahllos aus, warf eine hierhin und eine dorthin. Inzwischen hat der Wind sie in alle Himmelsrichtungen getragen. Wie könnte ich sie alle wieder einfangen?"
Künzelmann nickte ernst:
"Das wollte ich hören! Genau so ist es mit der üblen Nachrede und den Verleumdungen. Einmal ausgestreut, laufen sie durch alle Winde, wir wissen nicht wohin. Wie kann man sie also einfach wieder zurücknehmen?"

Unbekannter Autor


Das Foto wurde von Karin Heringshausen zur Verfügung gestellt

Die fünf Kugeln Deines Lebens


"Das Wichtigste im Leben ist die Zeit. Leben heisst, mit der Zeit richtig umgehen.
"
Bruce Lee 


Ihr Lieben,

ich möchte Euch heute Morgen die Geschichte eines unbekannten Autors erzählen:

"Die fünf Kugeln Deines Lebens"

"Stell Dir vor, das Leben sei ein Spiel, in dem Du 5 Kugeln jonglierst.
Diese 5 Kugeln heißen Arbeit, Familie, Gesundheit, Freude und Rechtschaffenheit und Du hälst sie alle in Deinen Händen.

Eines Tages aber begreifst Du, dass die Kugel der Arbeit wie ein Gummiball ist, sie kehrt immer wieder zu Dir zurück.

Die anderen Kugeln aber, die Kugeln der Familie, der Gesundheit, der Freude und der Rechtschaffenheit sind aus Glas...

Wenn Du sie fallen lässt, sind sie unwiderruflich beschädigt. Sie kehren nie wieder zu Dir zurück.

Wenn Du das begriffen hast, ist das der Anfang für ein ausgeglichenes Leben!"


Ihr Lieben,

Über einer Todesanzeige las ich vor längerer Zeit:
"Arbeit war sein Leben. All sein Streben und Arbeiten war darauf ausgerichtet, seiner Familie ein glückliches und sorgloses Leben zu ermöglichen."

Nicht die Todesanzeige machte mich richtig traurig, sondern die Aussage über die Arbeit.

Wer die Arbeit in den Mittelpunkt seines Lebens stellt und alles andere ihr unterordnet, darf sich nicht wundert, wenn die Gesundheit, die Familie, die Lebenfreude und Beziehungen zu Freunden und Bekannten darunter leiden.

Unsere Arbeit ist wichtig, unser tägliches Tun gibt unserem Tag eine Struktur und vermittelt uns Befriedigung und Selbstbewusstsein, aber wir sollten immer daran denken:
Wir arbeiten, um zu leben, und wir leben nicht, um zu arbeiten.

Ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche und grüße Euch alle ganz herzlich.

Euer fröhlicher Werner

Das Foto wurde von Karin Heringshausen zur Verfügung gestellt

Sei doch nicht so dickköpfig! – Gilt das nur für Kinder?


"Statt immer wieder dasselbe zu versuchen, obwohl alle Versuche zu Misserfolgen führen, ist es besser, etwas Neues auszuprobieren."
Alexander Rykow




Ihr Lieben,

heute Morgen möchte ich Euch eine Geschichte von Lydia Gehring erzählen, die nicht nur für unsere Kinder und Enkelkinder geeignet ist:

„Das dickköpfige Nashorn“


"Jeden Tag ging ein Nashorn in der Abenddämmerung zu einer Wasserstelle, um seinen Durst zu stillen, seine Haut mit nassen Schlamm zu bedecken, um sich genüsslich abzukühlen.

So konnte es den Tag zufrieden mit sich selbst ausklingen lassen. Es war für es der Höhepunkt am Ende eines langen Tages.

Es hätte sich niemals vorstellen können, dass es jemals anders sein würde und es den Weg zu seiner geliebten Wasserstelle nicht mehr gehen würde. Früher gab es viele von seiner Art, die das auch taten, Freunde, Eltern und Großeltern über lange Generationen. Doch für sie war der Weg zu weit und beschwerlich geworden und sie suchten sich eine andere Wasserstelle.

Nur es nicht. Es wollte seine geliebte Wasserstelle nicht verlassen. Deshalb nannten es alle nur noch das dickköpfige Nashorn.

Eines Abends, als es wieder auf dem Weg zu seiner geliebten Wasserstelle war, lag dort mitten auf seinem Weg ein dicker fetter Baumstamm. Das konnte doch nicht wahr sein.
„Nichts versperrt mir den Weg zu meiner geliebten Wasserstelle. Das wird dem Baumstamm noch leid tun,“ dachte er so bei sich. Es nahm Anlauf und stürmte mit seinem Nashorn auf den Baumstamm zu. Immer wieder, mit voller Wucht.

Das ging über Wochen und Monate so. Das Nashorn war mittlerweile schon ziemlich am Ende seiner Kräfte und immer, wenn es kurz davor war aufzugeben, gab der Baumstamm ein wenig nach und es machte weiter. Schließlich war er das dickköpfige Nashorn.
„Wenn ich aufgebe, bin ich kein dickköpfiges Nashorn mehr und was bin ich dann?, fragte er sich des Öfteren.

Eines Tages kam ein anderes Nashorn auf dem Weg zur Wasserstelle vorbei und sah, wie das dickköpfige Nashorn immer wieder sein Horn gegen den Baumstamm rammte.

Und es fragte: „He, was tust Du da ?“ „Das siehst Du doch“, fauchte das dickköpfige Nashorn, „Oder bist Du etwa blind?

„Natürlich nicht, erwiderte das andere Nashorn, aber warum tust Du das?“ „Warum ich das tue, fragst Du?“ „ Du fragst mich alle Ernstes, warum ich das tue?“

„Ja,“ antwortete das andere Nashorn. „Warum?“ „Weil ich zu meiner geliebten Wasserstelle will, das kann man doch wohl erkennen?“, gab es genervt von soviel Dummheit zur Antwort.

„Ja, Ja, “antwortete das andere Nashorn mit einem fragwürdigen Blick, wenn man etwas genauer hinschaut, vielleicht schon.“ Aber warum läufst Du nicht einfach um den Baumstamm herum?

„Um den Baumstamm herumlaufen?“ schrie das dickköpfige Nashorn heraus.

„Ja“ sagte das andere Nashorn gelassen, aber etwas irritiert über die ganze Aufregung des dickköpfigen Nashorns.

„Weil ich diesen Weg zu meiner geliebten Wasserstelle immer so gegangen bin. Ich lasse mich doch nicht von einem dummen fetten Baumstamm davon abhalten. Schließlich bin ich das dickköpfige Nashorn. Und dickköpfige Nashörner machen das so, Ich bin das letzte dieser besonderen Art.“ gab es mit Stolz zurück.

„Tja“ erwiderte das andere Nashorn unbeeindruckt. „So wie es aussieht, mag das wohl sein. Aber zu welch einem Preis? Schau Dich an! Du hast eine riesige Beule am Kopf, die schon größer ist als der kleine Stummel den Du wahrscheinlich noch Nashorn nennen würdest, Dein Körper sieht ziemlich geschunden aus und Deine Haut ist schon ganz ausgetrocknet und rissig. Und Freunde hast Du wohl auch schon lange keine mehr, so wie es aussieht. Ist Dir das die Sache wirklich wert?“

„Ja, aber natürlich. Sonst würde ich es ja wohl kaum machen, sagte das Nashorn sichtlich entrüstet. Schließlich bin ich das dickköpfige Nashorn und das lässt sich bekanntlich von nichts aufhalten.

Das andere Nashorn schwieg eine kurze Weile, sah sich den Baumstamm genau an und sagte schließlich: „Es ist nicht der Baumstamm, der Dich aufhält, der liegt doch nur hier herum. Du bist es, der sich von dem Baumstamm aufhalten lässt.

Lass uns doch gemeinsam um den Baumstamm herum gehen, trinken, unsere Haut mit nassen Schlamm bedecken und uns genüsslich abkühlen. So können wir den Tag zufrieden mit uns selbst ausklingen lassen.

Das dickköpfige Nashorn konnte es kaum glauben. Sollte es wirklich so einfach sein?

Hatte es sich all die Wochen und Monate umsonst so geplagt?, fragte es sich kopfschüttelnd und ziemlich fassungslos.

Plötzlich fing das dickköpfige Nashorn an, laut los zu lachen, es drehte sich herum und sagte immer noch lachend: Was war ich doch für ein Dickkopf. Komm mein Freund, lass uns baden gehen, es ist höchste Zeit.

Ach, und übrigens ich bin Nils."


Ihr Lieben,

in jedem von uns steckt ein kleines Stück dieses dickköpfigen Nashorns. Nichts fällt uns schwerer, als Dinge zu ändern, die wir schon immer so gemacht haben.

Aber manchmal ist es besser, über neue Wege nachzudenken, neue Wege einzuschlagen und so Schwierigkeiten, die uns den Weg versperren, zu überwinden.

Ein ähnliches Beispiel erlebte ich in diesen Tagen am Zaun des Gartens vor dem Haus gegenüber:

Einem kleinen Jungen war sein Ball über den kleinen Gitterzaun gefallen. Der Junge griff von außen durch die Gitterstäbe und nahm den hinter dem Zaun liegenden Ball in die Hand. Der Ball war allerdings zu groß für den Zwischenraum zwischen den Gitterstäben und passte nicht durch die Gitterstäbe hindurch. Deshalb fiel dem kleinen Jungen der Ball immer wieder aus der Hand. Aber er erkannte nicht, dass es eigentlich ganz leicht gewesen wäre, den Ball zu bekommen, wenn er zwei Meter weiter durch das offene Gartentor gegangen wäre, um sich den Ball zu holen.

Ihr Lieben,

ich wünsche Euch für die neue Woche offene Augen für die neuen Möglichkeiten, die sich Euch auftun und ganz viel Mut, Zuversicht und Hoffnung.

Ich grüße Euch ganz herzlich aus Bremen

Euer fröhlicher Werner

Das Foto wurde von Karin Heringshausen zur Verfügung gestellt

Sonntag, 29. Mai 2011

Tagebuchnotizen zum Buch DAS ESELSKIND - Alles kann besser werden!


Ihr Lieben,

meine heutigen Tagebuchnotizen zu dem Buch DAS ESELSKIND stehen unter dem Thema:
„Wie kann man entsetzliche Kindheits- und Jugenderlebnisse hinter sich lassen und TROTZDEM ein fröhlicher Mensch werden?“

Ich möchte Euch dazu eine kleine Geschichte erzählen, die ich schon einmal unter meinem Pseudonym „Alexander Rykow“ veröffentlicht habe:


„Das fremde Tal“

"Ein Junge lebte einst in seiner Kindheit und Jugend in einem großen ausgedehnten Tal, dass ringsherum von hohen Bergen umschlossen war. In diesem Tal war es so schön wie in anderen Tälern auch, aber es gab dort Menschen, die es darauf angelegt hatten,  diesen Jungen bestialisch zu quälen, zu foltern, zu schlagen und zu demütigen.

Die meisten Einwohner dieses ansonsten so lieblichen Tales bekamen diese Untaten mit, aber sie schauten einfach weg oder rechtfertigten sogar die Gewalt und den Missbrauch an dem Jungen mit der Begründung:


„Du bist nur ein unwillkommener Fremder, ein dreckiger Bastard. Wirkliche Anerkennung findet in diesem Tal nur derjenige, dessen Vater und Mutter beide hier in diesem Tal geboren wurden.

Dein Vater aber stammt nicht aus unserem, sondern aus einem fremden Tal mit minderwertigen Menschen, deshalb haben wir das Recht, ja vielleicht sogar die Pflicht, Dich zu quälen und zu erniedrigen.“

Zur Ehrenrettung des Tales muss gesagt werden:

Es gab dort auch einige ganz wunderbare liebevolle Menschen, die dem Jungen wohlgesonnen waren und in ihm die Flamme der Liebe, der Hoffnung, der Zuversicht und des Niemals-Aufgebens entzündeten.

Einer dieser lieben Menschen gab dem Jungen den eindringlichen Rat:

„Verlass das Tal Deiner Jugend und Kindheit! Jenseits der hohen Berge wirst Du die ersehnte Freiheit finden. Befreie Dich von der schrecklichen Vergangenheit, indem Du sie hinter Dir lässt.“

Der Junge hörte auf den guten Rat, packte sein kleines Bündel und verließ, ohne sich noch einmal umzusehen, das Tal seiner Leiden.


Aber die Berge waren höher, als er gedacht hatte, und
 das Emporsteigen fiel dem Jungen unsäglich schwer, schleppte er doch die ganze Last seiner schlimmen Erinnerungen und Erlebnisse mit sich.
Nur mit Mühe und unterbrochen von vielen Pausen, die er benötigte, um neue Kräfte zu sammeln, erreichte er erschöpft den Gipfel.

Nichts aber war erhebender, nichts beglückender, als das Land seiner Sehnsüchte, seiner Freiheit zu sehen, aber noch trennte ihn der mühevolle Abstieg von dem ersehnten Land der Freiheit.


Fast erdrückt von der Last der Erinnerungen
 begab er sich auf den schmalen Weg, der ihn in das Tal der Freiheit, der Sehnsucht führen sollte.

Aber die Last war zu schwer, der Junge zu müde und zu erschöpft durch die Jahre der Qual und den Aufstieg aus dem Tal, sodass er von dem Weg abrutschte und in die Tiefe zu stürzen drohte.


Im letzten Moment konnte er sich an einem kleinen Felsvorsprung festklammern, während sein Körper bereits über dem Abgrund baumelte. Der Junge schrie aus Leibeskräften um Hilfe, es durfte doch nicht alles umsonst gewesen sein!


Und eine ruhige vertrauenserweckende Stimme antwortete dem Jungen:
„Lass Dich fallen, ich werde Dich auffangen. Hab Vertrauen, es kann alles gut werden!“


Ihr Lieben,

wenn Ihr hinter dieser Geschichte das Eselskind, also mich vermutet, so habt Ihr natürlich völlig Recht.

Entscheidend ist das Ende der Geschichte, ganz unabhängig davon, ob Du, liebe Leserin, oder Du, lieber Leser, in der Stimme, die der Junge hört, Gott vermutest oder nicht.

Diese letzte Szene der Geschichte soll ja nur ein Bild sein, etwas verdeutlichen:


Mit der Last der Vergangenheit werden wir niemals in das Tal der Freude, der Freiheit, der Zuversicht kommen. Sie wird uns erdrücken, uns zusammenbrechen lassen oder uns zum Abstürzen bringen.


Wir haben nur zwei Möglichkeiten:


Die eine Möglichkeit besteht darin, dass wir uns ein Stück weit (der Felsvorsprung) an unsere Vergangenheit klammern und sie nicht ganz loslassen.
Aber wie in der Geschichte wird das fast zwangsläufig dazu führen, dass wir eines Tages abstürzen und dass die Vergangenheit uns unter sich begräbt.

Die zweite Möglichkeit besteht darin, dass wir die Vergangenheit loszulassen und uns fallen lassen.
Wir haben keine Gewähr dafür, dass wir tatsächlich aufgefangen werden, aber eines sind wir auf jeden Fall dann los: Die Last der Vergangenheit.

Und das wünsche ich jedem Menschen von ganzem Herzen, der schwer an seiner Vergangenheit trägt, dass ihm das Gleiche wie mir gelingen möge. Die Freiheit zu erreichen und das Land der Freude, der Liebe, der Zuversicht und der Hoffnung.


Ich möchte meine Gedanken beenden mit dem wunderschönen Lied von Xavier Naidoo „Alles kann besser werden!“


In Freundschaft, Hoffnung, Zuversicht und Fröhlichkeit
Euer heiterer Werner


"Der Brief an Präsident Gorbatschow"



Ihr Lieben,

auch heute möchte ich auf Wunsch einer Blogleserin eine Geschichte noch einmal hier erzählen, die ich schon vor längerer Zeit erzählt habe und ich hoffe sehr, dass ich Euch anderen Blogleserinnen und Blogleser damit nicht langweile:

"Strebe Dein Ziel an, auch wenn die anderen Menschen über Dich lachen und Dich verspotten, am Ende wirst Du über sie lachen.“

Alexander Rykow

"Der Brief an Präsident Gorbatschow"

1987 trainierte ich in meinem damaligen Wohnort Göttingen neben meiner Tätigkeit als Dozent in meiner Freizeit Handballjugendliche. Damals hatte ich eine sehr gute B-Jugend, mit der ich in der höchsten Jugendspielklasse, der Oberliga, spielte.


Meine Spieler waren sehr engagiert und ihr größter Traum war es, einmal gegen die besten Jugendmannschaften der Welt zu spielen, die damals in Moskau und Leningrad (dem heutigen St. Petersburg) beheimatet waren.


Eigentlich war dies ein völlig unrealistisches Ziel!


Nun hatte ich als Trainer dieses Oberligamannschaft zwei Mal in der Woche die Pflicht, mit der Sportredaktion der örtlichen Zeitung zu sprechen und zwar jeweils vor und nach einem Spiel meiner Mannschaft.


Ich wollte damals meinen Spielern beweisen, was man alles erreichen kann, wenn man nur ganz fest genug an sein Ziel glaubt und so schrieb ich einen Brief auf Deutsch (!) an Herrn Michael Gorbatschow und teilte ihm mit, dass es keinen Zweck habe, mich wegen einer Sportreise in die Sowjetunion an unsere oder seine Behörden zu wenden, denn bis dann endlich eine Entscheidung
 gefallen sei, ob meine Mannschaft nach Moskau und Leningrad reisen dürfe, wären meine Spieler längst Opas.

Der Presse erzählte ich von meinem Brief und schon am nächsten Tag stand dies im Sportteil der Zeitung. Ganz Göttingen lachte über mich und viele, die mich kannten, tippten sich vielsagend an die Stirn, wenn sie mich in der Stadt trafen.


Nach etwa vier Wochen bekam ich einen dicken Brief aus Moskau -

Nein, es war kein Brief von Michael Gorbatschow, aber es war eine offizielle Einladung des Sportministeriums der UDSSR für meine Mannschaft für 10 Tage nach Moskau und Leningrad.

Das führte dazu, dass ich das erste und einzige Mal auf die erste Seite einer Zeitung geriet:

"Nach Brief an Gorbatschow Reise in die Sowjetunion" titelte das Göttinger Tageblatt.
Nun war ich derjenige, der lachte und alle Anderen staunten nur noch."

Ihr Lieben, um diese große Ziel zu erreichen, hat ein einziger Brief ausgereicht.


Auch unsere Kinder und Enkelkinder haben große Träume, haben Ziele, die sie erreichen möchten, und wir sollten sie dabei ermutigen, diese Träume zu verwirklichen, diese Ziele zu erreichen.


Nichts ist motivierender, nichts gibt einem jungen Menschen mehr Mut, Zuversicht und Zukunftshoffnung, nicht vermittelt ihm mehr Selbstbewusstsein, als wenn er ermutigt, gelobt und unterstützt wird.


Ganz liebe sonnige, erfrischende Grüße


Euer fröhlicher zuversichtlicher Werner 

Das Foto wurde von Karin Heringshausen zur Verfügung gestellt
 

Was trägt uns wirklich?

Quelle: Pics für kids.de

Die Fische eines Flusses sprachen zueinander:
"Man behauptet, dass unser Leben vom Wasser abhängt. Aber wir haben noch niemals Wasser gesehen. Wir wissen gar nicht, was Wasser ist."
Da sagten einige, die klüger waren als die anderen:
"Wir haben gehört, dass im Meer ein gelehrter Fisch lebt, der alle Dinge kennt. Wir wollen zu ihm schwimmen und ihn bitten, uns das Wasser zu zeigen."
So machten sich einige Fische auf und kamen auch endlich an das Meer und fragten den Fisch. Als er sie angehört hatte, sagte er:
"O Ihr törichten Fische! Im Wasser lebt Ihr und bewegt Ihr euch. Aus dem Wasser seid Ihr gekommen, zum Wasser kehrt Ihr wieder zurück. Ihr lebt im Wasser, aber Ihr wisst es nicht. Alles, was Euch umgibt, ist Wasser."

Aus einer alten Klosterhandschrift 


Quelle: Schülerprofile.de