3326 Geschichten


Auf dem ESELSKIND-Blog stehen inzwischen 3.326 Beiträge und mindestens zwei Mal in der Woche kommen weitere hinzu.

Ich wünsche jeder Leserin und jedem Leser recht viel Freude beim Lesen der Geschichten und ich hoffe, dass Euch die Geschichten ein wenig ermutigen und Euch veranlassen, niemals aufzugeben, denn denkt bitte immer daran:
Ihr seid etwas Besonderes, Ihr müsst nur Eurer Licht zum Leuchten bringen


Euer fröhlicher Werner aus Bremen

Montag, 23. Juni 2014

Zum Schmunzeln? Ich finde es eher traurig!

Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

ich möchte Euch heute Abend eine Geschichte von Robert Betz erzählen:

„Etwas zum Schmunzeln“

„Ein älterer Mann in Phoenix in den USA rief seinen erwachsenen Sohn in New York an und sagte zu ihm am Telefon: „Ich hasse es wirklich, Dir Deinen Tag zu verderben, aber ich muss Dir leider mitteilen, dass Deine Mutter und ich gerade dabei sind, uns scheiden zu lassen. Fünfundvierzig Jahre Elend sind genug!“

„Vater, was redest Du denn da?“, rief der Sohn entsetzt in den Hörer.
„Wir halten gegenseitig unseren Anblick nicht mehr aus“, antwortete der alte Mann.
„Wir sind einander überdrüssig und es macht mich krank, auch nur davon zu berichten. Also, rufe Deine Schwester in Chicago an und sage es ihr!“, und hängte auf.

Voller Bestürzung rief der Sohn seine Schwester an, die bei der Nachricht explodierte: „Was um alles in der Welt, glauben sei denn? Sie wollen sich scheiden lassen? Warte, ich regele das!“

Augenblicklich rief sie bei ihren Eltern an und schrie ihren alten Vater an:
„Ihr lasst Euch NICHT scheiden, hörst DU? Ihr tut nichts, bis ich da bin. Ich rufe gleich meinen Bruder zurück und wir werden beide morgen bei Euch eintreffen. Bis dahin unternehmt Ihr nichts, hast Du mich verstanden?“

Während der alte Mann den Hörer auflegte, drehte er sich zu seiner innig geliebten Frau um und sprach: „Sie kommen beide zu Weihnachten, mein Liebling, und ihren Flug bezahlen sie auch noch selbst.“
Quelle: Romana Huber
Ihr Lieben,

ich gebe zu, als ich diese Geschichte zum ersten Mal las, habe ich auch darüber geschmunzelt. Aber beim zweiten Mal hat sich bei mir statt des Schmunzelns eine tiefe Traurigkeit breitgemacht.
Da müssen Eltern Ihren erwachsenen Kindern vorgaukeln, sie würden sich nicht mehr lieben und wollten sich deshalb scheiden lassen, um zu erreichen, dass diese sie endlich wieder einmal besuchen.

Ich erlebe das immer öfter, das Menschen glauben, es genüge, im Zeitalter von PC und iPod eine E-Mail oder eine SMS zu schreiben, um mit anderen Menschen und auch den eigenen engsten Verwandten in Verbindung zu bleiben.
www.acer.de
Und wieder einmal geht mein Blick zurück zu meinem Großvater, dem Bauern. 
Auf seinem Hof gab es die wunderbare Tradition der Gastfreundschaft. 

Wenn junge Menschen auf der Durchreise an dem Bauernhof meines Großvaters vorbeikamen, fanden sie bei ihm immer ein Quartier, und zwar ohne dass er ihnen dafür etwas berechnet hat. Besonders hat es mich aber berührt, wenn ein Bettler oder andere arme Menschen an seine Türe klopften.

Mein Großvater fertigte all diese Menschen nicht an der Haustüre ab, sondern egal, was ihr Anliegen war, er bat sie zunächst einmal herein. Er zeigte ihnen, dass sie ihm willkommen waren.

Und wenn es gerade Essenszeit war, dann lud er diese Menschen dazu ein, am Essen am großen Tisch, an dem mein Großvater, meine Großmutter, ihre Kinder und alle Angestellten des Hofes saßen, teilzunehmen. 
www.chefkoch.de
Dann wurde gegessen, ein guter Wein getrunken, viel gelacht, viel gesungen, manchmal wurde anschließend abends auf der Holzdiele getanzt und mancher arme Mensch, der an die Tür kam, blieb als Saisonarbeiter auf dem Hof.

Ob man das alles auch mit einer E-Mail und einer SMS so bewerkstelligen kann?
Ich habe da stark mein Zweifel.

Ich wünsche mir eine Welt, in der die Menschen sich wieder gegenseitig
die Türe öffnen
und nicht nur E-Mails schicken.

Ich wünsche mir eine Welt, in der die Menschen sich gegenseitig einladen und sagen: „Ich freue mich, dass Du gekommen bist!“, „Schön Dich zu sehen!“

Ich wünsche mir eine Welt, in der die Menschen miteinander lachen und sagen:
Du bist mir viel wert! Ich bin froh, Dich zu kennen, Dich zu haben.

Ich wünsche mir eine Welt, in der die Menschen keine SMS verschicken, deren Inhalt aus drei Buchstaben bestehen, nämlich „hdl“= hab Dich lieb“, sondern in der die Menschen einander besuchen, sich umarmen und sich ins Ohr flüstern: „Ich habe Dich lieb!“

Ich wünsche mir eine Welt, in der die Menschen sich nicht, wie auf Facebook, digitale Torten zusenden, - so lieb das im Einzelfall auch gemeint sein mag -, sondern sich einladen und eine Torte backen, die sie miteinander verzehren.
www.chefkoch.de
Ich wünsche mir eine Welt, in der die Menschen die Türe öffnen und sagen:
„Tritt ein, Du bist mein Gast, lass uns das Essen miteinander teilen!“

Wer das schon einmal ausprobiert hat, wird feststellen, wie glücklich das macht, die eigene Zeit mit anderen lieben Menschen zu teilen, Gastfreundschaft zu üben und anderen Menschen Liebe zu erweisen!
Quelle: Jürgen Tesch
Ihr Lieben,
ich wünsche Euch eine gastfreundliche Woche, eine Woche der Begegnungen, eine Woche der Gemeinschaft, eine Woche des Miteinanders und ich grüße Euch herzlich aus Bremen
Euer fröhlicher Werner



Sonntag, 22. Juni 2014

Der wichtigste Augenblick

Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

heute Abend möchte ich Euch eine Geschichte von Christoph Georges erzählen:

„Nur noch fünf Minuten!“

„Ach, Papa, bitte nur noch fünf Minuten!“ 
An einem schönen Sommernachmittag setzte sich eine junge Frau neben einen jungen Mann auf die Parkbank, die am Rande des Kinderspielplatzes stand.

„Der Kleine im roten Pullover dort auf der Rutsche ist mein Sohn“, erklärte die junge Frau ihrem Nachbarn. „Wirklich ein netter Bursche“, sagte der Mann. „Mein Sohn ist der im blauen Anorak dort auf der Schaukel.

Und während er das sagte, schaute er auf seine Uhr und rief zu seinem Sohn hinüber: „Stefan, wir sollten nach Hause gehen.“
„Nur noch fünf Minuten! Bitte Papa, noch fünf Minuten“, bettelte Stefan.

www.spiegel.de
Der Vater nickte zustimmend und sein Sohn gab der Schaukel neuen Schwung.
Der Vater machte es sich noch einmal bequem, genoss ein paar Minuten lang den Sonnenschein auf seinem Gesicht und schaute den spielenden Kindern zu. Doch dann rief er: „Stefan, komm, wir gehen jetzt!“ „Ach, Papa, noch fünf Minuten. Bitte, nur noch fünf Minuten!“

Der Vater lächelte und rief: Also gut, meinetwegen!“
„Sie sind aber wirklich ein sehr großzügiger Vater“, sagte die junge Frau.
„So großzügig bin ich gar nicht zu ihm. Es ist eher meinetwegen“, erwiderte der Mann etwas geheimnisvoll.
Quelle: Astrid Müller
„Wissen Sie, vor einem Jahr verunglückte mein ältester Sohn Florian tödlich, als er hier in der Nähe auf seinem Fahrrädchen von einem betrunkenen Autofahrer überfahren wurde. Ich hatte wegen meiner Arbeit nie viel Zeit mit Florian verbracht und jetzt würde ich alles geben für fünf Minuten mit ihm.

Ich habe geschworen, bei Stefan denselben Fehler nicht noch einmal zu machen.
Er glaubt, er habe noch fünf Minuten zum Schaukeln gewonnen. In Wahrheit habe ich noch fünf Minuten bekommen, um meinem Sohn beim Spielen zuschauen zu dürfen.“
Quelle: Romana Huber

Ihr Lieben,

das beste Wort, das das Handeln im Hier und Jetzt betrifft, stammt von Meister Eckhart, einem Mönch aus dem 12.Jahrhundert. Er war ein frommer Mann, aber vor allem war er ein Mann der Tat und der Liebe, deshalb ist er eines meiner großen Vorbilder. 

Sein Wort zum Handeln im Hier und Jetzt lautet:
„Der wichtigste Augenblick ist immer der gegenwärtige.
Der wichtigste Mensch ist immer der, der Dir gerade gegenübersteht.
Die wichtigste Tat ist immer die Liebe.“

Unsere heutige Geschichte zeigt uns, wie wichtig es ist, im Hier und Jetzt zu leben, sich auf die Menschen, mit denen wir es Hier und Jetzt zu tun haben, zu konzentrieren.

Ganz in Deiner Nähe wartet ein Mensch auf ein gutes Wort von Dir.
Ganz in Deiner Nähe wartet ein Mensch auf Deine liebevolle Umarmung.
Ganz in Deiner Nähe wartet ein Mensch auf Deine Ermutigung.
Ganz in Deiner Nähe wartet ein Mensch auf ein Hoffnung machendes Wort von Dir.
Ganz in Deiner Nähe wartet ein Mensch auf ein Lächeln von Dir.
Ganz in Deiner Nähe wartet ein Mensch, dass Du ihm den Arm um die Schultern legst und sagst: „Du bist wertvoll, Du bist etwas Besonderes, Du bist einzigartig.

Ganz in Deiner Nähe wartet ein Mensch, dass Du Zeit für ihn hast.
Ganz in Deiner Nähe
wartet ein Mensch, dass Du ein Stück auf seinem schweren Weg mit ihm gehst.
Ganz in Deiner Nähe
wartet ein Mensch, dass Du ihm ein wenig von seiner Last abnimmst.
Ganz in Deiner Nähe
wartet ein Mensch, dass Du Dich mit ihm freust, mit ihm lachst, mit ihm glücklich bist.
Ganz in Deiner Nähe
wartet ein Mensch, dass Du Dich neben ihn setzt und sagst:
„Ich bin für Dich da!“

Deshalb sollten wir uns ein Beispiel an dem Mann aus unserer heutigen Geschichte nehmen und dem Menschen, mit dem wir zusammen sind – bei welcher Gelegenheit auch immer – gerne zusätzliche fünf Minuten schenken, wenn er das wünscht.
www.dock-nord.de

Ihr Lieben,
ich wünsche Euch eine gute neue Woche und dass Euch jemand Zeit schenkt und dass auch Ihr die Gelegenheit ergreift, Zeit zu verschenken, immer wissend, der wichtigste Augenblick ist JETZT und HIER. Ich wünsche Euch liebevolle Begegnungen und grüße Euch herzlich aus dem sonnigen Bremen.
Euer fröhlicher Werner
Quelle: Raymonde Graber


Samstag, 21. Juni 2014

Was gibt es Schöneres als Liebe!

Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

heute Abend möchte ich Euch eine Geschichte von Heiko Bräuning erzählen:

„Leben vom Geliebtsein“

„Ich liebe es, geliebt zu werden. Wenn mein Sohn Dominik zu mir sagt: „Papa, guck mal, wie lieb ich Dich habe“, beginnt ein sehr schönes Spiel. Denn dann breitet er seine Hände, so weit es geht, nach rechts und links aus und sagt: „Sooooooooooooooooo lieb hab ich Dich.“

Und dann breite ich meine Hände aus, ein Stück weiter, 
und sage: „Und ich hab Dich sooooooo lieb!

Und dann schaut sich Dominik um und sagt zu mir: 
„Und ich hab Dich lieb von hier bis zur Decke!“ – 
„Und ich habe Dich lieb bis zum Ende der Straße“, antworte ich.
Quelle: Helmut Mühlbacher


Und dann geht es immer abwechselnd so weiter: 
„Ich habe Dich lieb bis zum Ende der Stadt, bis zum Ende der Welt, 
bis zum Mond und zur Sonne und bis zur Milchstraße.“

„Und ich hab Dich lieb bis ans Ende des Universums!“, triumphiert Dominik.
Tja, weiter komm ich dann auch nicht: „So lieb hab ich Dich auch!“

Eigentlich müsste ein solches Gespräch über die Liebe jeden Tag stattfinden. Denn von einer solchen Liebeszusage kann man leben!“

Ihr Lieben,

den Zettel, den Ihr abgebildet seht, hängt schon seit vielen Jahren in einem schönen Rahmen an meiner Wand. Mein Sohn Christian war damals 12 Jahre alt und als er morgens in die Schule fuhr, hinterließ er mir an der Tür meines Arbeitszimmers diese wundervolle Nachricht. Sie ist für mich ein ganz wertvoller Schatz geworden.

In diesen Tagen sind die Spiele der Fußballweltmeisterschaft im Radio, im Fernsehen und in den Zeitungen das beherrschende Thema. Ich kann jeden Fußballfan sehr gut verstehen und ich freue mich natürlich auch, wenn Deutschland gewinnt.
www.ontopic.de

Aber, und das ist die Botschaft unserer heutigen kleinen Geschichte, wir sollten niemals vergessen, was wirklich wichtig ist in unserem Leben:

Es darf kein Kind, das abends gerne vor dem Schlafengehen eine Geschichte erzählt bekommt, auf einen anderen Abend vertröstet werden, nur weil Deutschland spielt.

Unsere Kinder und unsere Enkelkinder brauchen unsere Zuwendung und die darf nicht davon abhängig sein, ob gerade Fußballweltmeisterschaft ist oder nicht.

Wie Martin Luther King möchte ich sagen:
www.merkur-online.de
Ich habe den Traum…

Ich habe den Traum, dass es uns eines nicht so fernen Tages wichtiger ist, 
ein Kind zu trösten und die Tränen von seinen Augen abzuwischen, 
als darum zu zittern, dass unsere Fußballnationalmannschaft Weltmeister wird.

Ich habe den Traum, dass es uns eines nicht so fernen Tages wichtiger ist, dass kein Kind auf dieser Welt mehr vor Hunger sterben muss, 
als dass Thomas Müller ein Tor schießt.

Ich habe den Traum, dass es uns eines nicht so fernen Tages wichtiger ist, unseren Kindern Liebe zu schenken als den Fußballern unsere Zuneigung.

Ich habe den Traum, dass es uns eines nicht so fernen Tages wichtiger ist, dass Milliarden Euros lieber für die Bildung und Ausbildung der Kinder dieser Welt ausgegeben werden als für den Neubau von Fußballstadien, die hinterher, wie in Brasilien, keiner mehr braucht.
www.dksb.de
Ihr Lieben,
ich wünsche Euch einen friedlichen Fußballabend und dennoch Zeit für Eure Lieben und ich grüße Euch ganz herzlich aus Bremen
Euer fröhlicher Werner

www.gesund-netzwerk.de

Freitag, 20. Juni 2014

Möchtest Du reich werden?

Quelle: Jürgen Tesch
Ihr Lieben,

heute Abend möchte ich Euch eine Geschichte von Christoph Georges erzählen:

„Das ungleiche Pärchen“

„Es war einmal ein Zwillingspärchen. So sehr sich die beiden Jungen auch äußerlich glichen, so stark unterschieden sie sich in ihrem Charakter.
Der eine war ein Optimist, zu jedem freundlich, stets fröhlich und zuversichtlich.
Der andere war ein sogenannter Miesepeter, immer schlecht gelaunt und nörgelig.

Um einmal zu erleben, dass auch der Pessimist etwas von dem Wesen seines Bruders zeigte, stellte der Vater in einer Nacht heimlich in das Zimmer des Jungen viele wunderschöne Geschenke: das neueste Computerspiel, eine besonders wertvolle Uhr, ein Smartphone, ein neues Fahrrad und vieles mehr.

Als der Vater am nächsten Morgen das Zimmer seines Sohnes betrat, saß dieser trübsinnig auf dem Boden vor all den vielen neuen wunderschönen Sachen und weinte:

„Es ist furchtbar, meine Schulkameraden werden auf mich neidisch sein, wenn ich mit diesem neuen Fahrrad in die Schule komme. Außerdem wird es furchtbar lange dauern, bis ich das Computerspiel verstanden habe. Dann muss ich auch noch ständig neue Batterien für die Uhr kaufen und das Smartphone kann mir gestohlen werden.“ „Und dann“, schluchzte er weiter, „wird sicher vieles von den schönen Sachen beim Spielen damit kaputtgehen.“
Quelle: Helmut Mühlbacher
Am darauf folgenden Abend wartete der Vater erneut, bis die beiden Jungen eingeschlafen waren. Und dieses Mal schlich er sich zu dem optimistischen Jungen ins Zimmer. 

„Ich möchte doch einmal prüfen, ob er wohl von seiner stets optimistischen Art abzubringen ist“, flüsterte er zu sich selbst.

Das Einzige, was er dem Jungen in sein Zimmer legte,
war ein kleiner Haufen Pferdemist.

Doch als der Junge in der Frühe erwachte und die Hinterlassenschaft bemerkte, da sprang er freudig erregt aus seinem Bett und rief: „Danke, Papa, dass Du mir meinen größten Wunsch erfüllst hast, ich gehe jetzt das Pony suchen!“
Quelle: Jürgen Tesch
Ihr Lieben,

im Jahr 1937 erschien das Buch „Denke nach und werde reich!“ des US-amerikanischen Schriftstellers Napoleon Hill. Das Buch wurde bis heute über 70 Millionen Mal verkauft.
www.buch.de
Dieses Buch beschreibt in 6 Schritten mithilfe von 16 Erfolgsgesetzen,
was jemand tun muss, um materiell reich zu werden.

Ich frage mich manchmal, ob die Menschen genauso häufig ein Buch kaufen würden, das ihnen nicht zeigt, wie man materiellen Reichtum erwirbt, sondern wie man den Reichtum des Herzens, der Liebe, der Güte, der Freude, der Zuversicht, der Hoffnung und des Mutes gewinnt.

Viele Menschen träumen vom Reichtum, von einem großen schicken Auto, einer Jacht, einem großen Haus mit Garten und Swimmingpool und vor allem von ganz viel Geld. Anders ist es nicht zu erklären, warum jedes Jahr in Deutschland 8,3 Milliarden Euro (!) für das Lottospielen ausgegeben werden.

Dabei wird immer eines vergessen:
Mit Geld kann Du Dir keinen echten Freund kaufen.
Mit Geld kann Du keine echte Liebe kaufen.
Mit Geld kann Du keine Hoffnung kaufen.
Mit Geld kann Du keine Freude kaufen.
Mit Geld kannst Du Dir keine Gesundheit kaufen.

Unsere heutige kleine Geschichte zeigt uns, was das Leben wirklich wertvoll macht.
Es kommt nicht darauf an, alles zu besitzen, sondern darauf, zufrieden und dankbar zu sein mit dem, was wir haben, und dem Leben positiv zu begegnen.

An dem einen Jungen kann man erkennen, dass materieller Reichtum nicht automatisch glücklich macht, und der andere Junge verdeutlicht uns, 
wie man selbst in Pferdeäpfeln noch etwas Positives sehen kann.

Jedem Einzelnen von Euch wünsche ich Reichtum,
Reichtum
an Liebe
Reichtum an Geduld
Reichtum an Versöhnung
Reichtum an Zuwendung
Reichtum an Zuversicht
Reichtum an Mut
Reichtum an Hoffnung
Reichtum an Güte
Reichtum an Freude
Reichtum an Gesundheit
Reichtum an Weisheit
Reichtum an Zufriedenheit
Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,
ich wünsche Euch ein Wochenende des Reichtums an Liebe, an Freude, an Zuversicht und Hoffnung und grüße Euch herzlich aus Bremen
Euer fröhlicher Werner
Quelle: Astrid Müller

Donnerstag, 19. Juni 2014

Wo wohnt mein Glück?

Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch eine Geschichte von Aljoscha Gottheis erzählen:

„Auf der Suche nach dem Glück“

„Ein junger Mann, der sich in seinem Leben nach Glück, nach Freude, nach Liebe und Hoffnung sehnte, hörte eines Tages von einer Stadt, in der das Glück, die Freude, die Liebe und die Hoffnung zu finden sein.
Und das Gehörte fiel wie ein wundersames Samenkorn tief in sein Herz.
www.unserekirche.de
Und aus diesem Samenkorn erwuchs der Baum der Sehnsucht, der Sehnsucht nach dem Glück, der Freude, der Liebe und der Hoffnung.

Eines Tages war die Sehnsucht in dem jungen Mann so stark geworden, dass er den Beschluss fasste, diese geheimnisvolle Stadt zu suchen. So schnürte er sein Bündel mit dem Wichtigsten, was er brauchte und brach bei Sonnenaufgang auf. 
Quelle: Helmut Mühlbacher
Er wanderte den ganzen Tag ohne Pause und als die Sonne unterging, kam er an einen kleinen See. Er entschloss sich, hier sein Nachtlager aufzuschlagen. Und um nicht die Richtung zur Stadt des Glückes, der Freude, der Liebe und der Hoffnung zu verlieren, stellte er seine Schuhe genauso hin, dass die Spitzen seiner Schuhe in die Richtung der ersehnten Stadt zeigten.

Somit konnte er jetzt ruhig schlafen, denn er wusste ja,
die Schuhe würden ihm am nächsten Morgen die richtige Richtung weisen.
 

Die Aktivitäten des jungen Mannes wurden aber von einem nahe liegenden Hügel von einem lustigen Gesellen beobachtet, den wir etwa mit Till Eulenspiegel vergleichen können. Dieser lustige Geselle erfasste den Sinn dessen, was es mit den Schuhen auf sich hatte.
www.welt.de
In der Nacht schlich er sich heimlich zum Lager des jungen Mannes und stellte mit einem verschmitzten Lächeln im Gesicht die Schuhe in die Gegenrichtung auf und machte sich davon.

Nach einem tiefen und erquickenden Schlag erwachte der junge Mann am nächsten Morgen und erblickte seine Schuhe, die ihm den Weg wiesen. Voller Tatendrang und voller tiefer Sehnsucht nach dem Glück, der Freude, der Liebe und der Hoffnung machte er sich sogleich auf den Weg zu der begehrten Stadt. 

Er wanderte wieder den ganzen Tag. Als nun die Dämmerung hereinbrach, sah er in der Ferne eine große Stadt liegen. Sein Herz tanzte vor Freude, denn er war sich gewiss, dass der die Stadt des Glücks, der Freude, der Liebe und der Hoffnung gefunden hatte.

Am Abend, es war inzwischen stockdunkel geworden, erreichte er freudig die Stadttore und ging weiter in die Stadt hinein. Als er das Stadtzentrum erreicht hatte, da fiel es ihm wie Schuppen von den Augen und erkannte plötzlich, dass er zu Hause angekommen war.“
Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

unser großer Dichter Johann Wolfgang Goethe hat es in einem wundervollen kurzen Satz einmal so ausgedrückt:
„Warum in die Ferne schweifen, liegt das Gute doch so nah!“
www.wikipedia.org
Wie sehr könnte vielen Menschen geholfen werden,
wenn sie das große Geheimnis entdecken und begreifen würden:


Das Glück ist nicht im Lande Nirgendwo zu finden.
Die Freude ist nicht hinter einem hohen Berg verborgen.
Die Liebe ist nicht nur das Thema von rührseligen Filmen im Fernsehen.
Die Hoffnung ist keine Pflanze, die nur in einem fernen Lande blüht.

Das Glück, die Freude, die Liebe und die Hoffnung sind drei wundervolle Wesen,
die Dein, mein, unser, euer Leben bereichern wollen. Diese vier wundervollen Wesen möchten, dass wir ein  erfülltes, ein glückliches, ein zuversichtliches und ein fröhliches Leben führen können.

Aber warum finden so viele Menschen das Glück, die Freude, 
die Liebe oder die Hoffnung nicht?
Das hat einen einfachen Grund.

Gerade jetzt im Sommer blüht in meinem Garten der blaue Sommerflieder und ganze Scharen von bunten Schmetterlingen lassen sich auf ihm nieder.

Ich möchte jetzt eine Frage stellen, die manche von Euch vielleicht sehr töricht finden werden, die aber sehr deutlich macht, was ich genau meine: „Warum lässt sich eigentlich kein Schmetterling auf einer Amsel oder einem Spatz nieder?“ 

Nicht, weil er befürchten müsste, von diesen gefressen zu werden – Amseln und Spatzen fressen keine Schmetterlinge – sondern weil sie ihm, humorvoll ausgedrückt, viel zu hektisch sind, sie fliegen fast ständig hin und her und picken ebenso eifrig in der Erde nach Essbarem.

Tatsache ist, dass trotz des Nektars des Sommerflieders sich kein einziger Schmetterling auf ihm niederlassen würde, wenn er sich so hektisch bewegen würde wie eine Amsel oder ein Spatz.

Die Voraussetzung, um dem Glück, der Freude, der Liebe und der Hoffnung zu begegnen, ist, dass wir zur Ruhe kommen. Um zur Ruhe zu kommen, brauchen wir einen Platz, an dem wir uns wohlfühlen, der es uns gestattet, zu entspannen, zu verschnaufen, wir selbst zu sein, ohne anderen beweisen zu müssen, wie toll und leistungsfähig wir sind.

So wie der Sommerflieder seinen Platz in meinem Garten gefunden hat, so ist der Platz, an dem wir dem Glück, der Freude, der Liebe und der Hoffnung begegnen können, unser Zuhause.
www.interluxe.de
Zuhause – das ist der Ort, wo Dir gerne eine Tür geöffnet wird.
Zuhause – das ist der Ort, wo Du Dich sicher fühlst.
Zuhause – das ist der Ort, wo Du Dich wohlfühlst.
Zuhause – das ist der Ort, wo Du geliebt wirst.
Zuhause – das ist der Ort, wo Du auftanken kannst.
Zuhause – das ist der Ort, wo man Dir vertraut.
Zuhause – das ist der Ort, wo Du Dir Zeit für Dich nehmen kannst.
Zuhause – das ist der Ort, wo man zu Dir sagt: „Du bist willkommen!“
Zuhause – das ist der Ort, wo man zu Dir sagt: „Ich habe Dich lieb!“
Zuhause – das ist der Ort, wo Du merkst: „Ich bedeute anderen Menschen etwas!“
Zuhause – das ist der Ort, wo Du keine Maske tragen musst und sein darfst, wie Du wirklich bist.
Zuhause – das ist der Ort, wo Du Dir selbst ganz nahe kommst.
Zuhause – das ist der Ort, an den Du immer wieder zurückkehren kannst.

Ein solches Zuhause, das nicht immer das eigene Zuhause sein muss,
wünsche ich Dir, uns, Euch allen von ganzem Herzen.
Quelle: Helmut Mühlbacher

Ihr Lieben,
zuhause ist, wo Du Dich wohlfühlst – diese Gefühl wünsche ich einem jeden von Euch und ich wünsche Euch, dass Euch die vier wundervollen Wesen, das Glück, die Freude, die Liebe und die Hoffnung besuchen mögen und ich grüße Euch herzlich aus Bremen
Euer fröhlicher Werner
Quelle: Jürgen Tesch

Dienstag, 17. Juni 2014

Überwinde das Böse mit Gutem!

Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

heute Abend möchte ich Euch eine Geschichte von Aljoscha Gottheis erzählen:

„Überwinde das Böse mit Gutem!“

„In unserem kleinen russischen Dorf lebte einst ein Junge, der sich daran erfreute, andere Kinder zu quälen, und der nicht Gesundes, Schönes oder Gutartiges ansehen konnte, ohne dass ihn die Lust packte, es zu zerstören.

Dieser Junge ging eines Tages durch die frisch gepflanzte Baumallee unseres Dorfes, die unser Dorf mit der nächsten Großstadt verbinden sollte. Vor einem besonders zarten kleinen und noch etwas mickrigen Baum blieb er stehen.
„Du mickrige Pflanze hast es gar nicht verdient, zu wachsen,
Dich sollte man mit Stumpf und Stiel ausreißen.“
www.baldwald.de
Zuerst riss er einige junge Triebe des kleinen Baumes ab und dann hob er einen schweren Stein auf, den er lauthals lachend in die Krone der jungen Pflanze drückte, um sie am, weiteren Wachstum zu hindern. Dieser kleine Baum krümmte sich vor Schmerzen, als der bösartige Junge davon rannte.

Vergebens bog und wendete sich der kleine Baum, doch so sehr er sich auch anstrengte und bemühte, er konnte die steinerne Last nicht loswerden.

Da senkte er seine Wurzeln tief in die Erde, sodass sie in der Tiefe das Grundwasser erreichten, dann streckte er sich in die Höhe und stemmte den Stein in seiner Krone so hoch, dass seine Krone über den Schatten der anderen Bäume hinausragte und das Sonnenlicht seine Blätter berührte.

Viele Jahre waren seit der bösen Tat ins Land gegangen. Aus dem bösen Jungen war inzwischen ein Mann geworden, dessen Charakter aber immer noch nicht besser geworden war. Eines Tages kehrte er in unser Dorf zurück, um sich an seiner damaligen bösen Tag an dem Baum zu erfreuen.

Er suchte den verkrüppelten Baum – doch vergebens.
Immer wieder lief er die Allee hinauf und hinunter.
Da senkte sich plötzlich – ob Ihr es glaubt oder nicht – ein großer majestätischer Baum, in dessen Krone ein im Verhältnis zu dem Baum winziger Stein lag, zu ihm herunter und sprach:
„Du wolltest, dass ich leide und hast mir eine schwere Last auferlegt.
Doch ich danke Dir. Schau, Deine Last hat mich stärker gemacht als alle anderen.“

Ihr Lieben,

Menschen können uns entmutigen.
Menschen können uns die Luft zum Atmen nehmen.
Menschen können uns durch ihre Lieblosigkeit lähmen.
Menschen können uns durch ihre Unfreundlichkeit traurig stimmen.
Menschen können uns durch böse Worte verletzen.
Menschen können uns durch ihre bösen Taten quälen.

Ja, oft leiden wir sehr unter unseren Mitmenschen, häufig sind es sogar Menschen aus unserem eigenen Umkreis, die uns unmenschlich behandeln, die unfreundlich zu und sind, die lieblos mit uns umgehen und manchmal haben wir das Gefühl, dass uns wie dem jungen Baum in unserer Geschichte ein Stein mitten ins Herz gedrückt wird und uns die Lebenskraft raubt.

Wie sollen wir darauf reagieren?

Wir können uns selbst bejammern und bedauern, aber dadurch schaden wir uns nur selbst, denn wenn wir uns bejammern und bedauern, verändert sich unsere Lage dadurch überhaupt nicht, ja sie wird sogar noch schlimmer, weil wir uns unsere Lage ständig vor Augen führen.

Wir können Gedanken der Wut, des Ärgers oder der Rache hegen, aber durch solche Gedanken schaden wir uns auch nur selbst, weil die Gedanken der Wut, des Ärgers und der Rache unser eigenes Herz und unsere eigenen Gedanken vergiften und uns daran hindern, fröhlich und glücklich zu leben.

Der junge Baum zeigt, wie es wir das Böse überwinden können:
„Da senkte er seine Wurzeln tief in die Erde, sodass sie in der Tiefe das Grundwasser erreichten, dann streckte er sich in die Höhe und stemmte den Stein in seiner Krone so hoch, dass seine Krone über den Schatten der anderen Bäume hinausragte und das Sonnenlicht seine Blätter berührte.“


Das sollten wir auch tun, wenn wir das Böse überwinden wollen.

Es ist allemal besser, Gedanken der Freude und Zuversicht zu haben,
als sich durch böse Worte verletzen zu lassen.

Es ist allemal besser, Gedanken der Liebe und Hoffnung zu haben,
als sich durch Lieblosigkeit lähmen zu lassen.

Es ist allemal besser, Gedanken, die auf die Zukunft gerichtet sind, zu haben,
als sich entmutigen zu lassen.

Es ist allemal besser, sich einem Kreis fröhlicher Menschen anzuschließen,
als Menschen zuzuhören, die uns die Luft zum Atmen nehmen wollen.

Es ist allemal besser, mutig voranzuschreiten, den Kopf zu erheben und der Sonne entgegen zu blicken, als sich durch Menschen zur Untätigkeit verurteilen zu lassen.

Es ist allemal besser, sich kleine Inseln der Ruhe und der Zurückgezogenheit zu bewahren, als Menschen zuzuhören, die uns Böses wollen.

Ich weiß, wovon ich rede, denn alles, was ich heute bin, ist das Ergebnis meiner Kindheit und Jugend. Ohne meine schlimme Kindheit und Jugend als ESELSKIND wäre ich niemals das geworden, was ich heute bin.
Quelle: Helmut Mühlbacher

Ihr Lieben,
ich wünsche Euch einen zuversichtlichen Abend, eine gute und erholsame Nacht und morgen einen mutigen und der Zukunft zugewandten Tag.
Ich grüße Euch herzlich aus Bremen
Euer fröhlicher Werner
Quelle: Karin Heringshausen