"Den eigenen Weg zu gehen, erfordert den größten Mut."
Konfuzius
Ihr Lieben,
heute möchte ich Euch eine Geschichte von Anthony de Mello erzählen:
"Die Botschaft erkennen"
"Ein Reisender kam in ein Kloster, um den Meister zu hören.
Nach einer Weile sprach er zu einem der anderen Schüler:
"Ich bin weit gereist, um dem Meister zuzuhören.
Aber jetzt, wo ich ihn höre, finde ich seine Worte ganz gewöhnlich. "
Der Schüler antwortete: "Höre nicht auf seine Worte. Höre auf seine Botschaft."
"Und wie macht man das?"
"Halte dich an einen Satz, den er sagt. Schüttle ihn dann gut durch, bis alle Wörter herausfallen.
Was übrig bleibt, wird dein Herz entflammen."
Nach einer Weile sprach er zu einem der anderen Schüler:
"Ich bin weit gereist, um dem Meister zuzuhören.
Aber jetzt, wo ich ihn höre, finde ich seine Worte ganz gewöhnlich. "
Der Schüler antwortete: "Höre nicht auf seine Worte. Höre auf seine Botschaft."
"Und wie macht man das?"
"Halte dich an einen Satz, den er sagt. Schüttle ihn dann gut durch, bis alle Wörter herausfallen.
Was übrig bleibt, wird dein Herz entflammen."
Ihr Lieben,
wenn wir in unserem Leben etwas lernen, wenn wir innerlich weiterkommen und unseren eigenen Weg gehen wollen, ist es wichtig, dass wir anderen Menschen, die bereits viel mehr Erfahrungen gesammelt haben, zuzuhören.
Dabei aber kommt es nicht darauf an, dass es sich dabei um geschliffene Redner halten, die uns durch ihre Kunst zu sprechen, begeistern. Oft sind es die einfachen Menschen, die unser Leben prägen.
Bei mir waren das drei Menschen, als ich noch jung war:
Dabei aber kommt es nicht darauf an, dass es sich dabei um geschliffene Redner halten, die uns durch ihre Kunst zu sprechen, begeistern. Oft sind es die einfachen Menschen, die unser Leben prägen.
Bei mir waren das drei Menschen, als ich noch jung war:
Der Erste war mein Jugendfreund Hans-Christoph, von dem ich schon des Öfteren erzählt habe. Er war kein großer Redner und seine Sätze kaum für Zitate geeignet, aber der Inhalt dessen, was er sagte, das hat mir das Herz abgewonnen, das hat mich gefangen genommen.
Der Zweite war ein junger Mann, den ich in Markurg an der Lahn kennenlernte, als ich Theologie studierte. Ich habe viele berühmte Redner, viele berühmte Professoren sprechen gehört und habe alle ihre Reden wieder vergessen.
Aber was dieser junge Mann an einem Abend über das Gleichnis aus der Bibel über den reichen Mann und den armen Lazerus zu sagen hatte, während er gleichzeitig vor Aufregung rot wurde und stotterte, das hat sich mir unauslöschlich für mein ganzes Leben eingebrannt und mich tief beinflusst in meinem Handeln.
Aber was dieser junge Mann an einem Abend über das Gleichnis aus der Bibel über den reichen Mann und den armen Lazerus zu sagen hatte, während er gleichzeitig vor Aufregung rot wurde und stotterte, das hat sich mir unauslöschlich für mein ganzes Leben eingebrannt und mich tief beinflusst in meinem Handeln.
Der Dritte war Frere Roger, den ich in einem geistigen Zentrum in Taize in Frankreich als junger Student kennenlernen durfte.
Am Abschlussabend sagte ein Student aus meiner Gruppe zu ihm:
"Wenn ich jetzt wieder nach Göttingen (wo ich damals studierte) komme, mache ich alles wie in Taize." Und Frere Roger antwortete ihm: "Vergiss Taize!".
Diese Antwort habe ich erst viel später verstanden.
Am Abschlussabend sagte ein Student aus meiner Gruppe zu ihm:
"Wenn ich jetzt wieder nach Göttingen (wo ich damals studierte) komme, mache ich alles wie in Taize." Und Frere Roger antwortete ihm: "Vergiss Taize!".
Diese Antwort habe ich erst viel später verstanden.
Wichtig ist es, dass wir nicht so sehr auf die Worte achten, die wir hören oder lesen, sondern dass wir die Botschaft, die sich in den Worten verbirgt, hören und diese Botschaft dann in unserem Leben umsetzen, aber in unserer Weise.
Denn das war das, was Frere Roger damals sagen wollte mit seinem Satz "Vergiss Taize". Es ist nicht gut, wenn wir versuchen, jemanden nachzuahmen oder so zu handeln wie er. Wir müssen, jeder Einzelne von uns, seinen eigenen Weg finden, um unser inneres Glück, unsere innere Ausgeglichenheit und unsere innere Zufriedenheit zu finden.
Denn das war das, was Frere Roger damals sagen wollte mit seinem Satz "Vergiss Taize". Es ist nicht gut, wenn wir versuchen, jemanden nachzuahmen oder so zu handeln wie er. Wir müssen, jeder Einzelne von uns, seinen eigenen Weg finden, um unser inneres Glück, unsere innere Ausgeglichenheit und unsere innere Zufriedenheit zu finden.
Ihr Lieben,
ich wünsche Euch heute von Herzen einen ausgeglichenen, zufriedenen und glücklichen Tag Und rufe Euch voller Freude zu: "Ihr seid wunderbar, glaubt es, Ihr seid etwas Besonderes, entdeckt es!"
Seid herzlich aus Bremen gegrüßt mit einem ganz fröhlichen Moin Moin, Euer Werner vom Weserstrand
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