Dienstag, 27. Januar 2026

Geschichte: Die kleinen Dinge

Quelle: Alexander Rykow


"Indem ich Dein Handeln sehe,
interessiert mich Deine Botschaft nicht mehr!" 
Bertolt Brecht

Quelle: Alexander Rykow



Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch die Geschichte eines unbekannten Autors erzählen:

"Die kleinen Dinge"

"Ein Asket saß in einer Höhle und meditierte.

Da huschte eine kleine Maus in die Höhle hinein und knabberte an der Sandale des Asketen.

Der Asket öffnete verärgert die Augen und sprach: "Warum störst Du mich in meiner Andacht!"

"Ich habe Hunger", piepste die Maus.

"Geh weg, Du törichte Maus", schrie der Asket. "Ich suche die Einheit mit Gott, wie kannst Du mich dabei stören!"

"W
ie willst Du Dich mit Gott vereinigen", fragte da die Maus, "wenn Du nicht einmal mit mir einig werden kannst?"

 
Quelle: Alexander Rykow

Ihr Lieben,

wie ja viele von Euch wissen, habe ich Theologie studiert und an der Universität in Göttingen als Dozent unterrichtet. Ich gebe zu, dass ich fest an Gott glaube.

Schon damals, als ich die Studenten unterrichtete, begegneten mir etliche Studenten, die hatten große wundervolle Pläne, wie sie die ganze Welt verändern wollten, natürlich zum Besseren.

Aber wenn es darum ging, z.B. die Reinigungskraft im Universitätsgebäude, der sie täglich begegneten, zu grüßen, dann gehörte das nicht zu ihrem großen Plan.

Die Einsicht, dass die große Veränderung bei ihnen selbst beginnt, fehlte ihnen.

Ich traf viele Pastoren in Gemeinden, die ebenfalls Visionen und Träume hatten, wie sie ihre Kirchengemeinde voranbringen wollten, aber ein einfacher Besuch bei einer alten kranken Dame hatte in solchen Träumen und Visionen keinen Platz.

All diese Studenten und Pastoren hatten etwas Entscheidendes übersehen, was Bertolt Brecht, den ich oben zitiert habe, so wunderbar formuliert hat:
"Wenn unsere Botschaft nicht mit unserem Handeln übereinstimmt, sind wir nicht sehr glaubwürdig.
Quelle: Alexander Rykow



Ihr Lieben,

Ich wünsche Euch allen nun einen fröhlichen und unbeschwerten Donnerstag und ich grüße Euch ganz herzlich aus Bremen

E
uer fröhlicher Werner
Quelle: Alexander Rykow



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