3326 Geschichten


Auf dem ESELSKIND-Blog stehen inzwischen 3.326 Beiträge und mindestens zwei Mal in der Woche kommen weitere hinzu.

Ich wünsche jeder Leserin und jedem Leser recht viel Freude beim Lesen der Geschichten und ich hoffe, dass Euch die Geschichten ein wenig ermutigen und Euch veranlassen, niemals aufzugeben, denn denkt bitte immer daran:
Ihr seid etwas Besonderes, Ihr müsst nur Eurer Licht zum Leuchten bringen


Euer fröhlicher Werner aus Bremen

Montag, 3. August 2026

Geschichte: Deine Aufgabe

 

Quelle: Werner Forneberg

Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch ein afrikanisches Märchen erzählen:

„Deine Aufgabe!“

Eine große langandauernde Trockenheit hatte das Land überfallen. 
Zuerst war das Gras braun und grau geworden. 
Dann starben zahlreiche Büsche und viele kleine Bäume. 
Kein Regen fiel auf das Land und der Morgen erwachte ohne die Erfrischung des kühlenden Taus. 


Etliche Tiere waren bereits verdurstet und nur wenige hatten noch die Kraft gefunden, aus dieser Wüste zu fliehen. Die Trockenheit dauerte an. 
Selbst die stärkten, ältesten Bäume, deren Wurzeln tief in die Erde hineinreichten, verloren ihre Blätter. 


Alle Brunnen und Flüsse, die Quellen und Bäche waren vertrocknet. Eine einzige Blume war am Leben geblieben, denn eine ganz kleine Quelle spendete ihr täglich noch ein paar Tropfen Wasser. 

Doch die Quelle verzweifelte: „Alles vertrocknet, verdurstet und stirbt, und ich kann nichts daran ändern. Wozu sollte es noch sinnvoll sein, dass ich ein paar Tropfen aus der Erde hole und auf den Boden fallen lasse?“

Quelle. Werner Forneberg

 Ein alter kräftiger Baum hörte ihre Klage und sagte, bevor erstarb, zur Quelle:
„Niemand erwartet von Dir, dass Du die ganze Wüste zum Grünen und Blühen bringst.
Deine Aufgabe ist es, einer einzigen Blume Leben zu schenken, mehr nicht!“

Wenn ich diese Geschichte lese, dann kann ich die Verzweiflung der Quelle gut verstehen. Die immer wieder neuen Hitzewellen, die das Leben vieler Menschen auf dieser Welt erschweren, die schrecklichen Kriege in dieser Welt, die vor allem das Leben der Menschen bedrohen, die eigentlich nur friedlich ihr Leben leben wollen, die Hungersnöte in der Welt, unter denen vor allem viele Kinder leiden - 
 

Wenn wir uns diese Hitzewellen, diese Kriege und diese Hungersnöte vor Augen führen, dann können wir tatsächlich verzweifeln. 

Das liegt vor allem daran, dass wir angesichts dieses weltweiten Leides zu der Überzeugung gelangen, wir könnten ohnehin gegen diese Leid nichts ausrichten, wir seien angesichts dieses Leid völlig machtlos. 
Aber wir sollten niemals aufgeben!

Quelle: Alexander Rykow
Unsere Aufgabe ist es nicht, die ganze Welt zu heilen, unsere Aufgabe ist es, uns auf einen Menschen zu konzentrieren und ihm zur Seite zu stehen. 

Die Welt zu retten – diese Aufgabe ist für jeden von uns zu groß. 
Unsere Aufgabe ist es, einem einzelnen Menschen zur Seite zu stehen. 


Diese Aufgabe zu erfüllen, das kann in vielen Formen geschehen. 
Wir können die Patenschaft für ein Kind in der Dritten Welt übernehmen, 
wir können eine alte Nachbarin regelmäßig mal zu Kaffee und Kuchen einladen und auf diese Weise ihre Einsamkeit durchbrechen und Sonne in ihren Alltag bringen. 


Wir können auf unseren täglichen Wegen Menschen ein Lächeln schenken. Die Möglichkeiten, einem einzelnen Menschen glücklich zu machen, sind so zahlreich wie die Sandkörner am Strand des Meeres.

Quelle: www.gesund-netzwerk.de

 
Ihr Lieben,

Ich bitte euch herzlich, denkt einmal darüber nach, welchem Menschen Ihr zur Seite stehen, welchen Menschen Ihr glücklich machen könnt. 

„Wer nur einen Menschen rettet, rettet die ganze Welt.“ (aus dem Talmud)

„Jeder Mensch sollte mit seinem Leben die Welt ein ganz kleine wenig besser machen!“
(aus dem Film „der kleine Lord“)

Ich grüße Euch herzlich aus Bremen

Euer fröhlicher Werner

Quelle: Helmut Mühlbacher

 

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