3326 Geschichten


Auf dem ESELSKIND-Blog stehen inzwischen 3.326 Beiträge und mindestens zwei Mal in der Woche kommen weitere hinzu.

Ich wünsche jeder Leserin und jedem Leser recht viel Freude beim Lesen der Geschichten und ich hoffe, dass Euch die Geschichten ein wenig ermutigen und Euch veranlassen, niemals aufzugeben, denn denkt bitte immer daran:
Ihr seid etwas Besonderes, Ihr müsst nur Eurer Licht zum Leuchten bringen


Euer fröhlicher Werner aus Bremen

Dienstag, 8. September 2026

Geschichte: Zeit zum Nachdenken

 

Quelle: Helmut Mühlbacher


Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch eine Begebenheit aus China erzählen:

„Zeit zum Nachdenken“

„Ein chinesischer Bauer besaß einmal eine kleines Reisfeld oberhalb einer Schlucht.
Jeden Tag stieg er deshalb in die Schlucht hinunter, um in zwei großen Eimern Wasser für seine Felder hinaufzutragen.

Als einige Europäer das Land besuchten und sagen, wie der Bauer mühsam seine Arbeit verrichtete, boten sie ihm an, ihm eine Pumpe zu bauen, die ihm die gesamte Last des Wassertragens ersparen würde.

Quelle: Wikipedia.com

Der Bauer aber lehnte die Hilfe mit einem freundlichen Lächeln ab:
„Wenn ich das Wasser nicht mehr zu meinem Reisfeld hinaustragen kann, dann würde mir die Zeit fehlen – zum Nachdenken.““

Quelle: Karin Heringshausen
Ihr Lieben,

als ich Kind war, da hatten die Menschen oft noch Zeit, sich gegenseitig zu besuchen oder auf einer Bank vor ihrem Haus zu sitzen. Sie hatten Zeit zum Ausruhen, zum Innehalten, zum Durchschnaufen, zum Beten.

Heute beobachte ich etwas sehr Interessantes und zugleich Erschütterndes:
Seit wir alle ein Smartphone besitzen, ist bei vielen Menschen der Tag komplett durchgetaktet.  Viele Menschen haben trotz der vielen technischen Geräte, die ihnen Arbeit abnehmen sollen, keine Zeit mehr. Sie hetzen von Termin zu Termin, von Veranstaltung zu Veranstaltung und sinken abends erschöpft ins Bett.

Der Bauer unserer Geschichte kann uns ein großes Vorbild sein.
Hätte er sich die Pumpe bauen lassen, dann hätte er den ganzen Tag auf seinem Reisfeld arbeiten können. Aber dann hätte er auf etwas verzichten müssen, das ihm sehr wichtig war:


Er genoss die Zeit des Weges, den er zurücklegen musste, um das Wasser zu holen und zu seinem Reisfeld zu bringen, um über Dinge nachzudenken, die ihn interessiert, über die Welt nachzudenken, über seine Familie, seine Freunde und Bekannten nachzudenken und über Gott nachzudenken. Außerdem hatte er auf einem Weh immer die Gelegenheit, die Schönheit der Natur zu betrachten und sie zu genießen.

Wir sollten uns Zeit nehmen für das Arbeiten.
Wir sollten uns aber auch Zeit nehmen für das Innehalten.

Wir sollten uns Zeit nehmen, unsere Pflichten zu erfüllen
Wir sollten uns aber auch Zeit nehmen, auszuruhen.

Wir sollten uns Zeit nehmen, das zu tun, was notwendig ist
Wir sollten uns aber auch Zeit nehmen, unser Leben zu genießen.
Wir sollten uns Zeit nehmen, für andere da zu sein.
Wir wollten uns aber auch Zeit nehmen, über unsere Leben und seinen Sinn nachzudenken.



Quelle: Helmut Mühlbacher

Ihr Lieben,

ich grüße Euch herzlich aus Bremen und freue mich, dass es Euch gibt. Gott segne und behüte Euch. Er lasse Sein Angesicht leuchten über Euch und schenke Euch Seinen Frieden und Seinen Segen

Euer fröhlicher Werner

Quelle: Werner Forneberg


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