Mittwoch, 14. Oktober 2026

Geschichte: Am Ende des Regenbogens

 

Quelle: Helmut Mühlbacher

Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch eine Geschichte von Christoph Georges erzählen:

„Am Ende des Regenbogens“

„Es war einmal ein alter Mann, der lebte allein im Wald und war sehr unglücklich.

Jeden Tag saß er auf der Bank vor seinem Häuschen und starrte vor sich hin.

Er hörte nicht, wie die Vögel sangen, er spürte den Wind nicht, der mit den Blättern der Bäume spielte, und er roch nicht den würzigen Tannenduft.

Den ganzen Tag lang dachte er immer nur an die eine Sache:
Warum war die Prophezeiung der schönen Fee nicht in Erfüllung gegangen.
Sie war, als er zur Welt kam, seiner Mutter erschienen und hatte ihr anvertraut, dass für ihn ein unermesslich großer Schatz bereit liege.
Er werde den Schatz am Ende des Regenbogens finden.

Viele Jahre seines Lebens hatte der Mann damit verbracht, diesen Schatz zu suchen. Und jetzt war er alt und müde, und er hatte ihn immer noch nicht gefunden.

So lebte er Tag für Tag dahin, bis plötzlich etwas geschah.
Es hatte sehr lange geregnet, und dann war mit Macht die Sonne durchgebrochen, obwohl es noch leicht nieselte.

Der alte Mann saß wieder mit gesenktem Kopf vor seiner Hütte und zertrat wütend eine kleine Blume, als sich unvermittelt das Licht veränderte. Und da sah er es.

Ein riesiger Regenbogen spannte sich über den Wald, in den schönsten Farben, so prächtig, wie er noch nie zuvor einen Regenbogen gesehen hatte. Und das Ende des Regenbogens zeigte genau auf ihn.

Da kam ihm die Erleuchtung.
Der Schatz am Ende des Regenbogens, das war er selbst und jeder einzelnen Augenblick, den ihm das Leben schenkte.

Der alte Mann begann zu weinen.
Er ging in seine Hütte und weinte drei Tage und drei Nächte lang.

Als er wieder aus seiner Hütte heraustrat, holte er tief Luft und sah um sich.
Er hörte, wie die Vögel sangen. Er spürte den Wind, der mit den Blättern der Bäume spielte.
Er fühlte die Sonnenstrahlen auf seiner Haut, und er roch den würzigen Tannenduft. 
Er sah zu Boden und bemerkte einen kleinen Käfer, der auf den Rücken gefallen war. Er bückte sich und drehte ihn behutsam um.

Quelle: Werner Forneberg

Ihr Lieben,

ich habe in meinem Leben viele Menschen kennengelernt, die fast ihr ganzes Leben (mit Ausnahme von Kindheit und Jugend) damit verbracht haben, nach Schätzen zu suchen.

Sie waren der festen Überzeugung, dass sie, wenn sie dieses oder jenes besitzen würden, dass sie dann glücklich sein würden.

Es gibt Menschen, die kaufen sich einen hochwertigen Metalldetektor und gehen damit auf die Jagd nach einem verborgenen Schatz.

Andere Menschen spielen häufig unter Einsatz von hohen Geldbeträgen in verschiedenen Lotterien mit und hoffen auf den großen Gewinn, den ersehnten Schatz.

Meine Mutter hat auch immer fleißig im Lotto gespielt, aber mehr als drei Richtige hat sie nie erreicht.

Wieder andere Menschen versuchen, in Spielcasinos ihren Traum vom großen Gewinn zu verwirklichen.

Das Traurige daran ist, dass nur ein verschwindend geringer Prozentsatz der oben genannten Menschen jemals ihr Ziel erreicht und Besitzer eines echten Schatzes wird.

Dabei vergessen alles diese Menschen eine wichtige Wahrheit:
Der größte Schatz, den ein Mensch in seinem Leben für sich nutzen kann, liegt in ihm selbst verborgen.

Ein wichtiges Detail in unserer heutigen Geschichte dürfen wir nicht übersehen. Dort heißt es: „Der alte Mann begann zu weinen.  Er ging in seine Hütte und weinte drei Tage und drei Nächte lang.“ 

Warum hat dieser Mann drei Tage lang geweint? Über diese Frage habe ich lange nachgedacht und ich glaube, die Antwort gefunden zu haben:

Der alte Mann hat zuerst deswegen geweint, weil er erkannt hat, dass er viele Jahre seines Lebens damit zugebracht hat, nach Schätzen außerhalb seiner Person zu suchen, und er hat zweitens deshalb geweint, weil er erkannte, auch in seinem Alter nun endlich den Schatz in sic entdeckt zu haben. Und in seinem neuen Denken und Handeln ist seine tiefe innere Veränderung zu erkennen! 

Quelle: Karin Heringshausen
Ihr Lieben,

ich wünsche mir so sehr, dass Ihr Euch auf den Weg zu Eurem Schatz in Euch selbst macht.

Beschäftigt Euch nicht so viel mit äußeren Dingen, die können Euch nicht glücklich machen.

Nehmt Euch Zeit und horcht in Euch hinein.
Jeder Mensch ist ein einzigartiges Wesen. Ja, auch DU!
Jeder Mensch verfügt über Fähigkeiten und Talente, die kein anderer Mensch besitzt. Das gilt auch für DICH!
Komm zur Ruhe, horch in DICH hinein und entdecke den Schatz in DIR selbst.

Die meisten Menschen  schauen zu viel auf andere Menschen und versuchen, diesen nachzueifern oder diese zu imitieren und denken selten darüber nach, worin ihre Fähigkeiten und Talente bestehen.

Ich wünsche Euch, jeder/jedem Einzelnen von Euch, dass Ihr den Schatz in Euch selbst entdeckt, dass Ihr begreift, dass Ihr etwas könnt, was kein anderer Mensch kann. 
Jede/jeder von Euch ist ein unverwechselbares ORIGINAL!

Und wenn Ihr den Schatz in Euch entdeckt habt,
werdet ihr sehr glücklich sein und in Euch selbst ruhen.

Quelle: Werner Forneberg
Ihr Lieben,


Ich wünsche Euch auf dem Weg zu Euch selbst ganz viele wundervolle Entdeckungen und ganz viel Freude und verbleibe als Euer fröhlicher Werner, das ESELKIND





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