3326 Geschichten


Auf dem ESELSKIND-Blog stehen inzwischen 3.326 Beiträge und mindestens zwei Mal in der Woche kommen weitere hinzu.

Ich wünsche jeder Leserin und jedem Leser recht viel Freude beim Lesen der Geschichten und ich hoffe, dass Euch die Geschichten ein wenig ermutigen und Euch veranlassen, niemals aufzugeben, denn denkt bitte immer daran:
Ihr seid etwas Besonderes, Ihr müsst nur Eurer Licht zum Leuchten bringen


Euer fröhlicher Werner aus Bremen

Sonntag, 19. April 2015

Der Korb des alten Mannes


"Eine der wunderbaren Eigenschaften, die wir als Mensch haben, ist die Chance,
in jeder neuen Minute unser Leben verändern zu können."

Alexander Rykow

Quelle: Romana Huber
Ihr Lieben,

auf vielfachen Wunsch möchte ich Euch heute Abend noch einmal eine Geschichte von Shad Helmstetter erzählen:

"Der Korb des alten Mannes"

"Dies ist die Geschichte eines alten Mannes und eines kleinen Jungen. Der alte Mann hieß Sartebus und der Junge Kim. Kim war ein Waisenkind und lebte ganz für sich allein. Er zog von Dorf zu Dorf auf der Suche nach Essen und einem Dach über dem Kopf. Doch es gab noch etwas, nach dem er suchte. Kim suchte nach einer Einsicht. 

"Warum", fragte er sich, "sind wir ein Leben lang auf der Suche nach etwas, das wir nicht finden können? Machen wir es uns selbst schwer oder soll es einfach so sein, dass wir uns so plagen?"

Auf seinem Weg traf er eines Tages einen alten Mann und der, so hoffte Kim, ihm vielleicht die eine Antwort geben konnte. Der alte Mann trug auf seinem Rücken einen großen, zugedeckten, geflochtenen Korb, der sehr schwer zu sein schien. Eines Tages machten sie Rast an einem Bach. 

Quelle: Helmut Mühlbacher
Der alte Mann stellte erschöpft seinen Korb auf den Boden. Er schien so schwer zu sein, dass selbst ein viel jüngerer und stärkerer Mann ihn wahrscheinlich nicht sehr lange hätte tragen können. 

"Weshalb ist denn dein Korb so schwer?" fragte Kim Sartebus. "Ich würde ihn gerne für dich tragen." "Nein, den kannst du nicht für mich tragen", antwortete der alte Mann. "Den muss ich ganz alleine tragen."

Viele Tage und Wege gingen Kim und der alte Mann zusammen. So sehr er sich auch bemühte, er konnte nicht herausfinden, was für ein schwerer Schatz sich wohl in dem Korb befand. Erst als Sartebus nicht mehr weitergehen konnte und sich ein letztes Mal zur Ruhe legte, erzählte er dem jungen Kim sein Geheimnis.

"In diesem Korb", sagte Sartebus, "sind all die Dinge, die ich von mir selbst glaubte und die nicht stimmten. Auf meinem Rücken habe ich die Last jedes Kieselsteines des Zweifels, jedes Sandkorns der Unsicherheit und jedes Mühlsteines des Irrweges getragen, die ich im Laufe meines Lebens gesammelt habe. Ohne sie hätte ich die Träume verwirklichen können, die ich mir so oft ausgemalt habe."

Quelle: Helmut Mühlbacher

Ihr Lieben,

vielen Menschen, denen ich in meinem Alltag begegne, ähneln diesem alten Mann. Auch mir ist es lange Zeit in meinem Leben so gegangen, dass ich wie gelähmt war durch die Zweifel und die Unsicherheit, die ich aus meiner Kindheit und Jugend mit mir schleppte.

Es sind nur Sätze und wir glauben, sie leicht abschütteln zu können, aber wenn man wie ich seine ganze Kindheit und Jugend gehört hat: "Du kannst nichts!, Du bist zu dumm!, Du bist unfähig!, Aus Dir wird nie etwas", dann nisten sich solche Gedanken eben doch in unserem Kopf und in unserem Herzen ein.

Wir glauben diese Sätze auch deshalb, weil sie häufig von Menschen kommen, denen wir vertrauen (Vater, Mutter, Geschwister, Verwandte). Diese negativen Urteile nisten sich in der Folge in unser Denken und Fühlen ein und es ist, als wenn sie uns von innen her auffressen würden. Am Ende geht es uns wie dem alten Mann, wir schleppen aus unserer Vergangenheit die große Last dieser negativen Gedanken mit uns herum.

Zweierlei ist daran besonders schlimm:

Wenn wir diesen Korb der Zweifel und Unsicherheit weiter mit uns schleppen, belastet und trübt er unseren Alltag und zweitens hindert der Korb uns daran, fröhlich und unbeschwert in eine glückliche Zukunft zu schreiten und unsere Träume zu verwirklichen und unsere Ziele zu erreichen.

Es muss der Tag kommen, an dem wir sagen: "Es ist genug!" 
Es muss der Tag kommen, an dem wir unseren Korb am Abend absetzen und am nächsten Morgen nicht mehr wieder auf unsere Schultern laden. 

Denn das ist der Fehler: Abends laden wir den Korb wie in unserer Geschichte ab, stellen ihn hin und sind einige Stunden erleichtert, aber am nächsten Morgen laden wir ihn mit einem tiefen Seufzer wieder auf unsere Schultern. 

Wir können das verhindern, indem wir uns selber jeden Morgen zurufen:
HEUTE lasse ich meinen Korb stehen,  
HEUTE will ich ohne ihn in den Tag gehen,  
HEUTE will ich ohne Selbstzweifel und voll Sicherheit die Dinge des Tages bewältigen. 

Wenn wir das zu unserer täglichen Übung werden lassen, werden wir nach einer gewissen Zeit feststellen, dass uns das ins Fleisch und Blut übergeht und eines Tages werden wir morgens gar nicht mehr an den Kob denken und er wird in einer dunklen Ecke sein Dasein fristen, während wir fröhlich und unbeschwert in unseren Alltag schreiten.

Ihr Lieben,
ich wünsche Euch morgen einen fröhlichen Wochenbeginn und grüße Euch herzlich aus Bremen
Euer fröhlicher Werner
Quelle: Karin Heringshausen

Freitag, 17. April 2015

Der Zug der Bequemlichkeit

Quelle: Helmut Mühlbacher
"Wer seinen Weg geht, dem wachsen Flügel."
Alexander Rykow
Quelle: Anke Stapelfeldt
Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch eine Geschichte von Christoph Georges erzählen:
 
"Der Zug der Bequemlichkeit"

Zwei Reisende sitzen sich in einem Zugabteil gegenüber. Als sich der Zug der nächsten Haltestelle nähert, springt einer von den beiden auf, schaut aufgeregt aus dem Fenster und nimmt seine Koffer. 

Er überlegt einen Moment, dann legt er seine Koffer zurück ins Gepäcknetz und setzt sich wieder.  Das Gleiche wiederholt sich auch bei jeder der nächsten Haltestellen. 

Schließlich fragt ihn sein Gegenüber entnervt:
"Was machen Sie da eigentlich jedes Mal, wenn der Zug hält?" 


"Ach", erwidert der Mann, "ich müsste eigentlich längst ausgestiegen sein,
aber hier drin im Zug ist es so schön warm."

Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,
mir begegnen in meinem Leben immer wieder Menschen in meinem Alter, die sich jammern und sich selbst bemitleiden, dass sie dies oder jenes in ihrem Leben nicht erreicht haben, dass sie diesen oder jenen Traum nicht verwirklichen und dieses oder jenes Ziel nicht erreichen konnten.

Aber statt sich an die eigene Brust zu klopfen und zu sagen:
"Das war meine eigene Entscheidung und wenn ich schon die Vergangenheit nicht ändern kann, so will ich doch wenigstens in der Gegenwart und Zukunft meine Ziele und Träume verwirklichen!", wird die Schuld für das bisherige Nichterreichen der Ziele, das Nichtverwirklichen der Träume auf die Umstände, die Kindheit oder irgendwelche Menschen geschoben.


In Wirklichkeit waren diese Menschen - um das Bild unserer Geschichte zu benutzen - nur zu bequem, aus dem warmen Zug ihres Lebens auszusteigen, die Verantwortung zu übernehmen und sich auf den Weg zum Ziel zu machen.


Das Wunderbare aber ist, dass es niemals zu spät ist, aus dem Zug der Bequemlichkeit auszusteigen!
In jeder Minute, in jeder Stunde, an jedem Tag haben wir die wundervolle Möglichkeit zu sagen: "Ich möchte meinem Leben eine neue Richtung geben, ich möchte dies oder jenes Ziel erreichen, diesen oder jenen Traum verwirklichen!"


Ich wünsche jedem Einzelnen von Euch, dass er den Mut hat, aus dem warmen Zug des Lebens auszusteigen und sich auf den Weg zum ersehnten Ziel zu machen, den eigenen Traum zu verwirklichen.
Es ist nie zu spät dazu!

Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,
ich wünsche Euch ein ruhiges entspanntes Wochenende und grüße Euch alle ganz herzlich aus Bremen
Euer fröhlicher Werner vom Weserstrand

Quelle: Karin Heringshausen

Mittwoch, 15. April 2015

Nimm nicht alles hin, was angeblich Schicksal ist!



"Füttere Deine Intelligenz und sie wird wachsen, blühen und Dir eine Stütze im Leben sein, auch wenn Du gar nicht so intelligent bist! Wenn Du das nicht tust, wird sie verkümmern, auch wenn Du noch so intelligent bist!"
Alexander Rykow
Das ist ein wundervolles Foto, das uns zeigt,
dass zwischen einem lohnenden Ziel (der See,
der links zwischen den Bäumen zu sehen ist) und
uns oft nur ein scheinbar unüberwindlicher Berg liegt.
Aber wir müssen nicht mit dem Kopf durch die Wand gehen,
wir können auch rechts oder links um den Berg herumgehen!

Quelle: Helmut Mühlbacher

Ihr Lieben,

heute Abend möchte ich Euch eine Geschichte von Melanie Geilke erzählen:

"Nicht mehr zeitgemäß?"

"Langsam und gemächlich schreitet sie um die Straßenecke.
Sie versteckt sich nicht, auch wenn sie schon wie  von Weitem die Silhouetten derer sieht, die mit dem Finger auf sie zeigen. Sie weiß genau, es ist lediglich der Neid, der sie dazu antreibt, und die Unsicherheit, aber manchmal schmerzt es dennoch.

"Sie ist hochnäsig."
 sagen sie.
"Sie fühlt sich als etwas Besseres." behaupteten sie.

In der heutigen Welt ist sie nicht mehr so angesehen wie damals, das hat sie mittlerweile einsehen müssen. Aber was hat sie denn nur falsch gemacht? Sie hatte sich nicht verändert. Aber die Welt um sie herum hatte sich verändert.

Sie schlich die Straße entlang und schaute in ein Fenster. Ein Wohnzimmer, die Eltern und ihre zwei Sprösslinge. Die Kleinen sitzen mit leerem Blick auf dem Boden und lassen sich von den flimmernden, bunten Bildern unterhalten. Auf den drei Büchern im Regal türmte sich der Staub. Sie ist einfach nicht mehr modern, dabei hatte sie geglaubt, zeitlos zu sein.

Plötzlich steht der kleine Junge auf und kommt zu ihr ans Fenster. Interessiert schaut er ihr in die Augen. "Wer bist du?"

Überrascht und erfreut über so viel Aufmerksamkeit stutzt sie kurz.
Als sie antworten will, blökt die Mutter des Jungen los: "Was willst du denn von der? Komm wieder Fernsehen! Die Werbung ist zu Ende!" Mit einem lauten Knall schließt sie das Fenster!"

"Ich bin die Intelligenz." flüstert sie nur und schleicht mit hängendem Kopf davon."
Quelle: Helmut Mühlbacher

Ihr Lieben,

früher hat man geglaubt, Intelligenz sei etwas Angeborenes, etwas, das man mitbekommt, für das man gar nichts kann. Heute hat die Wissenschaft nachgewiesen, dass Intelligenz auch wachsen kann.

Ich möchte die Intelligenz vergleichen mit einer Pflanze. In der Kindheit ist sie oft noch zart und verletzlich und es kommt vor allem darauf an, womit wir sie düngen, ob wir sie regelmäßig mit Nährstoffen versorgen und regelmäßig gießen.

Es gibt einen Bericht über eine Klassenkonferenz aus der Zeit, als ich das Gymnasium besuchte, in dem ein Lehrer die Meinung geäußert hat, er habe auf der Universität nicht gelernt, so dumme Kinder wie mich zu unterrichten.

Aber ich habe jede Menge Bücher verschlungen, ich habe meinen Geist mit Erlebnissen in der Natur und durch meinen großen Wissensdurst gefüttert. Das Lernen fiel mir sehr schwer, aber innerlich dachte ich als Kind immer gegenüber meinen Lehrern: "Eines Tages überhole ich Euch alle!"

Und man stelle sich das Erstaunen und die Verwunderung vor, als ich eines Tages an meine alte Schule zurückkehrte und inzwischen Dozent an der Universität Göttingen geworden war!
Die Lehrer mochten es einfach nicht glauben.

Ich erzähle das nicht, um mich zu rühmen, das ist nicht meine Art, dass wisst Ihr, sondern allein, um zu zeigen, dass mangelnde Intelligenz kein unabwendbares Schicksal ist, das man hinnehmen muss, sondern dass wir viel für unser Denken tun können, je nachdem, was wir ihm anbieten.

Das gilt auch in besonderem Maße für unsere Kinder und Enkelkinder.
www.dksb.de
Ich bin ehrenamtlich Lesepate an einer Grundschule. Ich sehe dort mit Freude, wie die Kinder aufblühen, wenn sie lesen lernen und anfangen, eine für sie ganz neue Welt zu entdecken.

Wie wichtig das Lesen, das "richtige Futter" für den Geist für unsere Kinder und Enkelkinder und auch für uns schon etwas Ältere ist, habe ich an einem sehr eindrücklichen Beispiel erlebt:

In den letzten Jahren ihres Lebens, als meine Mutter, mit der ich mich im Alter ausgesöhnt hatte, in einem Altersheim lebte, wurde sie immer schweigsamer und man konnte sich kaum noch mit ihr unterhalten, ein Ja und ein Nein, mehr war nicht mehr zu erwarten.

Ihre einzige Beschäftigung war, den ganzen Tag von morgens bis abends Fernsehen zu schauen. Eines Tages kam ich zu ihr und da hatte sie einen sehr hellen Augenblick und weinte und sagte zu mir:
"Früher konnte ich mich so schön mir Dir unterhalten, schade, dass ich das nicht mehr kann."

Ich sprach darüber mit einem Hirnforscher der Bremer Universität, der mir Folgendes sagte:

"Wenn Ihre Mutter von morgens bis abends nur Fernsehen schaut, muss ihr Gehirn kaum etwas tun, alles wird ja bereits geliefert, die fertigen Bilder, die Sprache, einfach alles. 

Wenn Ihre Mutter aber z.B. einen Roman liest und es dort heißt: "Die Mutter saß mit den Kindern im Wohnzimmer beim Schein einer Kerze und las ihnen eine spannende Geschichte vor, während der Vater sich über den mit Kies bedeckten Weg dem Haus näherte" - dann muss das Gehirn eine Menge leisten, es kommt auf Touren, es muss sich vorstellen, wie das Haus aussieht, wie der Vater über den Kies auf das Haus zueilt. Wie das Wohnzimmer, die Kinder und die Mutter aussehen und wie gerade die Szene ausschaut, in der die Mutter den Kinder eine Geschichte vorliest. Ganz anders als beim Fernsehen wird unser Gehirn durch das Lesen sehr geschult und bleibt leistungsstark und munter."

Wenn ich es nicht selbst erlebt habe, ich würde es bis heute nicht glauben:

Ich habe meiner Mutter von dem berichtet, was ich gehört hatte und meine Mutter war so sehr daran interessiert, sich wieder mit mir unterhalten zu können, dass sie von dem Tag an überhaupt nicht mehr Fernsehen schaute (!), sondern einen Roman nach dem anderen verschlang.

Nach einem dreiviertel Jahr (!) war sie wieder geistig so rege, dass wir uns bis kurz vor ihrem Tode immer wieder wunderbar unterhalten konnten.
Quelle: Helmut Mühlbacher

Ihr Lieben,
Ich wünsche Euren Kindern und Enkelkindern, dass sie viele Möglichkeiten haben, mit Euch zusammen ihren Geist zu schulen, durch das Entdecken von Neuem, durch Erlebnisse in der Natur, durch das Lesen von Büchern, durch Gespräche mit Euch, durch gemeinsames Erleben und gemeinsames Unternehmen.
Ich wünsche Euch einen fröhlichen Donnerstag mit Zeit für Eure Kinder und Enkelkinder
Euer fröhlicher Werner vom Weserstrand
Quelle: Karin Heringshausen

Montag, 13. April 2015

Das Vorhaben, Liebe zu schenken, sollte man niemals aufschieben!

Quelle: Helmut Mühlbacher
"Glücklich wird man nicht, indem man das Glück für sich allein beansprucht, 
sondern indem man es mit anderen Menschen teilt."
Alexander Rykow
Quelle: Karin Heringshausen

Ihr Lieben,

ich möchte auf vielfachen Wunsch heute noch einmal eine Geschichte von Christoph Georges erzählen:

"Liebe sollte man niemals aufschieben"

"Es war einmal ein Junge, der wurde krank geboren. Seine Krankheit war unheilbar.
Er war 17 Jahre alt und konnte jeden Augenblick sterben.


Er lebte immer noch bei seiner Mutter und unter ihrer Aufsicht.
Das war schwierig für ihn und so beschloss er, einmal rauszugehen
- nur ein einziges Mal.


Er bat seine Mutter um Erlaubnis und sie gab sie ihm.
Während er so durch sein Stadtviertel schlenderte, sah er etliche Boutiquen.
Als er vor ein Musikgeschäft kam und ins Schaufenster sah, bemerkte er ein sehr zartes Mädchen in seinem Alter.


Es war Liebe auf den ersten Blick.
Er öffnete die Tür, und trat ein, indem er nur sie beachtete.


Nach und nach näherte er sich der Theke, wo sich das Mädchen befand.
Sie sah ihn an, und fragte lächelnd : Kann ich Dir helfen?

Er dachte, es sei das schönste Lächeln was er in seinem ganzen Leben gesehen hatte und er hatte das Verlangen sie im selben Moment zu küssen.
Er sagte stotternd : Ja, hmmmm.... ich würde gern eine CD kaufen.
Ohne nachzudenken, nahm er die erste, die ihm in die Hände fiel und bezahlte.


Möchtest Du, dass ich sie Dir einpacke? fragte das Mädchen wieder lächelnd.

Er nickte und sie ging in das Hinterzimmer der Boutique und kam mit dem eingepackten Paket zurück, und gab es ihm. Er nahm es und ging aus dem Geschäft.

Quelle: Helmut Mühlbacher
Er ging nach Hause, und seit diesem Tag ging er tagtäglich in dieses Geschäft, um eine CD zu kaufen. Sie packte sie alle immer ein, und er brachte sie nach Hause, um sie in seinem Schrank unterzubringen.

Er war zu schüchtern, um sie zum Ausgehen einzuladen, und selbst wenn er es versuchen wollte, brachte er es nicht über sich.

Er schilderte dies seiner Mutter, und sie ermutigte ihn, doch etwas zu unternehmen, und so ging er den nächsten Tag mit Mut bewaffnet wieder in das Musikgeschäft.
Wie jeden Tag kaufte er eine CD und sie ging wie jedes Mal in die Hinterboutique, um sie ihm einzupacken.

Sie nahm also die CD und während sie sie ihm einpackte, hinterließ er schnell seine Telefonnummer auf der Theke und verließ schnell das Geschäft.

Am nächsten Tag: dring, dring klingelte das Telefon.
Seine Mutter nahm den Hörer ab: Hallo?
Es war das Mädchen und es wollte den Sohn sprechen.

Die Mutter, untröstlich, begann zu weinen und sagte: Was, Du weißt es nicht? Er ist gestern gestorben. Es gab eine lange Pause,Stille.... außer dem Wehklagen der Mutter.

Später ging die Mutter in das Zimmer des Sohnes, um sich seiner zu erinnern.
Sie beschloss seine Kleidung durchzusehen und öffnete seinen Schrank.
Wie sehr war sie überrascht, als ihr eine riesige Menge von CDs entgegen kam. Keine einzige war geöffnet.

Das alles machte sie sehr neugierig, und sie konnte nicht widerstehen: Sie nahm eine CD, setzte sich auf das Bett und öffnete sie. Als sie dies machte, fiel ein kleiner Zettel aus dem Paket.

Die Mutter nahm ihn auf und las: Hallo!!! Du bist super süß, möchtest Du mit mir ausgehen? Hab Dich lieb.....Sofia.

Sehr gerührt nahm die Mutter eine andere CD; noch eine andere und so weiter.
In mehreren befanden sich kleine Zettel und auf jedem stand das Gleiche..."

Quelle: Romana Huber
Ihr Lieben,

vor einiger Zeit fand hier in Bremen eine Veranstaltung mit Samuel Koch statt, der seinerzeit 
einen schweren Unfall in der "Wetten-dass-Show" von Thomas Gottschalk erlitt. Dieser Unfall hat mir wieder einmal verdeutlicht, wie kostbar unser Leben ist. 

Wir sollten in unserem Tag unseren Lieben, unseren Kindern und Enkelkindern immer wieder sagen, dass wir sie lieben, ihnen ein Lächeln schenken, sie mit kleinen Aufmerksamkeiten erfreuen und uns Zeit für sie nehmen. 

Wichtig ist es vor allem, unsere Liebe nicht aufzuschieben:
"Ab dem neuen Jahr...",
nein heute ist der Tag, um Liebe zu schenken, fröhlich zu sein, Zuversicht, Hoffnung und Freude zu schenken.
Liebe darf niemals aufgeschoben werden.
Für ein liebes Wort reicht die Kraft auch dann noch, wenn wir müde sind.

Quelle: Astrid Müller
Ihr Lieben,
Ich wünsche Euch morgen einen ganz fröhlichen und zuversichtlichen Tag und grüße Euch ganz herzlich aus Bremen
Euer fröhlicher Werner

                                                          

Sonntag, 12. April 2015

Entdecke die Diamanten in Deinem Leben!

Quelle: Karin Trott
"Suche die Diamanten Deines Lebens nicht in der Ferne,
sondern entdecke den Schatz der Diamanten in Deinem Inneren"

Alexander Rykow

Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch eine wahre Geschichte von Peter Graf von Eysselsberg erzählen:



Nur Steine!


„Es war einmal ein Farmer in Australien. Der hörte, dass viele dabei waren, ihre Farm zu verkaufen, um nach Diamanten zu schürfen. Einige waren auf diese Weise schon sehr reich geworden.

Der Mann entschied sich, ebenfalls seine Farm zu verkaufen und er fand auch schnell einen Käufer. Mit dem Geld machte er sich auf, um nach Diamanten zu schürfen.

Es verging ein Monat und er hatte nichts gefunden. Auch nach zwei, drei und sechs Monaten war seine Suche erfolglos. Er suchte noch ein weiteres halbes Jahr und war am Ende so verzweifelt, dass er sich von einer Brücke stürzte und sich das Leben nahm.

Der Mann hingegen, der die Farm von dem erfolglosen Diamantensucher gekauft hatte, wunderte sich über die Steine, die dort überall auf dem Land lagen. Er nahm einen der Steine mit zu einem Experten und der teilte ihm mit, dass dies einer der größten Diamanten war, den er je gesehen hatte. Es gab unzählige dieser Steine auf dem Gelände der Farm, nur hatte sie bisher niemand erkannt, da sie roh und ungeschliffen waren.“
Quelle: Raymonde Graber

Ihr Lieben,

diese Geschichte birgt in sich einen tiefen Sinn:


Wir alle ähneln dem Farmer, der seine Farm verkauft
und in der Fremde nach Diamanten sucht.


Auch wir Menschen haben oft den Glauben, das Besondere, das Erstrebenswerte, das sogenannte große Glück liege irgendwo in der Ferne, wir müssten uns nur auf den Weg dorthin machen.

Ich erinnere mich sehr gut an die 1950er Jahre, in denen es oft nicht viel zu essen gab. In dieser Zeit las ich das Märchen vom Schlaraffenland, in dem man sich von morgens bis abends sattessen und schlemmen konnte, und dies Märchen gefiel mir sehr. Am liebsten hätte ich dies Land sofort gesucht! Auch dieser Kindertraum war nichts anderes als ein Ausdruck dieser Sehnsucht des Menschen nach dem Glück in der Ferne.
Als Lektor korrigiere ich jeden Tag Texte, ich liebe die Sprache und wenn man so manche Sprichwörter oder Volksweisheiten liest, merkt man, dass die Sprache oft sehr klug ist.
So lautet eine alte Weisheit: 
„Warum in die Ferne schweifen, liegt das Gute doch so nah?!“


So ist das auch mit dem Glück, mit den Diamanten in unserem Leben.

Das große Geheimnis ist, dass wir nicht hinter dem Glück herlaufen müssen, dass wir nicht unsere Talente, unsere Fähigkeiten und Möglichkeiten in der Ferne suchen müssen, sondern das Glück und die unsere Fähigkeiten sind schon da, wir müssen nur in uns selbst schauen und begreifen, welch wundervolle Wesen wir sind.

Wir müssen nur begreifen, dass das Glück uns jeden Tag beschenken möchte, dass in unsere Umgebung liebevolle Menschen sind, dass sie ein Teil unseres Glücks sind und dass es in unserer Umgebung Menschen gibt, sie sich nach unserer Liebe, nach unserer Freundschaft sehnen.

Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,
Ich wünsche Euch heute einen heiteren unbeschwerten Ausklang des Wochenendes und grüße Euch alle ganz herzlich aus Bremen.
Euer fröhlicher Werner

Freitag, 10. April 2015

Bist Du ein Vorbild? Das wäre wundervoll!


Quelle: Helmut Mühlbacher
„Dass wir wieder werden wie die Kinder, ist eine unerfüllbare Forderung. 
Aber wir sollten zu verhüten suchen, dass die Kinder werden wie wir.“Erich Kästner
Quelle: Romana Huber
Ihr Lieben,

ich möchte Euch heute eine Geschichte des berühmten Dichters
LEO TOLSTOI erzählen:

"Die drei Söhne"


"Drei Frauen kommen an einen Brunnen, um Wasser zu schöpfen.
Sie sprechen von ihren drei Söhnen.
 


"Meinen Sohn solltet ihr singen hören", sagte die erste,
"das klingt so schön, als wenn eine Nachtigall singen würde."


Die zweite sagte: "Mein Sohn ist stark und schnell.
Er schleudert einen Stein fast bis zu den Wolken und fängt ihn dann wieder auf."


Die dritte schwieg.

Da fragten die anderen: "Und dein Sohn?"
"Was soll ich erzählen", sagte sie, "mein Sohn ist ein junger Bursche wie andere auch."



Nun machten sich die drei Frauen auf den Heimweg. Die Sonne brannte, die Wassereimer waren schwer. Da kamen den drei Frauen ihre Söhne entgegen.


Der erste sang so schön wie eine Nachtigall, der zweite schleuderte Steine in die Luft und fing sie wieder auf. Der dritte aber lief hin zu seiner Mutter und nahm ihr den Eimer ab.


Ein alter Mann neben dem Brunnen hatte alles mit angesehen.
Eine der drei Frauen fragte ihn:
"Nun alter Mann, was sagst Du zu unseren drei Söhnen?
"Drei Söhne?", fragte der alte Mann, "ich sehe nur einen!"

www.dksb.de
Ihr Lieben,

ich erlebe in meiner Umgebung immer wieder junge Familien, bei denen ich mich manchmal frage, wer da wen erzieht:
Die Eltern die Kinder oder die Kinder die Eltern.

Den Kindern wird kein Wunsch abgeschlagen, die Kinder verfügen über eigene Fernseher, Computer und Smartphones und ihnen werden keinerlei Grenzen gesetzt.
Ich bin mir nicht sicher, ob diese Kinder als Erwachsene wirklich sozial eingestellte Wesen sein werden.

Daneben begegnen mir immer wieder Familien mit Kindern, in denen die Kinder gedrillt werden, die einen Terminkalender haben, der jedem Spitzenmanager Ehre machen würde. 

Wenn ich genauer hinsehe, frage ich mich, ob hier nicht Eltern darauf hinwirken, dass ihre Kinder die Zeile erreichen, die sie selbst nicht erreicht haben.
Ob diese Kinder als Erwachsene wirklich glücklich sein werden?


Es ist sicher gut, wenn die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen etwas leisten, es ist noch besser, wenn sie etwas Außergewöhnliches könnenaber am besten ist es, wenn die Kinder und Jugendlichen Hilfsbereitschaft und Menschlichkeit entwickeln.
 


Und hier ist unser Vorbild gefragt. Wenn wir als Erwachsene in diesem Bereich unseren Kindern und Jugendlichen ein Vorbild sind, werden sie uns nacheifern.

Und indem sie unserem Vorbild nacheifern, wird sich zugleich ein tiefes Vertrauens-verhältnis zwischen uns und ihnen aufbauen, das die Grundvoraussetzung dafür ist, dass die Kinder und Jugendlichen stark werden.

Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,
Ich wünsche Euch ein wundervolles Frühlingswochenende mit viel Zeit und Ruhe
Euer fröhlicher Werner

Quelle: Raymonde Graber


Mittwoch, 8. April 2015

Ich habe gar keinen Computer!


"Du glaubst, das Internet sei die tatsächliche Welt? 
Öffne Deine Haustür, höre das Zwitschern der Vögel,
das Brausen des Windes und das fröhliche Lachen der Kinder und begreife: 

Es gibt auch noch ein Leben außerhalb des Internets."
Alexander Rykow
Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch eine Geschichte von Christoph Georges erzählen.
Ob sie, wie behauptet wird, wahr ist, vermag ich nicht zu beurteilen, auf jeden Fall zeigt sie uns in aller Deutlichkeit, dass wir immer wieder in unserem Leben Alternativen haben:


"Ich habe leider keinen Computer 
und auch keine E-Mail-Adresse!"

"Eine arbeitslose Frau bewarb sich in den USA als Reinigungskraft bei der Computersoftwarefirma SAP. Der
 Personalleiter ließ sie einen Test machen (den Boden reinigen), darauf folgte ein Interview mit ihr und schließlich teilte er ihr mit: 
"Sie sind bei SAP eingestellt. Geben Sie mir bitte Ihre E-Mail-Adresse, dann schicke ich Ihnen die nötigen Unterlagen".

Die Frau antwortete ihm, dass sie weder einen Computer besitze,
noch eine E-Mail-Adresse habe.


Der Personalmensch antwortete ihr, dass sie ohne E-Mail-Adresse virtuell nicht existiere und daher nicht angestellt werden könne.


Die Frau verließ verzweifelt das Gebäude mit nur 10 Euro Reisekosten in der Tasche. Sie beschloss, in den nächsten Supermarkt zu gehen und 10 Kilo Tomaten zu kaufen. 

Dann verkaufte sie die Tomaten von Tür zu Tür und innerhalb von 2 Stunden verdoppelte sie ihr Kapital. Sie wiederholte die Aktion 3 Mal und hat am Ende des Tages 160 Dollar.



Sie realisierte, dass sie auf diese Art und Weise ihre Existenz bestreiten könnte, also startete sie jeden Morgen und kehrte abends spät zurück. Jeden Tag verdoppelte oder verdreifachte sie ihr Kapital. Nach kurzer Zeit kaufte sie sich einen kleinen Wagen, dann einen Lastwagen und bald verfügte sie über einen kleinen Fuhrpark für ihre Lieferungen. Innerhalb von 5 Jahren besaß sie eine der größten Lebensmittelketten der USA, die direkt nach Hause liefern.

Sie beschloss, an ihre Zukunft zu denken und einen Finanzplan für sich und ihre Familie erstellen lassen. Sie setzte sich mit einem Berater in Verbindung und er erarbeitete einen Vorsorgeplan.

Am Ende des Gesprächs fragte der Vertreter sie nach ihrer E-Mail-Adresse, um ihr die entsprechenden Unterlagen schicken zu können. Sie antwortete ihm, dass sie nach wie vor keinen Computer und somit auch keine E-Mail-Adresse besitze.

Der Versicherungsvertreter schmunzelte und bemerkte: 
"Kurios, Sie haben ein Imperium aufgebaut und besitzen nicht einmal eine E-Mail-Adresse. Stellen Sie sich einmal vor, was Sie mit einem Computer alles erreicht hätten!"

Die Frau überlegte und sagte: "Ich wäre Putzfrau bei SAP".




Ihr Lieben,

vor drei Jahren, es muss im August oder September gewesen sein, wollte ich bei Google etwas nachforschen für eine wissenschaftliche Arbeit, die ich gerade korrigierte, aber Google reagierte nur sehr langsam. 

Wie ich am Tag darauf aus der Zeitung erfuhr, war Goggle am Tag zuvor mit Anfragen, die Facebook betrafen, völlig überlastet. 


Facebook war für ein paar Stunden ausgefallen und viele Menschen weltweit gerieten in Panik, weil sie nun plötzlich ihre Freunde nicht mehr erreichen konnten und ihr Lebensmittelpunkt wegbrach.

Wenn ich, wie z.B. heute, eine kleine Radtour mache, begegnen mir häufig Menschen, die beim Radfahren telefonieren oder in sich versunken auf einer Bank sitzen, um SMS zu lesen oder zu versenden. Für die wunderschöne Natur ringsum haben diese Menschen keinen Blick.

Auch ich besitze ein Handy, aber wenn ich eine Radtour mache, bleibt das Handy zuhause. Ich möchte nicht immer erreichbar sein, ich möchte mir meine Freiheit bewahren.

Diese kleine, aber feine Geschichte möchte uns zurufen: 
Macht Euch nicht zu sehr von der Technik und zu sehr vom Internet abhängig.
Auch ohne Internet, auch ohne die Technik ist ein lebenswertes Leben möglich.

Wir sollten das Internet als das betrachten, was es ist: 
Als eine wunderbare Möglichkeit, uns mit lieben Menschen weltweit zu verbinden, uns auszutauschen, aber wir sollten dabei nicht vergessen, dass das Internet nicht unser Leben ist, nicht unser Lebensmittelpunkt ist.
Dies ist auch der Grund dafür, dass ich gerne die alte, fast schon vergessene Tradition (Schmunzeln) des Briefeschreibens weiter pflege.
Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,
ich wünsche Euch morgen einen wundervollen Tag mit lieben Begegnungen im Internet, aber vor allem aber Zeit für einen Spaziergang, für Eure Partnerin, Euren Partner, zum Spielen mit Euren Kindern und Enkelkindern, Zeit für Eure Freunde und Bekannte und nicht zuletzt auch für Euch selbst.
Ganz liebe herzliche Grüße aus Bremen
Euer fröhlicher Werner
Quelle: Karin Heringshausen