3129 Geschichten


Auf dem ESELSKIND-Blog stehen inzwischen 3.179 Beiträge und mindestens zwei Mal in der Woche kommen weitere hinzu.

Ich wünsche jeder Leserin und jedem Leser recht viel Freude beim Lesen der Geschichten und ich hoffe, dass Euch die Geschichten ein wenig ermutigen und Euch veranlassen, niemals aufzugeben, denn denkt bitte immer daran:
Ihr seid etwas Besonderes, Ihr müsst nur Eurer Licht zum Leuchten bringen


Euer fröhlicher Werner aus Bremen

Mittwoch, 27. Mai 2026

Geschichte: Es geht um Dein Leben!

 

Nimm Dir das Leben!

Quelle: Karin Heringshausen
Ihr Lieben,

bevor Ihr Euch ereifert und sagt, wie kann der Werner heute nur eine solche Überschrift wählen, lest lieber zuerst die heutige Geschichte von James E. Corner und meine Gedanken dazu:

„Es geht um Dein Leben!“

Am 23. Mai 1983 wurde über die Nachrichtenagentur Associated Press folgende Geschichte verbreitet:

Es geschah in den 1960er/1970er Jahren in den USA.
Ein junges Mädchen namens Mary Groda lebte in den Weiten des US-amerikanischen Bundesstaates Texas in einem kleinen Dorf und wurde von ihrer Familie vernachlässigt und nicht gefördert.

Mary Groda lernte als Kind weder lesen noch schreiben.
Die Fachleute stuften sie als geistig zurückgeblieben ein.
Als Jugendliche bekam sie noch einen weiteren Stempel aufgedrückt.
Da wurde sie als schwer erziehbar für zwei Jahre in eine sogenannte Besserungsanstalt geschickt.

Ironischerweise machte sich Mary hier – hinter den hohen Mauern und den geschlossenen Türen – daran, sich der Herausforderung des Lernens zu stellen.
Um ihr Ziel zu erreichen, arbeitete sie bis zu sechzehn Stunden täglich.
Ihr Fleiß wurde belohnt: Sie schaffte den Highschool-Abschluss, einen Abschluss, der mit unserer Mittleren Reife vergleichbar ist.
Quelle: Werner Forneberg

Aber Mary blieb vom Pech nicht verschont.
Nach ihrer Entlassung aus dem Heim wurde sie schwanger.
Der Vater des Kindes machte sich aus dem Staub.


Zwei Jahre später erlitt sie während einer weiteren Schwangerschaft einen Schlaganfall, der sie ihrer so hart erarbeiteten Lese- und Schreibfähigkeiten beraubte.
Doch mithilfe liebevoller Menschen kämpfte Mary und sie gewann zurück, was sie verloren hatte. 
Sie nahm sieben Pflegekinder bei sich auf, um finanziell über die Runden zu kommen und um gleichzeitig anderen Kindern ein ähnliches Schicksal, wie sie es erlebt hatte, zu ersparen.

Gleichzeitig belegte sie Kurse in einem College. Nachdem sie den Collegeabschluss geschafft hatte, der unserem Abitur entspricht, bewarb sie sich mit Erfolg um einen Studienplatz für Medizin an der Albany Medical School.

Im Frühjahr 1984 nahm Mary Groda Lewis – sie war inzwischen verheiratet – im akademischen Ehrengewand ihre Doktorwürde entgegen. Wir können nur erahnen, was in ihr vorging, als sie dieses beredte Zeugnis ihres unerschütterlichen Glaubens an sich selbst in den Händen hielt – dieses Diplom, das aller Welt verkündete:

Hier auf diesem kleinen Fleckchen Erde steht ein Mensch, der das Unmögliche zu träumen wagte, ein Mensch, der der lebende Beweis für das Göttliche in uns ist. Hier steht Mary Groda Lewis, Doktor der Medizin.“
Quelle: Helmut Mühlbacher

Ihr Lieben,

dies ist eine ganz wundervolle Geschichte. 
Aber wir begehen einen ganz großen Fehler, wenn wir glauben, dass die Lehre aus dieser Geschichte sei:
„Du musst nur ganz fest an den Erfolg glauben 
und dann wirst Du auch Dein Ziel erreichen!“

Ich habe viele Menschen kennengelernt, die haben ganz fest an den Erfolg dessen, was sie vorhatten, geglaubt und sind dennoch gescheitert. 

Wenn wir uns auf den Weg machen, Ziele zu erreichen, bekommen wir keine Garantie, dass wir es tatsächlich schaffen, entscheidend ist aber, dass wir es wenigstens versuchen!

Wenn wir begreifen, dass nicht das Erreichen des Zieles das Entscheidende ist, sondern der Mut, den wir aufbringen, wenn wir uns auf den Weg machen, dann werden wir nicht enttäuscht sein, wenn wir das Ziel nicht erreichen,
weil wir dann stolz zu uns selbst sagen können:  
„Ich habe es wenigstens versucht!“

Jetzt komme ich auf die heutige Überschrift zurück:
„Wenn jemand sagt: „
Ich nehme mir das Leben!“, dann glauben wir in 100% aller Fälle, dieser Mensch wolle sich umbringen, er wolle sterben.

Den Satz „Ich nehme mir das Leben“ können wir aber auch ganz anders verstehen.
Viele Menschen verspüren das Gefühl, dass das Leben an ihnen vorüberrauscht, dass sie vor lauter Arbeit und Stress gar nicht dazu kommen, wirklich zu leben.

Diesen Menschen, die vom Leben enttäuscht sind, die feststellen: „Das kann doch nicht alles sein oder gewesen sein!“, denen möchte ich zurufen
Nimm Dir das Leben!",
ergreife es, lass nicht zu, dass das Leben an Dir vorbeizieht, sondern mach aus Deinem Leben das, was Du daraus machen möchtest, denn das ist das, was wir aus unserer heutigen Geschichte lernen können.

Und wenn es Euch nicht gelingt, Euer ganzes Leben umzukrempeln, oder wenn es Euch nicht möglich ist, aus Eurem bisherigen Leben vollständig auszubrechen, weil Ihr verständliche und gute Verpflichtungen gegenüber uren Lieben habt, dann solltet Ihr Euch wenigstens die Freiheit nehmen, ab und zu einen Tag pro Monat oder Woche zu ergreifen, für Euch zu reservieren und an diesem einen Tag genau das zu machen, was Ihr schon immer machen wolltet.

Wenn Ihr das macht, wenigstens einen Tag pro Monat ganz nach Euren Wünschen gestaltet oder gemeinschaftlich mit Euren Lieben,
dann werdet Ihr ein kleines Wunder erleben, nämlich, wie Eurer Leben durch einen solchen Tag bereichert wird durch einen dreifache Freude:
Durch die Vorfreude auf diesen Tag, durch die Freude an diesem Tag und durch die Nachfreude über diesen Tag!


Das ist es, was ich meine, wenn ich sage:
„Nimm Dir das Leben, ergreife das Leben!“

Was wir daraus lernen können, ist dies:
Es ist wichtig, dass wir in uns hineinhorchen, 
um herauszufinden, was unsere tiefste Sehnsucht ist.
Und wenn wir das herausgefunden haben, dann sollten wir, 
wenn es möglich ist, uns auf den Weg machen, diese Sehnsucht zu erfüllen.

Diese tiefe innere Sehnsucht, das ist es, was Mary Groda Lewis in unserer Geschichte die Kraft verliehen hat, durchzuhalten, nicht aufzugeben, an sich selbst zu glauben.

Was ist Deine Sehnsucht?
Du wolltest schon immer ein Buch schreiben?
Schreibe es!
Du wolltest schon immer ein große Radtour durch ganz Deutschland machen?
Radele los!
Du wolltest schon immer eine Weltreise machen?
Fange an zu planen!
Du wolltest schon immer einen Malkurs mitmachen?
Melde Dich an! 
Du wolltest Dir schon immer mehr Zeit für Dich selbst nehmen? 
Wenn nicht jetzt, wann dann!!!
Du wolltest schon immer anderen Menschen mehr Liebe schenken? 
Fang an zu lächeln, nimm Deine Kinder in den Arm, 
lade die einsame Nachbarin zum Kaffee ein!
Quelle: Helmut Mühlbacher

Ihr Lieben,

ich hoffe, dass tief in Euch die Sehnsucht brennt, die Sehnsucht nach einem erfüllten Leben!
Ich hoffe, Ihr findet den Mut, Euch auf den Weg zu machen, Eure Sehnsucht zu befriedigen.
Ich wünsche Euch ein erfülltes Lebe
n und grüße Euch herzlich aus dem schönen Bremen

Euer fröhlicher Werner

Quelle: Werner Forneberg

Dienstag, 26. Mai 2026

Geschichte: Der Ziegelstein

 

Muss denn erst jemand einen Ziegelstein werfen?

Quelle: Helmut Mühlbacher

Ihr Lieben,

ich möchte Euch heute eine wahre Geschichte von Christoph Georges erzählen:

„Der Ziegelstein“

„Ein junger und erfolgreicher Manager fuhr mit seinem neuen Auto, einem BMW, in hoher Geschwindigkeit über die Innenstadtstraße, ohne auf die Geschwindigkeits- begrenzung zu achten. Plötzlich kam von rechts ein Ziegelstein geflogen und schlug mit Gewalt gegen die Seitentür des Wagens.

Der junge  Mann war sehr erschrocken. Er hatte schon davon gehört, dass Steine von Autobahnbrücken geworfen wurden, um Autofahrer zu verletzen, aber dass auch Steine seitlich gegen Autos geworfen wurden, das war ihm bisher unbekannt.

Der Fahrer bremste scharf und schaltete sofort den Rückwärtsgang ein und fuhr bis zu der Stelle, von der aus der Stein geworfen wurde. Während er aus dem Wagen sprang, wunderte er sich, dass der Junge, der den Stein geworfen hatte, nicht weglief. 

Er packte den kleinen „Verbrecher“ und schob ihn gegen den geparkten Wagen: „Warum hast Du das getan? Wer bist Du? Weißt Du, welchen Schaden Du angerichtet hast? Mein Auto ist ein neues und teures Auto, verstehst Du das? Der Ziegelstein, den Du geworfen hast, wird mir viel Geld kosten! Warum hast Du das getan?“

„Bitte, Herr, entschuldigen Sie mich, ich wusste nicht, was ich sonst tun sollte!“, bat der Knabe. „Niemand wollte hier sein Auto stoppen, um mir zu helfen.“ Tränen strömten über seine Wangen, während er in Richtung eines umgefallenen Rollstuhls hinwies. 

„Es ist mein Bruder. Er rollte ohne Hemmung über den Randstein der Straße und fiel aus seinem Rollstuhl. Ich habe nicht die nötige Kraft, ihn aufzuheben. Können Sie mir vielleicht helfen, ihn in seinen Rollstuhl zurückzusetzen? Er hat sich verletzt und ist zu schwer für mich.“

Tief bewegt und ohne ein Wort zu sagen, ging der junge Fahrer zum kleinen Verunglückten, hob ihn auf und setzte ihn wieder in seinen Rollstuhl. Dann nahm er sein Taschentuch, wischte und prüfte die Schrammen und Wunden, um zu sehen, ob alles in Ordnung sei.

„Vielen Dank, Herr! Der liebe Gott wird Sie dafür segnen!“, bedankte sich der Junge, dann griff er mit beiden Händen zu und schob den Rollstuhl seines Bruders nach Hause.

Der junge Fahrer folgte ihm mit seinen Augen und bewegtem Herzen, während der Rollstuhl sich mehr und mehr entfernte. Dann kehrte er zu seinem Auto zurück. Es folgte ein langer, langsamer Weg bis nach Hause.

Die verbeulte Tür wurde niemals repariert. Der Fahrer ließ sie, wie sie war, um sich ständig daran zu erinnern, nicht so schnell durchs Leben zu rennen, dass jemand einen Ziegelstein werfen muss, um Aufmerksamkeit zu bekommen....“
Quelle: Werner Forneberg

Ihr Lieben,

vor längerer Zeit las ich einen Bericht über eine alte Dame, die regelmäßig im Sommer auf ihrem Balkon im 1. Stock sitzt und ab und zu fast wie zufällig ein Buch oder ein Brillenetui auf die Straße fallen lässt. Dabei achtet sie aber darauf, niemanden zu verletzen.

Sie hofft darauf, dass Menschen das herunter geworfene Buch oder das Brillenetui wieder zu ihr herausbringen, weil sie glauben, dass es der alten Dame aus Versehen heruntergefallen ist.

Die Menschen, die ihr dann die Gegenstände nach oben bringen, lädt sie dann zu einer Tasse Kaffee ein und der eine oder andere tut ihr den Gefallen.

Ich finde es sehr traurig, dass Menschen in unserer heutigen Zeit und Welt zu solchen Mitteln wie in unserer kleinen Geschichte greifen müssen, um auf sich aufmerksam zu machen.

Der kleine Junge, der Hilfe für seinen Bruder brauchte, hat wahrscheinlich lange Zeit am Straßenrand gestanden und gewinkt, dass ihm jemand helfen soll. 
Aber keiner hat angehalten!

Aus Angst um seinen Bruder hat er dann nach einem Ziegelstein gegriffen und diesen seitlich gegen ein Auto geworfen, in der Hoffnung, auf diese Weise Hilfe zu bekommen.

Vor vielen Jahren wurde in den USA neben einem der großen Highways, die mit unseren Bundesstraßen vergleichbar sind und über Hunderte von Kilometern sich erstrecken, ein Mann auf dem Seitenstreifen in seinem Auto tot aufgefunden. 

In seinen Händen hilft er einen Zettel, auf den er mit letzter Kraft gekritzelt hatte: 
„Seit 48 Stunden (!) habe ich darauf gehofft, dass mir jemand hilft, denn mir ist das Benzin ausgegangen, aber niemand hat angehalten!“

Ich hoffe, dass wir, wenn wir in die neue Woche, offen sind für die Signale, die uns Menschen senden, die unsere Hilfe benötigen, und dass nicht erst jemand einen Stein werfen muss, um unsere Aufmerksamkeit zu erregen!

Ich wünsche Euch für die neue Woche…
die Bereitschaft zu helfen.
ein offenes Ohr, um die Hilferufe zu hören.
ein offenes Herz, um die Not in Deiner Nähe zu erkennen.
einen offenen Mund, der die Menschen in Deiner Nähe ermutigt.
offene Hände, die Du jemandem hinstrecken kannst, der Dich um Hilfe bittet.

Quelle: Raymonde Graber

Ihr Lieben,
ich wünsche Euch eine gesegnete, fröhliche, hilfsbereite und erfüllte neue Woche und grüße Euch herzlich aus Bremen
Euer fröhlicher Werner 
 

Freitag, 22. Mai 2026

Geschichte: Der 101.Schlag

 

Warum Beharrlichkeit so wichtig ist!

Quelle: Werner Forneberg

"Große Werke werden nicht durch Stärke,
sondern durch Beharrlichkeit vollbracht!"
Samuel Johnson


Quelle: Helmut Mühlbacher

Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch eine Geschichte von
Christoph Georges erzählen:

"DER 101. SCHLAG"


Ein berühmter Weiser wurde einmal gefragt, warum er eine Sache trotz großer Hindernisse nicht aufgebe. Und er gab einen Ratschlag, den alle beherzigen sollten, die versucht sind, zu verzagen, wenn sie ein Ziel erreichen, einen Traum verwirklichen oder für eine gute Sache arbeiten wollen.

"Habt Ihr schon einmal einen Steinmetz bei der Arbeit beobachtet?" fragte er.
"Er schlägt vielleicht hundertmal auf die gleiche Stelle, ohne dass auch nur der kleinste Riss sichtbar würde. Aber dann, beim 101. Schlag, springt der Stein plötzlich entzwei.

Es ist jedoch nicht dieser eine Schlag, der den Erfolg bringt, sondern die hundert, die ihm vorhergingen."

Ihr Lieben,

immer wieder begegnen mir Menschen im Alltag, die mir erzählen:

"Ich möchte mein Ziel erreichen, meinen Traum verwirklichen, aber ich schaffe es nicht."

Auch viele junge Menschen begegnen mir, die eine Sache anfangen und nach kurzer Zeit aufgeben, weil sie der Meinung sind, dass sie es nicht schaffen können.

Ich wohne in einer sehr ruhigen Bremer Straße, allein der Name "Inselstraße" sagt schon etwas darüber aus, wie ruhig es hier ist :-).

Schräg gegenüber wohnt ein junges Ehepaar mit einem Mädchen und zwei Jungs, die Zwillinge sind.
Die Zwillinge haben vor etlichen Jahren laufen gelernt.


Immer, wenn ich beobachte, wie kleine Kinder laufen lernen, dann denke ich: Von diesen Kinder können wir viel lernen: Nämlich Beharrlichkeit.

Die Kinder, die laufen lernen wollen, krabbeln zuerst, später ziehen sie sich an einem Stuhl oder Tisch hoch, bis sie stehen können, dann fangen sie an zu laufen und obwohl sie immer wieder und wieder hinfallen, stehen sie immer wieder und wieder auf und probieren es aufs Neue.

Kein Kleinkind käme auf die Idee zu sagen:
Ich habe es jetzt zehn Mal versucht, zu gehen, ich bin immer wieder hingefallen, ich schaffe es nicht, ich gebe auf, ich bleibe liegen!

Lasst uns auf die Kinder schauen und von ihnen lernen:

Wenn wir ein Ziel erreichen, einen Traum verwirklichen wollen, müssen wir es immer wieder versuchen. Und wenn wir fallen, dürfen wir nicht liegen bleiben, sondern müssen aufstehen und weitergehen.

Diese Haltung auf unsere Kindern und Enkelkindern beizubringen, ihnen zu sagen,
"Du musst nur wieder das tun, was Du als kleines Kind getan hast, um Dein Ziel zu erreichen, Deinen Traum zu verwirklichen", hilft unseren Kindern und Enkelkindern auf ihrem Weg, selbsttständig zu werden.

Unseren Kindern und Enkelkindern Beharrlichkeit zu lehren, ist eines der größten Geschenke, die wir ihnen machen können.

www-syrakolb.de
Ihr Lieben,
ich wünsche Euch heute einen fröhlichen Abend und morgen einen Tag der Beharrlichkeit.
Ganz liebe beharrliche Grüße und eine feste Umarmung aus Bremen
Euer fröhlicher Werner

Quelle: Karin Heringshausen

Montag, 18. Mai 2026

Geschichte: „Das Wissen bringt uns nicht ans Ziel, sondern das Handeln

 

Das teuflische Wort "Aber"

Quelle: Werner Forneberg

„Was immer du tun kannst oder wovon du träumst - fange es an. In der Kühnheit liegt Genie, Macht und Magie.“
Johann Wolfgang von Goethe
Quelle: Astrid Müller
Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch eine Geschichte von Yushi Nomura erzählen:

„Das Wissen bringt uns nicht ans Ziel,
sondern das Handeln.“

"Es gibt Menschen, die haben hervorragende Ideen, bewundernswerte Visionen und große Ziele.
Aber damit allein ist es nicht getan, um diese auch in persönlichen Erfolg umzuwandeln.
Handeln ist gefragt, anfangen führt zum Erfolg!

Ein Meister sagte zu seinem Schüler: „Fange an, dann wirst du lernen!“ Der Schüler antwortete: „Ich weiß aber noch nicht genug!“
„Dann warte!“
„Worauf soll ich denn warten?“, wollte der Schüler wissen.
Des Meisters Antwort: „Dass du anfängst!

Ihr Lieben, 

Es gibt im Deutschen das Sprichwort: 

„Mit guten Vorsätzen ist der Weg zur Hölle gepflastert!“
 

Man kann es auch anders formulieren: 
„Wenn es nur bei Vorsätzen bleibt, dann ist das Scheitern unausweichlich.“

Ich kenne viele feine Menschen, die haben große Ziele, sie haben wunderbare Träume, aber sie gehen niemals den ersten Schritt. 
Einer der Sätze, die schon das Scheitern in sich tragen, lautet: 
„Ich würde so gerne, ABER…“

Dieses ABER ist dasjenige, das uns an unserem Erfolg hindert, das unsere Träume zum Scheitern verurteilt und das unsere Ziele lediglich immer wie ferne Sterne leuchten lässt.

In dem ABER stecken alle unsere Selbstzweifel, unser mangelndes Selbstvertrauen, unsere Angst, uns zu blamieren, falls wir das Ziel nicht erreichen, aber in dem ABER stecken auch die Einflüsterungen unserer Umgebung („Das schaffst Du nie!“) und all der Bedenkenträger, die sich in unserer Umgebung aufhalten.

Früher habe ich nicht verstanden, wenn ich in der Bibel las, dass Jesus sagte: 
„Wenn Ihr nicht werdet wie die Kinder…“

Ich wollte nicht wieder werden wie ein Kind!
Aber dann entdeckte ich das Geheimnis in diesem Wort und
 heute sind die Kinder in vielen Dingen mein großes Vorbild.

Wenn ganz kleine Kinder anfangen zu laufen, dann ziehen sie sich zunächst an Tisch- oder Stuhlbeinen hoch und wenn sie dann auf ihren wackeligen Beinen stehen, versuchen sie, die ersten Schritte zu gehen. Dabei setzen sie sich immer wieder auf ihren Hosenboden oder fallen auf die Nase. 
Aber keines dieser Kinder käme auch nur im Entferntesten auf die Idee zu sagen: 
"Ich habe es versucht, es ist mir nicht gelungen, zu laufen, ich gebe auf!“

Nein, mit einer bemerkenswerten Ausdauer, die durch NICHTS zu erschüttern ist, versuchen die kleinen Kinder, immer wieder auf die Beine zu kommen, um das Laufen zu üben, bis es ihnen endlich gelingt.
 

Von dieser Ausdauer, diesem NICHT AUFGEBEN können wir Erwachsenen sehr viel lernen.


Wenn wir einen Traum haben, ein Ziel erreichen möchten, sollten wir uns auf den Weg machen und den ersten Schritt gehen. 
Es ist auch nicht wichtig, schon alle Schwierigkeiten und alle Probleme zu kennen, die sich mit der Verwirklichung des Traums und des Ziels verbinden.


Wer, wie ich, ein Buch schreiben möchte, der kann auch nicht warten, bis er alles Wissen in sich gespeichert hat, wie man ein Buch schreibt.

Wenn man ein Buch schreiben möchte, ist es sogar viel besser, erst einmal loszulegen, und die Gedanken, die das eigene Denken beherrschen, zu Papier zu bringen. 


Dabei erlebt man Tage, an denen man mehrere Seiten schreiben kann, und dann auch wieder Tage, an denen man keine zwei Zeilen zu Papier bringt. Das alles aber lernt man erst durch das Handeln kennen. 
Quelle: Werner Forneberg

Ihr Lieben,
wenn Ihr also einen Traum habt oder ein Ziel erreichen möchtet, dann macht Euch trotz aller Bedenken auf den Weg, geht den ersten Schritt, traut Euch etwas zu.

Und selbst wenn Ihr scheitern solltet auf Eurem Weg zum Ziel, so könnt Ihr von Euch stolz sagen: 

„Ich habe es wenigstens versucht!“ 

Wenn Ihr es aber nicht versucht, werdet Ihr niemals erfahren, ob Ihr es nicht doch geschafft hättet, und es kann sein, dass Ihr Euer ganzes Leben dieser versäumten Gelegenheit nachtrauert.
 

Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,
ich wünsche Euch einen tatkräftigen, zuversichtlichen und mutigen Tag und grüße Euch herzlich vom Weserstrand 

Euer fröhlicher Werner
Quelle: Karin Heringshausen

Samstag, 16. Mai 2026

Geschichte: Till Eulenspiegel und die Berge

 

Steuere Deine Ziele auf die richtige Weise an!

Quelle: Raymonde Graber

Ihr Lieben,

heute Abend möchte ich Euch eine Geschichte von Till Eulenspiegel erzählen:

„Till Eulenspiegel und die Berge"

Ihr Lieben,

heute Abend möchte ich Euch eine Geschichte von Till Eulenspiegel erzählen:

„Till Eulenspiegel und die Berge“

"Alles geht besser, wenn man mehr geht", sagen die, die gern gehen, die zu Fuß große Reisen machen, über Berg und Tal und durch viele Länder.
Einmal war Till Eulenspiegel mit einer Gruppe von Pilgern unterwegs. Sie waren auf der Reise nach Rom, um dort den Papst zu sehen und die berühmte Peterskirche. 

Als sie nun über die Alpen wanderten, geschah etwas Sonderbares. Immer, wenn es steil bergauf ging und alle schnauften und stöhnten und sich Schritt für Schritt abmühten, sprang Till singend und lachend die Anhöhe hinauf, als könnte ihm gar nichts Besseres geschehen.

Wenn es aber bergab ging und alle leichten Schrittes abwärts liefen und sich vom Aufstieg erholten, schimpfte und stolperte Till missmutig hintendrein, und dabei machte er ein Gesicht, als wäre ihm das Hinuntergehen die größte Qual.

"Aber, Meister Till", sagte schließlich einer der Pilger, "ich verstehe Euch nicht. 
Bergauf, wo es am schwierigsten geht, seid Ihr vergnügt und gut gelaunt.
Bergab aber, wenn es uns allen leichter fällt, seid Ihr mürrisch und verärgert.
Wie kommt das?"

"Das ist ganz einfach," sagte Till.
Gehe ich bergauf, dann freue ich mich schon auf die wunderbare Aussicht von oben und auf die kurze Rast.
Außerdem sehe ich von oben, ob dies der letzte Berg auf unserem Weg ist oder ob noch ein anderer kommt.
Gehe ich aber den Berg hinunter, sehe ich nur das tiefe Tal, in das ich hinein muss und den nächsten Berg, der noch vor mir liegt.
Wie sollte ich mich da freuen?"

Sie wanderten noch viele Tage und Wochen. Unglücklich stapfte Till den einen Berg hinunter, und fröhlich lief er den anderen hinauf.
Erst als Till von der letzten Anhöhe aus die Stadt Rom vor sich liegen sah, lief er jubelnd auch den Berg hinunter.“

Quelle: Helmut Mühlbacher

Ihr Lieben,

in dieser heutigen Geschichte von Till Eulenspiegel liegt eine tiefe Wahrheit verborgen.

Wenn wir Träume verwirklichen und Ziele erreichen wollen, 
dann ist das Allerwichtigste der Weg zum Ziel.

Dass so viele Menschen niemals ihre Träume verwirklichen und ihre Ziele erreichen, hat mit einer einfachen Tatsache zu tun, die durch wissenschaftliche Untersuchungen herausgefunden wurde.

Von einer Million Menschen, die Träume haben und Ziele erreichen wollen, machen sich nur 100.000 Menschen tatsächlich auf, ihre Träume zu verwirklichen und ihre Ziele zu erreichen. 

Die anderen 900.000 Menschen machen sich gar nicht erst auf den Weg zum ersehnten Ziel, weil sie sich selbst die Bewältigung der Strapazen auf dem Weg zum Ziel nicht zutrauen oder weil sie von anderen Menschen entmutigt werden, die ihnen dringend davon abraten, sich auf den Weg zum Ziel zu machen („Das schaffst Du nie!“, „Dafür bist Du nicht geeignet!“, „Mach Dich nicht lächerlich, Du bist doch der geborene Versager!“).

Von den 100.000 Menschen, die sich tatsächlich auf den Weg zum ersehnten Ziel machen, kommen leider nur 10.000 Menschen am Ziel an, weil sich 90.000 von ihnen durch die Hindernisse auf dem Weg zum Ziel entmutigen lassen.

Till Eulenspiegel weist uns auf ein wundervolles Rezept hin, wie man in geeigneter Weise mit den Hindernissen auf dem Weg umgehen kann.
Der Weg zum Ziel ist wie auf Till Eulenspiegels Reise kein gradliniger Weg, sondern auch ein Weg mit Höhen und Tiefen, mit Freude und Unlust, mit Mut und Verzagtheit, mit Hoffnung und Verzweiflung.

Wenn es auf dem Weg zum Ziel schwierig wird, wenn wir das Gefühl verspüren, dass sich Hindernisse vor uns auftürmen, dann sollten wir uns freuen, denn das ist der Beweis, dass wir unserem Ziel immer näher kommen.

Wenn wir uns, bevor wir uns auf den Weg zu unserem ersehnten Ziel machen, klarmachen, dass unser Weg  mit Höhen und Tiefen, mit Freude und Unlust, mit Mut und Verzagtheit, mit Hoffnung und Verzweiflung verbunden ist, dann werden wir ihn umso leichter bewältigen.

Wenn wir Zeiten der Freude erleben, dann müssen wir wissen, dass es auch Zeiten der Unlust geben wird.

Wenn wir Zeiten des Mutes erleben, dann müssen wir wissen, dass es auch Zeiten der Verzagtheit geben wird. 

Wenn wir Zeiten der Hoffnung erleben, dann müssen wir wissen, dass es auch Zeiten der Verzweiflung geben kann.

Wenn wir das wissen, können wir uns umso besser darauf vorbereiten.

Wenn wir in einem finsteren Tal sind, dürfen wir wissen, dass unser Weg uns bald wieder auf einen Berg mit einer wundervollen Aussicht führen wird, 
und wenn wir auf dem Berg stehen und die Aussicht genießen, dann können wir uns innerlich darauf vorbereiten, dass wir für eine kleine Weile auch wieder durch ein Tal hindurch wandern müssen.

Entscheidend aber, damit Ihr Euer Ziel auch tatsächlich erreicht, ist, dass Ihr wie Till Eulenspiegel niemals Euer Ziel aus den Augen verliert, denn dann wird Eure Freude riesig sein, wenn Ihr vom letzten Berg Eures Weges hinabblickt auf das vor Euch liegende Ziel!
Quelle: Helmut Mühlbacher

Ihr Lieben,

ich wünsche Euch eine wundervolle Reise zu Euren ersehnten Zielen und Kraft für die Reise über die Berge und durch die Täler und ich grüße Euch herzlich aus dem schönen Bremen

Euer fröhlicher Werner


Quelle: Helmut Mühlbacher