3326 Geschichten


Auf dem ESELSKIND-Blog stehen inzwischen 3.326 Beiträge und mindestens zwei Mal in der Woche kommen weitere hinzu.

Ich wünsche jeder Leserin und jedem Leser recht viel Freude beim Lesen der Geschichten und ich hoffe, dass Euch die Geschichten ein wenig ermutigen und Euch veranlassen, niemals aufzugeben, denn denkt bitte immer daran:
Ihr seid etwas Besonderes, Ihr müsst nur Eurer Licht zum Leuchten bringen


Euer fröhlicher Werner aus Bremen

Dienstag, 11. August 2026

Geschichte: Weiter, weiter, weiter…Die Rastlosigkeit

 

Quelle: Werner Forneberg

Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch eine Geschichte von
Victor Auburtin erzählen:

„Die Rastlosigkeit“

„Es lebte einmal ein sehr fleißiger arbeitsamer Mensch, der es nicht übers Herz bringen konnte, eine einzige Minute seines wichtigen Lebens ungenutzt vorüber gehen zu lassen. 

Wenn er in der Stadt war, so plante er, in welchen Urlaubsort er nach dem Stadtaufenthalt reisen werde. War er im Urlaubsort, dann beschloss er, einen Ausflug nach Marienruh zu unternehmen, wo man eine herrliche Aussicht genießen konnte.

Hatte er Marienruh dann erreicht, studierte er den Fahrplan, um herauszufinden, wie er am schnellsten wieder nach Hause zurückkehren könne. 

Wenn er in einem Gasthof einen köstlichen Braten verzehrte, las er während des Essen die Speisekarte, um nachzusehen, was er nach der Braten zu sich nehmen könne. Und während den Wein heruntergoss, dachte er bei sich, dass bei dieser Hitze ein Glas Bier wohl besser gewesen wäre.

 

Quelle: Wikipedia.org

So ging sein Leben vorüber, und dieser Mensch hatte eigentlich niemals wirklich etwas getan, sondern sich immer nur auf das Nächste vorbereitet.
Als er dann auf dem Sterbebett lag, wunderte er sic sehr, dass sein Leben so leer und zwecklos gewesen sein.“

Quelle: Karin Heringshausen

Ihr Lieben,

vor langer Zeit las ich die Worte eines weisen alten Mannes:
„Wenn ich liege, dann liege ich.
Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf.
Wenn ich gehe, dann gehe ich
und wenn ich esse, dann esse ich.“

In diesen Worten liegt eine tiefe Wahrheit verborgen.
Wir verhalten uns oft wie der Mensch in unserer heutigen Geschichte.


Dabei vergessen wir eine Grundwahrheit:
Wir leben im Hier und Jetzt und das sollten wir in vollen Zügen genießen.

Wenn wir heute mit unserer Familie beim Grillen zusammensitzen, dann sollten wir nicht daran denken, was wir am kommenden Wochenende unternehmen wollen, sondern wir sollten das Zusammensein mit der Familie genießen, unseren Familienangehörigen zuhören, sie ermutigen, uns freuen, sie zu sehen, uns über jeden Augenblick mit ihnen freuen, denn jeder Augenblick mit ihnen ist unwiederbringlich und daher sehr kostbar.

Lasst uns bewusst leben und das Leben genießen, damit wir nicht wie der Mensch in unserer Geschichte, am Ende unseres Lebens feststellen müssen, dass wir eigentlich gar nicht belebt haben.

Quelle: Karin Heringshausen
 Ihr Lieben, 

ich grüße euch heute ganz herzlich aus Bremen und wünsche Euch einen Tag, an dem ihr jede Minute bewusst lebt und erkennt, wie kostbar das Leben ist und dass es im Jetzt und Hier stattfindet! Gott segne Euch!

Euer fröhlicher Werner


 

Freitag, 7. August 2026

Geschichte: Die Dunkelheit

 

Quelle: Helmut Mählbacher

Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch eine Geschichte von Christoph Georges erzählen:

„Die Dunkelheit“


Es war einmal ein Mann, der in einem dunklen Zimmer wohnte.
Er mochte die Dunkelheit nicht und versuchte, sie mit Beschimpfungen und Beschwörungen zu vertreiben.
Aber die Dunkelheit verschwand nicht.

Eines Tages besuchte ihn eine weise Frau.
Sie sagte zu ihm: Das, was dich ärgert, gibt es eigentlich gar nicht.
Dagegen zu kämpfen, bringt deshalb überhaupt nichts.
Konzentriere dich lieber darauf, mehr Licht in deine Wohnung zu bringen, und du wirst sehen, dass dein Problem damit von allein verschwindet.“


Der Mann lachte nur und rief laut: „Ha, Das kann nicht sein. Keine so einfache Methode kann einen so übermächtigen Feind wie die Dunkelheit besiegen.
Du irrst, dummes Weib!“

Und so verbrachte der Mann den Rest seines Lebens in der Dunkelheit, von der er glaubte, sie sei unbezwingbar.
Das Licht einer einzigen Kerze hätte ihn vom Gegenteil überzeugen können.

Quelle: Werner Forneberg

Ihr Lieben,

ich bin in meinem Leben vielen Menschen begegnet, die in der Dunkelheit Ihres Lebens saßen und diese für unbezwingbar hielten. Dabei ist oft die Lösung so einfach wie in dieser Geschichte.

Ich habe schon als Kind gerne eine Kerze angezündet und mich an ihrem Licht erfreut und war schon damals begeistert und als alter Mensch bin ich fast noch mehr von der Tatsache begeistert, dass die gesamte Dunkelheit gesamten Universums mein kleines Licht nicht auslöschen kann und dass ich mit einer brennenden Kerze, mit einer leuchtenden Lampe die Dunkelheit aus meiner Umgebung vertreiben kann

Aber nicht nur durch Kerzen können wir Licht in unsere Dunkelheit und die Dunkelheit anderer Menschen hineinbringen.

Ein lieber Brief, ein Telefonat, ein netter Gruß, eine Einladung zum Kaffeetrinken, die Teilnahme an dem Treffen fröhlicher Menschen, die Teilnahme an einer Sportgruppe, das Radeln durch Gottes herrliche Natur – um nur einige Beispiele zu nennen, können unsere und die Dunkelheit anderer Menschen vertreiben.

Quelle: Karin Heringshausen


Ihr Lieben,

seid ein Licht auf dem Weg anderer Menschen und ihr werdet selbst mit Licht und großer Freude erfüllt werden. Gott segne Euer Tun und Handeln!

Ich schicke Euch liebe Grüße aus Bremen

Euer zufriedener und dankbarer Werner 

Quelle: Karin Heringahausen

 

Montag, 3. August 2026

Geschichte: Deine Aufgabe

 

Quelle: Werner Forneberg

Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch ein afrikanisches Märchen erzählen:

„Deine Aufgabe!“

Eine große langandauernde Trockenheit hatte das Land überfallen. 
Zuerst war das Gras braun und grau geworden. 
Dann starben zahlreiche Büsche und viele kleine Bäume. 
Kein Regen fiel auf das Land und der Morgen erwachte ohne die Erfrischung des kühlenden Taus. 


Etliche Tiere waren bereits verdurstet und nur wenige hatten noch die Kraft gefunden, aus dieser Wüste zu fliehen. Die Trockenheit dauerte an. 
Selbst die stärkten, ältesten Bäume, deren Wurzeln tief in die Erde hineinreichten, verloren ihre Blätter. 


Alle Brunnen und Flüsse, die Quellen und Bäche waren vertrocknet. Eine einzige Blume war am Leben geblieben, denn eine ganz kleine Quelle spendete ihr täglich noch ein paar Tropfen Wasser. 

Doch die Quelle verzweifelte: „Alles vertrocknet, verdurstet und stirbt, und ich kann nichts daran ändern. Wozu sollte es noch sinnvoll sein, dass ich ein paar Tropfen aus der Erde hole und auf den Boden fallen lasse?“

Quelle. Werner Forneberg

 Ein alter kräftiger Baum hörte ihre Klage und sagte, bevor erstarb, zur Quelle:
„Niemand erwartet von Dir, dass Du die ganze Wüste zum Grünen und Blühen bringst.
Deine Aufgabe ist es, einer einzigen Blume Leben zu schenken, mehr nicht!“

Wenn ich diese Geschichte lese, dann kann ich die Verzweiflung der Quelle gut verstehen. Die immer wieder neuen Hitzewellen, die das Leben vieler Menschen auf dieser Welt erschweren, die schrecklichen Kriege in dieser Welt, die vor allem das Leben der Menschen bedrohen, die eigentlich nur friedlich ihr Leben leben wollen, die Hungersnöte in der Welt, unter denen vor allem viele Kinder leiden - 
 

Wenn wir uns diese Hitzewellen, diese Kriege und diese Hungersnöte vor Augen führen, dann können wir tatsächlich verzweifeln. 

Das liegt vor allem daran, dass wir angesichts dieses weltweiten Leides zu der Überzeugung gelangen, wir könnten ohnehin gegen diese Leid nichts ausrichten, wir seien angesichts dieses Leid völlig machtlos. 
Aber wir sollten niemals aufgeben!

Quelle: Alexander Rykow
Unsere Aufgabe ist es nicht, die ganze Welt zu heilen, unsere Aufgabe ist es, uns auf einen Menschen zu konzentrieren und ihm zur Seite zu stehen. 

Die Welt zu retten – diese Aufgabe ist für jeden von uns zu groß. 
Unsere Aufgabe ist es, einem einzelnen Menschen zur Seite zu stehen. 


Diese Aufgabe zu erfüllen, das kann in vielen Formen geschehen. 
Wir können die Patenschaft für ein Kind in der Dritten Welt übernehmen, 
wir können eine alte Nachbarin regelmäßig mal zu Kaffee und Kuchen einladen und auf diese Weise ihre Einsamkeit durchbrechen und Sonne in ihren Alltag bringen. 


Wir können auf unseren täglichen Wegen Menschen ein Lächeln schenken. Die Möglichkeiten, einem einzelnen Menschen glücklich zu machen, sind so zahlreich wie die Sandkörner am Strand des Meeres.

Quelle: www.gesund-netzwerk.de

 
Ihr Lieben,

Ich bitte euch herzlich, denkt einmal darüber nach, welchem Menschen Ihr zur Seite stehen, welchen Menschen Ihr glücklich machen könnt. 

„Wer nur einen Menschen rettet, rettet die ganze Welt.“ (aus dem Talmud)

„Jeder Mensch sollte mit seinem Leben die Welt ein ganz kleine wenig besser machen!“
(aus dem Film „der kleine Lord“)

Ich grüße Euch herzlich aus Bremen

Euer fröhlicher Werner

Quelle: Helmut Mühlbacher