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| Quelle: Karin Heringshausen |
Ihr Lieben,
ich möchte Euch heute Abend die Geschichte eines unbekannten
Autors erzählen:
„Der Leuchtturm“
| Quelle: Alexander Rykow |
Funkgespräch zwischen einem US-Marineschiff und der
Kanadischen Küstenwache:
US-Marine:
Bitte ändern Sie Ihren Kurs um 15 Grad nach Norden, um eine Kollision zu
vermeiden.
Küstenwache:
Ich empfehle, Sie ändern IHREN Kurs 15 Grad nach Süden, um eine Kollision zu
vermeiden.
US-Marine:
Dies ist der Kapitän eines Schiffes der US-Marine. Ich sage noch einmal, ändern
Sie Ihren Kurs!!
Küstenwache:
Nein, ich sage noch einmal: Ändern SIE ihren Kurs!
US-Marine:
Dies ist der Flugzeugträger „Lincoln“, das zweitgrößte Schiff in der
Atlantikflotte der Vereinigten Staaten. Wir werden von drei Zerstörern, drei
Kreuzern und mehreren Hilfsschiffen begleitet!
Ich verlange, dass Sie Ihren Kurs 15 Grad nach Norden ändern oder es werden
Gegenmaßnahmen ergriffen, um die Sicherheit dieser Schiffe zu gewährleisten.
Küstenwache:
Wir sind ein Leuchtturm – Sie sind dran.“
Ihr Lieben,Quelle: Alexander Rykow
wie viel Leid, wie viel Elend ist schon über die Welt
gekommen, weil keiner nachgeben wollte.
Selbst Kriege zwischen Staaten wurden deshalb schon geführt und viele junge
Menschen mussten Ihr Leben opfern, weil jemand „sein Gesicht wahren“ wollte und
nicht nachgeben wollte.
Wenn Du und ich in einer Sache verschiedener Meinung sind,
dann wäre es gut, wenn wir erkennen würden: Es geht nicht darum, ob Du Recht
hast oder ob ich Recht habe.
Viel besser wäre es, wenn wir uns zusammensetzen, unsere Meinungen austauschen
und dann zu einer gemeinsamen Entscheidung kommen würden.
Das ist es, worauf es wirklich ankommt:
Sich zusammenzusetzen, miteinander zu
reden, aufeinander zu hören und miteinander zu Lösungen zu kommen.
Das ist es, was wir aus dieser kleinen Geschichte lernen
können und die Tatsache, dass es sich manchmal empfiehlt, nicht auf dem eigenen
Recht zu beharren, wenn man keinen Schaden nehmen möchte.
Was ich besonders schätze, sind Leuchttürme.
Manchmal wird man ja gefragt, welches Tier man sein möchte, wenn man sich das
wünschen könnte.
Vor etlichen Jahren fragte mich ein zehnjähriger Junge aus unserer Straße einmal,
was für ein Gebäude ich sein möchte, wenn ich es mir wünschen könnte. Ich
musste nicht lange nachdenken.
Wenn ich zu wählen hätte, was ich für ein Gebäude sein möchte, dann würde ich den Leuchtturm wählen:
Leuchttürme sind so standfest, dass schätze ich an ihnen.
Leuchttürme sind trotzen dem Tosen des Meeres und der Gewalt des Sturmes.
Leuchttürme bieten denen, die in ihnen wohnen, eine sichere Zuflucht und einen
sicheren Schutz.
Leuchttürme warnen vor Untiefen, sie helfen mit, dass Menschen nicht
verunglücken.
Leuchttürme sind richtungsweisend, sie zeigen den Menschen den richtigen Weg
und geben ihnen Halt in den Untiefen des Alltags.
Leuchttürme sind Zeichen der Hoffnung, denn sie signalisieren: Du bist dem
Tosen des Meeres und dem Toben des Sturmes nicht hoffnungslos ausgeliefert,
Land ist in sich, Hilfe ist nahe.
Leuchttürme senden ihr Licht hinaus in die Dunkelheit der Welt, sie tun das
unbeirrt und unabhängig davon, ob jemand das Licht beachtet oder nicht.
Leuchttürme sind verlässlich, wir können uns auf sie verlassen, wie sind nicht
allein.
Leuchttürme sind Boten der Liebe, der Hoffnung und der Zuversicht.
Ich wünsche Euch nun ein geruhsames Wochenende und grüße Euch herzlich
aus Bremen
Euer fröhlicher alter Geschichtenerzähler Werner












