3129 Geschichten


Auf dem ESELSKIND-Blog stehen inzwischen 3.179 Beiträge und mindestens zwei Mal in der Woche kommen weitere hinzu.

Ich wünsche jeder Leserin und jedem Leser recht viel Freude beim Lesen der Geschichten und ich hoffe, dass Euch die Geschichten ein wenig ermutigen und Euch veranlassen, niemals aufzugeben, denn denkt bitte immer daran:
Ihr seid etwas Besonderes, Ihr müsst nur Eurer Licht zum Leuchten bringen


Euer fröhlicher Werner aus Bremen

Sonntag, 1. März 2026

Geschichte: "Comeback für die Liebe"

Quelle: Werner Forneberg

 

 
"Es gibt nichts Schöneres, als geliebt zu werden, geliebt um seiner selbst willen oder vielmehr trotz seiner selbst."
Victor Hugo
Quelle: Karin Heringshausen


Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch die Geschichte eines unbekannten Autors erzählen:

"Comeback für die Liebe"

"Auf der Fahrt zum Ferienhaus am Meer fasste er einen wichtigen Vorsatz: 
Zwei Wochen lang wollte er ein liebevoller Ehemann und Vater sein. Rundum liebevoll, ohne jedes Wenn und Aber. Dieser Gedanke war ihm gekommen, als er im Wagen eine Kassette hörte. Der Kommentator sprach über rücksichtsvolle Ehemänner. Dann fuhr er fort:
"Liebe ist ein Willensakt. Man kann sich für die Liebe entscheiden."

Was ihn betraf, so musste er zugeben, dass er ein egoistischer Ehemann gewesen war, seine Gefühllosigkeit hatte seine Ehe öde werden lassen. Es waren die Kleinigkeiten: Er meckerte mit seiner Frau Evelyn wegen ihrer Langsamkeit, bestand auf dem Fernsehprogramm, das er sehen wollte, warf die Zeitungen vom Vortag weg, auch wenn Evelyn sie noch nicht gelesen hatte. Das alles sollte jetzt für zwei Wochen anders werden.

Und so geschah es von dem Augenblick an, da er Evelyn an der Tür einen Kuss gab. Er sagte: "Der neue gelbe Pulli steht Dir ausgezeichnet!" "Dass Du das merkst, Tom!" sagte sie überrascht und erfreut, vielleicht sogar ein wenig verwirrt.

Nach der langen Fahrt wollte er sich ein bisschen ausruhen und lesen. Evelyn schlug einen Spaziergang am Strand vor. Als er gerade Nein sagen wollte, fiel ihm ein, dass sie ja die ganze Woche mit den Kindern hier gewesen war und nun sicher mit ihm ein wenig allein sein wollte. Sie schlenderten am Strand entlang.

So ging es weiter. Zwei Wochen ohne Anruf in seiner Firma, in der er einer der Direktoren war. Dafür besuchte er mit ihr das Muschelmuseum, obwohl er Museumsbesuche hasste. Und er hielt getreu seinem Plan seine Zunge im Zaum, als sie für eine Verabredung zum Abendessen mit Freunden wieder einmal Ewigkeiten brauchte, sodass sie schließlich sogar zu spät kamen. 

Der ganze Urlaub war so erholsam und tief beglückend, dass er erneut einen Vorsatz fasste: Nämlich nicht zu vergessen, dass man sich für die Liebe entscheiden kann.

Als sie sich am letzten Abend zum Schlafengehen fertiggemacht hatten, blickte Evelyn ihn tieftraurig an. Tom fragte: "Was hast du denn?" "Tom", sagte sie bedrückt, "weißt Du etwas, was ich nicht weiß?" "Wie meinst du das?" "Na ja…, die Vorsorgeuntersuchung vor ein paar Wochen.

Unser Arzt…, hat er dir etwas über mich gesagt? Tom, du warst so lieb zu mir wie nie zuvor, muss ich sterben?" Er brauchte eine Weile, bis er begriff, doch dann lächelte er geheimnisvoll, nahm sie zärtlich in seine Arme und flüsterte: "Nein, mein Liebling, du musst nicht sterben. Aber ich fange gerade erst an, zu leben."

Quelle: Karin Heringshausen


Ihr Lieben,

immer wieder begegnen mir Menschen im Alltag, die sich mit heißem Herzen nach Liebe, nach Zuwendung sehnen, und dennoch sind sie allein und einsam.
Der Fehler liegt darin, dass diese Menschen die Liebe von Anderen erwarten.

Ich möchte einmal ein wenig übertreiben:
Wenn ich zu Hause bleibe, meine Wohnungstür abschließe, die Jalousien herunterlasse, mein Telefon abschalte und den Computer herunterfahre, dann werde ich sicher nicht viele Menschen kennenlernen, ich werde sicher nicht viele Gelegenheiten haben, geliebt zu werden.

Aber viele Menschen verhalten sich so.

Dabei ist die Lösung so einfach:

Liebe bekommt nur der, der auch bereit ist, Liebe zu geben.

Und Liebe fällt auch nicht irgendwie vom Himmel und wir wachen auch nicht eines Morgens auf und sind von da an liebevoll zu anderen Menschen, sondern Liebe ist etwas, zu dem wir uns entschließen können.

Wir können jeden Morgen neu beschließen, an dem kommenden Tag den Menschen mit Liebe zu begegnen.

Lasst uns endlich aufhören, auf den Engel zu warten, der uns die Liebe auf einem Silbertablett serviert, lasst uns endlich damit anfangen, jeden Tag unser Licht der Liebe hinauszutragen und die Menschen mit unseren kleinen Taten der Liebe zu erfreuen, sie zu wärmen, ihnen Lebensmut und Lebenshoffnung zu schenken.

Es gibt so viele Gelegenheiten jeden Tag im Alltag.
Lauft nicht mit einem griesgrämigen Gesicht herum, sondern lächelt den Menschen, die Euch begegnen, zu.
Schenkt Eurem Briefträger doch einfach mal mitten im Jahr ohne Anlass eine gute Tafel Schokolade, ladet einen einsamen Menschen zu Euch zum Kaffee ein.
Die Möglichkeiten sind unendlich vielfältig.

Quelle: Karin Heringshausen


Ihr Lieben,

ich wünsche Euch eine Woche der Liebe, der Freude, der Zuwendung, und ich grüße Euch ganz herzlich aus dem frühlingshaften Bremen

Euer fröhlicher Werner

Quelle: Karin Heringshausen


Samstag, 28. Februar 2026

Wichtiger Tipp: Es ist wichtig, manchmal auch NEIN zu sagen

Quelle: Werner Forneberg


Der Nein-Engel - Es ist wichtig,
manchmal auch NEIN zu sagen


Das muss ein starker Engel sein,
der uns den Mut macht für ein Nein.

Ein Kämpferengel, der gerade geht,
der sicher auf beiden Füßen steht.

Ein trotziger Engel hell wie der Tag.
Einer, der offene Worte mag.

Das muss ein starker Engel sein,
der uns den Mut macht für ein Nein.

Ein Nein, das heißt ja etwas wagen.
Das nicht zu tun, was alle sagen,
ist schwer, viel schwerer als zu nicken,
sich einzufügen und zu schicken.

Das muss ein starker Engel sein,
der uns den Mut macht für ein Nein.

Jutta Richter 

 Quelle: Karin Heringshausen 

Geschichte: Fünfzig Jahre Höflichkeit

 



Quelle: Werner Forneberg

"Ein altes Ehepaar feierte nach langen Ehejahren seine goldene Hochzeit.

Während sie am Frühstückstisch saßen, dachte die Frau: 
Schon seit 50 Jahren nehme ich immer Rücksicht auf meinen Mann und gebe ihm den knusprigsten Teil des Brötchens. Heute möchte ich endlich auch einmal diese Delikatesse genießen.“

Sie strich auf den oberen Teil des Brötchens Butter und gab die untere Hälfte ihrem Mann.

Entgegen all ihren Erwartungen war er sehr erfreut, küsste ihre Hand und sagte:
„Mein Schatz, du hast mir gerade die größte Freude dieses Tages gemacht. Schon 50 Jahre lang habe ich die untere Hälfte eines Brötchens nicht mehr gegessen, obwohl ich sie am liebsten mag. Ich dachte immer, dass du sie haben darfst, weil du sie so gerne isst.“

Unbekannter Autor 

Quelle: Karin Heringshausen

Geschichte: Der gute Rat- Eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt

Quelle: Werner Forneberg

   Der gute Rat


Zwei Freunde wanderten miteinander den gleichen Weg.
Da richtete sich plötzlich vor ihnen ein Bär auf.

Der eine von ihnen kletterte voller Angst auf einen Baum. 
Der andere aber warf sich auf die Erde nieder und stellte sich tot. 

Der Bär beschnüffelte ihn mit der Schnauze von den Ohren bis an die Fußsohlen. Aber weil der Mann sich nicht rührte und auch mit aller Kraft den Atem unterdrückte, hielt er ihn für tot und trottete davon. 

Denn der Bär, so sagt man, 
rührt einen Toten nicht an. 
Als der Bär längst außer Sicht war, kletterte der andere von seinem Baum herunter und wollte wissen, was ihm das Tier denn ins Ohr geflüstert habe.

"Er gab mir einen guten Rat", bekam er zur Antwort;
"nie wieder sollte ich mit Freunden zusammen wandern,
die sich in der Gefahr so tapfer aus dem Staube machen."

Autor Babrios

Quelle: Karin Heringshausen

Freitag, 27. Februar 2026

Geschichte: Die verliebte Ameise

 

Liebe gibt niemals auf!


Quelle: Werner Forneberg

"Liebe ist das Wichtigste, damit Kinder zu starken Persönlichkeiten heranreifen können."
Alexander Rykow

Quelle: Karin Heringshausen 


Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch die Geschichte eines unbekannten Autors erzählen:

"Die verliebte Ameise"

"Der König Salomo ging eines Tages an einem Ameisenhaufen entlang und beobachtete die Ameisen, wie sie hin und her liefen. Als die Ameisen ihn sahen, kamen sie zu ihm gelaufen und verbeugten sich.

Eine aber kam nicht zu ihm, denn sie war damit beschäftigt, einen großen Sandberg abzutragen.
Der König ließ sie zu sich rufen.
"Was machst du da?", wollte er wissen. "Du wirst es doch nie schaffen, diesen Sandberg abzutragen."

"Aber König, was zählt, ist nicht, was ich schaffe, sondern was ich mir vorgenommen habe. Denkt euch, edler König, ich habe mich in eine andere Ameise verliebt. 

Sie sagte mir, ich solle diesen Sandhaufen abtragen, weil er uns trennt.
So mache ich mich Tag und Nacht an die Arbeit, und werde mich auch in meinem letzten Atemzug noch dieser Aufgabe widmen."

"Aber das ist ja Unsinn!", rief der König.
Die Ameise schüttelte den Kopf.
"Das ist die Kraft der Liebe", sagte sie. "Selbst wenn ich sterben muss, bleibt die Hoffnung, diese Ameise wiederzusehen."


Quelle: Karin Heringshausen 
Ihr Lieben,

mich berührt diese Geschichte sehr tief.
Ich finde mich in dieser Ameise wieder.

Oft belächeln mich Verwandte und Bekannte, aber auch Menschen, die ich auf Facebook kennengelernt habe und schreiben mir:
"Werner, Du glaubst doch nicht wirklich, dass Du etwas ausrichten kannst, dass Du diese Welt verändern kannst!"

Ich muss zugeben, diese Menschen haben alle Recht.
Ich kann die Welt nicht verändern, ich kann ja nicht einmal Deutschland oder Bremen, ja nicht einmal die Straße, in der ich wohne, verändern, aber mir geht es wie der Ameise.

Ich spüre so viel Liebe zu den Menschen in mir, dass ich gar nicht anders kann. Ich habe das Entscheidende für mein Leben gelernt: 

Die Finsternis der gesamten Welt kann mein kleines Licht der Liebe nicht auslöschen.

Und so trage ich jeden Tag tapfer mein Licht der Liebe weiter in die Finsternis dieser Welt.

Und so arbeite ich wie die Ameise jeden Tag weiter dafür, dass diese Welt ein klein wenig heller, wärmer und menschlicher wird.
 
Ich möchte keine Menschen verändern, ich möchte nur Anstöße geben und meine stille Hoffnung ist, dass sich immer mehr Menschen finden, die an ihrem Ort, dort, wo sie wohnen und arbeiten, das Gleiche tun, sodass wir immer mehr werden, die sich für eine menschlichere Welt einsetzen.
Quelle: Karin Heringshausen 

Ihr Lieben,

ich wünsche jedem von Euch die Liebe der Ameise und ganz viel Freude in Euer Herz.

Ganz liebe Grüße aus Bremen

Euer Werner

Quelle: Karin Heringshausen 


 


Donnerstag, 26. Februar 2026

Eine tiefe Wahrheit: In Jedem von Euch steckt etwas ganz Besonderes!

 


Quelle: Werner Forneberg

"Mit all der Mühe, mit der wir manche unserer Fehler verbergen, könnten wir sie uns leicht abgewöhnen."
Michelangelo


 
Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch die Geschichte eines unbekannten Autors erzählen:

"Die Statue des Michelangelo"

"Eines Tages erhielt Michelangelo von einer reichen Familie den Auftrag, eine Statue von außergewöhnlicher Schönheit zu erstellen.

Daraufhin suchte er lange nach einem geeigneten Marmorblock, bis er schließlich in einer Seitenstraße einen fast vollkommen von Unkraut überwucherten Block fand, der dort vergessen worden war.

Diesen Marmorblock ließ Michelangelo von seinen Arbeitern in sein Atelier bringen.
Dann begann er damit, die Statue des David aus dem Stein zu hauen.
Dafür brauchte er zwei ganze Jahre. Und zwei weitere Jahre dauerte es, bis die Statue durch Schleifen und Polieren fertig war.

Als die Statue feierlich enthüllt wurde, waren viele Menschen gekommen, um die unvergleichliche Schönheit des David zu bewundern. Man fragte Michelangelo, wie es ihm denn möglich gewesen war, eine so wunderschöne Statue zu erschaffen.

Lächelnd antwortete der Bildhauer: 
"Der David ist schon immer da gewesen. Ich musste lediglich den überflüssigen Marmor um ihn herum entfernen."



Ihr Lieben,

ich finde die demütige Haltung des weltberühmten Bildhauers Michelangelo sehr bewundernswert.

Ein Bild zu malen von einem Menschen, das ist schon sehr schwer.
Ich muss zugeben, ich hatte dafür nie ein Talent. Wenn wir in der Schule im Kunstunterricht ein Pferd malen sollten, habe ich mir größte Mühe gegeben, aber das höchste Lob, das ich dafür bekam, lautete:
"Was Du da gemalt ist, ähnelt eher einem mickrigen kleinen Hund!"

Um wie viel schwerer ist es, aus einem Marmorblock eine ganze Statue herauszumeißeln!

Eine bewunderswerte Leistung!

Aus dieser Geschichte können wir zwei ganz wichtige Dinge lernen, wenn wir wollen, dass sich unsere Kinder und Enkelkinder zu starken Persönlichkeiten entwickeln, oder wenn wir in der Versuchung stehen, andere Menschen ändern zu wollen:

Wir können in einem Menschen immer nur das fördern, was bereits in ihm angelegt ist.

Unsere Aufgabe bei unseren Kindern und Enkelkindern kann nicht darin bestehen, sie zu verändern, sondern nur darin, das Gute, das Wertvolle, die Talente in ihnen zu fördern und zum Wachsen und Blühen zu bringen, und andererseits die negativen Tendenzen, das nicht so Positive in ihnen zu dämpfen und am Wachstum zu hindern, indem wir ihnen helfen, das Negative in Positives zu verwandeln.
Wenn ein Kind z.B. agressive Tendenzen zeigt, bringt es wenig, ihm nur mitzuteilen: "Das darfst Du nicht!"

Es ist besser, dafür zu sorgen, dass das Kind z.B. durch Sport die Möglichkeit bekommt, seine Agressionen in positive Energien zu verwandeln.
Das Zweite, das wir aus dieser Geschichte lernen sollten, ist Geduld! 

Michelangelo hat für seine Meisterwerke viele Jahre benötigt.
Oft erlebe ich Eltern, die Veränderungen bei ihren Kindern innerhalb weniger Tage erreichen wollen. Das aber wird nicht funktionieren.

Wenn wir wirklich wollen, dass sich das Gute, das Positive und die Talente in unseren Kindern und Enkelkindern nachhaltig entwickeln, müssen wir bereit sein, Geduld mit unseren Kindern und Enkelkindern zu haben.
Wichtig ist es, ihnen den Rücken zu stärken, Vertrauen zu ihnen zu haben, jederzeit zu Gesprächen mit ihnen bereit zu sein.

Auch jeder von uns ähnelt einem unbehauenen Marmorblock, auch in jedem von uns steckt eine wundervolle Statue, in jedem von uns steckt etwas ganz Besonderes und ich möchte mit meinen Geschichten dazu beitragen, einen kleinen Anstoß dazu geben, dass jeder von Euch sich auf den Weg macht, dieses Besondere in sich selbst zu entdecken.


Quelle: Karin Heringshausen

Ihr Lieben,

ich wünsche Euch morgen einen kraftvollen Tag, an dem Ihr Vertrauen zu Euch selbst habt und an dem Ihr mutig Euren Weg geht.
Ganz liebe Grüße aus Bremen vom Weserstrand

Euer fröhlicher Werner

Quelle: Karin Heringshausen