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| Quelle: Karin Heringshausen |
Ihr Lieben,
heute möchte ich Euch eine Geschichte von Anthony de Mello erzählen:
„Das Geheimnis des Glücks!“
Ein armer Bauer bewohnte ein kleines Haus, in dem nur Platz für ein großes Zimmer war.
„Ich brauche dringend Hilfe“, sagte dieser Bauer zu einer alten weisen Frau, „sonst werde ich verrückt. Meine Frau und ich leben mit unseren Kindern und Schwiegereltern in einem einzigen Raum. Wir sind mit unseren Nerven am Ende, wir brüllen und an und schreien. Es ist die Hölle.“
„Versprichst
du, alles zu tun, was ich dir sage?“, fragte ihn die alte weise Frau ernst.
„Ich schwöre, ich werde alles tun.“
„Gut, wie viele Haustiere hast du?“
„Ein Kuh, eine Ziege und sechs Hühner.“
Nimm sie alle zu dir ins Zimmer. Dann komm in einer Woche wieder.“
Der Bauer
war wegen des Ratschlags entsetzt, aber er hatte versprochen, zu gehorchen.
Also holte er die Tiere in den einzigen Raum ihres Hauses. Eine Woche später
kam er wieder zu der alten weisen Frau , ein Bild des Jammers, und stöhnte:
„Ich bin nur noch ein Wrack. Der Schmutz! Der Gestank! Der Lärm! Wir sind alle
am Rande des Wahnsinns!“
„Nun geh nach Hause“, sagte die alte weise Frau, und bring die Tiere wieder nach draußen in den Stall.“
Der Mann
rannte den ganzen Weg nach Hause und kehrte am nächsten Tag freudestrahlend zu
der alten weisen Frau zurück:
„Wie schön ist das Leben! Die Tiere sind draußen im Stall!
Unser einziges Zimmer ist ein Paradies – so ruhig und sauber und so viel
Platz!“
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| Quelle: Karin Heringshausen |
Ihr Lieben,
wenn Ihr diese Geschichte lest, dann geht es Euch sicher wie mir: Ihr müsst schmunzeln und zugleich seid Ihr sicher dankbar, nicht so beengt wie der arme Bauer leben zu müssen.
Unsere heutige
Geschichte enthält eine tiefe Wahrheit.
Wie wir unsere eigene Lage beurteilen, hat oft damit zu tun, aus welchem
Blickwinkel wir sie betrachten.
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| Quelle: Alexander Rykow |
Ihr Lieben,
Vor etwas
über einem Jahr stürzte ich auf einer meiner täglichen Radtouren, als ich eine
Abkürzung über eine Wiese nahm.
Ich habe mir nichts gebrochen, aber als ich
wieder aufstehen wollte, bekam ich den Schreck meines Lebens: Mein Körper
weigerte sich, aufzustehen. Zum Glück fanden mich zwei junge Frauen und ich
wurde dann mit einem Notarztwagen ins Krankenhaus transportiert. Dort stellte
man fest, dass ich unter einer Herzschwäche leide und mein Herz außerdem noch
einige kleine Schäden aufweist.
Im ersten Augenblick war ich natürlich sehr bestürzt. Ich sah mich nur noch auf dem Sofa liegen und mich schonen. Gut medikamentös eingestellt, unternehme ich inzwischen wieder regelmäßig meine Radtouren und bin fröhlich dabei.
Warum???
Ich habe erkannt, dass es mir „noch Gold geht“. In meinem Alltag treffe ich
immer wieder auf Menschen, die im Rollstuhl sitzen oder die unter anderen
Krankheiten leiden, sodass sie ständig betreut werden müssen. Ich dagegen kann
fast alles noch allein machen!!!
Wie wir
unsere Lebenslage beurteilen, hat vor allem damit zu tun, aus welchem Blickwinkel
wir sie betrachten.
Wir sollten weniger jammern über das, was wir nicht haben,
und uns mehr an dem freuen, was wir haben, was wir können, woran wir uns freuen
können, wen wir lieben können, was wir unternehmen können, was wir essen
können…
Die Liste lässt sich fast unendlich fortsetzen.
| Quelle: Karin Heringshausen |
Ihr Lieben,
ich wünsche euch einen neuen, einen zuversichtlichen Blick auf Euer Leben, auf Eure Lage und grüße Euch an diesem Sonntag herzlich aus Bremen
Euer fröhlicher Werner


















