3344 Geschichten


Auf dem ESELSKIND-Blog stehen inzwischen 3.344 Beiträge und mindestens zwei Mal in der Woche kommen weitere hinzu.

Ich wünsche jeder Leserin und jedem Leser recht viel Freude beim Lesen der Geschichten und ich hoffe, dass Euch die Geschichten ein wenig ermutigen und Euch veranlassen, niemals aufzugeben, denn denkt bitte immer daran:
Ihr seid etwas Besonderes, Ihr müsst nur Eurer Licht zum Leuchten bringen


Euer fröhlicher Werner aus Bremen

Montag, 26. Oktober 2026

Geschichte: Herr Böse und Herr Streit

 

Quelle: Werner Forneberg


Ihr Lieben,

heute Abend möchte ich Euch eine Geschichte von Heinrich Hannover erzählen:

„Herr Böse und Herr Streit“

Es war einmal ein großer Apfelbaum.
Der stand genau an der Grenze zwischen zwei Gärten.
Und der eine Garten gehörte Herrn Böse, und der andere gehörte Herrn Streit.

Als im Oktober die Äpfel reif wurden, holte Herr Böse mitten in der Nacht seine Leiter aus dem Keller und stieg heimlich und leise auf den Baum und pflückte alle Äpfel ab.

Als Herr Streit am nächsten Tag ernten wollte, war kein einziger Apfel mehr auf dem Baum.
"Warte!" sagte Herr Streit, "Dir werde ich es heimzahlen."
Und im nächsten Jahr pflückte Herr Streit die Äpfel schon im September ab, obwohl sie noch gar nicht reif waren.

"Warte!" sagte Herr Böse, "Dir werde ich es heimzahlen."
Und im nächsten Jahr pflückte Herr Böse die Äpfel schon im August, obwohl sie noch ganz grün und hart waren.

"Warte!" sagte Herr Streit, "Dir werde ich's heimzahlen."
Und im nächsten Jahr pflückte Herr Streit die Äpfel schon im Juli, obwohl sie noch ganz grün und hart und sooo klein waren.

"Warte!" sagte Herr Böse, "Dir werde ich es heimzahlen."
Und im nächsten Jahr pflückte Herr Böse die Äpfel schon im Juni, obwohl sie noch klein wie Rosinen waren.

"Warte!" sagte Herr Streit, "Dir werde ich es heimzahlen."
Und im nächsten Jahr schlug Herr Streit alle Blüten ab, sodass der Baum überhaupt keine Früchte mehr trug.

"Warte!" sagte Herr Böse, „Dir werde ich es heimzahlen."
Und im nächsten Jahr im April schlug Herr Böse den Baum mit der Axt um. "So", sagte Herr Böse, "jetzt hat Herr Streit seine Strafe."

Von da ab trafen sie sich häufiger im Laden beim Äpfelkaufen.“

 

Quelle: Wikipedia.org

Ihr Lieben,

wenn wir diese Geschichte aufmerksam lesen, so bemerken wir, dass ein Satz immer wieder auftaucht: „Dir werde ich es heimzahlen.“

Der Wunsch des Menschen, jemandem etwas heimzuzahlen, taucht immer dann auf, wenn ein Mensch Böses erfahren hat, wenn ihm böse mitgespielt wurde, wenn er das Opfer böser Täter oder böser Machenschaften wurde. Dieser Wunsch, etwas heimzuzahlen, ist sehr stark und ähnelt seiner Schwester, der Rache.

Warum aber führt das Heimzahlen, wie unsere Geschichte zeigt,
niemals zu einem guten Ende?

Das Heimzahlen führt deshalb niemals zu einem guten Ende, weil es Böse mit Bösem vergilt, weil es eine böse Tat mit einer bösen Tat rächen möchte.

Aber das Heimzahlen bringt eine böse Tat niemals zu einem guten Ende.
Es führt eher zu einer Eskalation der Gewalt.
Es führt in einen Teufelskreis.
Vor allem aber heilt es niemals die inneren Wunden des Opfers und macht eine Versöhnung zwischen Täter und Opfer unmöglich.

Es gibt nur einen Weg, um einen böse Tat zu einem guten Ende zu bringen:
Eine böse Tat kann man nur mit einer guten Tat zu einem guten Ende bringen.

Vergebung ist besser als Vergeltung
Quelle: Alexander Rykow
Nur wenn wir aus dem Teufelskreis ausbrechen, nur wenn wir bereit sind, uns mit dem Täter zu versöhnen oder, wenn das unmöglich ist, ihm zu verzeihen, dann kommen wir innerlich zur Ruhe, nur dann erwächst aus der bösen Tat die gute Pflanze der inneren Ruhe, die alle alten Wunden heilt.

Ich wünsche Euch einen ruhigen gelassenen Abend und grüße Euch herzlich aus meinem Wohnzimmer in Bremen

Euer fröhlicher Werner,
das ESELSKIND



Geschichte: Nichts ist stärker als die Hoffnung!

 

Quelle: Helmut Mühlbacher

Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch eine Geschichte von Hellmut Walters erzählen:

„Unbezwingbar“

„Meine Schläge, gab das Schicksal in einem Interview zu, sind oft sehr hart und meine Rechte ist ebenso gefürchtet wie die vom Muhammed Ali. Treue, Glaube, Liebe – kurz, auch die schwersten Brocken habe ich auf die Bretter geschickt und sie wurden sämtlich ausgezählt  wie ein am Boden liegender Boxer.“

„Nur mit einem Gegner habe ich bisher nicht fertig werden können:
Sooft ich ihn auch k.o. schlage und davon überzeugt bin, dass er nun endgültig ausgezählt auf dem Boden liegen bleibt – spätestens bis „neun“ ist er wieder auf den Beinen.“

„Und wer“, fragte der Interviewer, „ist dieser unbezwingbare Gegner?“
„Die Hoffnung“, antwortete das Schicksal.

Nichts ist stärker als die Hoffnung!
Quelle: Alexander Rykow


 Ihr Lieben,

Die Hoffnung ist unsere stärkste Kraft.
Es mag sein, dass wir Zeiten der Not, der Ängste, der Krankheit, der Schwierigkeiten erleben und es kann dann auch sein, dass wir wie ein Boxer am Boden liegen, aber wir dürfen niemals aufgeben, niemals liegen bleiben.

Wer hinfällt und liegenbleibt und sagt: „Ich mag nicht mehr, ich bin müde!“, der gibt sich auf, der gibt auch die Hoffnung auf.
Wir dürfen niemals aufgeben so wie der Löwenzahn, der trotz schwerster Widerstände immer wieder aufs Neue aufblüht und für mich die Blume der Hoffnung ist.

Wir müssen uns klarmachen, dass es jedem Leben schwere Zeiten gibt, aber uns sollte immer die Hoffnung auf bessere Tage begleiten, wir sollten niemals die Hoffnung aufgeben, dass in unsere Dunkelheit ein Licht hineinscheint.

Ohne Hoffnung wäre ich nach meiner Zeit als ESELSKIND in meiner Kindheit und Jugend vielleicht gar nicht mehr am Leben. Die Hoffnung auf bessere Tage, auf ein bisschen Freude und Liebe in meinem Leben hielt mich am Leben.

Quelle: Karin Heringshausen

Ihr Lieben,

Ich wünsche Euch einen hoffnungsvollen Abend und eine erholsame Nacht und grüße Euch herzlich aus meinem Wohnzimmer in Bremen

Euer fröhlicher hoffnungsvoller Werner



Samstag, 24. Oktober 2026

GIb niemals auf!

 Gib niemals kurz vor dem Ziel auf!

Quelle: Alexander Rykow
Ihr Lieben,

heute Abend möchte ich Euch eine Geschichte von Ulrike Fell erzählen:

„Zu früh resigniert“

„Ein altes Schiff aus Holz überquerte den Ozean.
Täglich war es den Angriffen von Salzwasser und Stürmen ausgesetzt. Verletzte hatte es schon gegeben, und auch Holz und Teer gaben langsam nach, bis das Schiff schließlich leckschlug und Wasser in den Rumpf eindrang.

Mit Eimern begann die Mannschaft, das Wasser abzuschöpfen, und mit Lappen dichteten sie die Löcher ab, so gut es eben ging.
Doch das Wasser fand immer neue Wege ins Innere des Schiffes und wurde immer mehr als statt weniger.
Nur mühsam gelang es der Mannschaft, das Schiff über Wasser zu halten.

Allmählich aber wurden die Seeleute müde und schon ertranken einige der Verletzten, da sie ihren Kopf nicht mehr über Wasser halten konnten.

„Wie sollen wir das Schiff noch retten, wenn für einen abgeschöpften Eimer Wasser sofort wieder zwei neue eindringen?“, riefen die Seeleute, und so hörten sie langsam auf, das Wasser abzuschöpfen. Zunächst nur einer oder zwei, dann wurden es mehr und schließlich bleiben alle Eimer unbenutzt liegen.

Je mehr Seeleute aber aufgaben, desto tiefer sank das Schiff und desto mehr Menschen ertranken. Schließlich versank das Schiff ganz in den Fluten und die Haie, die geduldig auf diesen  Augenblick gewartet hatten, verschlangen, was von der Mannschaft noch übrig geblieben war.

Das Traurige an der Geschichte ist dies:
Zwei Seemeilen weiter aber schien die Sonne über einem Palmenstrand.“

Quelle: Wikipedia.org
Ihr Lieben,

in meiner Kindheit träumte ich immer davon, aus meinem Dasein als ESELSKIND auszubrechen und als blinder Passagier an Bord eines Schiffes zu gehen und über die Weltmeere zu fahren.
Leider hat mir immer der Mut dazu gefehlt, diesen Traum in meiner Kindheit und Jugend umzusetzen.

Oft flüchtete ich mich in eine Traumwelt, indem ich alles verschlang, was ich über berühmte Seefahrer lesen konnte.
So lernte ich Vasco da Gama kennen, der den Seeweg nach Indien entdeckte, ich schwärmte für Christoph Kolumbus, der Amerika entdeckte, und ich beschäftigte mich mit Marco Polo und seinen spannenden Schiffsreisen nach China.

Damals waren Schiffsreisen noch nicht so komfortabel und so relativ sicher wie heute. Wer damals mit dem Schiff unterwegs war, konnte sich nicht sicher sein, lebendig zurückzukehren. Bei unsicheren Schiffen sprach man damals deshalb auch gerne von sogenannten „Seelenverkäufern“.

In einer solchen Zeit spielte auch unsere heutige Geschichte.

Aber so unterschiedlich die Zeiten sind, eines ist gleich geblieben:

Es ist wichtig im Leben, niemals aufzugeben, denn es kann ja sein, dass wir kurz vor dem Ziel stehen.
Wer nicht aufgibt, der erhält sich die Hoffnung und die Zuversicht, dass alles gut ausgehen wird.

Nicht aufgeben, das ist nicht nur wichtig, wenn wir ein Ziel anstreben oder einen Traum verwirklichen wollen.
Nicht aufgeben, ist vor allem dann angesagt, wenn wir traurig sind, wenn wir niedergedrückt sind, wenn uns andere Menschen entmutigen wollen, wenn wir krank sind, wenn wir arbeitslos sind, wenn wir alt sind und unsere Kräfte nachlassen.

Ich möchte heute Abend jedem Einzelnen von Euch laut zurufen:
Gib niemals auf! Lass Dich nicht entmutigen!
Auch für Dich brennt ein Licht am Ende des Tunnels!

Quelle: Raymonde Graber

Ich wünsche jedem Einzelnen von Euch recht viel Kraft, recht viel Freude ins Herz, recht viel Licht in die Gedanken und ganz viel Zuversicht, Mut und Hoffnung!!!

Ich grüße Euch herzlich aus Bremen aus meinem Wohnzimmer und wünsche Euch ein friedvolles gesegnetes Wochenende

Euer fröhlicher Werner,
das Eselskind

Quelle: Karin Heringshausen

Bitte denkt daran, dass heute auf die Winterzeit umgestellt wird. Um drei Uhr heute Nacht wird die Uhr um eine Stunde zurückgestellt. Wir können heute Nacht also eine Stunde länger schlafen.   

 


                               

Mittwoch, 21. Oktober 2026

Geschichte: Der kleine Baumwollfaden und das Klümpchen Wachs

 

Quelle: Karin Heringshausen

Der kleine Baumwollfaden und das Klümpchen Wachs

Eine Mut machende Geschichte vom ESELSKIND

Ihr Lieben,

Diese Geschichte gehört zu meinen Lieblingsgeschichten und dass ich diese heute an dieser Stelle veröffentliche, hat einen ganz besonderen Grund:

Neben den froh- und mutmachenden Geschichten, die ich auf dem ESELSKIND-Blog veröffentliche, werde ich heute zum ersten Mal auch auf YouTube eine Geschichte erzählen.  

Das bedeutet: Ihr könnt in Zukunft meine Geschichten zum einen auf dem ESELSKIND-Blog lesen und zum anderen auf meinem YouTube-Kanal hören.

 Ich grüße Euch heute herzlich mit dem Motto des ESELSKINDES:

„Sei mutig, sei stark und gib niemals auf!“

Quelle: Alexander Rykow

Ich möchte Euch heute eine Geschichte erzählen, die mich tief berührt.
Sie trägt den Titel: Der kleine Baumwollfaden und das Klümpchen Wachs.
Diese Geschichte stammt von Hermann-Josef Coenen.
Und ich glaube, dass diese Geschichte eine ganz wichtige Botschaft für unser Leben enthält:

"Es war einmal ein kleiner Baumwollfaden, der hatte Angst, dass er nicht ausreichte, so wie er war. 

„Für ein Schiffstau bin ich viel zu schwach“, sagte er zu sich selbst,
„für einen Pullover bin ich zu kurz.
Um an andere Baumwollfäden anzuknüpfen, habe ich zu viele Hemmungen.
Für eine Stickerei eigne ich mich auch nicht.
Dafür bin ich viel zu blass und zu farblos.


Ja, wenn ich ein glänzender Goldfaden wäre, dann könnte ich ein wundervolles Kleid, einen wundervollen Anzug verzieren. Aber so?

Es reicht nicht! Zu nichts bin ich nutze. Ich bin ein Versager! Niemand braucht mich. Niemand mag mich und ich mich mag mich selbst am wenigsten.“ 

So sprach der kleine Baumwollfaden zu sich selbst, legte eine traurige Musik auf und fühlte sich sehr allein in seinem Selbstmitleid. 

Da klopfte plötzlich ein Klümpchen Wachs an seine Tür und sagte: 
„Lass Dich doch nicht so hängen, kleiner Baumwollfaden. 

Ich habe eine Idee: Wir beide tun uns zusammen! 
Für eine große Weihnachtskerze bist Du als Docht zu kurz und ich habe dafür auch nicht genug Wachs, aber für ein Teelicht reicht es allemal. 


Wir beide zusammen bilden eine kleine Kerze, die wärmt und die Umgebung ein bisschen heller erstrahlen lässt.

Schließlich ist es besser, nur ein kleines Licht anzuzünden, als über die Dunkelheit zu schimpfen.

Da wurde der kleine Baumwollfaden ganz glücklich und sagte:
Dann bin ich also doch zu etwas nütze!

Und wer weiß, vielleicht gibt es auf der Welt noch mehr kurze Baumwollfäden, die sich mit einem Klümpchen Wachs zusammentun können.

Quelle: Karin Heringshausen

Ihr Lieben,

ich habe in meiner Jugend auch schwere Zeiten erlebt, in denen ich mich wie der kleine Baumwollfaden fühlte.

Ich war der Meinung, ich sei zu nichts zu gebrauchen.
Ich war fest überzeugt, ein Versager zu sein, der nichts zustande bringt.

Doch durch meine eigenen leidvollen Erfahrungen lernte ich,
andere Menschen, ihre Not, ihre Bekümmernisse und ihr Leiden besser zu verstehen.
Und ich begann, andere Menschen zu trösten, ihnen Zuversicht zu vermitteln und sie zu ermutigen.

Wisst Ihr, was daraufhin geschah?

Je mehr und je häufiger ich andere Menschen ermutigte, desto mehr entdeckte ich, dass auch ich etwas zu geben hatte.
Dass ich für andere Menschen da sein konnte.
Dass ich ihnen vielleicht durch ein wenig Licht ihr Leben erhellen konnte.
Und das bereitete mir große Freude.

Quelle: Werner Forneberg
Vor sechzig Jahren habe ich durch einen Jugendfreund eines der wichtigsten Geheimnisse meines Lebens gelernt:

Er machte mir Folgendes deutlich:
Wenn ich eine Kerze anzünde, dann wird es hell in dem Zimmer, in dem ich bin.  Und die Finsternis des gesamten Universums kann mein kleines Licht nicht auslöschen. Das muss man sich wirklich einmal klarmachen: Die Finsternis des gesamten Universums kann das kleine Licht einer Kerze nicht auslöschen.
Diese Erkenntnis begleitet mich bis heute und motiviert mich jeden Tag aufs Neue: Das Licht siegt immer über die Dunkelheit.

Quelle: Werner Forneberg
Ihr Lieben,

Diesen Gedanken möchte ich Euch heute mit auf den Weg geben.
Wir müssen nicht die ganze Welt verändern.
Wir müssen nicht besonders groß, besonders stark oder besonders bedeutend sein.

Manchmal genügt es bereits, einem Menschen zuzuhören, ihm ein freundliches Wort zu schenken oder ihm in einer schwierigen Zeit Mut zu machen.

Vielleicht seid gerade ihr das kleine Licht, dass ein anderer Mensch heute so dringend braucht.

Und gerade in dieser dunklen Jahreszeit möchte ich Euch noch ein Zweites empfehlen, nämlich Euch jeden Tag ein wenig Zeit für Euch selbst zu nehmen.
Zündet eine Kerze an, nascht ein paar Kekse und genießt die Ruhe, die dann in Euch einkehrt. Lasst für einen Augenblick die Sorgen des Alltags draußen vor der Tür.

Ihr werdet merken, dass, wenn Ihr Euch ein wenig Zeit für Euch selbst nehmt, das Balsam für Eure Seele sein kann.

Quelle: Alexander Rykow


Ihr Lieben,

ich habe heute eine besondere Bitte an Euch:
Am Ende dieses Abschnitts findet Ihr mein erstes Video auf YouTube.

Wenn Ihr Euch auf YouTube meine heutige Geschichte anhört, sie Euch auch gefällt hat und sie Euch vielleicht ein wenig Mut und Zuversicht schenken kann, dann freue ich mich sehr über ein Like.

Ich werde mir Mühe geben, das Drehen der Videos immer mehr zu verbessern, deshalb bitte ich Euch, bei den jetzt noch vorhandenen Fehlern nachsichtig zu sein.

Und wenn Ihr auch in Zukunft weitere Mut machende Geschichten vom ESELSKIND hören möchtet, dann abonniert gerne meinen YouTube-Kanal.

Damit helft Ihr mit, dass unsere kleinen Lichter noch mehr Menschen erreichen.

Bis dahin wünsche ich Euch von ganzem Herzen alles Liebe, viel Zuversicht und immer wieder einen kleinen Lichtstrahl, der Euren Alltag heller macht.

Seid herzlich aus meinem Wohnzimmer in Bremen gegrüßt.
Euer fröhlicher Werner,
das ESELSKIND



Mittwoch, 14. Oktober 2026

Geschichte: Am Ende des Regenbogens

 

Quelle: Helmut Mühlbacher

Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch eine Geschichte von Christoph Georges erzählen:

„Am Ende des Regenbogens“

„Es war einmal ein alter Mann, der lebte allein im Wald und war sehr unglücklich.

Jeden Tag saß er auf der Bank vor seinem Häuschen und starrte vor sich hin.

Er hörte nicht, wie die Vögel sangen, er spürte den Wind nicht, der mit den Blättern der Bäume spielte, und er roch nicht den würzigen Tannenduft.

Den ganzen Tag lang dachte er immer nur an die eine Sache:
Warum war die Prophezeiung der schönen Fee nicht in Erfüllung gegangen.
Sie war, als er zur Welt kam, seiner Mutter erschienen und hatte ihr anvertraut, dass für ihn ein unermesslich großer Schatz bereit liege.
Er werde den Schatz am Ende des Regenbogens finden.

Viele Jahre seines Lebens hatte der Mann damit verbracht, diesen Schatz zu suchen. Und jetzt war er alt und müde, und er hatte ihn immer noch nicht gefunden.

So lebte er Tag für Tag dahin, bis plötzlich etwas geschah.
Es hatte sehr lange geregnet, und dann war mit Macht die Sonne durchgebrochen, obwohl es noch leicht nieselte.

Der alte Mann saß wieder mit gesenktem Kopf vor seiner Hütte und zertrat wütend eine kleine Blume, als sich unvermittelt das Licht veränderte. Und da sah er es.

Ein riesiger Regenbogen spannte sich über den Wald, in den schönsten Farben, so prächtig, wie er noch nie zuvor einen Regenbogen gesehen hatte. Und das Ende des Regenbogens zeigte genau auf ihn.

Da kam ihm die Erleuchtung.
Der Schatz am Ende des Regenbogens, das war er selbst und jeder einzelnen Augenblick, den ihm das Leben schenkte.

Der alte Mann begann zu weinen.
Er ging in seine Hütte und weinte drei Tage und drei Nächte lang.

Als er wieder aus seiner Hütte heraustrat, holte er tief Luft und sah um sich.
Er hörte, wie die Vögel sangen. Er spürte den Wind, der mit den Blättern der Bäume spielte.
Er fühlte die Sonnenstrahlen auf seiner Haut, und er roch den würzigen Tannenduft. 
Er sah zu Boden und bemerkte einen kleinen Käfer, der auf den Rücken gefallen war. Er bückte sich und drehte ihn behutsam um.

Quelle: Werner Forneberg

Ihr Lieben,

ich habe in meinem Leben viele Menschen kennengelernt, die fast ihr ganzes Leben (mit Ausnahme von Kindheit und Jugend) damit verbracht haben, nach Schätzen zu suchen.

Sie waren der festen Überzeugung, dass sie, wenn sie dieses oder jenes besitzen würden, dass sie dann glücklich sein würden.

Es gibt Menschen, die kaufen sich einen hochwertigen Metalldetektor und gehen damit auf die Jagd nach einem verborgenen Schatz.

Andere Menschen spielen häufig unter Einsatz von hohen Geldbeträgen in verschiedenen Lotterien mit und hoffen auf den großen Gewinn, den ersehnten Schatz.

Meine Mutter hat auch immer fleißig im Lotto gespielt, aber mehr als drei Richtige hat sie nie erreicht.

Wieder andere Menschen versuchen, in Spielcasinos ihren Traum vom großen Gewinn zu verwirklichen.

Das Traurige daran ist, dass nur ein verschwindend geringer Prozentsatz der oben genannten Menschen jemals ihr Ziel erreicht und Besitzer eines echten Schatzes wird.

Dabei vergessen alles diese Menschen eine wichtige Wahrheit:
Der größte Schatz, den ein Mensch in seinem Leben für sich nutzen kann, liegt in ihm selbst verborgen.

Ein wichtiges Detail in unserer heutigen Geschichte dürfen wir nicht übersehen. Dort heißt es: „Der alte Mann begann zu weinen.  Er ging in seine Hütte und weinte drei Tage und drei Nächte lang.“ 

Warum hat dieser Mann drei Tage lang geweint? Über diese Frage habe ich lange nachgedacht und ich glaube, die Antwort gefunden zu haben:

Der alte Mann hat zuerst deswegen geweint, weil er erkannt hat, dass er viele Jahre seines Lebens damit zugebracht hat, nach Schätzen außerhalb seiner Person zu suchen, und er hat zweitens deshalb geweint, weil er erkannte, auch in seinem Alter nun endlich den Schatz in sic entdeckt zu haben. Und in seinem neuen Denken und Handeln ist seine tiefe innere Veränderung zu erkennen! 

Quelle: Karin Heringshausen
Ihr Lieben,

ich wünsche mir so sehr, dass Ihr Euch auf den Weg zu Eurem Schatz in Euch selbst macht.

Beschäftigt Euch nicht so viel mit äußeren Dingen, die können Euch nicht glücklich machen.

Nehmt Euch Zeit und horcht in Euch hinein.
Jeder Mensch ist ein einzigartiges Wesen. Ja, auch DU!
Jeder Mensch verfügt über Fähigkeiten und Talente, die kein anderer Mensch besitzt. Das gilt auch für DICH!
Komm zur Ruhe, horch in DICH hinein und entdecke den Schatz in DIR selbst.

Die meisten Menschen  schauen zu viel auf andere Menschen und versuchen, diesen nachzueifern oder diese zu imitieren und denken selten darüber nach, worin ihre Fähigkeiten und Talente bestehen.

Ich wünsche Euch, jeder/jedem Einzelnen von Euch, dass Ihr den Schatz in Euch selbst entdeckt, dass Ihr begreift, dass Ihr etwas könnt, was kein anderer Mensch kann. 
Jede/jeder von Euch ist ein unverwechselbares ORIGINAL!

Und wenn Ihr den Schatz in Euch entdeckt habt,
werdet ihr sehr glücklich sein und in Euch selbst ruhen.

Quelle: Werner Forneberg
Ihr Lieben,


Ich wünsche Euch auf dem Weg zu Euch selbst ganz viele wundervolle Entdeckungen und ganz viel Freude und verbleibe als Euer fröhlicher Werner, das ESELKIND





Donnerstag, 8. Oktober 2026

Geschichte: Der Unterschied

 

Quelle: Karin Heringshausen

Ihr Lieben, 

heute möchte ich Euch eine Geschichte von Christoph Georges erzählen

„Der Unterschied“

Ein Spaziergänger, der beim Sonnenuntergang am Strand einer großen Insel entlangging, sah vor sich in einiger Entfernung einen jungen Mann, der Seesterne aufhob und sie ins Meer warf.

Nachdem er ihn eingeholt hatte, fragte er ihn, warum er das denn tue.
Da antworte ihm der junge Mann Folgendes:
„Die Seesterne werden sterben, wenn sie bis zum Sonnenaufgang hier liegen bleiben müssen.“

„Aber der Strand ist viele Meilen lang und voll mit Tausenden von Seesternen“, entgegnete ihm der Spaziergänger, „was macht das also für einen Unterschied, wenn Du Dich hier abmühst, einige wenige Seesterne zu retten?“

Der junge Mann blickte auf den Seestern in seiner Hand und warf ihn in die rettenden Wellen und antwortete:
„Für diesen hier macht es einen Unterschied!“

Quelle: Raymonde Graber
Ihr Lieben,

oft sind wir der Überzeugung, dass wir in unserer heutigen Welt nichts bewirken können, dass wir machtlos sind gegen die oft bei uns herrschende menschliche Kälte und die bedrückende Dunkelheit des menschlichen Alltags. Aber das ist nicht wahr, wir sind nicht wehrlos.

Durch einen Jugendfreund habe ich schon als junger Mensch eine wundervolle Wahrheit kennengelernt:
Wenn ich in dieser jetzt beginnenden dunklen Jahreszeit ein kleine Kerze anzünde, dann macht das den Eindruck, als könne ich mit dem Licht meiner kleinen Kerze gegen die Dunkelheit in meiner Straße, in meiner Stadt, in meinem Ort, in meinem Land, ja in der ganzen Welt gar nichts ausrichten.

Durch einen Jugendfreund habe ich ein Geheimnis erkannt, dass mich bis heute zutiefst berührt und erstaunt:
Obwohl das Licht meiner Kerze nur einen kleinen Raum erhellen kann, so ist doch die gesamte Dunkelheit der Welt nicht dazu in der Lage, mein kleines Licht auszulöschen.

Jedes Licht, dass ich anzünde, erhellt also ein Stück weit diese Welt.
Deshalb ist unsere Hilfe, unsere Zuwendung und unsere Liebe, die wir anderen Menschen zugutekommen lassen, niemals vergeblich.
Mit unserem kleinen Licht, unserer schwachen Kraft und unserer zugewandten Liebe können wir gerade in der dunklen Jahreszeit Licht und Freude in das Leben von Menschen hineintragen.

Ebenso wie in  unserer Geschichte können wir nicht allen Menschen helfen, können wir nicht alle Menschen ermutigen, können wir nicht in das Leben aller Menschen Licht hineintragen, aber die Menschen, die wir ermutigen, denen wir helfen, denen wir Licht und Freude in ihr Leben hineintragen, für die bedeuten unsere Liebe, unsere Hilfe, unsere Ermutigung und unser Licht ganz, ganz viel. Wir machen sie und uns damit glücklich.

Quelle: Alexander Rykow


 Ihr Lieben,

die dunkle Jahreszeit hat begonnen. Zündet ein Licht an und erhellt das Leben anderer Menschen und damit auch Euer eigenes.

Ich wünsche Euch einen ruhigen Abend und morgen einen zuversichtlichen tag

Euer fröhlicher und zuversichtlichen Werner aus Bremen



Samstag, 3. Oktober 2026

Ein altes schwedisches Märchen

 

Quelle: Werner Forneberg


Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch ein altes schwedisches Märchen erzählen:

„Was das Leben ist“

An einem schönen Sommertag um die Mittagszeit herrschte große Stille am Waldrand. Die Vögel hatten ihre Köpfe unter die Flügel gesteckt, und alles ruhte.

Da streckte der Buchfink sein Köpfchen hervor und fragte:
„Was ist eigentlich das Leben?
Alle waren betroffen über diese schwierige Frage.

Die Heckenrose entfaltete gerade eine Knospe und schon behutsam ein Blatt ums andere heraus. Sie meinte:
"Das Leben ist eine Entwicklung.“

Weniger tiefsinnig veranlagt war der Schmetterling. Er flog von einer Blume zur anderen, naschte da und dort und sagte:
„Das Leben ist lauter Freude und Sonnenschein.“

Drunten im Gras mühte sich einen Ameise mit einem Strohhalm, der acht Mal länger war als sie selbst, und sagte:
„Das Leben ist nichts als Arbeit und Mühsal.“

Geschäftig kam eine Biene von ihrer Nektarsuche auf die Wiese zurück und meinte dazu:
„Nein, das Leben ist ein Wechsel von Arbeit und Vergnügen.“

Wo so weise Reden geführt wurden, da streckte auch der Maulwurf seinen Kopf aus der Erde und brummte:
„Das Leben? Es ist ein Kampf im Dunkeln“.

Nun hätte es fast einen Streit um die richtige Deutung des Lebens gegeben, wenn nicht ein feiner regen eingesetzt hätte, der feststellte:
„Das Leben besteht aus Tränen, nichts als Tränen.“

Dann zog er weiter zum Meer. Dort brandeten die Wogen, warfen sich mit aller Gewalt gegen die Felsen und stöhnten:
„Das Leben ist wie ein vergebliches Ringen um Freiheit!

Hoch über ihnen allen zog majestätisch ein Adler seine Kreise. Er frohlockte: „Das Leben, das Leben ist ein Streben nach oben.“

Nicht weit vom Ufer entfernt, stand eine Weide, die hatte der Sturm schon zur Seite gebogen. Sie sagte:
„Das Leben ist eine Verbeugung gegenüber Gott.“

Dann kam die Nacht. Mit lautlosen Flügeln glitt der Uhu über die Wiese dem Wald zu und krächzte:
„Das Leben heißt: Die Gelegenheit nutzen, wenn andere schlafen.“

Und schließlich wurde es still in Wald und Wiese.
Nach einer Weile kam ein junger Mann des Weges. Er setzte sich müde ins Gras, streckte dann alle Viere von sich und meinte, erschöpft vom Tanzen und Trinken:
„Das Leben ist das ständige Suchen nach Glück und eine lange Kette von Enttäuschungen.“

Auf einmal stand die Morgenröte in ihrer vollen Pracht auf und sprach:
„So wie ich, die Morgenröte, der Beginn eines neuen Tages bin, so ist das Leben der Anbruch der Ewigkeit.“

Quelle: Karin Heringshausen

Ihr Lieben,

Was ist das Leben?
Die meisten Menschen denken über diese Frage niemals in ihrem Leben nach und das ist wirklich sehr traurig.
Diese Frage ist nämlich sehr wichtig für unser Leben und unsere Lebenszufriedenheit. Wir sollten uns die Zeit nehmen und gründlich über diese Frage nachdenken. 

Wenn wir dann wie die Ameise feststellen, dass unser Leben nur Arbeit und Mühsal ist, dann sollten wir darüber nachdenken, ob uns ein Leben, das nur aus Arbeit und Mühsal besteht, uns wirklich zufriedenstellt. 

Und wenn wir feststellen, das ein solches Leben uns nicht zufriedenstellt, sollten wir darüber nachdenken, wie wir unser Leben so neu ausrichten können, dass wir im Blick auf unser Leben zufrieden und dankbar sein können.

Quelle: Werner Forneberg
Ihr Lieben,


ich wünsche Euch einen fröhlichen und unbeschwerten Feiertag und grüße Euch herzlich aus Bremen

Euer nachdenklich Werner