3129 Geschichten


Auf dem ESELSKIND-Blog stehen inzwischen 3.179 Beiträge und mindestens zwei Mal in der Woche kommen weitere hinzu.

Ich wünsche jeder Leserin und jedem Leser recht viel Freude beim Lesen der Geschichten und ich hoffe, dass Euch die Geschichten ein wenig ermutigen und Euch veranlassen, niemals aufzugeben, denn denkt bitte immer daran:
Ihr seid etwas Besonderes, Ihr müsst nur Eurer Licht zum Leuchten bringen


Euer fröhlicher Werner aus Bremen

Montag, 23. Februar 2026

Geschichte: „Der Beutel voller Goldstücke“

 

Besitz ist nicht Verwerfliches - es kommt nur darauf an, wofür Du ihn verwendest

Quelle: Werner Forneberg

"Das Geheimnis des Glücks liegt nicht im Besitz, sondern im Geben. Wer andere glücklich macht, wird selbst glücklich."
André Gide
Quelle: Karin Heringshausen

Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch eine Geschichte von Jean de LaFontaine erzählen:

„Der Beutel voller Goldstücke“

„Es war einmal ein armer Schuster, der war den ganzen Tag guter Laune. Er war so glücklich, dass er von morgens bis abends vor Freude sang. Immer standen viele Kinder vor seinem Fenster und hörten ihm zu.

Gleich neben dem Schuster lebte ein sehr reicher Mann. Dieser blieb die ganze Nacht auf und zählte seine Goldstücke. Am Morgen ging er dann zu Bett. Er konnte aber nicht schlafen, weil er den Schuster singen hörte.


Eines Tages hatte er eine Idee, wie er den Schuster am Singen hindern konnte. Er lud ihn zu sich ein, und der Schuster kam sogleich. Zu seiner großen Überraschung schenkte ihm der reiche Mann einen Beutel voller Goldstücke.


Als der Schuster wieder zu Hause war, öffnete er den Beutel. Nie in seinem Leben hatte er so viel Geld gesehen. Sorgfältig begann er zu zählen, und die Kinder schauten zu. Es war so viel, dass der Schuster Angst hatte, es auch nur schnell aus den Augen zu lassen.


So nahm er es nachts mit ins Bett. Aber auch dort musste er immer an das viele Geld denken, und er konnte nicht einschlafen. Dann trug er den Beutel auf den Dachboden, aber er war gar nicht sicher, ob das nun ein gutes Versteck sei.


Früh am Morgen stand er auf und holte den Beutel wieder herunter. Er hatte beschlossen, ihn im Kamin zu verstecken.


"Ich bringe das Geld ins Hühnerhaus", dachte er etwas später. "Da sucht es bestimmt niemand."

Aber er war noch immer nicht zufrieden, und nach einer Weile grub er ein tiefes Loch im Garten und legte den Beutel hinein.

Zum Arbeiten aber kam er gar nicht mehr. Und singen konnte er auch nicht mehr. Er war zu bedrückt, um auch nur einen Ton hervorzubringen. Und, was am schlimmsten war, auch die Kinder kamen ihn nicht mehr besuchen.


Zuletzt war der Schuster so unglücklich, dass er den Beutel wieder hervorholte und damit zu seinem Nachbarn lief.


"Bitte, nimm dein Geld zurück", sagte er. "Die Sorge darum macht mich ganz krank, und auch meine Freunde wollen nichts mehr von mir wissen. Ich möchte lieber wieder ein armer Schuster sein, wie ich es vorher war."


Und so wurde der Schuster bald wieder genauso vergnügt wie zuvor und sang und arbeitete den ganzen Tag.“

Quelle: Karin Heringshausen


Ihr Lieben,

Märchen haben den Vorteil, dass sie in ihnen verborgene Wahrheit durch die völlige Überzeichnung zeigen können.


Wenn man dies Märchen liest, könnte man meinen:
Glücklich ist nur derjenige, der arm ist, und unglücklich ist, wer reich ist.


Aber die Wirklichkeit in dieser Welt zeigt uns ganz deutlich, dass das nicht gemeint sein kann, denn es gibt durchaus viele glückliche reiche Menschen und unendlich viele unglückliche arme Menschen.

In diesem Märchen geht es um etwas ganz anderes.
Es geht darum, was der Mittelpunkt unseres Lebens ist.
Wenn der Reichtum, das Streben nach mehr Geld, nach mehr Wohlstand allein unser Denken beherrscht, dann sind wir ins Wirklichkeit arm, denn all unsere Gedanken, all unsere Sorgen kreisen dann nur um das liebe Geld und den Wohlstand und unsere geistige Entwicklung verkümmert.

Wichtig ist, zu entdecken, wodurch wir wirklich reich und glücklich werden:

Wir werden nicht glücklich, indem wir Geld anhäufen, um es eines fernen Tages zu genießen, sondern wir werden nur dann glücklich, wenn wir unser Geld nutzen, um jeden Tag zu genießen, um jeden Tag offen zu sein für die Schönheiten und kleinen Wunder des Alltags.

In meiner Göttinger Zeit als Dozent lebte dort ein Mann, der ganz fleißig als Fensterputzer arbeitete. Neben seinem Job in seiner Firma arbeitete er auch noch für etliche Kunden nebenbei und putzte auch deren Fenster.

Er war fleißig von morgens bis abends, er wohnte mit Anfang 40 noch bei seinen Eltern in seinem alten Kinderzimmer und sein Traum war, eines Tages große Weltreisen zu machen, eines Tages all sein Geld zu genießen.

Nur leider starb er mit 43 an einem Herzinfarkt… Es wurde erzählt, dass er Sparbücher mit rund 300.000 DM 
hinterließ . Was hat er nun davon gehabt???

Quelle: Karin Heringshausen


Ihr Lieben,

ich wünsche Euch morgen einen glücklichen Tag, einen Tag, an dem Ihr Gelegenheit habt, Euren Tag auch zu genießen und ich grüße Euch ganz herzlich aus dem 
Bremen

Euer fröhlicher und glücklicher Werner

Quelle: Karin Heringshausen 

Samstag, 21. Februar 2026

Geschichte: Verschenke Deine Angst - Gib sie einfach weg!

Quelle: Werner Forneberg


Eine Amsel, die unruhig hin- und herflog, fragte jeden ihrer Artgenossen, dem sie begegnete, ob sie wohl ihre Angst, die sie so schwer bedrückte beim Fliegen, an ihn abgeben könne.

Doch alle wiesen sie zurück: "Ängste haben wir selbst genug. Mehr können wir nicht gebrauchen."

Nur der alte Kastanienbaum sagte: "Unter meiner Krone ist genügend Platz. Du kannst jederzeit zu mir hereinkommen, dich auf meinen Ästen ausruhen, in meinen Zweigen dein Lied singen und mitten in meinem grünen Laub dein Nest bauen. So gib mir nur deine Angst, kleiner Vogel!"



Da bedankte sich die Amsel von ganzem Herzen bei dem großen starken Baum und sagte: "Meine Angst kann ich dir nicht mehr geben, denn plötzlich ist sie nicht mehr da."
Elli Michler
Quelle: Karin Heringshausen




Eine Geschichte ohne Kommentar: Die Blume Himmelsschlüssel


Quelle: Werner Forneberg
·        
      "Es lebte einmal ein großer, reicher König zu einer Zeit, in der noch alle Menschen den hohen Berg kannten, auf dessen Gipfel die Tore des Himmels gebaut sind.

Bei all seinem Reichtum sehnte sich der König danach, auch die Schlüssel zu den Toren des Himmels zu besitzen; aber keiner konnte sie ihm bringen.

Eines Tages sagte ihm ein weiser Mann: "Alle Schätze der Erde kann man geschenkt bekommen, aber die Schlüssel zum Himmel muss jeder selbst suchen."

Da stieg der König selbst auf den steilen Berg bis vor die Tore des Himmels und sagte dem Engel, dem Hüter vor Gottes ewigem Garten:
"Ich finde keine Ruhe, bis ich nicht die Schlüssel zum Himmel besitze."


Der Engel lächelte und antwortete: "Auf der Erde blühen viele Tausend Himmelsschlüssel, die von Menschen zertreten werden. Wenn du die richtigen drei findest, die nur zu deinen Füßen und für dich aufblühen, kannst du die Tore des Himmels aufschließen."

Viele Jahre suchte der König und zertrat keinen Himmelsschlüssel, doch nie blühte eine dieser Blumen vor seinen Füßen auf. Eines Tages bettelte ihn ein schmutziges Mädchen an, das weder Vater noch Mutter hatte. Das Hofgesinde wollte das verwahrloste Kind zur Seite drängen, aber der König setzte es zu sich aufs Pferd.
In seinem Schloss ließ er es speisen und kleiden und pflegen.


Da blühte zu seinen Füßen ein kleiner, goldener Himmelsschlüssel auf.

Und der König ließ die Armen und Kinder in seinem Reich zu seinen Brüdern und Schwestern erklären. Wieder vergingen Jahre. Da erblickte der König auf einem Ritt durch den Wald einen sehr kranken Wolf. Die Höflinge wollten ihn verenden lassen, er aber trug ihn in seinen Palast und pflegte ihn selbst gesund. Und der Wolf wich nie mehr von seiner Seite.

Da blühte ein zweiter goldener Himmelsschlüssel zu seinen Füßen auf.

Der König aber ließ von nun alle Tiere in seinem Reich zu Brüdern und Schwestern erklären. Wieder vergingen einige Jahre. Da spazierte der König in seinem herrlichen Garten mit den seltensten Blumen. Und er erblickte am Wegrand eine kleine, unscheinbare Pflanze, die nahe daran war, zu verdursten. "Ich will ihr Wasser bringen", sagte der König. Doch der Gärtner wollte ihn hindern: "Es ist Unkraut; ich will es ausreißen und verbrennen; es passt nicht in diesen königlichen Garten!" -

Der König aber holte Wasser, und die Pflanze begann wieder zu atmen und zu leben. Nun blühte der dritte Himmelsschlüssel zu des Königs Füßen auf, und das Bettelmädchen und der Wolf standen dabei. Der König aber sah auf dem steilen Berge die Tore des Himmels weit, weit geöffnet.

Auch heute blühen diese drei Himmelsschlüssel noch und sie leuchten heller und schöner als alle Edelsteine und Blumen der Welt.


Der Autor des hier auf das Wesentliche gekürzten Märchens ist Manfred Kyber (1880-1933); es erschien 1921 in seiner Sammlung "Märchen", siehe http://gutenberg.spiegel.de/buch/-5502/2.


Quelle: Karin Heringshausen

Donnerstag, 19. Februar 2026

Geschichte: "Suche Gott nicht im Jenseits, er begegnet Dir in jedem Menschen"

Quelle: Werner Forneberg

 

 
Das größte Übel, das wir unseren Mitmenschen antun können, ist nicht, sie zu hassen, sondern ihnen gegenüber gleichgültig zu sein.
George Bernard Shaw

Quelle: Karin Heringshausen


Ihr Lieben,

ich möchte Euch heute die Geschichte eines unbekannten Autors erzählen:

"Suche Gott nicht im Jenseits, 
er begegnet Dir in jedem Menschen"

"Es war einmal eine gläubige und fromme Frau, die Gott liebte. Jeden Morgen ging sie in die Kirche. Unterwegs sprachen sie Kinder an, die sie um ein Stück Brot baten. Bettler baten sie um ein kleines Geldstück, aber sie war so in sich versunken, dass sie nichts davon wahrnahm.

Eines Tages ging sie wie immer die Straße hinab und erreichte gerade rechtzeitig zum Gottesdienst die Kirche. Sie drückte an der Tür, doch sie ließ sich nicht öffnen. Sie versuchte es heftiger und fand die Tür verschlossen.

Der Gedanke, dass sie zum ersten Mal in all den Jahren den Gottesdienst versäumen würde, bedrückte sie sehr. Ratlos blickte sie auf und sah genau vor ihrem Gesicht einen Zettel an der Tür.

Darauf stand: "Ich bin hier draußen!"

Quelle: Karin Heringshausen
Ihr Lieben,

wie Ihr wisst, verheimliche ich nicht, dass ich an Gott glaube. 
Aber für mich bedeutet dieser Glaube nicht, dass ich zu Hause sitze und meine Seele poliere, auf dass sie möglichst fromm werde.

Für mich bedeutet dieser Glaube die wunderbare innere Verpflichtung, alles in meinen Kräften Stehende zu tun, um mitzuhelfen, dass diese Welt ein wenig heller und menschlicher wird, dass weniger Kinder sexuell missbraucht werden.

Martin Luther hat das einmal wunderbar so ausgedrückt: 
"Es ist ein viel besserer Gottesdienst, sich um den Mitmenschen zu kümmern, als einmal in der Woche die eigene Seele zu pflegen!"

Die Gefahr des Glaubens an Gott ist immer, dass wir zu sehr auf uns schauen und zu wenig auf das Geschehen in der Welt.

Ich persönlich lebe nach dem Motto:
"Ich hoffe, dass es eine Ewigkeit gibt und dass es einen Gott gibt, vor dem eines Tages die Menschen Rechenschaft ablegen müssen,
aber so lange ich hier auf Erden lebe, befasse ich mich nicht mit dem Jenseits, sondern lebe im Diesseits und versuche, meinen bescheidenen Beitrag dazu zu leisten, diese Welt etwas menschlicher und wärmer zu gestalten.

Quelle: Karin Heringshausen

Ihr Lieben, 

ich wünsche Euch einen fröhlichen Freitag und grüße Euch herzlich aus Bremen

Euer fröhlicher Werner


Quelle: Karin Heringshausen

Versöhnung ist...

 


Quelle: Werner Forneberg

Versöhnung ist
die einzige Hand,
die Wolken geduldig wegschiebt.

Versöhnung ist
das erste Licht am Morgen,
das die Nacht allmählich vertreibt.

Versöhnung ist
der Schlüssel, der undurchdringliche Türen
endlich wieder öffnet.

Unbekannter Autor 

Quelle: Karin Heringshausen

Mittwoch, 18. Februar 2026

Das große Geheimnis der Veränderung

Quelle: Werner Forneberg

"Alles kannst Du in der Welt ändern,
nur andere Menschen nicht.
Das können nur sie selbst.
Jahrhundertelang versuchten Menschen mit Gewalt,
andere Menschen zu ändern - ohne jeden Erfolg.

Nur wenn Menschen sich selbst ändern,
werden andere Menschen sich selbst ändern."

Phil Bosmans 


Quelle: Karin Heringshausen

Über den Sinn oder Unsinn mancher Erfindungen

 

Quelle: FEG Saarlouis

„Guten Tag“, sagte der kleine Prinz.
„Guten Tag“, sagte der Händler. 

Er handelte mit höchst wirksamen durststillenden Pillen.
Man schluckt jede Woche eine und spürt überhaupt kein Bedürfnis mehr zu trinken.


„Warum verkaufst du das?“, sagte der kleine Prinz.
„Das bedeutet eine große Zeitersparnis“, sagte der Händler.
„Die Sachverständigen haben Berechnungen angestellt.
Man erspart damit 53 Minuten in der Woche.“

„Und was macht man mit diesen 53 Minuten?“
„Man macht damit, was man will...“


„Wenn ich 53 Minuten übrig hätte, würde ich ganz gemächlich zu einem Brunnen laufen.“

Antoine de Saint-Exupéry


Quelle: Karin Heringshausen