3129 Geschichten


Auf dem ESELSKIND-Blog stehen inzwischen 3.179 Beiträge und mindestens zwei Mal in der Woche kommen weitere hinzu.

Ich wünsche jeder Leserin und jedem Leser recht viel Freude beim Lesen der Geschichten und ich hoffe, dass Euch die Geschichten ein wenig ermutigen und Euch veranlassen, niemals aufzugeben, denn denkt bitte immer daran:
Ihr seid etwas Besonderes, Ihr müsst nur Eurer Licht zum Leuchten bringen


Euer fröhlicher Werner aus Bremen

Mittwoch, 8. Juli 2026

Geschichte: Das tiefe Gemeimnis der Sonnenseiten unseres Lebens

 

Quelle: Werner Forneberg

Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch eine Geschichte erzählen, die von Gisela Rieger stammt:

Die Sonnenseiten unseres Lebens

Quelle: Werner Forneberg

 

„Ich liebe meine jüngere Schwester wirklich sehr, doch oftmals wird mir ihre ständige Jammerei zu viel. Vorwiegend berichtet sie über all das Negative in ihrem Leben und in der Welt.

Als ich mich bei meinem letzten Besuch von ihr verabschiedete, erzählte ich ihr noch eine Geschichte:

„Die Lehrerin einer Abiturklasse kündigte einen Überraschungstest an.
Zum Erstaunen der Schülerinnen und Schüler waren auf dem Aufgabenblatt keinerlei Fragen notiert, es war lediglich ein schwarzer Punkt auf der Mitte des Blattes zu sehen.


Sie erklärte, dass alle das aufschreiben sollten, was sie auf dem ausgeteilten Blatt Papier sehen würden. Die Schülerinnen und Schüler waren zwar sichtlich irritiert, doch sie begannen mit ihrer Arbeit.

Am Ende der Stunde sammelte die Lehrerin den Test wieder ein.
Alle Schülerinnen und Schüler hatten ausnahmslos den schwarzen Punkt beschrieben – seinen Durchmesser, Radius und den Flächeninhalt berechnet, die Position in der Mitte des Blattes bestimmt, sein Größenverhältnis zum restlichen weißen Papier ermittelt ...

Lächelnd sprach die Lehrerin zur Klasse: ›Ich wollte euch lediglich eine Aufgabe zum Nachdenken geben. Kein Einziger hat etwas über den großen, weißen Teil auf dem Blatt Papier vermerkt. Jede und jeder von euch hat sich auf den schwarzen Punkt konzentriert.


Quelle: Karin Heringshausen


Genau das Gleiche geschieht oft in unserem Leben! 
Alle haben wir zu Beginn unseres Lebens ein weißes Blatt Papier erhalten, 
um es zu nutzen und zu genießen.  

Und dennoch konzentrieren wir uns immer wieder auf die dunklen Flecken.
Das Leben ist ein wunderbares Geschenk, das wir mit Liebe und Sorgfalt hüten sollten. Es gibt genau genommen immer einen Grund zum Lachen, Feiern und zum Freuen. Daher sollten wir dankbar sein, für all das Gute, das geschieht! 

Doch wir konzentrieren uns oft nur auf die dunklen Flecken, wie z. B.: schlechte Noten, komplizierte Beziehungen, gesundheitliche Probleme, Geldmangel, Sorgen, Ängste und Enttäuschungen.

Im Vergleich zu dem, was wir in unserem Leben erfahren, sind die dunklen Flecken meist sehr klein, und dennoch sind sie diejenigen, die unseren Geist beschäftigen und unsere Lebensfreude trüben!‹«

Ich ging noch kurz zum Schreibtisch, malte einen kleinen schwarzen Punkt auf ein weißes Blatt und gab dieses meiner Schwester. 
»Für dich meine Kleine«, sagte ich noch, bevor ich mich verabschiedete.


Tage später erhielt ich einen Brief von meiner Schwester. Darin befand sich das Blatt mit dem schwarzen Punkt. Dieser war jedoch kaum noch zu erkennen, da die weiße Fläche mit unendlich viel Positivem beschrieben worden war.

Quelle: Werner Forneberg

Ihr Lieben,

es ist jetzt ein Jahr her, als ich auf einer meiner täglichen Radtouren stürzte.
Ich hatte eine kleine Abkürzung über eine Rasenfläche genommen und war dabei ins Straucheln gekommen.

Ich stürzte und fiel zusammen mit dem Rad hin.
Ich habe mir aufgrund des weichen Rasens nichts gebrochen, ja, ich habe mir nicht einmal wehgetan, aber als ich wieder aufstehen wollte, versagten meine Beine mir den Dienst.

Im Krankenhaus, in das ich dann gebracht wurde, stellte man bei mir einen Herzschaden fest. Das war ein Augenblick, in dem ich nur noch "schwarz" sah. Auf meinen Blatt Papier meines Lebens konzentrierte ich mich einen Augenblick auf den schwarzen Punkt in der Mitte.

Inzwischen aber bin ich noch fröhlicher als vor dem Unfall, denn ich habe noch mehr erkannt, wie schön das Leben ist. 

Natürlich ist so ein Herzschaden nicht schön, aber jetzt genieße ich die Sonne, meine Rosen in meinem Garten, jede meiner Radtouren und jede Begegnung mit Menschen aus meinem Freundes-, Verwandten- und Bekanntenkreis noch intensiver. 

Und dafür bin ich Gott jeden Tag von Herzen dankbar.

Unsere Probleme, unsere Krankheiten, unsere Nöte bedrängen uns, aber wir dürfen erkennen, dass sie nur einen kleinen Teil unseres Lebens einnehmen, so wie der schwarze Punkt in der Mitte des weißen Blattes Papier. 

Wende Deinen Blick weg von diesem schwarzen Punkt in Deinem Leben und erkenne, dass das Leben noch so viel Schönes, so viel Freude, so viel Zuwendung, so viel liebe Menschen für Dich bereit hält.

Ihr Lieben,

ich wünsche Euch allen von Herzen jeden Tag Zuversicht, Humor, viel innere Freude, Hoffnung und dass Ihr lieben Menschen findet, die Euch zur Seite stehen. Gott segne Euch - Das Leben ist schön 

Euer fröhlicher Werner 

Quelle: Werner Forneberg

 

Sonntag, 5. Juli 2026

Geschichte: Den lebensrettenden Weg finden

 

Unser Leben braucht eine Ausrichtung, wir brauchen einen Leuchtturm, an dem wir uns orientieren können, und wir sollen ein Leuchtturm für Andere sein!!

Quelle: Wikipedia.org

Ihr Lieben,

heute Abend möchte ich Euch eine Geschichte von Klemens Jockwig erzählen:

„Den lebensrettenden Weg finden“

„Zwischen der Insel Pellworm und Süderoog liegt ein 14 Kilometer langer Weg durchs Wattenmeer. Dreimal wöchentlich geht der Postbote fünf Stunden, um einem Pächterehepaar, den einzigen Bewohnern der kleinen Insel, die Post zu bringen.

Für seinen Marsch durch das Watt braucht er vor allem einen Kompass, den Gezeitenkalender und den Wetterbericht, denn ein unerwarteter Sturm kann den Botengang lebensgefährlich werden lassen.

Am bedrohlichsten aber ist aufkommender Nebel.

Wenn die schwarzen Orientierungspfähle im dichten Nebel verschwinden, wenn die Angst hochkommt, dann kann nur noch der Kompass den richtigen Weg weisen.

Bei Nebelgefahr, so erinnert sich der Postbote, nahm sein Großvater immer ein Nebelhorn mit, ein zweites besaß die Großmutter. Sie stand am Pellwormer Ufer und gab dann Signale, um den Großvater so auch dem Heimweg sicher nach Hause zu lotsen.“
Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

wenn man diese Geschichte liest, dann weiß man, warum ein rein wirtschaftlich denkendes Unternehmen niemals den gesamten Briefverkehr übernehmen kann und warum gesetzlich festgelegt ist, dass die Deutsche Post gezwungen ist, jeden Brief zuzustellen. 

Denn welches Unternehmen, das gewinnorientiert ist, würde wohl für 95 Cent Briefe an solche Orte bringen, wie in unserer Geschichte beschrieben.

Unsere kleine Geschichte zeigt uns ganz deutlich, 
wie wichtig es ist, im Leben eine Orientierung zu haben. 

Wenn wir in die Nebel unseres Lebens geraten, wenn Schwierigkeiten uns Sorgen bereiten, wenn Angst uns überflutet, wenn Sorgen uns die Luft zum Atmen nehmen, dann brauchen wir einen Ausrichtung, an der sich unser Lebensschiff ausrichten kann.

Für den einen kann das der Glaube an Gott sein, der ihm Halt gibt, für den anderen Menschen mag das eine geistige Einstellung sein.   
 
Entscheidend ist, dass wir eine Orientierung haben, dass wir uns Hilfe und Ermutigung holen können.

Wichtig ist es auch, Menschen an seiner Seite zu haben, oder Menschen zu kennen, die uns in Notlagen oder schwierigen Situationen mit Rat und Tat zur Seite stehen.
 
Und auch wir sind gefragt, für andere Menschen Leuchtturm zu sein, 
damit sie sich orientieren können.

Unsere Welt und die Menschen in ihr brauchen Orientierung.
Unsere Welt und die Menschen in ihr brauchen Liebe.
Unsere Welt und die Menschen in ihr brauchen Ermutigung.
Unsere Welt und die Menschen in ihr brauchen Hoffnung und Zuversicht.
Unsere Welt und die Menschen in ihr warten auf Dein mutmachendes Wort.
Unsere Welt und die Menschen in ihr warten auf Dein herzerfrischendes Lachen.
Unsere Welt und die Menschen in ihr warten auf das Geschenk Deines Lächelns.
Quelle: Karin Heringshausen
 
Ihr Lieben,
 
Ich wünsche Euch allen einen wundervollen Sonntagund grüße Euch alle ganz  herzlich aus  Bremen
 
Euer fröhlicher Werner



Quelle: Karin Heringshausen

Sonntag, 28. Juni 2026

Geschichte: Die Quelle und der Brunnen

 

Der Boden, auf dem Zufriedenheit wächst!



Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,


heute Abend möchte ich Euch eine Geschichte von Prof. Mohammed Kassas erzählen:


„Die Quelle und der Brunnen“


„Die einzige Wasserquelle lag weit außerhalb des kleinen ägyptischen Dorfes.
Die Frauen mussten täglich etliche Stunden damit verbringen, das benötigte Wasser auf staubigen Wegen in Wegen in großer Hitze von der Quelle nach Hause zu schleppen. Unterwegs unterhielten sie sich über ihre Nöte und Sorgen und gaben einander Ratschläge.

Eines Tages stand Geld der Entwicklungshilfe für das Dorf zur Verfügung.
Da beschlossen die Männer, ihren Frauen das Leben leichter zu machen:
Es wurde ein Brunnen im Dorf gebohrt.


Die Frauen hatten nun viel Zeit. Sie fingen an, sich zu streiten, und zwar erst untereinander und dann in ihren Familien. Das ärgerte die Männer. Sie gingen hin und schütteten den Brunnen im Dorf wieder zu.“
Quelle: Karin Heringshausen


Ihr Lieben,


Diese kleine Geschichte lehrt uns, dass unser Glück nicht dadurch vollkommen wird, dass uns das Erreichen des Ziels und die Verwirklichung unseres Traums quasi in den Schoß fallen.


Der Preis für die Zufriedenheit und die Dankbarkeit ist die Anstrengung.
Wir können uns über das Erreichen eines Ziels, über die Verwirklichung eines Traumes viel mehr freuen, wenn wir uns dafür anstrengen müssen, wenn wir tätig sein dürfen, wenn wir merken, dass wir gebraucht werden.


Wenn wir uns selbst anstrengen, um unsere Ziele und Träume zu verwirklichen, dann können wir uns auch viel mehr mit denen freuen, die sich ebenfalls große Mühe geben, ihre Ziele zu erreichen, ihre Träume zu verwirklichen.


Wenn wir dagegen unsere Träume aufgeben und unsere Ziele nicht weiter verfolgen, dann dürfen wir uns nicht wundern, wenn sich in uns Zufriedenheit ausbreitet.  
 
Und wer in seinem Herzen unzufrieden ist, der gönnt auch seinen Mitmenschen nicht, dass sie zufrieden sind.
 

www.frankschlitt-fotografie.de

 

Im Fernsehen werden regelmäßig Filme über Nachbarschaftsstreitigkeiten gezeigt, die oft ganz unterschiedliche Gründe, ganz unterschiedliche Auslöser haben, aber eines ist bei alle diesen Nachbarschaftsstreitigkeiten immer gleich:

Die Menschen, die in solche Nachbarschaftsstreitigkeiten verwickelt sind, sind in der Regel Menschen, die innerlich unzufrieden sind, die unausgefüllt sind, die kein Ziel und keinen Traum in ihrem Leben haben, denn wenn sie ein Ziel und einen Traum in ihrem Leben hätten, hätten sie gar nicht die Zeit, sich Nachbarschaftsstreitigkeiten hinzugeben.
 
Quelle: Karin Heringshausen


Ihr Lieben,

ich wünsche Euch ein erfülltes und zufriedenstellendes Leben und dass Ihr Euch jeden Abend auf den kommenden Tag freuen könnt. 
 
Ich grüße Euch herzlich aus Bremen

Euer fröhlicher Werner
Quelle: Helmut Mühlbacher

Dienstag, 23. Juni 2026

Geschichte: Sein Herz verschenken!

 

Du möchtest etwas verschenken?
Dann verschenke doch Dein Herz!

Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

heute Abend möchte ich Euch eine alte Geschichte aus Russland erzählen:

„Sein Herz verschenken“

„Ein behinderter, heruntergekommener Mann sitzt still am Straßenrand und hält den Vorbeikommenden bettelnd seine offene Hand hin. Die meisten Menschen nehmen von dem Bettler keine Notiz und eilen vorüber.

Ein Einziger bleibt stehen und spricht zu ihm:
„Ich würde Dir jetzt gerne etwas geben, aber eben habe ich bemerkt, dass ich nicht eine einzige Kopeke in meiner Tasche habe.“

Darauf gab der am Straßenrand Sitzende ihm eine erstaunliche Antwort:
„Du hast mir viel mehr als eine Kopeke gegeben.
Du hast mir ein Stück Deines Herzens gegeben.“
Quelle: Anke Stapelfeldt
Ihr Lieben,

die Antwort, die der am Straßenrand Sitzende gibt, hätte ich vor vielen Jahren auch noch ganz erstaunlich gefunden.
Vor vielen Jahren bin ich häufig an den Bettlern, die auf unseren Innenstadtstraßen und auf unserem Bahnhofsvorplatz anzutreffen sind, ebenfalls vorbeigeeilt, und habe ich mich innerlich selbst belogen, indem ich mir vormachte, es sehr eilig zu haben.
Auch gebe ich zu, dass ich immer ein Problem hatte, diese Menschen zu berühren. 
Ich hatte Angst, mich mit einer Krankheit zu infizieren. 

Doch dann habe ich angefangen, mich auf diese Menschen einzulassen. Ich habe denjenigen Bettlern, die ich antraf, regelmäßig ein wenig Geld gegeben und dabei die Gelegenheit genutzt, mich mit ihnen zu unterhalten.

Ich habe in diesen Gesprächen erfahren, dass diese Menschen häufig Schicksale erlitten hatten, die mich vielleicht auch aus der Bahn geworfen hätten. 

Ich entdeckte, dass hinter diesen armen, manchmal behinderten und oft heruntergekommenen Menschen sehr liebenswerte Menschen steckten und mit dem einen oder anderen habe ich mich in der Folge angefreundet.

Quelle: Raymonde Graber
Es braucht nicht immer eine Geldspende, 
um einen Menschen glücklich zu machen,
manchmal reicht etwas Menschlichkeit.

Es braucht nicht immer eine Geldspende, 
um einen Menschen glücklich zu machen,
manchmal reicht es, sich neben ihn zu setzen
und ihm einfach zuzuhören.


Es braucht nicht immer eine Geldspende, 
um einen Menschen glücklich zu machen,
manchmal reicht es, wenn wir einem solchen
Menschen etwas zu essen bringen.


Es braucht nicht immer eine Geldspende, 
um einen Menschen glücklich zu machen,
manchmal reicht es, wenn wir einem solchen
Menschen ein Lächeln schenken.


Es braucht nicht immer eine Geldspende, 
um einen Menschen glücklich zu machen,
manchmal reicht es, wenn wir für einen solchen
Menschen etwas Verständnis aufbringen.


Es braucht nicht immer eine Geldspende, 
um einen Menschen glücklich zu machen,
manchmal reicht es aus, ihn in ein nahegelegenes Restaurant oder an eine Wurstbude zum Essen einzuladen.

Es braucht nicht immer eine Geldspende, 
um einen Menschen glücklich zu machen,
manchmal reicht es, wenn wir darüber nachdenken,
dass derjenige, der am Straßenrand sitzt, unserer eigener Bruder / unsere eigene Schwester
 sein könnte.
Quelle: Werner Forneberg

Ihr Lieben,

sein Herz zu verschenken, ist ganz einfach, das beweist unsere heutige kleine Geschichte aus Russland. 
Ich wünsche Euch recht viel Verständnis für Eure Mitmenschen und ich grüße Euch herzlich aus dem sonnendurchfluteten Bremen

Euer fröhlicher Werner
Quelle: Karin Heringshausen