Es geht in diesen schweren Zeiten darum, Menschen dazu zu ermutigen, anderen Menschen offen und frei ins Gesicht zu blicken und offen und frei die eigene Meinung zu äußern, und es geht darum, Menschen Hoffnung zu vermitteln, damit sie in ihrem Leben glücklich werden.
3344 Geschichten
Auf dem ESELSKIND-Blog stehen inzwischen 3.344 Beiträge und mindestens zwei Mal in der Woche kommen weitere hinzu.
Ich wünsche jeder Leserin und jedem Leser recht viel Freude beim Lesen der Geschichten und ich hoffe, dass Euch die Geschichten ein wenig ermutigen und Euch veranlassen, niemals aufzugeben, denn denkt bitte immer daran: Ihr seid etwas Besonderes, Ihr müsst nur Eurer Licht zum Leuchten bringen
seid dem 21. Oktober werden jetzt nicht nur froh- und mutmachende Geschichten hier auf dem Blog erzählt, sondern auch Geschichten auf YouTube hochgeladen.
Quelle: Karin Heringshausen
Ihr Lieben,
ich danke Euch von ganzen Herzen, dass Ihr so treu meine Geschichten auf dem ESELSKIND-Blog lest. Ihr seid wirklich wundervolle Menschen!
Ich weiß aber, dass viele Menschen auf häufig auf YouTube sind und sich sehr gerne auch Geschichten anhören.
In den ersten 12 Tagen haben bereits über 500 Menschen auf den YouTube-Kanal des ESELSKINDES zugriffen.
Ich erinnere mich noch genau an die Anfänge des ESELSKIND-Blogs. Bei diesem Blog habe ich in den ersten 14 Tagen gar keinen Besucher auf dem Blog begrüßen können und heute liegen wir bei fast 3,7 Millionen Besucherinnen und Besuchern.
Ich habe heute eine große Bitte an Euch:
Im Folgenden füge ich die 7 Videos ein., die ich bisher auf YouTube veröffentlicht habe, damit Ihr diese alle kennenlernen könnt.
Ich würde mich außerordentlich freuen, wenn Ihr Euch die Geschichten anhören würdet und, wenn sie Euch gefallen, ein Like und ein kostenloses Abonnement hinterlasst.
Damit helft Ihr mir sehr beim Aufbau des YouTube-Kanals des ESELSKINDES. Ganz herzlichen Dank im Voraus!!!
Jede Woche werden in Zukunft zwei neue Videos auf YouTube hochgeladen.
Hier nun die bisherigen Videos auf YouTube:
Das Licht der Liebe, es strahlt auch für Dich
Ich möchte ein BRÜCKENBAUER sein!
Wenn alle helfen, ist viel geholfen!
Sorge Dich nicht um den morgigen Tag,
sondern genieße den heutigen!
Halte an Deinem Traum fest!
Sei Mutig, sei stark und gib niemals auf!
Der Baumwollfaden und das Klümpchen Wachs - Was Licht bewirken kann!
Ihr Lieben,
Ich grüße Euch ganz herzlich aus Bremen aus meinem Wohnzimmer und wünsche Euch viel Mut, viel Zuversicht, viel Hoffnung und Gottes reichen Segen.
heute Abend möchte ich Euch eine Geschichte von Willi
Hoffsümmer erzählen:
„Das unzufriedene Fohlen“
Ein erfahrenes Pferd lebte mit seinem lebhaften Fohlen in
einem herrlich-schönen Tal: saftige Wiesen, relativ klare Bäche, der kühle Schatten vieler Bäume.
Aber dem Fohlen ging es wie den Leuten, die alles haben:
Es wurde unzufrieden.
Es tat nur noch das, wozu es Lust hatte.
Es schlief, auch wenn es nicht müde war.
Es wurde bequem und satt und – schließlich verachtete es das Tal:
„Vater, wenn ich hier weiterleben muss, dann werde ich
sicherlich krank.
Das Gras bekommt mir gar nicht mehr, die Luft ist so stickig, der Bach so
schmutzig. Wir müssen fort von hier.“
So zogen beide fort. Es ging das Tal hoch, steinige steile
Pfade hinauf über hohe Bergrücken. Der Wind blies kalt, kaum noch ein Fleckchen mit zähen Kräutern war zu finden.
Der nächste Tag sah sie schon erschöpfter und kraftloser vor Hunger und am
dritten Tag konnte das Fohlen kaum noch ein Bein vor das andere setzen.
„Es ist Zeit, dass wir heimkehren“, dachte der Vater bei
sich und führte seinen Sohn auf einem anderen Weg zurück ins heimatliche Tal.
In der Nacht erst kamen sie an. Kaum fühlte das Fohlen das
frische, weiche Gras unter den Hufen, wieherte es vor Freude: „Vater, hier
bleiben wir. Noch nie habe ich so duftendes süßes Gras gefressen!“
In diesem Augenblick begann der Morgen zu dämmern. Verwirrt
erkannte das Fohlen das alte Tal und wagte nicht, den Vater anzusehen.“
Quelle: Werner Forneberg
Ihr Lieben,
ich bin ganz fest davon überzeugt, dass die Unzufriedenheit
der größte Glückskiller auf dieser Welt ist. Ich habe in meinem Leben schon
sehr viele unzufriedene Menschen kennengelernt und nicht einer unter ihnen war
glücklich. Unzufriedenheit und Glück schließen sich aus.
Ursprünglich, vor langer langer Zeit, hatte die
Unzufriedenheit im Leben der Menschen einen guten Sinn. Als die Menschen noch
in kalten feuchten Erdhöhlen lebten, da war die Unzufriedenheit ein wichtiger
Antriebsmotor, daran zu arbeiten, die Zustände zu ändern.
Auch heute kann die Unzufriedenheit noch ein guter
Antriebsmotor von uns sein, wenn es darum geht, dass wir unsere Lebensumstände
ändern wollen, weil wir vielleicht arbeitslos sind.
Die Unzufriedenheit wird aber dann für uns gefährlich, wenn
es nicht mehr darum geht, unsere Lebensverhältnisse positiv zu gestalten,
sondern wenn es darum geht, mehr und immer mehr haben zu wollen.
Unzufriedenheit zerstört dann unser Lebensglück, wenn wir nur deshalb ein
Smartphone kaufen, weil man es angeblich haben muss, obwohl das bisherige Handy
noch wunderbar seinen Dienst tut. Das gleiche gilt für den Röhrenfernseher, der
nicht ausgetauscht werden muss, weil er kaputt ist, sondern weil „angeblich
alle“ jetzt einen haben.
In der ungesunden Unzufriedenheit steckt die Sucht, immer
mehr haben zu wollen.
Das Teuflische dabei ist, dass kein Zustand erreicht wird, wo wir sagen können:
„Unsere Wünsche sind alle erfüllt, jetzt bin ich zufrieden!“ Nein, jede
Wunscherfüllung gebiert gleich wieder einen neuen Wunsch. Und so hetzen wir
durch unser Leben in der Sehnsucht nach der Wunscherfüllung und verlieren dabei
unsere innere Ruhe, unser Glück.
In dem Wort „Unzufriedenheit“ steckt das Wort „Frieden“.
Das ist kein Zufall. Wer unzufrieden ist, der verliert seinen inneren Frieden.
In unserer Geschichte tut der Vater etwas sehr Kluges. Er
lässt das Fohlen Erfahrungen sammeln und veranlasst es auf diese Weise, mit dem
Tal, in dem sie leben, zufrieden zu sein.
Quelle: Werner Forneberg
Ihr Lieben,
es gibt ein wunderbares Mittel, um Unzufriedenheit in
Zufriedenheit zu verwandeln und den inneren Frieden und das innere Glück
wiederzufinden:
Zieht Euch ein wenig zurück, macht es Euch gemütlich, zündet
eine Kerze an und dann nehmt Euch einen Zettel in DIN-A4-Größe. Diesen Zettel
unterteilt bitte von oben nach unten mit einem Bleistift in zwei Hälften:
In die rechte Hälfte tragt Ihr alles ein, was Euer Leben ausmacht: Euren
Besitz, Eure Freunde, Eure Verwandten, Eure Lieben, Eure Partnerin, Euren
Partner, Eure Kinder und Enkelkinder, Eure schönen Erinnerungen und alles
Andere, was Euch etwas bedeutet und Euch Leben hell und lebenswert macht.
In die linke Hälfte tragt ihr alle die Krankheiten ein, die Euch ereilen
könnten, von denen Ihr aber zum Glück verschont werdet. Dann tragt bitte alle
Unglücksfälle dort ein, die Euch zustoßen könnten, die Euch aber nicht
zugestoßen sind. Und zuletzt denkt einmal an alle die Menschen, die Euch
einfallen, denen es viel schlechter geht als Euch, und tragt auch diese in Eure
Liste ein.
Wer sich einmal die Mühe gemacht hat, eine solche Liste gewissenhaft auszufüllen, der wird merken, wie
gut es ihm geht und die Zufriedenheit wird in sein Herz zurückkehren und die
Unzufriedenheit daraus entweichen.
Wer aber nach dem Ausfüllen einer solchen Liste immer noch
unzufrieden ist, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.
Ich wünsche Euch eine ruhige neue Woche und morgen einen gesegneten Montag
heute Abend möchte ich Euch eine Geschichte von Erich von
den Borne erzählen:
„Das Wunderlicht“
„Sonnenstrahlen erfreuen unser Herz.
Der schönste Sonnenstrahl ist, wenn uns einer liebt oder uns lobt oder uns
verzeiht.
Ein König war blind geworden und durchlebte traurige Tage.
Da träumte er eines Nachts von einem wunderbaren Licht, das unter den Menschen
verborgen sei und ihm alle Blindheit nehmen könne.
Sofort schickte der König seine Kinder aus, um das
Wunderlicht zu suchen.
Der älteste Sohn brachte nach langer Zeit Gold und
Edelsteine mit nach Hause, die in der Sonne gar herrlich glänzten. Der König
freute sich darüber sehr, aber das erhoffte Wunder blieb aus.
Der zweite Sohn schleppte einen mächtigen Spiegel nach
Hause, der die Sonnenstrahlen in den Thronsaal spiegelte und ihn mit dem
schönsten Licht erfüllte.
Der Vater spürte die prächtige Helligkeit, aber das erhoffte Wunder blieb aus.
Schließlich kehrte auch die Prinzessin zurück nach Hause.
Sie trat zögernd und mit leeren Händen vor den König und sprach:
„Lieber Vater! Ich habe das Wunderlicht nicht finden können, aber ich möchte
Dir von der Herrlichkeit erzählen, der ich überall begegnet bin:
Dein Volk liebt Dich von ganzem Herzen und sieht in Dir einen guten Freund, der
sich um alle bemüht. Diese Zuneigung möchte ich Dir weitergeben wie ein Licht,
das Dein Herz erleuchten soll.“
Dann umarmte sie ihn und küsste ihn auf beide Augen.
In dem Augenblick durchströmte den König eine Welle der Freude und des Glücks
und er rief aus:
„Danke, mein Kind, mein Volk hat mir meine Blindheit weggeküsst!“
Quelle: Raymonde Graber
Ihr Lieben,
wenn in dieser Welt Königinnen und Könige so beliebt sind
und deren Hochzeiten Milliarden von Menschen vor dem Fernseher vereinigen, dann
hat das ganz gewiss auch mit den Bildern zu tun, die uns die Märchen von den
Königinnen uns Königen vermitteln.
Meist – nicht immer – handelt es sich in den Märchen um
gütige Menschen, die besorgt sind um das Wohl des Volkes, die edel und
selbstlos handeln und vor allem darauf bedacht sind, dass es ihren Untertanen
gut geht.
Wie wir alle wissen, sieht die Wirklichkeit ganz anders aus,
aber tief in uns schlummert eben die Sehnsucht nach einem solchen Herrscher!
Aber unsere kleine Geschichte möchte uns vor allem auf
Folgendes aufmerksam machen:
Wenn wir glücklich sein wollen, wenn wir zufrieden sein
wollen, wenn wir „sehend“ durch diese Welt gehen wollen, dann brauchen wir vor
allem Liebe, Liebe, Liebe.
Besonders einprägsame Beispiele liefert uns die Showbranche:
Da gibt es Stars, die im Rampenlicht stehen, die viel Geld verdienen, die sehr
viele „Freunde“ haben, die sich nach menschlichem Ermessen alles leisten können
und dennoch sind diese Menschen innerlich so einsam, dass sie zu Drogen oder
Beruhigungsmitteln greifen müssen, um das Leben überhaupt durchstehen zu
können.
Michael Jackson, Amy Winehouse und Withney Houston sind die
krassesten Beispiele aus der Vergangenheit.
Natürlich mag das einem Star schmeicheln, wenn er auf dem
Höhepunkt seiner Karriere auf der Bühne steht und ich von unten aus dem
Zuschauerraum schreie: „WoW, Du bist der Größte!“
Aber ob das in den Nächten der Not, in der Dunkelheit der Angst, in den Stunden
des Leides durchträgt, daran habe ich meine massiven Zweifel.
Natürlich mag das einem Menschen schmeicheln, der
erfolgreich ist, wenn ich ihm zurufe: „Du bist der Beste! Lass mich Dein Freund sein!“ Aber ob das durchträgt, wenn der erfolgreiche Mensch nicht mehr erfolgreich
ist, daran habe ich Zweifel, denn wie sagte mein Großvater so sinnig:
„Echte Freunde hast Du nur wenige, für die anderen Freunde gilt: In der Not
gehen 1000 Freunde auf ein Lot!“
Es gibt nur eines, was in dieser Welt wirklich durchträgt,
das ist die Liebe.
Leider erkennen die Menschen nicht den Wert der Liebe.
So makaber und traurig das ist, aber wenn man die Liebe in
einem Laden kaufen könnte zu einem Preis von, sagen wir einmal, 50 Euro pro
Kilo, dann würde die Liebe wahrscheinlich viel mehr geachtet und wertgeschätzt.
Leider haben viele Menschen die irrige Ansicht: „Was nichts
kostet, das ist auch nichts wert!“
Liebe aber ist nicht umsonst.
Liebe veranlasst uns, uns zu ändern.
Liebe sorgt dafür, dass wir unseren Hass aufgeben und bereit werden zur
Versöhnung.
Liebe lenkt unseren Blick weg von uns hin auf den Mitmenschen, hin auf das DU.
Liebe schenkt unserem Leben Wärme, Freude, Zuwendung, Frieden, Zuversicht,
Hoffnung.
Liebe sagt uns: „Du bist liebenswert!“ „Du bist ein geliebter Mensch!“ „Du
wirst geliebt!“
Immer wieder schreiben mir Menschen:
„Ich möchte so gerne Liebe erfahren, aber mich liebt keiner!“
Ich stelle dann immer die Gegenfrage: „Warum fängst Du nicht
damit an, die Menschen zu lieben?“
Dann höre ich oft den entrüsteten Satz:
„Mich liebt keiner und nun soll ich auf die anderen Menschen zugehen und sie
lieben? Nein, die sollen erst einmal auf mich zukommen und mich lieben!“
Das, Ihr Lieben, ist der Preis der Liebe, denn auch die
Liebe ist nicht umsonst:
Wer geliebt werden möchte, darf nicht darauf warten, von anderen Menschen
geliebt zu werden.
Wer geliebt werden möchte, der muss damit anfangen, die anderen Menschen um ihn
herum und alle Menschen, denen er begegnet, zu lieben.
Wer das tut, kann gar nicht verhindern, auch Liebe zu
empfangen.
Zwar nicht immer von den Menschen, von denen er geliebt werden möchte, dafür
aber umso erstaunlicher oft von Menschen, von denen er das gar nicht erwartet
hat.
„Ich liebe Dich!“- „Ich habe Dich lieb!“ – das sind die
Sätze, welche die Türen zu den Herzen der Menschen öffnen. Wir alle sehnen uns
nach Zuwendung, nach echter Freundschaft, nach Liebe, Zuversicht, Hoffnung und
Freude.
Quelle: Karin Heringshausen
Ihr Lieben,
Ich wünsche Euch allen einen
fröhlichen und liebevollen Tag (einen Tag voll Liebe)
Euer zuversichtlicher und liebevoller Werner, Das ESELSKIND
Und auch heute wieder der Hinweis auf ein neues Video von mir auf Youtube. Über ein Like und ein kostenloses Abo würde ich mich sehr freuen.
ich möchte Euch heute eine
traurige Geschichte erzählen, die ursprünglich von einem unbekannten Autor
stammt und von mir ein wenig überarbeitet wurde:
„Sie nahmen ihm die Luft zum Atmen“
„Das ganze Dorf war unterwegs.
Schwer schwankte der Sarg, der von 6 jungen Männern getragen wurde. Fast alle
Dorfbewohner und auch etliche Bewohner der umliegenden Orte waren zu der
Beerdigung von Holger gekommen, um den Eltern und seinen Geschwistern ihr
Beileid auszusprechen und Holger das letzte Geleit zu gehen.
Der lange Zug der
Beerdigungsgäste, die den Sarg begleiteten, näherte sich langsam dem Friedhof.
Unter den Trauergästen waren viele Menschen zu sehen, die schluchzten und sich
immer wieder mit einem Taschentuch die Tränen aus den Augen wischten.
Was war geschehen? Holger, der
Sohn des angesehenen Bürgermeisters hatte sich vor einen Zug geworfen und damit
seinem Leben auf eine so furchtbare Weise ein Ende gesetzt.
Keiner verstand, warum Holger
diesen Schritt gegangen war, und alle waren der festen Überzeugung, dass er doch
alles im Leben hatte, um glücklich zu leben.
Was war in seiner Kindheit und
Jugend nur geschehen?
„Das darfst du nicht“, sagte der Vater.
Gläubig blicke der kleine Holger zu ihm auf und ließ es sein.
„Dafür bist zu klein“, erklärte
die Mutter. Respektvoll zog Holger sich zurück.
„Auch dies ist nicht gut“ erzog
ihn der Vater.
„Und jenes nicht recht“, erzog
ihn die Mutter.
„Wenn große Leute sprechen,
haben Kinder nichts zu sagen“, ermahnte man ihn. Also schwieg Holger
bescheiden.
„Stell Dich nicht so dumm an!“,
rügte der ihn Lehrer. Und Holger ließ das Fragen.
„Holger ist so linkisch und gar
nicht gesprächig“, langweilten sich die Mädchen. Das munterte Holger gar nicht
auf.
„Sitz nicht im Hause herum!,
rügte der Vater.
„Was suchst Du auf der Straße?“,
rügte die Mutter.
„Holger scheint mir verklemmt zu
sein“, meinte der Arzt.
„Verschlossen!“, sagte sein
Lehrherr.
„Verträumt. Was soll aus ihm
werden?“ „Ich kann Holger nicht brauchen“, urteilte sein Chef.
„Holger vergrämt mir die
Kundschaft. Er spricht kaum. Er hat keinen eigenen Kopf. Er fragt aber auch
nichts. Holger ist ein seltsamer Kauz!“
„Organisch ist Holger gesund!“
urteilte der Arzt.
„Und Holger war so ein hübsches
Kind“, flüsterten die Nachbarn.
„Alle kümmerte sich um ihn: die
Familie, die Schule, nichts fehlte ihm.
Aber er wurde mit seinem Leben nicht fertig. Die Eltern sind zu bedauern!“
Quelle: Werner Forneberg
Ihr Lieben,
Wir können etliche Tage darauf
verzichten, etwas zu essen.
Wir können nur wenige Tage darauf verzichten, etwas zu trinken.
Wir können aber nur wenige Minuten darauf verzichten, zu atmen.
Atmen zu können – das ist für
uns lebenswichtig.
Auch wenn wir die Luft nicht sehen, sondern sie nur im Lufthauch oder im
Sturmbrausen wahrnehmen, so ist sie doch für uns lebensnotwendig.
Wer uns die Luft zum Atmen
nimmt, nimmt uns gleichzeitig das Leben, der tötet uns.
Unsere heutige Geschichte möchte
und auf etwas ganz Wichtiges hinweisen:
Damit unsere Kinder und Enkelkinder zu starken Persönlichkeiten heranwachsen
können, müssen wir ihnen erlauben, eigene Wege zu gehen, einen eigenen Willen
zu entwickeln, eine eigene Meinung zu entfalten.
Wenn wir das nicht tun, wenn wir
mit ihnen umgehen wie die Menschen in unserer heutigen Geschichte, dann
geschieht das Gleiche wie bei der Luft:
Wer nicht duldet, dass die
Kinder und Enkelkinder eigene Wege gehen, einen eigenen Willen entwickeln und
eine eigene Meinung entfalten, nimmt den Kindern und Enkelkindern quasi die
Lebensluft.
Im Deutschen kennen wir den
Ausdruck „Jemanden mundtot machen“.
Jemandem zu verbieten, sich zu entfalten, sich entwickeln zu dürfen, kommt
einem Mord gleich!
Das sollte uns klarmachen, wie wichtig es ist, dass unsere Kinder und Enkelkinder lernen, ihren eigenen Weg zu
gehen, eigene Meinungen zu entwickeln und einen eigenen Willen zu bekunden.
Wenn sie das lernen, werden sie zu selbstständigen starken Persönlichkeiten
heranreifen und damit geschützt sein vor Menschen, die mit ihnen etwas tun
wollen, das sie nicht wollen.
Diese kleine Geschichte ist aber
auch wichtig für uns selbst:
Wenn wir glücklich und zufrieden durch unser Leben gehen wollen, dann müssen auch
wir lernen, uns frei zu machen von
Einflüssen, die nicht gut sind für uns, dann müssen auch wir lernen, unsere
eigene Meinung zu vertreten, auch wenn manche unserer Meinung nicht zustimmen
können, und dann müssen wir lernen, tapfer Schritt für Schritt unseren eigenen
Weg zu gehen, auch wenn das dem einen oder anderen nicht gefällt.
Quelle. Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,
Ich wünsche Euch ein fröhliches mutiges Wochenende und grüße Euch herzlich aus meinem Wohnzimmer in Bremen.
Euer fröhlicher Werner Das ESELSKIND
Es folgt wieder ein neues Video von mir auf YouTube, denn ich erzähle seit Kurzem meine Geschichten auch auf Youtube:
heute möchte ich Euch eine Geschichte von Günter
Haubold erzählen:
„Teufelskreis der schlechten Laune“
„Ilse und Bernhard zanken sich.
Ilse sagt zu Bernhard: „Du bist doof!“
Bernhard sagt: „Und Du bist eine Ziege!“
„Und Du hast einen Vogel mit Brille!“, entgegnet Ilse.
„Du bist ein dummes Kamel“, antwortet Bernhard.
Großmutter Kull sitzt im Garten. Sie hört, wie sich die
beiden zanken.
„Hört auf mit dem Streit“, sagt sie, „sonst geht es Euch so wie dem Milchmann.“
„Was für ein Milchmann?“, fragt Bernhard.
„Kennt Ihr die Geschichte nicht?“, fragt Großmutter Mull.
Ilse und Bernhard sagen nein.
„Dann hört mal zu“, sagt Großmutter Mull.
„Es waren einmal ein Milchmann und eine Milchfrau.
Sie hatten auch einen Sohn, der hieß Emil. Und alle drei vertrugen sich gut.
Eines Nachts hatte die Milchfrau schlecht geträumt.
Als sie aufwachte, hatte sie ganz schlechte Laune.
Sie ging in den Laden. Da sah sie, wie der Milchmann ein wenig Milch
verschüttete.
Sie schrie: „Kannst Du nicht besser aufpassen, Du Tollpatsch! Und Du willst
Milchmann sein?“
Nun hatte der Milchmann auch schlechte Laune.
Da machte die Ladentür „klingelingeling“ und die Lehrersfrau kam in den Laden.
Sie sagte fröhlich: „Guten Morgen!“ „Morgen“, brummte der Milchmann, denn er
hatte ja schlechte Laune, dann bediente er die Lehrersfrau und sagte: „Macht
eine Mark zwanzig.“
Die Lehrersfrau gab dem Milchmann einen Fünfzigmarkschein.
Da brüllte der Milchmann: „Ich bin doch kein Wechselautomat! Lieber trinke ich
meine Milch alleine.“
Oh, wie sich die Lehrersfrau aufregte. Ihr Hals war ganz
rot, als sie den Laden verließ. Jetzt hatte sie auch schlechte Laune.
Zu Hause saß der Lehrer am Frühstückstisch. Er wartete auf die Brötchen. Er war
ein bisschen nervös und trommelte mit den Fingern auf die Tischplatte.
Da zischte seine Frau ihn an:
„Hier ist doch kein Schützenfest, dass Du dauernd trommeln musst. Und Du willst
Lehrer sein?“ Da war der Lehrer wütend, Er sprang auf und rannte in die Schule.
Oh, was hatte er für eine schlechte Laune!
In seiner Klasse saßen dreißig Schulkinder. Eines der Kinder ist Emil, der Sohn
des Milchmanns.
Die Kinder schrieben einen Aufsatz. Emil war fast fertig, da machte er einen
dicken Tintenklecks.
Als der Lehrer das sah, donnerte er los: „Du Schmierfink, Du
Dreckspatz, Du Unglücksrabe!“
Da klingelte es und Emil ging nach Hause. Er war wütend. Emil hatte eine
Stinklaune.
Zuhause begegnete er seiner Mutter, der Milchfrau.
Die hatte inzwischen wieder gute Laune. Sie sagte zu Emil: „Warst Du auch schön
artig? Hast Du den Lehrer auch nicht geärgert?“
Emil sah seine Mutter an. Er schluckte einmal und noch
einmal.
Dann sagte Emil: „Ich…“
Großmutter Mull hörte auf zu erzählen.
„Erzähl weiter, Großmutter Mull“, sagte Bernhard, „wie geht die Geschichte zu
Ende?“ Undsie erzählte weiter: „Emil schluckte
seine schlechte Laune einfach hinunter. Dann lachte er und sagte: „Ich habe
vielleicht einen Hunger!“ Wie klug der Junge war! Wäre er nicht so klug
gewesen, müsste meine Geschichte wieder von vorn beginnen.“
Quelle: Alexander Rykow
Ihr Lieben,
ich gebe zu, es handelt sich bei dieser Geschichte um eine
Geschichte für Kinder. Auch ist diese Geschichte ein wenig alt.
Wer von unseren Kindern oder Enkelkindern weiß heute noch,
was ein Milchmann ist oder ein Milchladen. Ich erinnere mich noch genau daran.
In diesen Läden gab es in den 1950er Jahren eigentlich nur wenig zu kaufen, vor
allem Milch, Quark, Sahne, Butter und in bescheidenem Maße Süßigkeiten, hinter
denen wir Kinder sehr her waren.
Aber wenn wir diese Geschichte aufmerksam lesen, dann
entdecken wir bemerkenswerte Parallelen zu unserem Alltag. Es ist doch
eigentlich erschreckend, welche Folgen es hat, wenn nur ein Mensch schlechte
Laune hat und diese an anderen Menschen auslässt. Das kann sich dann fast
unendlich fortsetzen.
Wenn wir Gutes in dieser Welt bewirken wollen, wenn wir
etwas in dieser Welt verändern wollen, dann müssen wir aus diesem Teufelskreis
des Reagierens ausbrechen.
Natürlich gibt es Zeiten, in denen wir traurig sind oder
sogar schlechte Laune haben. Dann sollten wir uns auch nicht zu einer künstlichen Fröhlichkeit zwingen.
Aber es darf nicht geschehen, dass Menschen, die uns gar
nichts getan haben, unter unserer schlechten Laune leiden müssen.
Wir wollten uns das immer wieder bewusst machen und dann wie
der Junge in unserer Geschichte zwei Mal schlucken und dann dem anderen
Menschen, der nichts für unsere schlechte Laune kann, mit Freundlichkeit und
Liebe begegnen. Anschließend können wir unsere schlechte Laube ja weiter
pflegen. Aber in den meisten Fällen wird das gar nicht nötig sein, denn mit
anderen Menschen fröhlich umzugehen, macht selber fröhlich.
Quelle: Karin Heringshausen
Ihr Lieben,
Ich wünsche Euch ein wundervolles Wochenende und richtig gute Laune mit ganz viel Freude in Eurem Herzen und grüße Euch herzlich mit einem meiner neuen Videos auf YouTube.
heute Abend möchte ich Euch eine Geschichte von Heinrich
Hannover erzählen:
„Herr Böse und Herr Streit“
Es war einmal ein großer Apfelbaum. Der stand genau an der
Grenze zwischen zwei Gärten. Und der eine Garten gehörte Herrn Böse, und der andere
gehörte Herrn Streit.
Als im Oktober die Äpfel reif wurden, holte Herr Böse mitten
in der Nacht seine Leiter aus dem Keller und stieg heimlich und leise auf den
Baum und pflückte alle Äpfel ab.
Als Herr Streit am nächsten Tag ernten wollte, war kein
einziger Apfel mehr auf dem Baum. "Warte!" sagte Herr Streit, "Dir
werde ich es heimzahlen." Und im nächsten Jahr pflückte Herr Streit die
Äpfel schon im September ab, obwohl sie noch gar nicht reif waren.
"Warte!" sagte Herr Böse, "Dir werde ich es
heimzahlen." Und im nächsten Jahr pflückte Herr Böse die Äpfel schon im
August, obwohl sie noch ganz grün und hart waren.
"Warte!" sagte Herr Streit, "Dir werde ich's
heimzahlen." Und im nächsten Jahr pflückte Herr Streit die Äpfel schon im
Juli, obwohl sie noch ganz grün und hart und sooo klein waren.
"Warte!" sagte Herr Böse, "Dir werde ich es
heimzahlen." Und im nächsten Jahr pflückte Herr Böse die Äpfel schon im
Juni, obwohl sie noch klein wie Rosinen waren.
"Warte!" sagte Herr Streit, "Dir werde ich es
heimzahlen." Und im nächsten Jahr schlug Herr Streit alle Blüten ab, sodass
der Baum überhaupt keine Früchte mehr trug.
"Warte!" sagte Herr Böse, „Dir werde ich es
heimzahlen." Und im nächsten Jahr im April schlug Herr Böse den Baum mit
der Axt um. "So", sagte Herr Böse, "jetzt hat Herr Streit seine
Strafe."
Von da ab trafen sie sich häufiger im Laden beim
Äpfelkaufen.“
Quelle: Wikipedia.org
Ihr Lieben,
wenn wir diese Geschichte aufmerksam lesen, so bemerken wir,
dass ein Satz immer wieder auftaucht: „Dir werde ich es heimzahlen.“
Der Wunsch des Menschen, jemandem etwas heimzuzahlen, taucht
immer dann auf, wenn ein Mensch Böses erfahren hat, wenn ihm böse mitgespielt
wurde, wenn er das Opfer böser Täter oder böser Machenschaften wurde. Dieser
Wunsch, etwas heimzuzahlen, ist sehr stark und ähnelt seiner Schwester, der
Rache.
Warum aber führt das Heimzahlen, wie unsere Geschichte
zeigt, niemals zu einem guten Ende?
Das Heimzahlen führt deshalb niemals zu einem guten Ende,
weil es Böse mit Bösem vergilt, weil es eine böse Tat mit einer bösen Tat
rächen möchte.
Aber das Heimzahlen bringt eine böse Tat niemals zu einem
guten Ende.
Es führt eher zu einer Eskalation der Gewalt. Es führt in einen Teufelskreis.
Vor allem aber heilt es niemals die inneren Wunden des Opfers und macht eine
Versöhnung zwischen Täter und Opfer unmöglich.
Es gibt nur einen Weg, um einen böse Tat zu einem guten Ende
zu bringen:
Eine böse Tat kann man nur mit einer guten Tat zu einem guten Ende bringen.
Vergebung ist besser als Vergeltung Quelle: Alexander Rykow
Nur wenn wir aus dem Teufelskreis ausbrechen, nur wenn wir bereit sind, uns mit
dem Täter zu versöhnen oder, wenn das unmöglich ist, ihm zu verzeihen, dann
kommen wir innerlich zur Ruhe, nur dann erwächst aus der bösen Tat die gute
Pflanze der inneren Ruhe, die alle alten Wunden heilt.
Ich wünsche Euch einen ruhigen gelassenen Abend und grüße
Euch herzlich aus meinem Wohnzimmer in Bremen
heute möchte ich Euch eine Geschichte von Hellmut Walters
erzählen:
„Unbezwingbar“
„Meine Schläge, gab das Schicksal in einem Interview zu,
sind oft sehr hart und meine Rechte ist ebenso gefürchtet wie die vom Muhammed
Ali. Treue, Glaube, Liebe – kurz, auch die schwersten Brocken habe ich auf die
Bretter geschickt und sie wurden sämtlich ausgezählt wie ein am Boden liegender Boxer.“
„Nur mit einem Gegner habe ich bisher nicht fertig werden
können:
Sooft ich ihn auch k.o. schlage und davon überzeugt bin, dass er nun endgültig
ausgezählt auf dem Boden liegen bleibt – spätestens bis „neun“ ist er wieder
auf den Beinen.“
„Und wer“, fragte der Interviewer, „ist dieser unbezwingbare
Gegner?“
„Die Hoffnung“, antwortete das Schicksal.
Nichts ist stärker als die Hoffnung! Quelle: Alexander Rykow
Ihr Lieben,
Die Hoffnung ist unsere stärkste Kraft.
Es mag sein, dass wir Zeiten der Not, der Ängste, der Krankheit, der
Schwierigkeiten erleben und es kann dann auch sein, dass wir wie ein Boxer am
Boden liegen, aber wir dürfen niemals aufgeben, niemals liegen bleiben.
Wer hinfällt und liegenbleibt und sagt: „Ich mag nicht mehr,
ich bin müde!“, der gibt sich auf, der gibt auch die Hoffnung auf.
Wir dürfen niemals aufgeben so wie der Löwenzahn, der trotz schwerster
Widerstände immer wieder aufs Neue aufblüht und für mich die Blume der Hoffnung
ist.
Wir müssen uns klarmachen, dass es jedem Leben schwere
Zeiten gibt, aber uns sollte immer die Hoffnung auf bessere Tage begleiten, wir
sollten niemals die Hoffnung aufgeben, dass in unsere Dunkelheit ein Licht
hineinscheint.
Ohne Hoffnung wäre ich nach meiner Zeit als ESELSKIND in
meiner Kindheit und Jugend vielleicht gar nicht mehr am Leben. Die Hoffnung auf bessere
Tage, auf ein bisschen Freude und Liebe in meinem Leben hielt mich am Leben.
Quelle: Karin Heringshausen
Ihr Lieben,
Ich wünsche Euch einen hoffnungsvollen Abend und eine
erholsame Nacht und grüße Euch herzlich aus meinem Wohnzimmer in Bremen