3129 Geschichten


Auf dem ESELSKIND-Blog stehen inzwischen 3.179 Beiträge und mindestens zwei Mal in der Woche kommen weitere hinzu.

Ich wünsche jeder Leserin und jedem Leser recht viel Freude beim Lesen der Geschichten und ich hoffe, dass Euch die Geschichten ein wenig ermutigen und Euch veranlassen, niemals aufzugeben, denn denkt bitte immer daran:
Ihr seid etwas Besonderes, Ihr müsst nur Eurer Licht zum Leuchten bringen


Euer fröhlicher Werner aus Bremen

Samstag, 14. März 2026

Die Geschichte vom rosa Tütchen

 

Hast Du auch ein rosa Tütchen?



Quelle: Helmut Mühlbacher

"Entzünde ein Licht und dann vergiss niemals die tiefe Wahrheit:
Die gesamte Finsternis dieser Welt und des gesamten Weltalls kann Dein kleines Licht nicht auslöschen.
Wenn Du diese tiefe Wahrheit begreifst, wird Dir das die unerschöpfliche Kraft verleihen, NIEMALS AUFZUGEBEN
".

Hans-Christoph Kalberlah

Quelle: Alexander Rykow

Ihr Lieben,

auf vielfachen Wunsch möchte ich Euch heute noch einmal eine Geschichte von Peter Graf v. Eysselsberg erzählen:

"Die Geschichte vom rosa Tütchen"

"Als ich eines Tages wie immer traurig durch den Park schlenderte und mich auf einer Parkbank niederließ, um über alles nachzudenken, was in meinem Leben schiefläuft, setzte sich ein junges fröhliches Mädchen zu mir.
Quelle: Helmut Mühlbacher

Sie spürte meine deprimierte Stimmung und fragte voller Mitempfinden: "Warum bist Du so traurig?"

"Ach" sagte ich, "ich habe keine Freunde am Leben.
Alle sind gegen mich. Alles läuft schief.
Ich habe kein Glück und ich weiß nicht, wie es weitergehen soll."

"Hmm," meinte das Mädchen, "wo hast Du denn Dein rosa Tütchen?  Zeig es mir mal. Ich möchte da einmal hineinschaun."
Quelle: Astrid Müller

"Was für ein rosa Tütchen?" fragte ich sie verwundert.
"Ich habe nur ein schwarzes Tütchen".

Wortlos reichte ich es ihr. Vorsichtig öffnete sie mit ihren zarten kleinen Fingern den Verschluss und sah in mein schwarzes Tütchen hinein.

Ich bemerkte, wie sie erschrak: "Es ist ja voller Albträume, voller Unglück und schlimmer Erlebnisse!"

"Was soll ich machen?" Es ist eben so.
Daran kann ich doch nichts ändern."

"Hier nimm," meinte das Mädchen und reichte mir ein rosa Tütchen. 

Quelle: Astrid Müller
"Sieh hinein!"

Mit etwas zitternden Händen öffnete ich das rosa Tütchen und konnte sehen, dass es voll war mit Erinnerungen an schöne Momente des Lebens. Und das, obwohl das Mädchen noch jung an Menschenjahren war.

"Wo ist Dein schwarzes Tütchen?" fragte ich neugierig.

"Das werfe ich jede Woche in den Müll und kümmere mich nicht weiter drum," sagte sie.

"Für mich besteht der Sinn des Lebens darin, mein rosa Tütchen im Laufe des Lebens voll zu bekommen. Da stopfe ich soviel wie möglich hinein. Und immer wenn ich Lust dazu habe oder ich beginne, traurig zu werden, dann öffne ich mein rosa Tütchen und schaue hinein.
Dann geht es mir sofort wieder besser.

Wenn ich einmal alt bin und mein Ende droht, dann habe ich immer noch mein rosa Tütchen. Es wird voll sein bis oben hin und ich kann sagen: 
Ja, ich hatte etwas vom Leben.
Mein Leben hatte einen Sinn!"
www.wikipedia.org
Noch während ich verwundert über ihre Worte nachdachte, gab sie mir einen Kuss auf die Wange und war verschwunden.

Neben mir auf der Bank lag ein rosa Tütchen.

Ich öffnete es zaghaft und warf einen Blick hinein. Es war fast leer, bis auf den zärtlichen Kuss, den ich von dem Mädchen auf der Parkbank erhalten hatte. Bei dem Gedanken daran musste ich schmunzeln und mir wurde warm ums Herz.

Glücklich machte ich mich auf den Heimweg, nicht vergessend, am nächsten Papierkorb mich meines schwarzen Tütchens zu entledigen."
www.hamburg.de


 Ihr Lieben,

wenn es in meiner Macht stünde und ich es könnte, würde ich jedem Einzelnen von Euch ein solches rosa Tütchen schenken.

Ich wünsche mir so sehr, dass Ihr Eure schwarzen Tütchen wegwerft und nur noch rosa Tütchen verwendet.

Natürlich erleben wir Menschen in unserem Leben oft Schreckliches, aber ich habe immer wieder ein großes Geheimnis entdeckt:

Wenn wir auf all zurückblicken, das uns Menschen angetan haben, dann sind wir anschließend traurig und wie gelähmt. Die Erinnerung an das Böse raubt uns die Kraft zum Leben und die Freude.
Quelle: Astrid Müller
 
Wenn wird aber an die Augenblicke unseres Lebens denken, in denen wir Gutes und Schönes erlebt habe, wenn wird an all die feinen Menschen denke, die uns in unserem Leben  geholfen haben, dann wird unser Herz fröhlich und wir spüren, wie uns neue Kraft zuwächst und wie wird die Kraft gewinne, auch andere Menschen fröhlich zu machen.

Ihr Lieben, 

ich wünsche Euch allen nun ein fröhliches, unbeschwertes, zuversichtliches, hoffnungsvolles und mit Glückmomenten gespicktes Wochenende und ich grüße Euch alle vom Weserstrand mit einem fröhlichen Moin Moin, 

Euer Werner mit dem rosa Tütchen

Quelle: Karin Heringshausen

Freitag, 13. März 2026

Geschichte: Jemand, der auf mich Acht gibt

 

Gib Acht auf Dich und Deinen Nächsten!


Quelle: Helmut Mühlbacher

Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch eine Geschichte von Sharon Wajda erzählen:

„Jemand, der auf mich Acht gibt“

„Die Fahrgäste im Bus schauten sehr freundlich, als die attraktive junge Frau mit dem Blindenstock vorsichtig einstieg. Sie löste beim Fahrer eine Fahrkarte, tastete sich im Gang mit den Händen an den Sitzen entlang und fand den Platz, den der Busfahrer ihr genannt hatte. Dann setzte sie sich, nahm ihre Aktentasche auf den Schoß und lehnte den Stock an ihr Bein.
Quelle: Werner Forneberg

Seit einem Jahr war Susan, vierunddreißig, blind. Sie erblindete infolge einer ärztlichen Fehldiagnose und fand sich plötzlich in einer dunklen Welt aus Ärger, Frustration und Selbstmitleid wieder.

Susan, einst eine starke und unabhängige Frau +, fühlte sich nun durch diesen schrecklichen Schicksalsschlag dazu verurteilt, als schwache, hilflose Person zu einer Last für jeden Menschen um die herum zu werden.

„Wie konnte mir das nur passieren?“, fragte sie sich mit vor Ärger verschlossenem Herzen. Doch so viel sie auch jammerte, schimpfte und betete, sie kannte die schmerzende Wahrheit: Sie würde nie wieder sehen können.

Eine tiefe Depression umhüllte Susans einst so optimistischen Geist. Jeder einzelne Tag wurde zu einer neuen frustrierenden und ermüdenden Aufgabe. Das Einzige, woran sie sich festhalten konnte, war ihr Mann Mark.
Quelle: Astrid Müller
 Mark war Luftwaffenoffizier und liebte Susan von ganzem Herzen. Als sie gerade ihr Augenlicht verloren hatte, sah er, wie sie in einen Abgrund der Verzweiflung stürzte, und es war seine Aufgabe, seiner Frau dabei zu helfen, die erforderliche Kraft und das nötige Vertrauen zu erlangen, um wieder unabhängig zu werden.  Durch seinen militärischen Hintergrund war Mark gut auf den Umgang mit heiklen Situationen vorbereitet, und doch wusste er, dass dies die schwierigste Schlacht war, die er jemals zu schlagen hatte.

Schließlich war Susan so weit, dass sie wieder arbeiten gehen konnte, doch die Frage war, wie sie dorthin kommen sollte. Normalerweise nahm sie den Bus, aber nun war sie zu ängstlich, um allein durch die Stadt zu fahren.

Mark bot ihr an, sie jeden Tag zur Arbeit zu bringen, obwohl beide an verschiedenen Enden der Stadt arbeiteten. Das tröstete Susan eine Weile und befriedigte Marks Bedürfnis, seine blinde Frau zu beschützen, die auch bei der Bewältigung der kleinsten Aufgaben sehr unsicher war. 

Mark erkannte jedoch bald, dass diese Regelung nicht funktionierte – sie war zu zeitraubend und zu kostspielig. Susan musste langsam wieder anfangen, mit dem Bus zu fahren, gestand er sich selbst ein. Doch allein der Gedanke, es ihr gegenüber anzudeuten, ließ ihn zusammenzucken. Sie war noch so zerbrechlich, so ärgerlich. Wie würde sie reagieren?

Susan war – wie Mark es vorausgesehen hatte – von der Idee, wieder mit dem Bus zu fahren, geschockt. „Ich bin blind!“, rief sie erbittert. „Wie kann ich wissen, wo ich hinfahre? Ich fühle mich, als würdest Du mich verlassen.“

Diese Worte brachen Mark fast das Herz, aber er wusste, was zu tun war. Er versprach Susan, dass er jeden Morgen und jeden Abend zusammen mit ihr im Bus fahren würde, so lange, bis sie es gelernt hätte.
Quelle: Werner Forneberg

Und genau das geschah. Mark begleitete Susan zwei Wochen lang jeden Tag zur Arbeit und wieder zurück. Er zeigte ihr, wie sie sich auf ihre restlichen Sinne, besonders ihr Gehör, verlassen konnte, wie sie feststellen konnte, wo sie war, und wie sie sich an ihre neue Umgebung anpassen konnte. Er half ihr, sich mit den Busfahrern anzufreunden, damit siese auf sie achteten und ihr einen Platz zuwiesen.

Er brachte sie selbst an jenen nicht so erfreulichen Tagen zum Lachen, an denen sie aufgeregt gegen den Bus lief oder ihre Aktentasche voller Papiere mitten im Gang fallen ließ. So fuhren sie jeden Morgen zusammen mit dem Bus und Mark nahm dann ein Taxi zurück zum Büro.

Obwohl diese tägliche Fahrt noch teurer und ermüdender war als die vorherige Lösung, wusste Mark, dass es nur eine Frage der Zeit sein war, bis Susan allein mit dem Bus fahren könnte. Er glaubte an Susan, die er kannte, bevor sie das Augenlicht verloren hatte, die sich vor keiner Herausforderung fürchtete und niemals aufgab.
Quelle: Werner Forneberg

Schließlich entschied Susan, dass sie es wagen könne, allein zu fahren. Als es so weit war, am Montagmorgen, schlang sie vor dem Verlassen des Hauses die Arme um Mark, ihren treuen Busgefährten, ihren Ehemann und besten Freund. Tränen der Dankbarkeit für seine Unterstützung, seine Geduld und Liebe traten in ihre Augen. Sie verabschiedete sich und sie gingen zum ersten Mal jeder seinen Weg.

Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag… An jedem Tag, an dem sie allein unterwegs war, klappte alles perfekt und Susan lebte sichtlich auf. Sie schaffte es! Sie fuhr ganz allein zur Arbeit!

Am Freitagmorgen fuhr Susan wie gewöhnlich mit dem Bus zur Arbeit. Als sie aussteigen wollte, sagte der Busfahrer zu ihr: „Sie sind wirklich zu beneiden!“
Susan war sich nicht sicher, ob der Busfahrer das Wort an sie gerichtet hatte. Denn wer in aller Welt würde eine blinde Frau beneiden, die sich gerade einmal mutig dazu durchgerungen hatte, das letzte Jahr zu überstehen. Neugierig fragte sie den Fahrer: „Warum meinen Sie, dass ich zu beneiden bin?“
Quelle: Werner Forneberg

Der Fahrer antwortete: „Es muss wirklich ein schönes Gefühl sein, so umsorgt und beschützt zu werden wie Sie.“ Susan wusste nicht, wovon er sprach, und fragte ihn deshalb erneut: „Was meinen Sie damit?“

Der Fahrer erwiderte: „Während der letzten Woche stand jeden Morgen ein gut aussehender Mann in Militäruniform an der gegenüberliegenden Straßenecke und beobachtete Sie, während Sie aus dem Bis stiegen. Er überzeugte sich, dass Sie sie Straße sicher überquerten und schaute so lange hinter Ihnen her, bis Sie das Bürogebäude betraten. Dann warf er Ihnen einen Handkuss zu, grüßte und ging davon. Sie sind wirklich eine glückliche Frau.“

Tränen der Freude liefen über Susans Wangen. Obwohl sie ihn physisch nicht sehen konnte, hatte sie Marks Anwesenheit die ganze Zeit über gespürt. Sie war froh, so froh, weil er ihr ein Geschenk gemacht hatte, das kraftvoller war als ihr Augenlicht, ein Geschenk, das sie nicht zu sehen brauchte, um daran zu glauben: Das Geschenk der Liebe, das dorthin Licht bringt, wo vorher Dunkelheit war.“
Quelle: Karin Heringshausen

 Ihr Lieben,

diese Geschichte hat mich sehr berührt. Nicht nur wegen der Liebe dieser beiden jungen Menschen, sondern vor allem, weil wir viel aus dieser Geschichte lernen können.

Jeder von uns kann von einem Schicksalsschlag getroffen werden, jeder kann in Not geraten oder schwer erkranken. Dann geht es uns wie der jungen Frau: Wir sind ärgerlich, wir hadern mit dem Schicksal oder Gott und fragen: „Warum trifft es gerade uns?“ „Wie kann Gott so etwas zulassen?“

Ich kann Euch auf diese Fragen auch keine befriedigende Antwort geben, aber ich bin davon überzeugt, aber gleichzeitig bin ich davon überzeugt, dass wir geborgen sind, dass jemand da ist, der auf uns Acht gibt, dem wir nicht egal sind, der an unserem Leben und unserem Ergehen Anteil nimmt. Ohne diese Gewissheit, ohne diese Geborgenheit könnte ich nicht so ruhig und gelassen leben.
Quelle: Werner Forneberg

Ein Zweites ist aber ebenso wichtig: Wenn wir in Not geraten, wenn wir von einem Schicksalsschlag getroffen werden wie die junge Frau, wenn wir schwer erkranken, dann ist das Beste, das wir tun können – so unglaublich das klingt – uns mit der Not, dem Schicksalsschlag, der Krankheit anzufreunden.

Wenn wir gegen den Schicksalsschlag, die Not, die Krankheit kämpfen, dann schaden wir nur uns selbst. Der Ärger, das Hadern, der Frust vergiften unser Herz und unsere Seele und hindern, dass wir an Leib und Seele gesunden können.

Sich mit der Not, dem Schicksalsschlag, der Krankheit anzufreunden, bedeutet nicht, sich damit für alle Zeiten abzufinden, das wäre ein Missverständnis. Es bedeutet, zur Ruhe zu kommen, sich zu erholen, neue Kräfte zu sammeln, die Ist-Situation anzunehmen, im wahrsten Worte das Beste daraus zu machen und dann daran zu arbeiten, dass die Not gelindert, der Schicksalsschlag überwunden, die Krankheit besiegt wird. Sicher wird das nicht in allen Fällen gelingen, aber es erleichtert unser Herz, lindert die Schmerzen unserer Seele und lässt und hoffen und zuversichtlich sein.
Quelle: Werner Forneberg

Wenn wir anderen Menschen in einer Not, bei einem Schicksalsschlag, bei einer Krankheit helfen wollen, dann sollten wir so handeln wie der junge Mann in unserer Geschichte.

Wir sollten dem, der unsere Hilfe braucht, unsere Hilfe zukommen lassen.
Entscheidend ist, dass wir ihn aber nicht von unserer Hilfe abhängig machen, sondern dafür sorgen, dass er lernt, sich selbst helfen zu können, sich selbst zu vertrauen.

Derjenige hilft anderen Menschen am besten, der Hilfe zur Selbsthilfe leistet und sich dabei voll Liebe im Hintergrund hält, um, falls es nötig werden sollte, jederzeit eingreifen zu können.

Bei der Überwindung einer Not, eines Schicksalsschlages, einer Krankheit ist die Liebe ohnehin eine der wichtigsten Hilfen, die wir einem anderen Menschen angedeihen lassen können.
Quelle: Werner Forneberg

Liebe hilft dem anderen Menschen und respektiert ihn.
Liebe hilft dem anderen Menschen und entmündigt ihn nicht.
Liebe möchte den anderen Menschen ermutigen und in ihm Hoffnung und Zuversicht wecken.
Liebe hat Acht auf den anderen Menschen, damit es ihm gut geht.

Ich wünsche Euch eine Woche der Freude, der Zuversicht und Hoffnung, eine Woche der Hilfsbereitschaft und Freundschaft, eine Woche der Geduld und der Beharrlichkeit und ich grüße Euch herzlich aus Bremen

Euer fröhlicher Werner
Quelle: Karin Heringshausen

Donnerstag, 12. März 2026

Geschichte: Hören können, was der Andere im Herzen denkt

 

Lerne, auf die Stimme des Herzens zu hören!





Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch eine Geschichte von den vier Autoren Behnke, Bruns, Lorentz und Ludwig erzählen:

„Hören können, 
was der Andere im Herzen denkt“

„Es war einmal ein Vater, der hatte zwei Söhne.
Der ältere Sohn war stolz und eingebildet. Er hielt sich selbst für schön und klug und schaute auf seinen Bruder nur voller Verachtung herunter. Dieser aber war freundlich und wurde von jedermann gerne gesehen.

Nun hatte der Vater aber ein hübsches Kästchen, mit dem es eine besondere Bewandtnis hatte. Es besaß wohl einen Deckel und ein Schlüsselloch, ließ sich aber weder mit einem Schlüssel noch sonst irgendwie öffnen.
www.kingdomimpact.de

Der jüngere Sohn nahm es oft in die Hand, denn es gefiel ihm über die Maßen – aber traurig stellte er es stets wieder an seinen Platz, denn auch er kannte das Geheimnis des Kästchens nicht.

Eines Tages geschah es, dass der Vater ganz plötzlich starb. Da sprach der ältere Sohn zu seinem Bruder: „Haus und Geld gehören natürlich mir, denn ich bin der Erbe – Du kannst ja das Kästchen nehmen. Damit bist Du gut bedient, mehr steht Dir nicht zu.“

Der jüngere Bruder nahm das Kästchen, packte sein Bündel und verließ das Vaterhaus. Er war schon ein gut Stück Wegs gegangen, da wurde er müde. Er streckte sich im Schatten eines Baumes aus, legte sein Kästchen unter den Kopf und war bald eingeschlafen. Da hatte er einen sonderbaren Traum. Es träumte ihm, sein Vater stünde neben ihm und zeigte auf das Kästchen. Dabei sprach er langsam das Wort „Herzmelodie“. Dann war er verschwunden und der Sohn erwachte. „Ei“, dachte er, „das war aber ein seltsamer Traum.“
Quelle: Werner Forneberg

 
Er nahm das Kästchen in die Hand und schaute es lange nachdenklich an. Dabei murmelte er das seltsame Wort, das der Vater gesagt hatte, vor sich hin: „Herzmelodie“. Und siehe da, der Deckel hob sich wie von Zauberhand und das Kästchen sprang auf. Darin aber lag eine kleine Flöte. Der Junge schaute ein wenig ratlos auf das winzige Instrument. Gleichzeitig vernahm er eine leise Stimme: „Ach, wäre ich doch nicht gar so hinfällig. Wie soll ich mir mein Brot verdienen ? Ich kann doch kaum noch auf den Füßen stehen. Die Arbeit wird mir zu schwer. Ach, ich armer Mann, was soll aus mir noch werden?“

Der Junge schaute sich um. Wer hatte da gesprochen? Er bemerkte einen alten Mann, der mit einer schweren Last auf dem Rücken traurig und gebückt des Weges kam. Aber sonderbar – der Mann sprach gar nicht. Sein Mund war fest verschlossen und es auch auch niemand da, mit dem er hätte sprechen können.

Dem Jungen tat der Alte leid. Er nahm ohne viel Nachdenken die Flöte aus dem Kästchen, setzte sie an den Mund und sogleich konnte er darauf blasen. Die Töne formten sich zu einer Melodie. Die klag gar wundersam und tröstlich, sodass der alte Mann näher kam, stehen blieb und plötzlich lächelte.

Und zu seinem, Erstaunen hörte der Junge wieder die Stimme von vorhin: „Wie schön heute die Sonne scheint und wie sie mir so gut den Rücken wärmt. Ach, mir wirdx so leicht und froh ums Herz. Und zu Hause wartet schon meine liebe Frau auf mich. Wie gut meint es der liebe Gott doch mit mir, dass ich in meinem Alter noch auf meinen beiden Füßen stehen und herumlaufen kann.

Und wieder bewegte der Mann nicht die Lippen. Da merkte der Junge, dass er hören konnte, was der Alte in seinem Herzen dachte.

Und so geschah es ihm überall auf seinem Weg durch die Welt. Wenn er das Zauberwort sprach, öffnete sich das Kästchen und er konnte die Sprache der Menschenherzen verstehen. Und mit seiner Flöte konnte er Böses in Gutes verwandeln und Traurigkeit und Kummer vertreiben. Da wurde er selbst ganz fröhlich. Die Menschen wurden seine Freunde und sein Leben wurde reich und glücklich.“
www.walloo.de

 Ihr Lieben,

ich glaube, viele von Euch, wenn sie diese Geschichte gelesen haben, wünschen sich ebenso wie ich ein solches Kästchen mit einer solchen Flöte, um die Sprache der Menschenherzen verstehen zu können.

Vor vielen Jahren, es war noch in meiner Jugend, bekam ich auch solch ein Kästchen und solche eine Flöte geschenkt und die wunderbare Nachricht ist: Jeder von Euch, wirklich jeder, hat auch ein solches Kästchen und eine solche Flöte in seinem Besitz. 
Quelle: Werner Forneberg

Die allermeisten Menschen wissen nur nicht,
welche wunderbaren Schätze in ihnen verborgen sind.

Wenn wir das Kästchen und die Flöte in uns entdecken wollen, um die Sprache der Menschenherzen verstehen, und wenn wir Böses in Gutes verwandeln wollen, dann brauchen wir drei Dinge:

Wir müssen zur Ruhe kommen. 
Die meisten Menschen erfahren von anderen Menschen nichts, weil sie sich selbst gerne reden hören. Wer aber selbst redet, kann nicht dem Anderen zuhören. Zuhören bedeutet, stille werden, das eigene Herz für den anderen Menschen öffnen und versuchen, ihn zu verstehen. 

Wenn wir im Deutschen sagen ich möchte Dich gerne verstehen!“, dann ist das ein wichtiger Hinweis darauf, dass wir still werden müssen, wenn wir den anderen Menschen verstehen wollen, denn die Stimme des Herzens ist leise. Deshalb hören so wenige Menschen die Stimme des Herzens, weil sie diese mit ihrer eigenen Stimme übertönen.

Wir müssen bereit sein, in dem anderen Menschen ein Wesen zu sehen, das genauso liebenswert ist wie wir selbst. Solange wir meinen, andere Menschen kritisieren zu müssen, werden wir niemals den Schlüssel zu ihrem Herzen finden.

Wir müssen bereit sein zur Versöhnung und Liebe.
Quelle: Wikipedia.org.
 
Nicht Kritik verändert die Herzen, 
sondern Liebe verwandelt die Herzen.

Wenn wir das erkennen und danach handeln, dann haben wir das kostbare Kästchen und die wunderbare Flöte in uns entdeckt und dann können wir die Menschen verstehen, weil wir ihre Herzenssprache verstehen. 
Quelle: Werner Forneberg

Dann können wir Traurigkeit und Kummer vertreiben und Freude bringen und Zuversicht und Hoffnung wecken. Dann können wir durch unsere Liebe die Herzen verwandeln und Böses in Gutes verwandeln.

Und dann wird unser eigens Leben glücklich und reich.
 
Ich wünsche Euch nun eine gute zweite Wochenhälfte mit ganz viel Zuversicht, Hoffnung und Mut und grüße Euch herzlich vom Weserstrand

Euer fröhlicher Werner

Quelle: Karin Heringshausen

Mittwoch, 11. März 2026

Zum Nachdenken: Wie wir mit Problemen und Schwierigkeiten umgehen sollten!

 

Ich habe mich nicht in der Jahreszeit geirrt,
ich freue mich nur schon wieder auf den Frühling

Ich habe mich nicht in der Jahreszeit geirrt,
 ich freue mich nur schon wieder auf den Frühling
Quelle: Helmut Mühlbacher

Inmitten der Schwierigkeiten
liegt die Möglichkeit.
Albert Einstein


Ihr Lieben,
heute möchte ich Euch den Text eines unbekannten Autors zu lesen geben:

"Schwierigkeiten sind dazu da, 
dass wir an ihnen wachsen"

Quelle: Astrid Müller
"Die schwierigen Herausforderungen kommen zumeist dann in Dein Leben,
wenn Du sie am wenigsten erwartest oder am wenigsten gebrauchen kannst.


Aber da sind sie nun einmal und bahnen sich ihren Weg kraftvoll in Dein Leben.

Wenn Du versuchst, sie zu ignorieren oder zu verleugnen, werden sie nur noch größer und schwieriger.
Je mehr Du zuläßt, dass sie Dir Sorgen bereiten, umso hilfloser machen sie Dich.

Ein Leben voll mit Herausforderungen ist oft stressig und unbequem, aber es ist immer noch viel besser als die Alternative, nämlich ein Leben voll mit Nichts.

Deine, sich vor Dir aufbauenden Probleme mögen absolut unfair erscheinen und sie sind es wahrscheinlich auch.
Aber das macht sie nicht weniger real, oder entbindet Dich nicht von der Pflicht,
sich ihnen zu stellen und sich mit ihnen auseinanderzusetzen. 

Quelle: Alexander Rykow
 
Akzeptiere die Herausforderungen, wenn sie auftreten
und Du bist auf dem besten Weg, sie zu überwinden.

Auch wenn sie störend sind und Schmerzen verursachen,
sie bringen auch Wachstum und Stärke.


Manchmal ist das, was für uns das Beste ist, nicht das, was wir ausgesucht hätten.
Das Leben ist schwer und in ihm finden wir zur gleichen Zeit unvorstellbare Freude.

Akzeptiere beides und lebe Dein Leben voll." 

Quelle: Werner Forneberg
 
Ihr Lieben,

Schwierigkeiten können unser Leben verdunkeln, sie können uns Angst machen und uns lähmen. 

Desto wichtiger ist es, dass wir uns ihnen nicht kampflos ergeben, sondern dass wir uns mit unserem ganzen Herzen, unserer ganzen Hoffnung und all unserer Zuversicht den Schwierigkeiten stellen, um sie zu überwinden. 

Denn mit jeder Schwierigkeit, die wir überwunden haben, werden wir stärker
und mutiger.

Quelle: Karin Heringshausen
Bei Schwierigkeiten spricht man auch von PRO-BLEMEN
Das Wort "PRO" stammt aus dem Lateinischen und bedeutet etwas Positives
Deshalb sind Pro-bleme auch etwas, an dem wir wachsen und stark werden können. 

Und das ist eine Botschaft, die wir auch unseren Kindern und Enkelkindern weitersagen sollten. 

Wäre ein Problem etwas Negatives, etwas Schlechtes, würde es ja nicht PRO-BLEM, sondern CONTRABLEM (CONTRA = etwas gegen uns Gerichtetes, etwas Negatives) heißen.
www.bremen.de
 Ihr Lieben,

Ich wünsche Euch heute eine zweite Wochenhälfte voller Mut und Kraft, damit Ihr alle anstehenden Schwierigkeiten bzw. Probleme meistern könnt. 

Ganz liebe Grüße an Euch alle

Euer fröhlicher Werner aus Bremen vom Weserstrand

Quelle: Karin Heringshausen