3129 Geschichten


Auf dem ESELSKIND-Blog stehen inzwischen 3.179 Beiträge und mindestens zwei Mal in der Woche kommen weitere hinzu.

Ich wünsche jeder Leserin und jedem Leser recht viel Freude beim Lesen der Geschichten und ich hoffe, dass Euch die Geschichten ein wenig ermutigen und Euch veranlassen, niemals aufzugeben, denn denkt bitte immer daran:
Ihr seid etwas Besonderes, Ihr müsst nur Eurer Licht zum Leuchten bringen


Euer fröhlicher Werner aus Bremen

Sonntag, 19. April 2026

Geschichte: Das immer Gleiche

 

Ich wünsche Dir mehr Lebensfreude!

Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

heute Nachmittag möchte ich Euch eine kleine Geschichte von Lisa Jo Barr erzählen:

„Das immer Gleiche“

„Nach meiner Arbeit holte ich mir regelmäßig eine Riesenmahlzeit und verspeiste sie gleich im Auto, bevor ich nach Hause fuhr. Als ich meiner Freundin davon erzählte und ihr berichtete, dass ich mit dieser Gewohnheit eigentlich gar nicht glücklich bin, sagte sie zu mir:

Tu etwas anderes und Du erreichst etwas anderes!“
Am nächsten Abend nahm ich mir vor, mit etwas Gutes, etwas Gesundes zu kochen.
Ich kaufte in einem Lebensmittelladen die notwendigen Zutaten ein und machte mich ans Werk.
Ich gebe zu, ab und zu lande ich noch im Schnellimbiss, aber ich mache mir deswegen keine Vorwürfe. Ich weiß jetzt, wie schlecht ich mich fühle, wenn ich mich gedankenlos vollstopfe – ganz im Gegensatz zu der entspannten Ruhe, die ich tief in mir drin empfinde, wenn ich für mich selbst koche.“
Quelle: Jürgen Tesch
Ihr Lieben,

ich habe diese kleine Geschichte heute nicht ausgewählt, weil ich Euch etwas zum guten oder schlechten Essen schreiben möchte. Das halte ich für unnütz, über gutes und gesundes Essen wird im Fernsehen genug berichtet und auch viel besser, als ich das je könnte.

Mir geht es heute vor allem darum, im Blick auf den         Frühling in Euch die Lebensfreude zu wecken. 
Warum aber verspüren so viele Menschen keine Lebensfreude in sich?
Quelle: Werner Forneberg


Dazu möchte ich Euch einen kleinen Text von Thom Rutledge zu lesen geben:

Manchmal habe ich das Gefühl, ich würde gar nicht leben, sondern eine Gefängnisstrafe absitzen – ich schlage meine Zeit tot mit den immer gleichen Beschäftigungen.

An manchen Tagen habe ich vergessen, was es sich anfühlt, 
voller Neugier auf das Leben zu blicken.

An manchen Tagen habe ich vergessen, mir selbst wichtige Fragen zu stellen: „Warum bin ich hier? Wohin gehe ich? Was kann ich auf dieser Welt für einen Beitrag leisten, damit diese Welt ein klein wenig besser wird?“

Deshalb nehme ich mir heute vor: 
Ich will Antworten finden auf so wichtige Fragen wie:
„Was ist für mich das Wichtigste? Wie kann ich meine Dankbarkeit ausdrücken? Was kann ich für jemanden tun, den ich liebe – oder sogar für eine mir völlig fremde Person?

Heute nehme ich mir vor: „Ich möchte nicht nur meine Zeit absitzen, sondern ein wundervolles Leben führen!“
Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

um es ganz klar zu sagen: DAS Erfolgsrezept, um viel Lebensfreude zu empfinden, gibt es nicht.

Aber es gibt etwas, damit die Lebensfreude in unserem Leben stark zunimmt.
Nichts lähmt unsere Lebensfreude so sehr wie die Langeweile, die ewig gleiche Reihenfolge dessen, was geschieht: Schlafen – Frühstück – Arbeit – Mittagessen – Arbeit – Kaffeetrinken – Fernsehen – Abendbrot – Fernsehen – Schlafen.

So oder ähnlich sieht der Tag vieler Menschen aus. Da ist es kein Wunder, wenn wir unsere Lebensfreude verlieren, uns mit ungesundem Essen vollstopfen und hoffen, dass unser Schokoladenverzehr Glückmomente in uns auslöst.

Das Rezept für mehr Lebensfreude lautet:
Mach häufiger mal etwas, das Dir Freude macht.
Reichere Deinen Tag mit außergewöhnlichen Erlebnissen an, 
besuche z.B. mal ein Konzert.
Denke an Deine Bedürfnisse und tue ab und zu genau das, wozu Du Lust hast.
Trau Dir ab und zu etwas Neues zu!

Abwechslung ist das beste Mittel gegen Langeweile und für mehr Lebensfreude.

Wenn ich jeden Tag schon weiß, wie er ablaufen wird, 
ist es doch kein Wunder, dass die Lebensfreude immer mehr schwindet.

Deshalb wünsche ich Euch allen Hunger nach etwas Neues, etwas Verrückten, etwas Fröhlichem, etwas Außergewöhnlichem, etwas, das Ihr schon immer einmal tun wolltet.
In der kleinen Geschichte sagt die Freundin:
„Tu etwas anderes und Du erreichst etwas anderes!“

Mein Großvater drückte das so aus:
Eine schlechte Gewohnheit kann man nur dadurch beseitigen,  
dass man sie durch eine gute Gewohnheit ersetzt!“

Wenn Du also bisher immer traurig auf Deinen stetig gleichen Tagesablauf geblickt hast, dann ändere das, indem Du Dir jeden Morgen fünf Minuten lang überlegst, was könnte ich heute anders machen, was könnte ich heute Fröhliches machen, wozu habe ich heute Lust?

Und dann setze es in die Tat um!
Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,
ich wünsche Euch eine fröhliche neue Woche mit verrückten Ideen, mutigen Entscheidungen und viel Humor und ich grüße Euch herzlich aus Bremen
Euer fröhlicher Werner
Quelle: Karin Heringshausen

Mittwoch, 15. April 2026

Geschichte: Am Ende des Regenbogens

 

Der Schatz am Ende des Regenbogens bist Du!

Quelle: Helmut Mühlbacher


Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch eine Geschichte von Gabriele Ramos erzählen:

„Am Ende des Regenbogens“

Es war einmal ein alter Mann, der lebte allein im Wald und war sehr unglücklich. Jeden Tag saß er auf der gemütlichen Bank vor seinem Haus und starrte trübsinnig vor sich hin.
 
Er hörte nicht, wie wundervoll die Vögel sangen, er Spürte den Hauch des Windes nicht, der mit den Blättern der Bäume spielte, und er roch nicht den würzigen Tannenduft.

Den ganzen Tag dachte er immer nur an die eine Sache:
Warum war die Prophezeiung der schönen Fee nicht in Erfüllung gegangen?
Sie war, als er zur Welt kam, seiner Mutter erschienen und hatte ihr anvertraut, dass für ihn ein unermesslich großer Schatz bereitliege. Er würde ihn am Ende des Regenbogens finden.
Quelle: Astrid Müller

Viele Jahre hatte der Mann damit zugebracht, diesen Schatz zu suchen.
Und jetzt war er alt und müde und er hatte ihn immer noch nicht gefunden.
So lebte er Tag für Tag dahin, bis plötzlich etwas geschah.

Es hatte lange geregnet und dann war mit Macht die Sonne durchgebrochen, obwohl es noch leicht nieselte. Der alte Mann saß wieder mit gesenktem Kopf vor seiner Hütte und zertrat wütend eine kleine Blüte, als ich unvermittelt das Licht veränderte. Und da sah er es.

Ein riesiger Regenbogen spannte sich über den Wald, in den schönsten Farben und so prächtig, wie er noch nie zuvor einen gesehen hatte. Und das Ende des Regenbogens zeigte genau auf ihn.
www.schülerprofile.de

Da kam ihm die Erleuchtung:
Der Schatz am Ende des Regenbogens, das war er selbst und jeder einzelne Augenblick, den ihm das Leben schenkte.  Der alte Mann begann zu weinen. Er ging in seine Hütte und weinte drei Tage und drei Nächte lang.

Als er wieder heraustrat, holte er tief Luft und sah um sich.
Er hörte, wie die Vögel sangen, er spürte den Hauch des Windes, der mit den Blättern der Bäume spielte, er fühlte die Sonnenstrahlen auf seiner Haut und er roch den würzigen Tannenduft.

Er sah zu Boden und bemerkte einen kleinen Käfer, der auf den Rücken gefallen war. Er bückte sich und drehte ihn behutsam um.“
www.stern.de

 Ihr Lieben,
Johann Wolfgang von Goethe hat es einmal so formuliert:
„Willst Du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah. Lerne nur das Glück ergreifen. Denn das Glück ist immer da.“


Das ist das Tragische bei uns Menschen, dass wir das Glück unseres Lebens fast nie bei uns selbst suchen, sondern fast immer bei anderen Menschen und bei anderen Dingen:


Da gibt es Menschen, die warten ihr ganzes Leben auf den ersehnten Lottogewinn, und sie glauben, wenn sie dann über ganz viel Geld verfügen würden, dass sie dann glücklich sein würden.


Da gibt es die Menschen, die warten ihr ganzes Leben auf den idealen Partner, die ideale Partnerin und erhoffen sich davon das Glück ihres Lebens, und sie übersehen dabei, dass sie selbst nicht fehlerlos sind, sie übersehen die lieben Menschen, die ihnen auf ihrem Lebensweg begegnen.


Da gibt es Menschen, die glauben, wenn sie diese oder jene Eigenschaft eines anderen Menschen hätten, dass sie ganz glücklich wären.


Dabei ist es genauso, wie Goethe schreibt: „Das Glück ist schon da.“
Wir müssen es nur zu uns hereinlassen.

www.wikipedia.org
Wir müssen nur zur Ruhe kommen, damit es sich wie ein Schmetterling auf unserer Schulter niederlassen kann. Wir müssen nur in uns hineinhorchen, um die Schätze in uns zu entdecken.

Wenn wir glücklich sein wollen, kommt es auf unsere innere Einstellung an.
Wir selbst entscheiden darüber, ob wir glücklich sein wollen oder nicht.
Das Glück entscheidet sich nicht daran, ob ich alles besitze, sondern daran, ob ich zufrieden sein kann mit dem, was ich besitze.


Das Glück begegnet Dir in Deinen Kindern, Deiner Partnerin, Deinem Partner, Deinen Enkelkindern, Deinen Freunden. 

www.varbak.com
Halte inne, freue Dich an Deinen Talenten und Fähigkeiten, freue Dich an der Natur und ihrer Schönheit, sei dankbar für Dein Können und Vermögen,
lass Liebe und Licht in Dein Herz hinein und das Glück wird Dein stetiger Gast sein.


Ich wünsche Euch eine ruhige zweite Wochenhälfte und grüße Euch herzlich aus Bremen

Euer fröhlicher Werner
Quelle: Karin Heringshausen

Sonntag, 12. April 2026

Geschichte: Eine Wagenladung voll Mist

 

Was machst Du aus dem Misthaufen Deines Lebens?



Quelle: Helmut Mühlbacher

Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch einige Gedanken von Ajahn Brahm zu lesen geben.

„Eine Wagenladung voll Mist“
Im Leben gibt es immer auch unangenehme Dinge - wie beispielsweise Klassenletzter zu werden. So etwas kann jeden überkommen.
Der einzige Unterschied zwischen einem glücklichen Menschen und einem Deprimierten besteht in der Reaktion auf Unheil.

Stellen Sie sich jetzt vor, dass Sie mit einem Freund einen herrlich entspannten Nachmittag am Strand verlebt haben. Und als Sie nach Hause kommen, entdecken Sie, dass irgendjemand eine ganze Wagenladung voller Dung direkt vor Ihrer Haustür abgeladen hat. 

Über diesen Misthaufen sollten Sie Folgendes wissen:
Sie haben ihn nicht bestellt. Es ist nicht Ihre Schuld.

Sie haben ihn jetzt am Hals. Niemand hat gesehen, wer ihn abgeladen hat, also können Sie auch niemanden auffordern, ihn wieder wegzubringen.

Er ist dreckig, widerlich und ekelhaft. Sein Gestank zieht langsam durch Ihr ganzes Haus und ist so unerträglich, dass Sie kotzen könnten.

In dieser Metapher steht die Wagenladung voller Mist für all die traumatischen Erfahrungen, die das Leben über uns auskippt. Genau wie bei der Mistladung müssen wir auch drei Dinge über die Katastrophe in unserem Leben wissen:

Wir haben sie nicht bestellt. Wir fragen: »Warum ich?«

Wir haben sie am Hals. Keiner, nicht einmal unsere besten Freunde, kann sie uns wegnehmen (obwohl sie es vielleicht versuchen).

Sie ist grauenvoll, ein solcher Zerstörer unseres Glücks, dass der Schmerz unser ganzes Leben ausfüllt. Sie ist einfach nicht zu ertragen.

Wenn man eine solche Wagenladung voller Mist am Hals hat, gibt es zwei Möglichkeiten, darauf zu reagieren:
Die erste besteht darin, dass wir den Mist mit uns herumschleppen. Wir stecken etwas davon in unsere Taschen und unter unser Hemd. Ja, wir schütten sogar etwas davon in unsere Hosen. 

Und wenn wir dann mit diesen Miststücken herumlaufen, stellen wir fest, dass wir eine Menge Freunde verlieren! Sogar die besten Freunde scheinen sich nicht mehr so oft sehen zu lassen.

»Den Mist mit sich herumtragen« ist eine Metapher für das Versinken in Depressionen, für negative Gedanken oder Wut. Eine ganz natürliche Reaktion auf Widrigkeiten des Lebens. Aber wir verlieren viele Freunde, und es ist ja völlig verständlich, dass sie nicht mehr viel mit uns zu tun haben wollen, wenn wir dauernd wie sieben Tage Regenwetter herumlaufen.

Schlimmer noch, der Misthaufen wird dabei nicht abgetragen, sondern reift gemütlich heran, sodass sein Gestank immer unerträglicher wird.

Zum Glück gibt es einen zweiten Weg. Wenn jemand eine Wagenladung voller Mist vor unserer Haustür abkippt, dann entfleucht uns ein Seufzer, und wir machen uns an die Arbeit. Schubkarre, Mistgabel und Spaten werden hervorgeholt. Wir schaufeln den Mist in die Karre, fahren sie hinters Haus und verbuddeln das Zeug im Garten. 

Das ist eine anstrengende und ermüdende Arbeit, aber wir wissen, dass uns keine andere Wahl bleibt. Manchmal schaffen wir nur eine halbe Schubkarre am Tag. Doch wir unternehmen etwas gegen das Problem, anstatt so lange mit ihm zu hadern, bis wir schließlich in der Depression landen. Tagein, tagaus laden wir Dung in die Schubkarre, und jeden Tag wird der Haufen ein Stückchen kleiner.

Manchmal brauchen wir mehrere Jahre, aber irgendwann kommt ein Morgen, an dem der Misthaufen vor dem Haus gänzlich verschwunden ist. Außerdem hat sich in einem anderen Teil unseres Gartens inzwischen ein wahres Wunder ereignet. 

Die Blumen entfalten sich zu ihrer vollsten Pracht und ihr Duft erfüllt die ganze Umgebung, sodass Nachbarn und sogar Passanten vor Freude zu lächeln beginnen. Der Obstbaum in der Ecke kippt beinahe um, so reich ist er mit schmackhaften Früchten gesegnet. Er trägt so viele, dass wir unseren Nachbarn und sogar Vorübergehenden von diesen Wunderfrüchten abgeben können.

»Den Mist eingraben«, ist auch eine Metapher. Damit heißen wir das Unheil als Dünger des Lebens willkommen. Die Arbeit müssen wir schon allein erledigen, keiner kann uns dabei helfen. Aber wenn wir den Mist tagaus, tagein in den Garten unseres Herzens eingraben, können wir langsam den Berg voller Schmerz abtragen.

Vielleicht werden wir dafür Jahre benötigen, aber der Morgen wird anbrechen, an dem wir den Schmerz in unserem Leben nicht mehr sehen und merken, dass sich in unserem Herzen ein Wunder ereignet hat. Blumen der Güte stehen in voller Pracht. Der Duft der Liebe erfüllt die Umgebung, unsere Nachbarn, unsere Beziehungen und sogar die Menschen, die am Garten vorübergehen.

Dann neigt sich der Baum der Weisheit in der Ecke zu uns herab, überladen mit den süßen Einsichten in das Wesen des Lebens. Wir verteilen diese köstlichen Früchte großzügig, und sogar der zufällige Passant kriegt welche ab, auch wenn wir das gar nicht beabsichtigt haben.

Wenn wir den Schmerz der Tragik erfahren, seine Lektion gelernt und unseren Garten angelegt haben, können wir bei großen Tragödien einander umarmen und einfach sagen: »Ich weiß.« Und der andere wird begreifen, dass wir ihn wirklich verstehen. 

Das Mitgefühl setzt ein. Wir zeigen ihm die Schubkarre, die Mistgabel, den Spaten und ermutigen ihn zu grenzenlosem Eifer. Wir könnten diesem Menschen allerdings unmöglich helfen, wenn wir nicht schon zuvor unseren eigenen Garten bestellt hätten."

Ihr Lieben,

es gibt in unserer Sprache den Ausdruck: Ä
Ich fühle mich beschissen!
 
Wir wissen, dass uns immer wieder Misthaufen in unserem Leben begegnen:
Manchmal sind es ganz große Misthaufen:
Wir geraten in eine große Not, wir erfahren schweres Leid, eine Krankheit lähmt unsere Lebensgeister, wir verlieren einen geliebten Menschen.

Manchmal sind es auch ganz kleine Misthaufen:
Ein Mensch beleidigt uns, ein anderer beschuldigt uns fälschlicherweise,
obwohl wir völlig unschuldig sind, ein dritter lässt uns im Stich, obwohl wir mit seiner Hilfe gerechnet hatten.
Wir fühlen uns ungeliebt und wertlos.

 
In solchen Augenblicken ist das Gefühl wieder da: Wir fühlen uns beschissen.

In meiner Kindheit und Jugend ist mir das oft so gegangen. Ich begegnete nicht nur etlichen Misthaufen in meinem Leben, sondern mancher Misthaufen wurde direkt über meine Person abgeladen, sodass ich das Gefühl hatte, im Mist zu versinken. Zuletzt fühlte ich mich selbst wie ein Stück Dreck, wie ein Stück Mist und hielt mich selbst für völlig wertlos.

Erst durch liebe Menschen, die mir mit viel Liebe und Zuwendung begegneten,
lernte ich die wichtige Erkenntnis in diesem Zusammenhang:
 
Ich war NICHT schuld an dem Mist in meinem Leben.
Ich erkannte aber auch, dass sich meine Lage nicht verbesserte, indem ich meine Lage bejammerte und mich über den Mist in meinem Leben beklagte.
Ich begriff, dass ich eine Entscheidung fällen muss:

 
Will ich, dass die Misthaufen in meinem Leben mein Leben vergiften, sodass Zorn, Wut, Rachegedanken, Depression, Trauer mein Leben vergiften, oder will ich mit den Misthaufen den Garten meines Lebens zu düngen?

Ich möchte Euch allen diese drei Weisheiten nahebringen:

Du bist nicht für den Mist in Deinem Leben verantwortlich, Du bist nicht schuld!
Deine Lage verbessert sich nicht, wenn Du Dich über den Mist in Deinem Leben beklagst!


Du selbst entscheidest, wie Du mit den Misthaufen in Deinem Leben umgehst.
Manche Menschen glauben, sie könnten sich vor der Entscheidung drücken, indem sie einfach nichts tun. Aber das Fatale ist, eine solche Nichtentscheidung ist auch eine Entscheidung. 

Wenn wir nichts gegen die Misthaufen in unserem Leben unternehmen, dann werden sie unser Leben vergiften, dann werden Gedanken der Trübsal, des Zornes, der Trauer, der Wut, der Rache, der Depression unser Leben beherrschen.

Du kannst etwas gegen die Misthaufen in Deinem Leben tun!
Wenn wir uns aber Tag für Tag tapfer daran machen, die Misthaufen in unserem Leben zu beseitigen, indem wir mit ihnen den Garten unseres Lebens düngen, dann wird die Ernte darin bestehen, dass Zuversicht und Hoffnung, Liebe und Freude, Dankbarkeit und Zufriedenheit unser Herz erfüllen.
 
Quelle: Karin Heringshausen

Ihr Lieben,

ich wünsche Euch nun eine ruhige neue Woche und grüße Euch ganz herzlich aus Bremen

Euer fröhlicher Werner
Quelle: Werner Forneberg

Freitag, 10. April 2026

Geschichte: Stück für Stück

 

Auch Du kannst einen Weltrekord schaffen!
- Es ist ganz einfach!



„In unserer kalten Welt ist die Versöhnung wie ein wärmender Pullover, ist die Liebe wie eine bergende Daunendecke und ist die Freude wie ein wärmender Ofen.“
Alexander Rykow
Quelle: Astrid Müller
Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch eine Geschichte von Hans-Christoph Kalberlah nach einer mittelalterlichen Legende erzählen:

„Stück für Stück“

„Ein junger Mann verliebte sich in ein wunderschönes Mädchen und beide wollten heiraten. Zu der Hochzeit bekam der junge Mann von seinem Opa einen großen fruchtbaren Acker geschenkt.
www.photos.andreas-waechter.de 
Aber da der Opa in den letzten Jahren sehr kränklich gewesen war, war der Acker über und über mit Disteln und Dornen bedeckt. Da wurde der junge Mann mutlos und sprach:

„Das schaffe ich niemals, die Arbeit ist zu viel für mich. Wie soll ich diese riesige Menge an Unkraut ausrotten und fortschaffen können?“

Die Größe der Aufgabe drückte ihn nieder und machte ihn mutlos und so legte er sich auf die Erde und schlief ein.
 
Als nun sein Vater vorbeikam, um zu sehen, wie weit er mit der Arbeit bereits gekommen sei, fand er ihn schlafend vor und weckte ihn, dann fragte er ihn: „Warum hast Du bis jetzt nichts getan?

Der Sohn antwortete und sprach:
Als ich kam, um den Acker zu bearbeiten, da sah ich die Unmengen an Disteln und Dornen, da wusste ich nicht, wo ich anfangen sollte und ich wurde so mutlos, dass ich mich auf die Erde legte und einschlief.
Quelle: Raymonde Graber
Der Vater entgegnete ihm: 
„Mein Rat lautet: Arbeite täglich nur so lange auf dem Acker, bis Du eine Fläche von 5 x 5 Metern urbar gemacht hast. Dann schreitet Deine Arbeit allmählich voran, Du überanstrengst Dich nicht und Du wirst nicht verzagen!“

Der junge Mann befolgte den Rat seines Vaters und nach etwas mehr als einem Vierteljahr war der große Acker komplett gereinigt und urbar gemacht.“
Quelle: Helmut Mühlbacher

Ihr Lieben,

diese Geschichte ist ganz wichtig für uns.
Sie kann uns helfen, unsere Kräfte richtig einzuteilen.

Oft haben wir große Aufgaben vor uns oder wissen, dass eine große Anstrengung auf uns zukommt und dann sind wir schon vorher entmutigt, weil wir glauben:

„Das schaffe ich nie!“ Dazu reichen meine Kräfte nicht aus!“ Und dann fühlen wir uns schlecht und als Versager.

Dabei zeigt uns die heutige Geschichte meines Jugendfreundes, wie einfach es gehen kann.
Hans-Christoph Kalberlah
Wir dürfen nicht die ganze Aufgabe im Blick haben, sondern wir sollten mit innerlicher Ruhe und Gelassenheit an die vor uns liegenden Aufgaben herangehen und dann diese Aufgaben Schritt für Schritt erledigen. Der Zauber dabei ist, dass die Aufgabe dann gar nicht mehr so schwer ist.

Auch wenn einige von Euch das Beispiel schon kennen, so möchte ich Euch gerne noch einmal das Beispiel erzählen, das mir mein Jugendfreund Hans-Christoph Kalberlah beigebracht hat:

An einem schönen Sommertag nahm er im Garten seines Elternhauses einen Zollstock und maß eine Strecke von genau 10 Metern ab. 
Dann bat er mich, 10 Meter weit zu springen, was mir natürlich nicht gelang, denn das wäre ja Weltrekord gewesen.
www.augsburger-allgemeine.de
Anschließend bat er mich, die 10 Meter zu gehen, was natürlich eine ganz leichte Übung war.

Dann sagte er:
„Werner, die meisten Menschen schaffen ihre Aufgaben nicht, weil sie immer gleich alles auf einmal schaffen wollen, weil sie unbedingt 10 Meter weit springen wollen.

Würden die Menschen die 10 Meter gehen, also ihre Aufgaben Schritt für Schritt erledigen, dann wären die allermeisten Aufgaben ganz einfach.“
Dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen.

Ihr Lieben,

Ich wünsche Euch ein erholsames Wochenende, viel Freude im Kreis Eurer Familien und ich grüße Euch ganz herzlich aus Bremen, wo die Sonne scheint und einen Hauch von Frühling verbreitet.

Euer fröhlicher Werner
Quelle: Karin Heringshausen