3344 Geschichten


Auf dem ESELSKIND-Blog stehen inzwischen 3.344 Beiträge und mindestens zwei Mal in der Woche kommen weitere hinzu.

Ich wünsche jeder Leserin und jedem Leser recht viel Freude beim Lesen der Geschichten und ich hoffe, dass Euch die Geschichten ein wenig ermutigen und Euch veranlassen, niemals aufzugeben, denn denkt bitte immer daran:
Ihr seid etwas Besonderes, Ihr müsst nur Eurer Licht zum Leuchten bringen


Euer fröhlicher Werner aus Bremen

Montag, 2. November 2026

Herzlichen Dank und eine große Bitte!

Quelle: Karin Heringshausen
Ihr Lieben,

seid dem 21. Oktober werden jetzt nicht nur froh- und mutmachende Geschichten hier auf dem Blog erzählt, sondern auch Geschichten auf YouTube hochgeladen. 

Quelle: Karin Heringshausen
Ihr Lieben,


ich danke Euch von ganzen Herzen, dass Ihr so treu meine Geschichten auf dem ESELSKIND-Blog lest. Ihr seid wirklich wundervolle Menschen!

Ich weiß aber, dass viele Menschen auf häufig auf YouTube sind und sich sehr gerne auch Geschichten anhören.

In den ersten 12 Tagen haben bereits über 500 Menschen auf den YouTube-Kanal des ESELSKINDES zugriffen.

Ich erinnere mich noch genau an die Anfänge des ESELSKIND-Blogs. Bei diesem Blog habe ich in den ersten 14 Tagen gar keinen Besucher auf dem Blog begrüßen können und heute liegen wir bei fast
3,7 Millionen Besucherinnen und Besuchern. 

Ich habe heute eine große Bitte an Euch:

Im Folgenden füge ich die 7 Videos ein., die ich bisher auf YouTube veröffentlicht habe, damit Ihr diese alle kennenlernen könnt.

Ich würde mich außerordentlich freuen, wenn Ihr Euch die Geschichten anhören würdet und, wenn sie Euch gefallen, ein Like und ein kostenloses Abonnement hinterlasst.

Damit helft Ihr mir sehr beim Aufbau des YouTube-Kanals des ESELSKINDES. Ganz herzlichen Dank im Voraus!!!

Jede Woche werden in Zukunft zwei neue Videos auf YouTube hochgeladen.

Hier nun die bisherigen Videos auf YouTube:

Das Licht der Liebe, es strahlt auch für Dich



Ich möchte ein BRÜCKENBAUER sein!

Wenn alle helfen, ist viel geholfen!


Sorge Dich nicht um den morgigen Tag,

sondern genieße den heutigen!


Halte an Deinem Traum fest!

Sei Mutig, sei stark und gib niemals auf!

Der Baumwollfaden und das Klümpchen Wachs -
Was Licht bewirken kann!


Ihr Lieben,

Ich grüße Euch ganz herzlich aus Bremen aus meinem Wohnzimmer und wünsche Euch viel Mut, viel Zuversicht, viel Hoffnung und Gottes reichen Segen.

Euer fröhlicher Werner,
Das ESELSKIND
Quelle: Karin Heringshausen




Sonntag, 1. November 2026

Der größte Glückskiller ist die Unzufriedenheit!

Quelle: Werner Forneberg

Ihr Lieben,

heute Abend möchte ich Euch eine Geschichte von Willi Hoffsümmer erzählen:

„Das unzufriedene Fohlen“

Ein erfahrenes Pferd lebte mit seinem lebhaften Fohlen in einem herrlich-schönen Tal: saftige Wiesen, relativ klare Bäche, der kühle Schatten vieler Bäume.

Aber dem Fohlen ging es wie den Leuten, die alles haben:
Es wurde unzufrieden.
Es tat nur noch das, wozu es Lust hatte.
Es schlief, auch wenn es nicht müde war.
Es wurde bequem und satt und – schließlich verachtete es das Tal:

„Vater, wenn ich hier weiterleben muss, dann werde ich sicherlich krank.
Das Gras bekommt mir gar nicht mehr, die Luft ist so stickig, der Bach so schmutzig. Wir müssen fort von hier.“

So zogen beide fort. Es ging das Tal hoch, steinige steile Pfade hinauf über hohe Bergrücken. Der Wind blies kalt, kaum noch ein Fleckchen mit zähen Kräutern war zu finden. Der nächste Tag sah sie schon erschöpfter und kraftloser vor Hunger und am dritten Tag konnte das Fohlen kaum noch ein Bein vor das andere setzen.

„Es ist Zeit, dass wir heimkehren“, dachte der Vater bei sich und führte seinen Sohn auf einem anderen Weg zurück ins heimatliche Tal.

In der Nacht erst kamen sie an. Kaum fühlte das Fohlen das frische, weiche Gras unter den Hufen, wieherte es vor Freude: „Vater, hier bleiben wir. Noch nie habe ich so duftendes süßes Gras gefressen!“

In diesem Augenblick begann der Morgen zu dämmern. Verwirrt erkannte das Fohlen das alte Tal und wagte nicht, den Vater anzusehen.“

 

Quelle: Werner Forneberg

Ihr Lieben,

ich bin ganz fest davon überzeugt, dass die Unzufriedenheit der größte Glückskiller auf dieser Welt ist.
Ich habe in meinem Leben schon sehr viele unzufriedene Menschen kennengelernt und nicht einer unter ihnen war glücklich.
Unzufriedenheit und Glück schließen sich aus.

Ursprünglich, vor langer langer Zeit, hatte die Unzufriedenheit im Leben der Menschen einen guten Sinn. Als die Menschen noch in kalten feuchten Erdhöhlen lebten, da war die Unzufriedenheit ein wichtiger Antriebsmotor, daran zu arbeiten, die Zustände zu ändern.

Auch heute kann die Unzufriedenheit noch ein guter Antriebsmotor von uns sein, wenn es darum geht, dass wir unsere Lebensumstände ändern wollen, weil wir vielleicht arbeitslos sind.

Die Unzufriedenheit wird aber dann für uns gefährlich, wenn es nicht mehr darum geht, unsere Lebensverhältnisse positiv zu gestalten, sondern wenn es darum geht, mehr und immer mehr haben zu wollen.


Unzufriedenheit zerstört dann unser Lebensglück, wenn wir nur deshalb ein Smartphone kaufen, weil man es angeblich haben muss, obwohl das bisherige Handy noch wunderbar seinen Dienst tut. Das gleiche gilt für den Röhrenfernseher, der nicht ausgetauscht werden muss, weil er kaputt ist, sondern weil „angeblich alle“ jetzt einen haben.

In der ungesunden Unzufriedenheit steckt die Sucht, immer mehr haben zu wollen.

Das Teuflische dabei ist, dass kein Zustand erreicht wird, wo wir sagen können: „Unsere Wünsche sind alle erfüllt, jetzt bin ich zufrieden!“ Nein, jede Wunscherfüllung gebiert gleich wieder einen neuen Wunsch. Und so hetzen wir durch unser Leben in der Sehnsucht nach der Wunscherfüllung und verlieren dabei unsere innere Ruhe, unser Glück.

In dem Wort „Unzufriedenheit“ steckt das Wort „Frieden“.
Das ist kein Zufall. Wer unzufrieden ist, der verliert seinen inneren Frieden.

In unserer Geschichte tut der Vater etwas sehr Kluges. Er lässt das Fohlen Erfahrungen sammeln und veranlasst es auf diese Weise, mit dem Tal, in dem sie leben, zufrieden zu sein.

Quelle: Werner Forneberg
Ihr Lieben,

es gibt ein wunderbares Mittel, um Unzufriedenheit in Zufriedenheit zu verwandeln und den inneren Frieden und das innere Glück wiederzufinden:

Zieht Euch ein wenig zurück, macht es Euch gemütlich, zündet eine Kerze an und dann nehmt Euch einen Zettel in DIN-A4-Größe.
Diesen Zettel unterteilt bitte von oben nach unten mit einem Bleistift in zwei Hälften:


In die rechte Hälfte tragt Ihr alles ein, was Euer Leben ausmacht: Euren Besitz, Eure Freunde, Eure Verwandten, Eure Lieben, Eure Partnerin, Euren Partner, Eure Kinder und Enkelkinder, Eure schönen Erinnerungen und alles Andere, was Euch etwas bedeutet und Euch Leben hell und lebenswert macht.


In die linke Hälfte tragt ihr alle die Krankheiten ein, die Euch ereilen könnten, von denen Ihr aber zum Glück verschont werdet.
Dann tragt bitte alle Unglücksfälle dort ein, die Euch zustoßen könnten, die Euch aber nicht zugestoßen sind.
Und zuletzt denkt einmal an alle die Menschen, die Euch einfallen, denen es viel schlechter geht als Euch, und tragt auch diese in Eure Liste ein.

Wer sich einmal die Mühe gemacht hat, eine solche Liste gewissenhaft auszufüllen, der wird merken, wie gut es ihm geht und die Zufriedenheit wird in sein Herz zurückkehren und die Unzufriedenheit daraus entweichen.

Wer aber nach dem Ausfüllen einer solchen Liste immer noch unzufrieden ist, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.




Ich wünsche Euch eine ruhige neue Woche und morgen einen gesegneten Montag

Euer fröhlicher Werner



Samstag, 31. Oktober 2026

Das Licht der Liebe, es strahlt auch für Dich!

 

Quelle: Helmut Mühlbacher

Ihr Lieben,

heute Abend möchte ich Euch eine Geschichte von Erich von den Borne erzählen:

„Das Wunderlicht“

„Sonnenstrahlen erfreuen unser Herz.
Der schönste Sonnenstrahl ist, wenn uns einer liebt oder uns lobt oder uns verzeiht.

Ein König war blind geworden und durchlebte traurige Tage.
Da träumte er eines Nachts von einem wunderbaren Licht, das unter den Menschen verborgen sei und ihm alle Blindheit nehmen könne.

Sofort schickte der König seine Kinder aus, um das Wunderlicht zu suchen.

Der älteste Sohn brachte nach langer Zeit Gold und Edelsteine mit nach Hause, die in der Sonne gar herrlich glänzten.
Der König freute sich darüber sehr, aber das erhoffte Wunder blieb aus.

Der zweite Sohn schleppte einen mächtigen Spiegel nach Hause, der die Sonnenstrahlen in den Thronsaal spiegelte und ihn mit dem schönsten Licht erfüllte.
Der Vater spürte die prächtige Helligkeit, aber das erhoffte Wunder blieb aus.

Schließlich kehrte auch die Prinzessin zurück nach Hause.
Sie trat zögernd und mit leeren Händen vor den König und sprach:
„Lieber Vater! Ich habe das Wunderlicht nicht finden können, aber ich möchte Dir von der Herrlichkeit erzählen, der ich überall begegnet bin:
Dein Volk liebt Dich von ganzem Herzen und sieht in Dir einen guten Freund, der sich um alle bemüht. Diese Zuneigung möchte ich Dir weitergeben wie ein Licht, das Dein Herz erleuchten soll.“

Dann umarmte sie ihn und küsste ihn auf beide Augen.
In dem Augenblick durchströmte den König eine Welle der Freude und des Glücks und er rief aus:
„Danke, mein Kind, mein Volk hat mir meine Blindheit weggeküsst!“

 

Quelle: Raymonde Graber

Ihr Lieben,

wenn in dieser Welt Königinnen und Könige so beliebt sind und deren Hochzeiten Milliarden von Menschen vor dem Fernseher vereinigen, dann hat das ganz gewiss auch mit den Bildern zu tun, die uns die Märchen von den Königinnen uns Königen vermitteln.

Meist – nicht immer – handelt es sich in den Märchen um gütige Menschen, die besorgt sind um das Wohl des Volkes, die edel und selbstlos handeln und vor allem darauf bedacht sind, dass es ihren Untertanen gut geht.

Wie wir alle wissen, sieht die Wirklichkeit ganz anders aus, aber tief in uns schlummert eben die Sehnsucht nach einem solchen Herrscher!

Aber unsere kleine Geschichte möchte uns vor allem auf Folgendes aufmerksam machen:

Wenn wir glücklich sein wollen, wenn wir zufrieden sein wollen, wenn wir „sehend“ durch diese Welt gehen wollen, dann brauchen wir vor allem Liebe, Liebe, Liebe.

Besonders einprägsame Beispiele liefert uns die Showbranche:
Da gibt es Stars, die im Rampenlicht stehen, die viel Geld verdienen, die sehr viele „Freunde“ haben, die sich nach menschlichem Ermessen alles leisten können und dennoch sind diese Menschen innerlich so einsam, dass sie zu Drogen oder Beruhigungsmitteln greifen müssen, um das Leben überhaupt durchstehen zu können.

Michael Jackson, Amy Winehouse und Withney Houston sind die krassesten Beispiele aus der Vergangenheit.

Natürlich mag das einem Star schmeicheln, wenn er auf dem Höhepunkt seiner Karriere auf der Bühne steht und ich von unten aus dem Zuschauerraum schreie: „WoW, Du bist der Größte!“

Aber ob das in den Nächten der Not, in der Dunkelheit der Angst, in den Stunden des Leides durchträgt, daran habe ich meine massiven Zweifel.

Natürlich mag das einem Menschen schmeicheln, der erfolgreich ist, wenn ich ihm zurufe: „Du bist der Beste! Lass mich Dein Freund sein!“

 Aber ob das durchträgt, wenn der erfolgreiche Mensch nicht mehr erfolgreich ist, daran habe ich Zweifel, denn wie sagte mein Großvater so sinnig:

„Echte Freunde hast Du nur wenige, für die anderen Freunde gilt: In der Not gehen 1000 Freunde auf ein Lot!“

Es gibt nur eines, was in dieser Welt wirklich durchträgt, das ist die Liebe.
Leider erkennen die Menschen nicht den Wert der Liebe.

So makaber und traurig das ist, aber wenn man die Liebe in einem Laden kaufen könnte zu einem Preis von, sagen wir einmal, 50 Euro pro Kilo, dann würde die Liebe wahrscheinlich viel mehr geachtet und wertgeschätzt.

Leider haben viele Menschen die irrige Ansicht:
„Was nichts kostet, das ist auch nichts wert!“

Liebe aber ist nicht umsonst.
Liebe
veranlasst uns, uns zu ändern.
Liebe
sorgt dafür, dass wir unseren Hass aufgeben und bereit werden zur Versöhnung.
Liebe
lenkt unseren Blick weg von uns hin auf den Mitmenschen,
hin auf das DU.

Liebe
schenkt unserem Leben Wärme, Freude, Zuwendung, Frieden, Zuversicht, Hoffnung.
Liebe
sagt uns: „Du bist liebenswert!“ „Du bist ein geliebter Mensch!“ „Du wirst geliebt!“

Immer wieder schreiben mir Menschen:
„Ich möchte so gerne Liebe erfahren, aber mich liebt keiner!“

Ich stelle dann immer die Gegenfrage:
„Warum fängst Du nicht damit an, die Menschen zu lieben?“

Dann höre ich oft den entrüsteten Satz:
„Mich liebt keiner und nun soll ich auf die anderen Menschen zugehen und sie lieben? Nein, die sollen erst einmal auf mich zukommen und mich lieben!“

Das, Ihr Lieben, ist der Preis der Liebe, denn auch die Liebe ist nicht umsonst:
Wer geliebt werden möchte, darf nicht darauf warten, von anderen Menschen geliebt zu werden.
Wer geliebt werden möchte, der muss damit anfangen, die anderen Menschen um ihn herum und alle Menschen, denen er begegnet, zu lieben.

Wer das tut, kann gar nicht verhindern, auch Liebe zu empfangen.
Zwar nicht immer von den Menschen, von denen er geliebt werden möchte, dafür aber umso erstaunlicher oft von Menschen, von denen er das gar nicht erwartet hat.

„Ich liebe Dich!“- „Ich habe Dich lieb!“ – das sind die Sätze, welche die Türen zu den Herzen der Menschen öffnen. Wir alle sehnen uns nach Zuwendung, nach echter Freundschaft, nach Liebe, Zuversicht, Hoffnung und Freude.

Quelle: Karin Heringshausen


Ihr Lieben,


Ich wünsche Euch allen einen fröhlichen und liebevollen Tag (einen Tag voll Liebe)

Euer zuversichtlicher und liebevoller Werner,
Das ESELSKIND

Und auch heute wieder der Hinweis auf ein neues Video von mir auf Youtube.
Über ein Like und ein kostenloses Abo würde ich mich sehr freuen. 


Freitag, 30. Oktober 2026

Geschichte: Sie nahmen ihm die Luft zum Atmen

 

Quelle: Karin Heringshausen

Ihr Lieben,

ich möchte Euch heute eine traurige Geschichte erzählen, die ursprünglich von einem unbekannten Autor stammt und von mir ein wenig überarbeitet wurde:

„Sie nahmen ihm die Luft zum Atmen“

„Das ganze Dorf war unterwegs.
Schwer schwankte der Sarg, der von 6 jungen Männern getragen wurde.
Fast alle Dorfbewohner und auch etliche Bewohner der umliegenden Orte waren zu der Beerdigung von Holger gekommen, um den Eltern und seinen Geschwistern ihr Beileid auszusprechen und Holger das letzte Geleit zu gehen.


Der lange Zug der Beerdigungsgäste, die den Sarg begleiteten, näherte sich langsam dem Friedhof. Unter den Trauergästen waren viele Menschen zu sehen, die schluchzten und sich immer wieder mit einem Taschentuch die Tränen aus den Augen wischten.

Was war geschehen? Holger, der Sohn des angesehenen Bürgermeisters hatte sich vor einen Zug geworfen und damit seinem Leben auf eine so furchtbare Weise ein Ende gesetzt.

Keiner verstand, warum Holger diesen Schritt gegangen war, und alle waren der festen Überzeugung, dass er doch alles im Leben hatte, um glücklich zu leben.

Was war in seiner Kindheit und Jugend nur geschehen?

 „Das darfst du nicht“, sagte der Vater.
Gläubig blicke der kleine Holger zu ihm auf und ließ es sein.

„Dafür bist zu klein“, erklärte die Mutter. Respektvoll zog Holger sich zurück.

„Auch dies ist nicht gut“ erzog ihn der Vater.

„Und jenes nicht recht“, erzog ihn die Mutter.

„Wenn große Leute sprechen, haben Kinder nichts zu sagen“,
ermahnte man ihn. Also schwieg Holger bescheiden.

„Stell Dich nicht so dumm an!“, rügte der ihn Lehrer. Und Holger ließ das Fragen.

„Holger ist so linkisch und gar nicht gesprächig“, langweilten sich die Mädchen. Das munterte Holger gar nicht auf.

„Sitz nicht im Hause herum!, rügte der Vater.

„Was suchst Du auf der Straße?“, rügte die Mutter.

„Holger scheint mir verklemmt zu sein“, meinte der Arzt.

„Verschlossen!“, sagte sein Lehrherr.

„Verträumt. Was soll aus ihm werden?“ „Ich kann Holger nicht brauchen“, urteilte sein Chef.

„Holger vergrämt mir die Kundschaft. Er spricht kaum. Er hat keinen eigenen Kopf. Er fragt aber auch nichts. Holger ist ein seltsamer Kauz!“

„Organisch ist Holger gesund!“ urteilte der Arzt.

„Und Holger war so ein hübsches Kind“, flüsterten die Nachbarn.

„Alle kümmerte sich um ihn: die Familie, die Schule, nichts fehlte ihm.
Aber er wurde mit seinem Leben nicht fertig. Die Eltern sind zu bedauern!“

 

Quelle: Werner Forneberg

Ihr Lieben,

Wir können etliche Tage darauf verzichten, etwas zu essen.
Wir können nur wenige Tage darauf verzichten, etwas zu trinken.
Wir können aber nur wenige Minuten darauf verzichten, zu atmen.

Atmen zu können – das ist für uns lebenswichtig.
Auch wenn wir die Luft nicht sehen, sondern sie nur im Lufthauch oder im Sturmbrausen wahrnehmen, so ist sie doch für uns lebensnotwendig.

Wer uns die Luft zum Atmen nimmt,
nimmt uns gleichzeitig das Leben, der tötet uns.

Unsere heutige Geschichte möchte und auf etwas ganz Wichtiges hinweisen:
Damit unsere Kinder und Enkelkinder zu starken Persönlichkeiten heranwachsen können, müssen wir ihnen erlauben, eigene Wege zu gehen, einen eigenen Willen zu entwickeln, eine eigene Meinung zu entfalten.

Wenn wir das nicht tun, wenn wir mit ihnen umgehen wie die Menschen in unserer heutigen Geschichte, dann geschieht das Gleiche wie bei der Luft:

Wer nicht duldet, dass die Kinder und Enkelkinder eigene Wege gehen, einen eigenen Willen entwickeln und eine eigene Meinung entfalten, nimmt den Kindern und Enkelkindern quasi die Lebensluft.

Im Deutschen kennen wir den Ausdruck „Jemanden mundtot machen“.
Jemandem zu verbieten, sich zu entfalten, sich entwickeln zu dürfen, kommt einem Mord gleich!

Das sollte uns klarmachen, wie wichtig es ist, dass unsere Kinder und Enkelkinder lernen, ihren eigenen Weg zu gehen, eigene Meinungen zu entwickeln und einen eigenen Willen zu bekunden. 

Wenn sie das lernen, werden sie zu selbstständigen starken Persönlichkeiten heranreifen und damit geschützt sein vor Menschen, die mit ihnen etwas tun wollen, das sie nicht wollen.

Diese kleine Geschichte ist aber auch wichtig für uns selbst:
Wenn wir glücklich und zufrieden durch unser Leben gehen wollen, 
dann müssen auch wir lernen, uns  frei zu machen von Einflüssen, die nicht gut sind für uns,
dann müssen auch wir lernen, unsere eigene Meinung zu vertreten, auch wenn manche unserer Meinung nicht zustimmen können,
und dann müssen wir lernen, tapfer Schritt für Schritt unseren eigenen Weg zu gehen, auch wenn das dem einen oder anderen nicht gefällt.

Quelle. Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben, 

Ich wünsche Euch ein fröhliches mutiges Wochenende und grüße Euch herzlich aus meinem Wohnzimmer in Bremen.

Euer fröhlicher Werner
Das ESELSKIND

Es folgt wieder ein neues Video von mir auf YouTube, denn ich erzähle seit Kurzem meine Geschichten auch auf Youtube:



Geschichte: Wenn einer anfängt, verändert sich die ganze Welt!

 

Quelle: Helmut Mühlbacher

Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch eine Geschichte von Günter Haubold erzählen:

„Teufelskreis der schlechten Laune“

„Ilse und Bernhard zanken sich.
Ilse sagt zu Bernhard: „Du bist doof!“
Bernhard sagt: „Und Du bist eine Ziege!“
„Und Du hast einen Vogel mit Brille!“, entgegnet Ilse.
„Du bist ein dummes Kamel“, antwortet Bernhard.

Großmutter Kull sitzt im Garten. Sie hört, wie sich die beiden zanken.
„Hört auf mit dem Streit“, sagt sie, „sonst geht es Euch so wie dem Milchmann.“

„Was für ein Milchmann?“, fragt Bernhard.
„Kennt Ihr die Geschichte nicht?“, fragt Großmutter Mull.
Ilse und Bernhard sagen nein.
„Dann hört mal zu“, sagt Großmutter Mull.

„Es waren einmal ein Milchmann und eine Milchfrau.
Sie hatten auch einen Sohn, der hieß Emil. Und alle drei vertrugen sich gut.

Eines Nachts hatte die Milchfrau schlecht geträumt.
Als sie aufwachte, hatte sie ganz schlechte Laune.
Sie ging in den Laden. Da sah sie, wie der Milchmann ein wenig Milch verschüttete.
Sie schrie: „Kannst Du nicht besser aufpassen, Du Tollpatsch!
Und Du willst Milchmann sein?“

Nun hatte der Milchmann auch schlechte Laune.
Da machte die Ladentür „
klingelingeling“ und die Lehrersfrau kam in den Laden.
Sie sagte fröhlich: „Guten Morgen!“ „Morgen“, brummte der Milchmann, denn er hatte ja schlechte Laune, dann bediente er die Lehrersfrau und sagte: „Macht eine Mark zwanzig.“

Die Lehrersfrau gab dem Milchmann einen Fünfzigmarkschein.
Da brüllte der Milchmann: „Ich bin doch kein Wechselautomat!
Lieber trinke ich meine Milch alleine.“

Oh, wie sich die Lehrersfrau aufregte. Ihr Hals war ganz rot, als sie den Laden verließ. Jetzt hatte sie auch schlechte Laune.
Zu Hause saß der Lehrer am Frühstückstisch. Er wartete auf die Brötchen. Er war ein bisschen nervös und trommelte mit den Fingern auf die Tischplatte.

Da zischte seine Frau ihn an:
„Hier ist doch kein Schützenfest, dass Du dauernd trommeln musst.
Und Du willst Lehrer sein?“
Da war der Lehrer wütend, Er sprang auf und rannte in die Schule.

Oh, was hatte er für eine schlechte Laune!
In seiner Klasse saßen dreißig Schulkinder. Eines der Kinder ist Emil, der Sohn des Milchmanns.
Die Kinder schrieben einen Aufsatz. Emil war fast fertig, da machte er einen dicken Tintenklecks.

Als der Lehrer das sah, donnerte er los: „Du Schmierfink, Du Dreckspatz, Du Unglücksrabe!“
Da klingelte es und Emil ging nach Hause. Er war wütend. Emil hatte eine Stinklaune.

Zuhause begegnete er seiner Mutter, der Milchfrau.
Die hatte inzwischen wieder gute Laune. Sie sagte zu Emil: „Warst Du auch schön artig? Hast Du den Lehrer auch nicht geärgert?“

Emil sah seine Mutter an. Er schluckte einmal und noch einmal.
Dann sagte Emil: „Ich…“

Großmutter Mull hörte auf zu erzählen.
„Erzähl weiter, Großmutter Mull“, sagte Bernhard, „wie geht die Geschichte zu Ende?“ Und  sie erzählte weiter: „Emil schluckte seine schlechte Laune einfach hinunter. Dann lachte er und sagte: „Ich habe vielleicht einen Hunger!“
Wie klug der Junge war! Wäre er nicht so klug gewesen, müsste meine Geschichte wieder von vorn beginnen.“

Quelle: Alexander Rykow
Ihr Lieben,

ich gebe zu, es handelt sich bei dieser Geschichte um eine Geschichte für Kinder. Auch ist diese Geschichte ein wenig alt.

Wer von unseren Kindern oder Enkelkindern weiß heute noch, was ein Milchmann ist oder ein Milchladen.
Ich erinnere mich noch genau daran. In diesen Läden gab es in den 1950er Jahren eigentlich nur wenig zu kaufen, vor allem Milch, Quark, Sahne, Butter und in bescheidenem Maße Süßigkeiten, hinter denen wir Kinder sehr her waren.

Aber wenn wir diese Geschichte aufmerksam lesen, dann entdecken wir bemerkenswerte Parallelen zu unserem Alltag. Es ist doch eigentlich erschreckend, welche Folgen es hat, wenn nur ein Mensch schlechte Laune hat und diese an anderen Menschen auslässt. Das kann sich dann fast unendlich fortsetzen.

Wenn wir Gutes in dieser Welt bewirken wollen, wenn wir etwas in dieser Welt verändern wollen, dann müssen wir aus diesem Teufelskreis des Reagierens ausbrechen.

Natürlich gibt es Zeiten, in denen wir traurig sind oder sogar schlechte Laune haben. Dann sollten wir uns auch nicht zu einer künstlichen Fröhlichkeit zwingen.

Aber es darf nicht geschehen, dass Menschen, die uns gar nichts getan haben, unter unserer schlechten Laune leiden müssen.

Wir wollten uns das immer wieder bewusst machen und dann wie der Junge in unserer Geschichte zwei Mal schlucken und dann dem anderen Menschen, der nichts für unsere schlechte Laune kann, mit Freundlichkeit und Liebe begegnen. Anschließend können wir unsere schlechte Laube ja weiter pflegen. Aber in den meisten Fällen wird das gar nicht nötig sein, denn mit anderen Menschen fröhlich umzugehen, macht selber fröhlich.

Quelle: Karin Heringshausen

Ihr Lieben,

Ich wünsche Euch ein wundervolles Wochenende und richtig gute Laune mit ganz viel Freude in Eurem Herzen und grüße Euch herzlich mit einem meiner neuen Videos auf YouTube. 

Euer fröhlicher Werner aus Bremen,
Das ESELSKIND




Montag, 26. Oktober 2026

Geschichte: Herr Böse und Herr Streit

 

Quelle: Werner Forneberg


Ihr Lieben,

heute Abend möchte ich Euch eine Geschichte von Heinrich Hannover erzählen:

„Herr Böse und Herr Streit“

Es war einmal ein großer Apfelbaum.
Der stand genau an der Grenze zwischen zwei Gärten.
Und der eine Garten gehörte Herrn Böse, und der andere gehörte Herrn Streit.

Als im Oktober die Äpfel reif wurden, holte Herr Böse mitten in der Nacht seine Leiter aus dem Keller und stieg heimlich und leise auf den Baum und pflückte alle Äpfel ab.

Als Herr Streit am nächsten Tag ernten wollte, war kein einziger Apfel mehr auf dem Baum.
"Warte!" sagte Herr Streit, "Dir werde ich es heimzahlen."
Und im nächsten Jahr pflückte Herr Streit die Äpfel schon im September ab, obwohl sie noch gar nicht reif waren.

"Warte!" sagte Herr Böse, "Dir werde ich es heimzahlen."
Und im nächsten Jahr pflückte Herr Böse die Äpfel schon im August, obwohl sie noch ganz grün und hart waren.

"Warte!" sagte Herr Streit, "Dir werde ich's heimzahlen."
Und im nächsten Jahr pflückte Herr Streit die Äpfel schon im Juli, obwohl sie noch ganz grün und hart und sooo klein waren.

"Warte!" sagte Herr Böse, "Dir werde ich es heimzahlen."
Und im nächsten Jahr pflückte Herr Böse die Äpfel schon im Juni, obwohl sie noch klein wie Rosinen waren.

"Warte!" sagte Herr Streit, "Dir werde ich es heimzahlen."
Und im nächsten Jahr schlug Herr Streit alle Blüten ab, sodass der Baum überhaupt keine Früchte mehr trug.

"Warte!" sagte Herr Böse, „Dir werde ich es heimzahlen."
Und im nächsten Jahr im April schlug Herr Böse den Baum mit der Axt um. "So", sagte Herr Böse, "jetzt hat Herr Streit seine Strafe."

Von da ab trafen sie sich häufiger im Laden beim Äpfelkaufen.“

 

Quelle: Wikipedia.org

Ihr Lieben,

wenn wir diese Geschichte aufmerksam lesen, so bemerken wir, dass ein Satz immer wieder auftaucht: „Dir werde ich es heimzahlen.“

Der Wunsch des Menschen, jemandem etwas heimzuzahlen, taucht immer dann auf, wenn ein Mensch Böses erfahren hat, wenn ihm böse mitgespielt wurde, wenn er das Opfer böser Täter oder böser Machenschaften wurde. Dieser Wunsch, etwas heimzuzahlen, ist sehr stark und ähnelt seiner Schwester, der Rache.

Warum aber führt das Heimzahlen, wie unsere Geschichte zeigt,
niemals zu einem guten Ende?

Das Heimzahlen führt deshalb niemals zu einem guten Ende, weil es Böse mit Bösem vergilt, weil es eine böse Tat mit einer bösen Tat rächen möchte.

Aber das Heimzahlen bringt eine böse Tat niemals zu einem guten Ende.
Es führt eher zu einer Eskalation der Gewalt.
Es führt in einen Teufelskreis.
Vor allem aber heilt es niemals die inneren Wunden des Opfers und macht eine Versöhnung zwischen Täter und Opfer unmöglich.

Es gibt nur einen Weg, um einen böse Tat zu einem guten Ende zu bringen:
Eine böse Tat kann man nur mit einer guten Tat zu einem guten Ende bringen.

Vergebung ist besser als Vergeltung
Quelle: Alexander Rykow
Nur wenn wir aus dem Teufelskreis ausbrechen, nur wenn wir bereit sind, uns mit dem Täter zu versöhnen oder, wenn das unmöglich ist, ihm zu verzeihen, dann kommen wir innerlich zur Ruhe, nur dann erwächst aus der bösen Tat die gute Pflanze der inneren Ruhe, die alle alten Wunden heilt.

Ich wünsche Euch einen ruhigen gelassenen Abend und grüße Euch herzlich aus meinem Wohnzimmer in Bremen

Euer fröhlicher Werner,
das ESELSKIND



Geschichte: Nichts ist stärker als die Hoffnung!

 

Quelle: Helmut Mühlbacher

Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch eine Geschichte von Hellmut Walters erzählen:

„Unbezwingbar“

„Meine Schläge, gab das Schicksal in einem Interview zu, sind oft sehr hart und meine Rechte ist ebenso gefürchtet wie die vom Muhammed Ali. Treue, Glaube, Liebe – kurz, auch die schwersten Brocken habe ich auf die Bretter geschickt und sie wurden sämtlich ausgezählt  wie ein am Boden liegender Boxer.“

„Nur mit einem Gegner habe ich bisher nicht fertig werden können:
Sooft ich ihn auch k.o. schlage und davon überzeugt bin, dass er nun endgültig ausgezählt auf dem Boden liegen bleibt – spätestens bis „neun“ ist er wieder auf den Beinen.“

„Und wer“, fragte der Interviewer, „ist dieser unbezwingbare Gegner?“
„Die Hoffnung“, antwortete das Schicksal.

Nichts ist stärker als die Hoffnung!
Quelle: Alexander Rykow


 Ihr Lieben,

Die Hoffnung ist unsere stärkste Kraft.
Es mag sein, dass wir Zeiten der Not, der Ängste, der Krankheit, der Schwierigkeiten erleben und es kann dann auch sein, dass wir wie ein Boxer am Boden liegen, aber wir dürfen niemals aufgeben, niemals liegen bleiben.

Wer hinfällt und liegenbleibt und sagt: „Ich mag nicht mehr, ich bin müde!“, der gibt sich auf, der gibt auch die Hoffnung auf.
Wir dürfen niemals aufgeben so wie der Löwenzahn, der trotz schwerster Widerstände immer wieder aufs Neue aufblüht und für mich die Blume der Hoffnung ist.

Wir müssen uns klarmachen, dass es jedem Leben schwere Zeiten gibt, aber uns sollte immer die Hoffnung auf bessere Tage begleiten, wir sollten niemals die Hoffnung aufgeben, dass in unsere Dunkelheit ein Licht hineinscheint.

Ohne Hoffnung wäre ich nach meiner Zeit als ESELSKIND in meiner Kindheit und Jugend vielleicht gar nicht mehr am Leben. Die Hoffnung auf bessere Tage, auf ein bisschen Freude und Liebe in meinem Leben hielt mich am Leben.

Quelle: Karin Heringshausen

Ihr Lieben,

Ich wünsche Euch einen hoffnungsvollen Abend und eine erholsame Nacht und grüße Euch herzlich aus meinem Wohnzimmer in Bremen

Euer fröhlicher hoffnungsvoller Werner