3129 Geschichten


Auf dem ESELSKIND-Blog stehen inzwischen 3.179 Beiträge und mindestens zwei Mal in der Woche kommen weitere hinzu.

Ich wünsche jeder Leserin und jedem Leser recht viel Freude beim Lesen der Geschichten und ich hoffe, dass Euch die Geschichten ein wenig ermutigen und Euch veranlassen, niemals aufzugeben, denn denkt bitte immer daran:
Ihr seid etwas Besonderes, Ihr müsst nur Eurer Licht zum Leuchten bringen


Euer fröhlicher Werner aus Bremen

Freitag, 1. Mai 2026

Geschichte: Warum haben so viele weggeschaut?

 

Wir brauchen Quellen der Liebe und des Trostes!

Quelle: Helmut Mühlbacher
„Der Hunger nach Liebe ist schwerer zu stillen als der Hunger nach Brot.“
Mutter Teresa

Quelle: Helga und Gerd Steuer

Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch eine Geschichte erzählen, deren wahrer Hintergrund vor einigen Jahren die Öffentlichkeit der USA erschütterte.
Die Geschichte stammt von 
Laura Hayes Lagana:

„Warum haben so viele weggeschaut?“

„Sein kurzes, qualvolles Leben war gekennzeichnet durch wiederholte Einlieferungen in die Notaufnahme, um unerklärbare und zweifelhafte Verletzungen zu behandeln, die sich mit der Zeit schon gar nicht mehr zählen ließen.

Die verantwortlichen Erwachsenen, die eigentlich dafür da sein sollten, ihrem Kind Liebe zu geben, hatten die eigenen Gefühlsausbrüche und Frustrationen nicht mehr im Griff.

Der kleine 10-jährige Junge hätte nicht durch das soziale Netz fallen dürfen, aber in unserer unvollkommenen Welt war genau das geschehen.

Als der geschundene und verletzte Junge endlich aus seiner Hölle erlöst wurde, erlebte er Momente des Trostes und der Sicherheit, die er bisher in seinem Leben so sehr vermisst hatte.
Quelle: Thomas Etzensberger
Sein Leben konnte allerdings nicht mehr gerettet werden.
Umgeben und umhüllt von der Liebe, die er in seinem jungen Leben so dringend gebraucht hätte und verdient hatte, ging er in das nächste Leben über.

Deshalb sollten wir jeden Tag für einen anderen Menschen eine Quelle der Liebe und des Trostes sein.“
Quelle: Helmut Mühlbacher

Ihr Lieben,

auf Beerdigungen oder wenn wieder über einen schrecklichen Fall von Kindesmisshandlung oder Kindesmissbrauch berichtet wird, höre ich neben anderen Sätzen immer wieder den einen Satz:

„Auch hätten wir uns/ hätten sich die Verantwortlichen doch um den Betroffenen mehr gekümmert."

Wenn jemand gestorben ist oder ein Kind nach einem schrecklichen Missbrauch oder einer entsetzlichen Misshandlung verstirbt, dann kommt zweifelsohne jede Hilfe zu spät.

Wir sind deshalb dazu aufgerufen, Liebe in diese Welt hineinzutragen, Vertrauen zu unseren Mitmenschen aufzubauen, Zuversicht zu schenken und Mut zu machen.

Wenn wir so handeln, dann betreiben wir die beste Vorsorge gegen Kindesmissbrauch und Kindesmisshandlung, die man sich nur denken kann.

Wenn Menschen unsere Liebe und unser Vertrauen spüren, dann öffnen sich uns vielleicht auch Eltern, die nicht mehr mit ihren Kindern fertig werden und wir können sie dann in ihrem Bemühen unterstützen, sich Hilfe zu suchen.

Wenn Menschen unsere Liebe und unser Vertrauen spüren, dann öffnen sich uns vielleicht auch Kinder, die misshandelt und missbraucht werden, weil sie spüren, dass wir sie nicht enttäuschen und ihnen helfen werden.

Es ist so wichtig, dass es solche Quellen der Liebe und des Vertrauens gibt.

Ebenso wichtig ist es aber auch, dass es Quellen des Trostes gibt, damit Menschen, die schreckliches Leid erlitten haben, die sich in einer Not befinden, wissen, dass wir bereit sind, ihnen zuzuhören, für sie da zu sein, ihnen zur Seite zu stehen.

Ihr Lieben,

ich wünsche Euch ein Wochenende der Liebe, der Zuversicht und der Hoffnung und ich grüße Euch mit tausend bunten Luftballons, die den Frühling verkünden sollen, aus Bremen
Euer nachdenklicher Werner

Quelle: Karin Heringshausen

Mittwoch, 29. April 2026

 

Vergesslichkeit ist nichts, dessen man sich schämen muss

Einer der Lieblingsplätze von Werner in der Nähe seiner Wohnortes
Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch eine kleine Geschichte von Christoph Georges erzählen:

"Eine Witwe war seit den frühen Morgenstunden schon auf den Beinen, um auf dem Wochenmarkt ein zu kaufen, was sie und ihr Kind zum Leben brauchen würden.
Gegen Mittag, als die Sonne hoch am Himmel stand, hatte sie alle Einkäufe und Erledigungen gemacht und war bereits auf dem Rückweg in das abgelegene Dorf.
Je näher sie aber ihrem Ziel, dem vertrauten Zuhause, kam, um so besorgter schaute sie drein.

In ihren Gedanken kamen Fragen nicht zur Ruhe:
Hatte sie etwas vergessen, was sie hätte für das Geburtstagsmahl ihres Sohnes besorgen müssen? 
Aus Liebe wollte sie es doch besonders ordentlich gestalten.
Mit aufgeregten Fingern suchte sie erst nach dem Mehl für den Kuchen... bald später nach dem Obst...

Quelle: Raymonde Graber
In ihrer Hand wurde der Korb immer schwerer. So blieb sie bald darauf stehen und stellte ihn ab.
Im Schatten des Baumes vor der Brücke, die hinein ins Dorf führte, wühlte sie lange in ihrem Korb und durchdachte alle Einkäufe noch einmal genau. ...


So würde sie sich zwar nicht den erneut langen Rückweg auf den Markt oder den beschwerlichen Marsch nach Hause sparen... aber vielleicht den Spott der Dorfbewohner und deren Gelächter über ihre Vergesslichkeit im Alter.

Schließlich, als sie sich dessen gewiss war, dass alle Dinge im Korb waren, die auf der Liste geschrieben standen, hob sie den Korb an und machte sich mit Mut und Zuversicht bereit, die Brücke zu überqueren hinein ins Dorf.
Etwa auf halber Strecke aber stockte sie.
Quelle: Helga und Gerd Steuer
Plötzlich verließ sie der Mut. Und wenn sie doch etwas vergessen hatte?... 
Die Gedanken marterten ihre Seele.
Also kehrte die Witwe verunsichert über sich selbst wieder um und suchte Schutz im Schatten des Baumes.

Wieder begann sie, die geschriebene Liste vor sich aus zu breiten... als ein Wanderer an ihr vorüber ging.
„Was tut ihr da, liebe Frau?“ fragte er nach einiger Beobachtung.
Die Witwe schämte sich ihrer Unsicherheit und Fehlerhaftigkeit wegen, doch schließlich fasste sie Vertrauen zu jenem freundlichen Fremden, der in etwa ihrem Alter war.

„Ich muss sicher sein, dass ich nichts vergessen habe, bevor ich ins Dorf hinüber gehe.“ Verwundert über diese Antwort, setzte sich der Fremde neben die Witwe auf die Bank. „Liebe Frau, ich möchte Dir helfen, damit Du zur Ruhe und hinüber in Dein Dorf kommst, ganz ohne Angst und Scham.“

Die Witwe hielt in ihrer Geschäftigkeit inne und schaute fragend auf den seltsam ruhigen Wegbegleiter. 
„Ich werde mit Dir all diese Dinge durchzählen und die Liste an mich nehmen. 

Du musst sie mir nur einen Moment geben ...“

Erschöpft willigte die Frau bald auf dieses Angebot der Hilfe ein, denn inzwischen war fast schon Sonnenuntergang. 
Der fremde Mann zählte, rechnete, zeichnete ab und nickte am Ende schon nach kurzer Zeit: „Ja, liebe Frau, Du hast wahrlich alles im Korb, was Du brauchst.“


Voller Freude und Erleichterung lächelte die Frau zum ersten Mal an diesem so anstrengenden Tag. Ihre Augen glänzten und ihre Hände drückten dankbar die Hand des fremden Helfers, während sie voller Mut und Zuversicht endlich wieder auf die Brücke ins Dorf zuging.

Festen Schrittes betrat sie die hölzernen Stufen und ging mit einer Hand um den Korb und der anderen abgestützt am Brückengeländer in Richtung des Dorfes. 
Auf der Hälfte aber kamen ihr erneut Zweifel

Sie warf einen Blick auf den vom Wanderer kontrollierten Zettel.
Konnte man dem Fremden aber vertrauen?
Woher sollte sie denn wissen, ob er es richtig kontrolliert hatte? Und wenn er ein Mensch wäre, der sich einen Spaß mit der Vergesslichkeit und Fehlerhaftigkeit anderer Menschen machte...?
Sie blieb erneut stehen.

Blickte sich unsicher um und wollte gerade wieder ihren Fuß zur Flucht unter den Baum setzen... 
als hinter ihr die warme Stimme des Mannes vom anderen Ende der Brücke rief:
Ich habe alles kontrolliert. Kehre nicht zurück, sondern gehe nach vorn.“
Wieder Vertrauen gefasst, ging die Witwe weitere Schritte in Richtung des Dorfes.

Kurz vor dem Tor aber, als sie noch einmal hinüber an das andere Ufer des Flusses schaute, konnte sie den Begleiter nicht mehr sehen. Er war weggegangen, bevor sie das Dorf erreicht hatte? 

Das konnte nur bedeuten, dass er aus schlechtem Gewissen geflohen war, bevor sie bemerken könne, dass doch etwas im Korb fehlte... Ihre Gedanken überschlugen sich und so beschloss sie, den ganzen Weg hinüber noch einmal zurückzugehen, um an jenem Platz unter dem Baum...

Quelle: Helmut Mühlbacher
„Nein, vertraue- ich bin hier! Du, liebe Frau, wenn Du Dir selbst schon nicht vertrautest, als wir uns am Mittag begegneten... und auch dem Geschriebenen auf Deinem Zettel nicht vertraust...auf dem ich alle Dinge nachzählte und wog... so vertraue meinen Worten jetzt, denn es ist spät und Dein Sohn wartet längst zu Hause. Geh nach vorn und nicht zurück,“ flüsterte er ihr vertraut und nah ins Ohr...

Als die Witwe wenig später endlich das Dorf erreicht hatte, lief ihr besorgter Sohn ihr entgegen: 
„Wo warst Du nur so lange, Mutter? Ich habe mir solche Sorgen um Dich gemacht.“


Noch bevor die Frau dem Sohn erklären konnte, wie unsicher sie sich auf dem Weg vom Markt gewesen war... und wie sehr sie sich doch für ihre vermeintliche Schwäche der Vergesslichkeit schämte... sah er sie an und weinte Tränen: 

„Mutter, und wenn wir nichts zu essen gehabt hätten, so wäre es ja doch ein schöner Geburtstag! Denn wichtiger als alle Dinge ist, dass Du da bist, meine Mutter!“ 

Wie oft gehen wir verunsichert falsche Wege oder richtige Wege wieder zurück oder gar überhaupt nicht? 
Wie viele Menschen wohl lieber zum „Baum“ zurückkehren statt in das vertraute „Dorf“ nach Hause?

Dabei aber könnten wir doch wissen, dass es wichtigere Dinge gibt, als Nahrung, Kleidung oder tägliche Sorgen... und dass es „im Dorf“ Menschen gibt, die über unsere Fehler und Schwächen längst hinwegschauen und sich freuen, UNS zu sehen."
Quelle: Astrid Müller
Ihr Lieben,

viele Menschen, die älter werden, leiden unter Vergesslichkeit.
Habe ich die Haustür abgeschlossen, bevor ich in die Stadt gegangen bin?
Habe ich die Herdplatte ausgemacht, bevor ich mich vor den Fernseher gesetzt habe?
Habe ich im vergangenen Monat an alle Geburtstage meiner Freunde und Verwandten gedacht?
Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.


Vergesslichkeit ist etwas ganz Normales, auch junge Menschen sind manchmal vergesslich. Wir älteren Menschen begehen nur den Fehler, darin eine Minderwertigkeit unserer Person zu sehen. Und das Gefühl, nicht mehr so viel wert zu sein, belastet uns viel mehr als die eigentliche Vergesslichkeit!

Ich wünsche Euch allen, dass es Euch gelingen möge, mit der Vergesslichkeit zu leben. Ich habe mir das angewöhnt. Für die wirklich wichtigen Dinge und Termine habe ich mir kleine Erinnerungszettel gemacht und die anderen Vergesslichkeiten nehme ich mit Humor.
Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,
ich wünsche Euch morgen einen fröhlichen und zuversichtlichen Tag und ich grüße Euch herzlich aus dem frühlingshaften Bremen

Euer fröhlicher Werner


„Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe - diese drei; die Größte aber von ihnen ist
die Liebe.“

Sonntag, 26. April 2026

Geschichte: Der Lockvogel

 

Aufmerksamkeit - Eine wundervolle Eigenschaft!

Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

heute Abend möchte ich Euch eine Geschichte von Willi Hoffsümmer erzählen:

„Der Lockvogel“

„In Italien in der schönen Toskana hatte ein Vogelfänger sein Netz geschickt aufgestellt, leckeres Futter bereitgestellt und in einem Käfig einen Lockvogel dazugesetzt, der vortrefflich singen konnte.

Die Vögel in der Nachbarschaft hörten diesen wundervollen Gesang, sie flogen herbei und sprachen:

„Was für ein Überfluss an leckerem Futter dort bereitliegt! Und wie freundlich uns unser Geselle, dem selbst so wohl ist, dazu einlädt! Wir wollen deshalb diese Gelegenheit nutzen!“

Kaum aber hatten die Vögel angefangen zu fressen,
so fiel das Netz herunter und sie verloren ihre Freiheit und ihr Leben.

Ein einzelner Vogel aber hielt sich abseits und der Lockvogel rief ihm zu:

„Wer hat Dich denn so klug gemacht, dass Du trotz des leckeren Futters nicht näherkommst?“

Der kluge Vogel antwortete:
„Das ist eine einfache Lehre meines Vaters! 
„Lieber Sohn“, sprach er oft zu mir, wenn man Dir eine Vorteil zeigt, den Du gewinnen kannst, der gar zu groß und gar zu leicht zu erlangen ist, dann hüte Dich, denn dann liegt meist ein Betrug im Hinterhalt.“

Ihr Lieben,

wir Menschen kommen leicht in Versuchung, großen Versprechungen zu glauben, weil wir davon ausgehen, dass alle anderen Menschen ebenso ehrlich sich verhalten wie wir. Das aber ist ein großer Irrtum, der uns teuer zu stehen kommen kann.

Vor der Finanzkrise im Jahr 2008 haben viele Menschen in Deutschland ihre gesamten Ersparnisse bei Lehman Brothers, einer großen US-amerikanischen Investmentbank angelegt , weil man ihnen dort rund 10% Zinsen versprach.
Durch die Finanzkrisehaben sie alles verloren.

Aber auch, wenn es nicht um Vorteile geht, sollten wir vorsichtig sein.

Bei einer alten Nachbarin, die schräg gegenüber dem Haus wohnt, in dem ich lebe, klingelte eines Tages ein Mann, der sich mit einem selbst gebastelten Ausweis aus Polizist ausgab und ihr mitteilte, dass ein naher Verwandter von ihr mit dem Auto verunglückt sei und dass für seinen Krankenhausaufenthalt und seine Operation mehrere Tausend Euro notwendig seien.

Die alte Nachbarin war so hilfsbereit, dass sie nicht nur das geforderte Geld (mehrere Tausend Euro) besorgte, sondern auch noch für diejenigen, die das Geld abholen wollten, zwei Kaffeegedecke bereitstellte, um diese Menschen auch noch mit Kaffee und Kuchen zu bewirten.

Nur durch die Aufmerksamkeit eines Nachbarn konnte der Betrug an der alten Dame verhindert werden.

Was können wir daraus lernen können, ist zweierlei:

Zum einen sollten wir immer vorsichtig sein, wenn Menschen an unserer Tür klingeln und sich als Polizisten oder Ähnliches ausgeben.
Im Zweifelsfall sollten wir immer erst die Notrufnummer 110 wählen und uns vergewissern, ob alles mit rechten Dingen zugeht.

Zum anderen sollten wir aufmerksam sein und darauf achten, was in unserer Umgebung geschieht. 
So können wir manches Leid verhindern.
Nicht immer müssen wir einen Betrug verhindern, aber wenn wir aufgrund unserer Aufmerksamkeit entdecken, dass z.B. ein Mensch einsam ist, dann können wir diesen zum Beispiel durch eine Einladung zum Kaffeetrinken glücklich machen.

Die Aufmerksamkeit ist eine wundervolle Eigenschaft:

Es ist gut, aufmerksam zu sein, 
sie hilft Euch, zu erkennen, 
wenn ein Mensch in Not ist.

Es ist gut, aufmerksam zu sein, 
sie hilft Euch dabei, anderen zuzuhören, 
die einsam sind.

Es ist gut, aufmerksam zu sein, 
sie hilft Euch dabei, wenn Eure Kinder 
oder Enkelkinder Euch um ein Gespräch bitten.

Es ist gut, aufmerksam zu sein, 
sie hilft Euch dabei, auf Eure eigenen Bedürfnisse 
zu achten und sie nicht zu vernachlässigen.

Es ist gut, aufmerksam zu sein, 
sie hilft Euch dabei, zu erkennen, 
wofür Ihr dankbar sein dürft.

Es ist gut, aufmerksam zu sein, 
sie hilft Euch dabei, zu erkennen,
wie schön die Natur ist.
Quelle: Helmut Mühlbacher
Es ist gut, aufmerksam zu sein, 
sie hilft Euch dabei, zu erkennen, 
dass Ihr durch ein Licht die Dunkelheit vertreiben könnt.

Es ist gut, aufmerksam zu sein,
sie hilft Euch dabei, 
daran zu denken, der Partnerin, dem Partner zu sagen „Ich liebe Dich!“, 
den Kindern und Enkeln zu sagen „Ich habe Dich lieb!“

Es ist gut, aufmerksam zu sein, 
sie hilft Euch dabei, zu erkennen, wann es wichtig ist, 
jemanden in den Arm zu nehmen.
Quelle: Astrid Müller
Ihr Lieben,

ich wünsche Euch für die kommende Woche recht viel Aufmerksamkeit auf Euch selbst, Eure Lieben und auf alle Menschen, denen Ihr täglich begegnet.

Ich grüße Euch voller Aufmerksamkeit aus Bremen
Euer fröhlicher Werner
Quelle: Karin Heringshausen

Donnerstag, 23. April 2026

Geschichte: Der Zauberteppich

 

Es wäre schön, wenn unsere Welt ein Zauberteppich wäre!

Quelle: Karin Heringshausen

Ihr Lieben,

heute Abend möchte ich Euch eine Geschichte von Thomas Ottermann erzählen:

„Der Zauberteppich“

„Ein Vater schenkte seinen Söhnen und Töchtern, seinen Enkeln und Urenkeln einen großen, bunten zauberhaften Teppich, den er selbst mit viel Geduld und Weisheit einst selbst angefertigt hatte.

 Wie soll ich Euch den Teppich beschreiben?
Seine Muster waren von vielfältig und farbig aufeinander abgestimmt. Ein Muster passte gut zu dem anderen und gemeinsam ergaben sie ein Bild von außerordentlicher Schönheit und Vollkommenheit.

Die Art des Teppichs war ganz wundersam. Er war nicht mit einem gewöhnlichen Garn gesponnen worden, sondern er hatte eine ganz eine Art: Er verlieh den Söhnen und Töchtern, den Enkeln und Urenkeln Weichheit, Wärme und Geborgenheit.

Zu bestimmten Zeiten des Tages verwandelte er sich in einem Tisch voller köstlicher Speisen, die noch warm in den Schüsseln dampften, und voller erquickender Getränke.

Der Teppich schützte diejenigen, die auf ihm lebten, vor der Hitze des Tages und vor der Kälte der Nacht. So lebten die Söhne und Töchter, die Enkel und Urenkel lange Zeit friedlich und einträchtig auf dem Teppich und dankten ihrem Vater für diese wundervolle Geschenk.

Doch mit der Zeit ging mit den Söhnen und Töchtern, den Enkeln und Urenkeln eine eigenartige Wandlung vor. Einige von ihnen beanspruchten plötzlich große Teile des Teppichs für sich alleine und vertrieben die anderen von diesen Stellen, sodass sie sich in einer Ecke zusammendrängen mussten.

Einigen gefiel plötzlich das Muster des Teppich nicht mehr, sodass sie an diesen Stellen die Fäden ausdröselten und versuchten, sie zu einem neuen Muster zu verweben. Sie ersetzten die feinen zarten Muster durch grobes, raues Flickwerk.

Einige hörten auf, den Teppich zu pflegen. Es störte sie wenig, ihren Umrat auf dem Teppich liegen zu lassen, sodass er zusammen mit dem Teppich verschimmelte.

Wieder einige schnitten ganze Stücke aus dem Teppich heraus, um diese dann nur für sich alleine zu besitzen. 
Die meisten der Teppichbewohner fanden auch aneinander keinen Gefallen mehr. Sie begannen, sich wegen des Teppichs zu schlagen und wegen der Rechte daran. Ihr handfester Streit hinterließ auf dem Teppich deutliche Risse und Spuren.

So sitzen die ehemaligen Teppichbewohner heute nun verstreut und vereinzelt aus einem abgeschabten, fleckigen ausgefransten Lappen, der einmal ein wunderschöner, zauberhafter Teppich war. Und machen immer so weiter…“
Quelle: Karin Heringshausen

Ihr Lieben,

wenn in meiner Jugend jemand dazu aufgefordert wurde, sich vernünftig zu verhalten, dann wurde gerne die Redewendung verwendet: 
„Nun bleib mal schön auf dem Teppich!“

Unsere heutige kleine Geschichte ist ein wundervolles Märchen über das Wesen unserer Welt. Fast kein Tag vergeht, an dem uns nicht über irgendwelche Terrorakte und irgendwelche Kriege auf dieser Welt berichtet wird.

Und das geschieht, weil immer wieder Menschen über Menschen herrschen wollen, weil immer wieder Menschen sich nicht bescheiden können mit dem, was sie haben, sondern sich auf Kosten anderer Menschen bereichern wollen.

Es macht mich wirklich sehr, sehr traurig, wenn ich das so bedanke:

Wie wundervoll wäre doch das Leben auf dieser Welt, wenn die Menschen, die auf unserer Welt leben, begreifen würden, dass das Leben auf dieser Welt ein Geschenk ist
und dass der Sinn unseres Lebens nicht darin besteht, uns auf Kosten anderer Menschen zu bereichern, sondern uns und anderen Menschen Freude zu bereiten, Liebe zu schenken,  das Vorhandene miteinander zu teilen, füreinander da zu sein, miteinander zu feiern.


Diese unsere Welt produziert genug Lebensmittel, um alle Menschen ernähren zu können, aber dennoch hungert ein Drittel der Menschheit.

Die Militärausgaben aller Staaten dieser Welt eines einzigen Jahres würden ausreichen, um allen armen Familien auf dieser Welt ein kleines Häuschen bauen zu können.

Lasst uns mithelfen, - jeder dort, wo er hingestellt ist und mit den Mitteln, die ihm zur Verfügung stehen – die Welt ein klein wenig besser zu machen, Tag für Tag, Monat für Monat.

Die Welt braucht unsere Hilfe –
ja, auch DEINE Hilfe, sei sie auch noch so bescheiden!


Die Welt braucht unsere Liebe – 
ja, auch DEINE Liebe!

Die Welt braucht unser Licht – 
ja, auch Dein Licht!
Quelle: Karin Heringshausen
Ihr Lieben,
ich wünsche Euch heute einen hilfsbereiten Tag, eine Stunde Nachdenklichkeit und Fröhlichkeit im Kreise Eurer Lieben oder Freunde

Euer nachdenklicher fröhlicher Werner

Sonntag, 19. April 2026

Geschichte: Das immer Gleiche

 

Ich wünsche Dir mehr Lebensfreude!

Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

heute Nachmittag möchte ich Euch eine kleine Geschichte von Lisa Jo Barr erzählen:

„Das immer Gleiche“

„Nach meiner Arbeit holte ich mir regelmäßig eine Riesenmahlzeit und verspeiste sie gleich im Auto, bevor ich nach Hause fuhr. Als ich meiner Freundin davon erzählte und ihr berichtete, dass ich mit dieser Gewohnheit eigentlich gar nicht glücklich bin, sagte sie zu mir:

Tu etwas anderes und Du erreichst etwas anderes!“
Am nächsten Abend nahm ich mir vor, mit etwas Gutes, etwas Gesundes zu kochen.
Ich kaufte in einem Lebensmittelladen die notwendigen Zutaten ein und machte mich ans Werk.
Ich gebe zu, ab und zu lande ich noch im Schnellimbiss, aber ich mache mir deswegen keine Vorwürfe. Ich weiß jetzt, wie schlecht ich mich fühle, wenn ich mich gedankenlos vollstopfe – ganz im Gegensatz zu der entspannten Ruhe, die ich tief in mir drin empfinde, wenn ich für mich selbst koche.“
Quelle: Jürgen Tesch
Ihr Lieben,

ich habe diese kleine Geschichte heute nicht ausgewählt, weil ich Euch etwas zum guten oder schlechten Essen schreiben möchte. Das halte ich für unnütz, über gutes und gesundes Essen wird im Fernsehen genug berichtet und auch viel besser, als ich das je könnte.

Mir geht es heute vor allem darum, im Blick auf den         Frühling in Euch die Lebensfreude zu wecken. 
Warum aber verspüren so viele Menschen keine Lebensfreude in sich?
Quelle: Werner Forneberg


Dazu möchte ich Euch einen kleinen Text von Thom Rutledge zu lesen geben:

Manchmal habe ich das Gefühl, ich würde gar nicht leben, sondern eine Gefängnisstrafe absitzen – ich schlage meine Zeit tot mit den immer gleichen Beschäftigungen.

An manchen Tagen habe ich vergessen, was es sich anfühlt, 
voller Neugier auf das Leben zu blicken.

An manchen Tagen habe ich vergessen, mir selbst wichtige Fragen zu stellen: „Warum bin ich hier? Wohin gehe ich? Was kann ich auf dieser Welt für einen Beitrag leisten, damit diese Welt ein klein wenig besser wird?“

Deshalb nehme ich mir heute vor: 
Ich will Antworten finden auf so wichtige Fragen wie:
„Was ist für mich das Wichtigste? Wie kann ich meine Dankbarkeit ausdrücken? Was kann ich für jemanden tun, den ich liebe – oder sogar für eine mir völlig fremde Person?

Heute nehme ich mir vor: „Ich möchte nicht nur meine Zeit absitzen, sondern ein wundervolles Leben führen!“
Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

um es ganz klar zu sagen: DAS Erfolgsrezept, um viel Lebensfreude zu empfinden, gibt es nicht.

Aber es gibt etwas, damit die Lebensfreude in unserem Leben stark zunimmt.
Nichts lähmt unsere Lebensfreude so sehr wie die Langeweile, die ewig gleiche Reihenfolge dessen, was geschieht: Schlafen – Frühstück – Arbeit – Mittagessen – Arbeit – Kaffeetrinken – Fernsehen – Abendbrot – Fernsehen – Schlafen.

So oder ähnlich sieht der Tag vieler Menschen aus. Da ist es kein Wunder, wenn wir unsere Lebensfreude verlieren, uns mit ungesundem Essen vollstopfen und hoffen, dass unser Schokoladenverzehr Glückmomente in uns auslöst.

Das Rezept für mehr Lebensfreude lautet:
Mach häufiger mal etwas, das Dir Freude macht.
Reichere Deinen Tag mit außergewöhnlichen Erlebnissen an, 
besuche z.B. mal ein Konzert.
Denke an Deine Bedürfnisse und tue ab und zu genau das, wozu Du Lust hast.
Trau Dir ab und zu etwas Neues zu!

Abwechslung ist das beste Mittel gegen Langeweile und für mehr Lebensfreude.

Wenn ich jeden Tag schon weiß, wie er ablaufen wird, 
ist es doch kein Wunder, dass die Lebensfreude immer mehr schwindet.

Deshalb wünsche ich Euch allen Hunger nach etwas Neues, etwas Verrückten, etwas Fröhlichem, etwas Außergewöhnlichem, etwas, das Ihr schon immer einmal tun wolltet.
In der kleinen Geschichte sagt die Freundin:
„Tu etwas anderes und Du erreichst etwas anderes!“

Mein Großvater drückte das so aus:
Eine schlechte Gewohnheit kann man nur dadurch beseitigen,  
dass man sie durch eine gute Gewohnheit ersetzt!“

Wenn Du also bisher immer traurig auf Deinen stetig gleichen Tagesablauf geblickt hast, dann ändere das, indem Du Dir jeden Morgen fünf Minuten lang überlegst, was könnte ich heute anders machen, was könnte ich heute Fröhliches machen, wozu habe ich heute Lust?

Und dann setze es in die Tat um!
Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,
ich wünsche Euch eine fröhliche neue Woche mit verrückten Ideen, mutigen Entscheidungen und viel Humor und ich grüße Euch herzlich aus Bremen
Euer fröhlicher Werner
Quelle: Karin Heringshausen