Es geht in diesen schweren Zeiten darum, Menschen dazu zu ermutigen, anderen Menschen offen und frei ins Gesicht zu blicken und offen und frei die eigene Meinung zu äußern, und es geht darum, Menschen Hoffnung zu vermitteln, damit sie in ihrem Leben glücklich werden.
3129 Geschichten
Auf dem ESELSKIND-Blog stehen inzwischen 3.179 Beiträge und mindestens zwei Mal in der Woche kommen weitere hinzu.
Ich wünsche jeder Leserin und jedem Leser recht viel Freude beim Lesen der Geschichten und ich hoffe, dass Euch die Geschichten ein wenig ermutigen und Euch veranlassen, niemals aufzugeben, denn denkt bitte immer daran: Ihr seid etwas Besonderes, Ihr müsst nur Eurer Licht zum Leuchten bringen
"Schwierigkeiten sind nicht dazu da, um vor ihnen zu kapitulieren, sondern damit wir sie überwinden und gestärkt unseres Weges gehen." Alexander Rykow
Ihr Lieben,
heute möchte ich Euch die Geschichte zu lesen geben, die von Peter Graf v. Eysselsberg nacherzählt wurde:
"Das Huhn Klara"
www.wikipedia.org
"Es war einmal ein kleines Huhn, das den schönen Namen Klara trug. Eines Tages lief es ganz aufgeregt gackernd an einem Zaun entlang. Klara wollte zu gerne zu dem leckeren frischen Futter, das auf der anderen Seite des Zaunes lag.
Sie probierte alles Mögliche aus:
Sie versuchte über den Zaun zu fliegen, aber der war leider zu hoch.
Sie suchte eine Lücke im Zaun, aber es war keine zu finden.
Sie rannte mit aller Kraft gegen den Zaun, aber er gab nicht nach.
Das Einzige, was sie nicht tat, war, sich ein Stück weit von dem Futter zu entfernen.
Dann nämlich hätte sie entdecken können, dass der Zaun nach 10 Meter Breite aufhörte...."
Quelle: Raymonde Graber
Ihr Lieben,
vielen Menschen, denen ich in meinem Alltag begegne, geht es ähnlich wie dem Huhn Klara.
Sie geben sich so viel Mühe, um ihre Ziele zu erreichen, ihre Träume zu verwirklichen.
Sie strengen sich sehr an und sind dann traurig und deprimiert, wenn es ihnen nicht gelingt, ihren Traum zu verwirklichen und ihr Ziel zu erreichen.
Diese lieben feinen Menschen, die sich ja so große Mühe geben, machen dann den großen Fehler, dass sie die Schuld für das Nichterreichen bei sich selbst suchen:
"Ich kann das nicht!", "Ich schaffe das nicht!", "Ich bin ein Versager!"
Quelle: Karin Heringshausen
Zusätzlich tauchen dann in der Familie, Freundschaft und Bekanntschaft die Bedenkenträger auf, die schon immer gewusst haben, dass es ohnehin nicht gelingen konnte, was sich diese lieben feinen Menschen vorgenommen haben.
Aber dabei ist die Lösung oft ganz einfach wie bei dem Huhn Klara.
Wenn auf dem Weg zu meinem ersehnten Ziel ein großer mächtiger Berg steht, bringt es nichts, immer wieder mit voller Kraft gegen den Berg anzurennen, da hole ich mir höchstens einen blutigen Kopf.
Quelle: Karin Heringshausen
Es ist besser, den Berg mit Abstand zu betrachten und zu überlegen:
Kann ich über den Berg hinübersteigen?
Kann ich rechts oder links den Berg umrunden?"
Kann ich durch den Berg einen Tunnel graben?
Finde ich in dem Berg vielleicht sogar einen Schatz?
Wenn wir auf unserem Weg zu unseren Zielen Schwierigkeiten begegnen, sollten wir uns nicht entmutigen lassen, sondern diese Schwierigkeiten sollten uns vielmehr Ansporn sein, nach Lösungen zu suchen.
Lasst uns also nicht mehr wie das Huhn Klara gegen die Zäune in unserem Leben anrennen, sondern lasst uns wie ein kluges Huhn entdecken, dass jeder Zaun (!) nach einer gewissen Strecke aushört.
Und das Gleiche gilt für unsere Schwierigkeiten und für die Hindernisse, die uns auf dem Weg zu unseren Zielen begegnen.
Quelle: Werner Forneberg
Ihr Lieben,
ich wünsche Euch morgen einen guten fröhlichen und mutigen Tagund grüße Euch ganz herzlich aus Bremen.
ich möchte Euch heute eine Geschichte von Wolfgang Lange erzählen:
Vom Wettstreit der Frösche
Quelle: Wikipedia.org.
"Es fand einmal ein Wettstreit der Frösche statt.
Das Ziel dieses Wettstreits war es, auf den höchsten Punkt eines großen Turms zu klettern.
Es versammelten sich neben den Fröschen, die am Wettstreit teilnehmen wollten, auch viele Frösche, um bei dem Wettlauf zuzusehen und ihre Artgenossen anzufeuern.
Der Wettlauf begann, aber in Wirklichkeit glaubte keiner der Zuschauer daran, dass es auch nur ein einziger Frosch bis hinauf auf die Spitze des Turms schaffen würde.
Alles, was man unter den Zuschauern hörte, waren Sätze, wie "Die Armen! Sie werden es nie schaffen!"
Die Frösche, die an dem Wettlauf teilnahmen, begannen, entmutigt durch die Sprüche, die sie hörten, einer nach dem anderen, aufzugeben, außer einem einzigen, der unverdrossen versuchte, kletternd die Spitze des Turms zu erreichen.
Ein einziger Frosch erreichte allein und unter großer Anstrengung die Spitze des Turms.
Die Zuschauer wollten nun von ihm wissen, wie es das geschafft hatte. Als sie sich ihm aber näherten und ihn fragen wollten, wie er es geschafft habe, den Wettlauf zu gewinnen, da stellten sie fest, dass...er taub war!!!
Quelle: Wikipedia.org.
Ihr Lieben,
wenn wir ein Ziel erreichen wollen, wenn wir in einer Sache erfolgreich sein wollen, ist eine der wichtigsten Voraussetzungen, um unser Ziel zu erreichen, taub zu sein gegenüber den sogenannten Bedenkenträgern, die schon vorher, bevor wir unsere Bemühungen, unser Ziel zu erreichen, gestartet haben, die Meinung vertreten, dass wir nicht erfolgreich sein werden.
Ich bin der festen Überzeugung, dass ganz viele Menschen in ihrem Leben die von ihnen angestrebten Ziele erreichen könnten, wenn sie nicht auf die Bedenkenträger hören würden.
Deshalb widme Dich Deinem Ziel und sei taub denen gegenüber, die Dir die Fähigkeit absprechen wollen, das Ziel zu erreichen.
Hast Du Dich heute schon auf ein Ziel konzentriert?
Quelle: Karin Heringshausen
Ihr Lieben,
ich wünsche Euch morgen einen erfolgreichen Tag, einen fröhlichen Tag, einen Tag der Zuversicht und Ermutigung, einen Tag der Freude und Neugier und einen Tag des Voranschreitens.
"Nimm ein Kind an die Hand und lass dich führen, betrachte die Steine, die es aufhebt, und lausche und hör aufmerksam zu, was es dir erzählt, und es wird dich in eine Welt entführen, die du schon längst vergessen hast." Alexander Rykow
Quelle: Karin Heringshausen
Ihr Lieben,
heute möchte ich Euch die Geschichte einer unbekannten Autorin erzählen:
"Die wahre Armut"
„Nie vergaß ich diesen einen Ausflug im Herbst, zu dem unser Vater meine drei Geschwister und mich mitnahm. Damals muss ich so zehn Jahre alt gewesen sein und wir fuhren hinaus aufs Land.
Denn unser Vater wollte, wie er sagte, uns einmal zeigen, wie arm Menschen sein können. So verbrachten wir einen ganzen Tag auf einem - für unsere Verhältnisse – sehr ärmlichen Bauernhof.
Vor allem erinnere ich mich daran, dass wir vier Kinder noch nie zuvor ein Plumpsklo gesehen, geschweige denn benutzt hatten! Auf dem Bauernhof befand es sich gleich hinter dem Schweinestall, und mein jüngster Bruder war so beeindruckt davon, dass er sofort zurücklief, um es uns Geschwistern zu zeigen. Aber dann ging es zu der Bauernfamilie aufs Feld.
Die Feldarbeit war schwer, zumal wir es gar nicht gewohnt waren, so lange gebeugt Runkelrüben aus dem Boden zu ziehen...Reihe um Reihe. Mittags ging es zum Hof zurück und es gab deftige Hausmannskost auf Suppentellern am einfachen Küchentisch, so ganz ohne Servietten und Tischdecke, ganz anders, als es bei uns daheim üblich war.
Gleich nach dem Essen ging es mit den Bauersleuten wieder aufs Feld hinaus. Abends waren wir vier Stadtkinder müde, aber stolz, bei der Rübenernte mit der Bauernfamilie halbwegs mitgehalten zu haben.
Spät abends kehrten wir von unserem Ausflug aufs Land nach Hause zurück. Da fragte uns unser Vater: "Nun, Kinder, wie war der Ausflug?" Worauf wir Kinder einstimmig riefen: "Ach, Vati, das war so schön dort!"
Unser Vater sah uns etwas verwundert an, hatte er doch eine ganz andere Antwort erwartet. So fragte er uns: "Habt ihr denn gar nicht gesehen, wie arm diese Bauernfamilie war?" "Ja, das schon!", antworteten meine Geschwister und ich so einstimmig und so einig wie nie zuvor. "Ja, aber was habt ihr denn daraus gelernt?", wollte unser Vater wissen.
Da antwortete ich: "Vati, wir dürfen hier zu Hause keinen Hund haben, aber dort auf dem Bauernhof hatten sie eine Hündin und fünf dieser süßen Welpen."
Mein mittlerer Bruder sagte: "Wir haben einen Goldfischteich im Garten, aber auf dem Land haben sie den Bach, der in den Fluss und von dort weit, weit bis ins Meer fließt."
Meine ältere Schwester schaute in die Dämmerung hinaus. "Wir hängen nur für Feste Lampions im Garten auf, aber auf dem Bauernhof haben sie jede Nacht die vielen Sterne.
Unsere Terrasse reicht nur bis zum Garten, aber sie haben den großen weiten Himmel über sich."
Traurig sagte unser Jüngster: "Vati, die Bauernkinder sehen ihren Vater viel öfter als wir dich. Morgens dürfen wir dich nicht stören und abends kommst du oft erst heim, wenn ich schon schlafe." Und dann schluchzte er auf: "Vati, ich wusste gar nicht, wie arm wir sind."
Die alte Dame blickte leise schmunzelnd auf: "Muss ich noch sagen, dass unser Vater dastand und sprachlos war?"
Quelle: Karin Heringshausen
Ihr Lieben,
ich wünsche Euch morgen einen wunderbaren Tag und ich grüße Euch alle ganz herzlich aus dem sonnigen Bremen.
heute möchte ich Euch eine Geschichte von Gudrun Pausewang erzählen:
„Die Linde“
www.duden.de
"Fährst Du in den Wald?“, fragte Andreas seinen Vater, der die Motorsäge aus der Scheune holte. „Darf ich mit?“ „Heute fahre ich nicht in den Wald“, sagte der Vater. „Heute kommt die Linde dran.“
„Die Linde in unserem Hof?“, fragte Andreas erschrocken. Der Vater sah den Jungen nicht an. „Sie muss weg“, sagte er und räusperte sich. „Sie macht der Mutter so viel Arbeit, vor allem im Herbst. Aber es sind nicht nur die Blätter. Auch wenn sie blüht, macht sie Dreck“.
„Blätter und Blüten sind doch kein Dreck“, entgegnete Andreas.
„Nenn´s, wie Du willst“, sagte der Vater. „Weggekehrt werden muss es so und so. Die Mutter hat das Kehren satt. So viel Arbeit, die nichts bringt.“ „Aber die Linde ist doch schön!“, rief Andreas.
Der Vater warf einen Blick hinauf in den mächtigen Baum. „Für die Schönheit zahlt mir keiner was“, sagte er. „Außerdem steht sie an einer ungünstigen Stelle. Ich muss mit dem Traktor immer einen Bogen um die fahren, wenn ich in den Schuppen will.“
„Ist das denn schlimm?“, fragte Andreas. „Zwei Minuten Umweg?“
Schenklengsfelder Linde www.wikipedia.org
„Jeden Tag ein paar Mal rein und raus mit dem Traktor“, sagte der Vater, „das macht schon eine halbe Stunden am Tag. Im Jahr summiert sich das. Und jetzt verzieh Dich, Junge, Du hältst mich auf.“
Andreas lief neben dem Vater her, der im Schuppen die Axt holen ging. „Aber Dein Urgroßvater hat sie doch gepflanzt“, rief er. „Das hast Du mir erzählt!“
„Na und?“, brummte der Vater.
Deinem Großvater hat der Dreck nichts ausgemacht und Dein Vater hat sie auch nicht gefällt“, sagte Andreas. „Die sind ja auch noch aufs Plumpsklo gegangen, damals“, sagte der Vater. „Heute herrschen andere Sauberkeitsmaßstäbe. Also jetzt verschwinde.“
„Aber ich weiß von der Großmutter, dass der Großvater die Linde lieb gehabt hatte“, rief Andreas. „Noch als er im Krieg auf Urlaub kam, hat er sich darunter gesetzt. Deshalb hat die Großmutter auch oft darunter gesessen, nachdem er gefallen war. Und Dein Vater hat sie sicher auch lieb gehabt. Wozu hätte er sie sonst stehen lassen? Da gibt´s doch noch ein altes Foto, wo er unter der Linde sitzt. Damals war sie aber noch längst nicht so dick wie jetzt.“
„Früher hatten die Leute abends noch Zeit, sich abends unter eine Linde zu setzen“, knurrte der Vater. „So was kann man sich heutzutage nicht mehr leisten, wenn der Schornstein rauchen soll.“
„Du sitzt doch auch eine Menge vor dem Fernseher“, antwortete Andreas. „Das ist etwas ganz anderes“, sagte der Vater ärgerlich. Er winkte dem Nachbarn zu, der gerade mit seinem Sohn, dem langen Bernd, zur Hofeinfahrt hereinkam und auch eine Axt in der Hand hielt.
„Na, kann´s losgehen?“, rief der Nachbar herüber. „Auf geht´s!“, rief der Vater zurück und zeigte zwischen Schuppen und Scheune. „Am besten, wir lassen sie dort hinüberfallen.“
„Nein!“, rief Andreas, lief zur Linde und versuchte, den dicken Stamm zu umklammern. „Ich habe sie doch auch lieb! Ich will auch darunter sitzen!“ „Jetzt mach keine Schau“, sagte der Vater zornig. „Der Baum ist ja kein Mensch!“
„Du willst doch, dass ich später mal hier Bauer werde“, rief Andreas. „Aber wenn Du die Linde fällst, dann kannst Du Deinen Hof behalten!“ Und er brach in Tränen aus.
Der Vater blieb unschlüssig stehen und sah den Jungen an.
www.badische-zeitung.de
„Ich kann ihn verstehen“, sagte der Nachbar. „Ich würde sie auch nicht umlegen. Wär verdammt kahl hier, ohne sie.“ „Und dann die vielen Vögel in den Zweigen“, sagte der lange Bernd. „Dann gäb´s im Frühling kein Gezwitscher mehr auf dem Hof.“
„Ich kehre auch jeden Tag“, sagte Andreas und wischte die Tränen weg. „Und ich will zu meinem Geburtstag nichts mehr geschenkt bekommen, damit das mit dem Umweg wieder ausgeglichen wird.“
„Also, so knapp geht´s ja bei uns doch nicht zu, dass wir das nicht verkraften können“, sagte der Vater. „Komm her, trag die Axt wieder in den Schuppen. Aber wie bringen wir das der Mutter bei, dass die Linde stehen bleibt?“
„Ich spreche mir ihr“, sagte der lange Bernd. „Ich werde ihr sagen, dass Hof-Linden jetzt ‚in‘ sind.“ „Nein, danke“, sagte der Vater, das müssen wir schon selbst machen, der Junge und ich. Nicht wahr, Andreas?“
Quelle: Astrid Müller
Ihr Lieben,
Von Bremen aus kann man wunderbare Radtouren ins Emsland und dort nach Heede unternehmen. Heede ist kein Ort, den man kennen muss. Berühmt ist Heede nur deshalb, weil dort die größte europäische Linde steht, ein wirklich beeindruckender Baum!
Die Linde in Heede www.ndr.de
Es sind eine wundervolle Ruhe und Stille, die sich in einem ausbreiten, wenn man sich im Schatten des Baumes ausruht.
Der Umfang der Linde in Heede beträgt 17 Meter! www.ndr.de
Die Frage, die ich mir immer wieder stelle, ist die Frage, warum die Menschen so Angst vor der Stille und Ruhe haben. Ich kenne viele Menschen, die wie der Vater in unserer Geschichte oft stundenlang täglich vor dem Fernseher sitzen, wogegen erst einmal so nichts zu sagen ist.
Merkwürdig ist nur, dass die gleichen Menschen, wenn man sie einlädt, einmal einige Minuten unter einem Baum oder in einem Garten zur Stille und Ruhe zu kommen, plötzlich angeblich ganz viel zu tun haben, das sie gerade jetzt daran hindert, zur Ruhe zu kommen.
Die deutsche Sprache ist sehr klug, sie spricht von „zur Ruhe kommen“. Das bedeutet, wenn wir an unserer Seele genesen wollen, wenn wir ruhig und gelassen werden wollen, wenn wir Ruhe und Frieden für unsere gehetzte Seele finden wollen, müssen wir „zur Ruhe kommen“. Die Ruhe kommt also nicht zu uns, sondern wir müssen „zur Ruhe kommen“, zu ihr hingehen. „Zur Ruhe kommen“ ist also eine ganz gewusste Entscheidung von uns, zu sagen: „Bei allem Stress, den ich habe, bei aller Arbeitsbelastung, die ich ertragen muss, bei allem Termindruck, dem ich ausgesetzt bin, will ich mir Inseln der Ruhe schaffen, damit ich abschalten und ausruhen kann."
Als ich in Göttingen studierte und später dort als Dozent an der Universität gearbeitet habe, habe ich mir nach einer anstrengenden Arbeitswoche am Wochenende manchmal im Frühling, Sommer oder Herbst die Freiheit genommen, mit meinem Auto nach Bad Sooden-Allendorf zu fahren.
Dort ist ein Brunnen zu finden, neben dem eine Linde steht. Dort hat Wilhelm Müller das berühmte Lied gedichtet, das dann von Franz Schubert vertont wurde:
"Am Brunnen vor dem Tore Da steht ein Lindenbaum Ich träumt in seinem Schatten So manchen süßen Traum Ich schnitt in seine Rinde so manches liebes Wort Es zog in Freud und Leide Zu ihm mich immer fort
Ich musst auch heute wandern Vorbei in tiefer Nacht Da hab ich noch im Dunkel Die Augen zugemacht Und seine Zweige rauschten Als riefen sie mir zu: "Komm her zu mir, Geselle Hier findst du deine Ruh
Die kalten Winde bliesen Mir grad ins Angesicht Der Hut flog mir vom Kopfe Ich wendete mich nicht Nun bin ich manche Stunde Entfernt von diesem Ort Und immer hör ich´s rauschen: "Du fändest Ruhe dort!"
Ich habe dann dort einige Stunden gesessen und diese Stunden haben mir dann viel Kraft geschenkt.
Ich wünsche Euch, dass auch Ihr eine solche Linde findet, unter der Ihr zur Ruhe kommen könnt. Ihr werdet staunen, wie gut Euch solche Zeiten der Ruhe tun werden und vielleicht habt Ihr dann auch die Gelegenheit, Eure innere Stimme zu vernehmen.
Das Besondere an unserer inneren Stimme ist, dass man sie nur dann hört, wenn man zur Ruhe kommt, wenn man still wird.
Ich wünsche Euch jedenfalls ein gutes Gespräch mit Eurer inneren Stimme und ganz viel Ruhe und inneren Frieden.
„Nimm Dir Zeit, mit Gleichgesinnten zusammen zu sein, Feste zu feiern und fröhlich zu sein.“ Alexander Rykow
Ihr Lieben,
ich möchte Euch heute eine Geschichte aus dem alten Persien erzählen:
„Worauf es bei einem Fest wirklich ankommt“
„Es war an der Zeit, ein großes Fest vorzubereiten. Der König befahl seinen Leuten: "Ich möchte, dass es ein wirklich königliches Fest wird. Die Gästeliste soll überquellen von illustren Persönlichkeiten. Die Tische sollen sich biegen unter Delikatessen und der Wein soll nur aus erlesenen Trauben und besten Jahrgängen bestehen."
www.wikipedia.org
Die Mitarbeiter schwärmten aus und brachten aus allen Landesteilen nur das Köstlichste. Aber der König schaute trotz aller Mühen immer noch recht unzufrieden drein:
Quelle: wikipedia.org
"Im letzten Jahr habe ich ein durch nichts zu überbietendes Fest gegeben. Aber die ganze Stadt sprach nur von dem Fest bei Ramun, dem Künstler. Da wurde getrunken und gegessen, gesungen, getanzt und gelacht die ganze Nacht. Im Jahr davor war es dasselbe. Ebenso im Jahr davor und davor. Einmal muss es mir doch gelingen, diesen Wurm zu übertrumpfen. Denn ich, ich bin der König."
Einer der Mitarbeiter, ein kluger Mann, verneigte sich tief und fragte: "Mein König, habt Ihr je mit dem Künstler gesprochen? Es muss doch einen Grund geben, warum die Leute sein Fest so lieben, obwohl sie in einfacher Hütte ihre selbst mitgebrachten Happen essen und einfachen Wein trinken." Der König nickte stumm und sagte: "Gut, schafft mir diesen Ramun heran." Und so geschah es. "Warum lieben die Menschen Dein Fest so sehr?" fragte der König.
Darauf antwortete der Künstler: "Wir sind Menschen, die sich mögen. Wir sind Menschen, die gerne singen, tanzen und lachen. Wir sind Menschen, die sich miteinander aneinander freuen. Das macht uns einfach glücklich und unser Fest so reich.“
Quelle: Werner Forneberg
Ihr Lieben,
viele Menschen glauben, das Leben bestehe nur aus Pflichterfüllung, aus Arbeit und Anstrengung. Wer so denkt, versäumt die schönen Seiten des Lebens.
Um unsere Pflicht ausgezeichnet erfüllen zu können, um unsere Arbeit zufriedenstellend erledigen zu können und den Anstrengungen des Lebens gewachsen zu sein, brauchen wir auch Zeiten der Ruhe, Zeiten des Ausgleichs, Zeiten des Feierns, Zeiten, in denen wir gemeinsam mit anderen Menschen fröhlich sein können.
www.chiemgau.de
Dabei kommt es nicht darauf an, wie in unserer Geschichte, dass die Feste, die wir feiern, besonders ausgefallen und besonders teuer sind.
Wichtig ist, dass wir mit Menschen zusammen sind, die so denken wir wir. Wenn ich mich als fröhlicher Mensch mit Menschen umgebe, die nur das Traurige und das Beschwerliche im Leben sehen, darf ich mich nicht wundern, wenn irgendwann auch meine Fröhlichkeit schwindet.
Wenn wir fröhlich leben wollen, sollten wir uns mit fröhlichen Menschen umgeben oder uns einem Kreis fröhlicher Menschen anschließen. Fröhlichkeit steckt an und wenn zwei Menschen zusammen fröhlich sind, dann sind sie in der Lage, weitere Menschen mit ihrer Fröhlichkeit anzustecken, und diese Fröhlichkeit verleiht ihnen dann Kraft für den harten Alltag der Pflichterfüllung und der Arbeit.
Quelle: Werner Forneberg
Ein gesundes, ein fröhliches, ein mutiges und der Zukunft zugewandtes Leben lebt in der Ausgewogenheit. Unser Tag hat auch in diesem Jahr täglich 24 Stunden.
Ausgewogenheit bedeutet: Ich habe 24 Stunden zur Verfügung: 8 Stunden stelle ich meiner Arbeit zur Verfügung, 8 Stunden nutze ich, um mich durch Schlaf zu erholen, und die restlichen 8 Stunden gehören meinen Verwandten, Freunden und Bekannten und – nicht zu vergessen – mir selbst.
Natürlich kann diese klare Aufteilung in jeweils 8 Stunden im normalen Leben nicht eingehalten werden, aber darauf kommt es auch gar nicht an:
Entscheidend ist die Ausgewogenheit zwischen unserer Arbeit, unserer Erholung und unserer Freizeit. Nur wenn diese Ausgewogenheit vorhanden ist, können wir ein glückliches und zufriedenes Leben führen.
Quelle: Werner Forneberg
Ich wünsche Euch für die vor uns liegende neue Woche von Herzen ganz viel innere Freude, recht viel Gelassenheit, viel Mut und Zuversicht, einen Lkw voll Liebe, eine Badewanne voll Geduld und einen Rucksack voll Glück