Freitag, 3. April 2026

Geschichte: Um Hilfe bitten, ist keine Schwäche, sondern eine Stärke!

 

Um Hilfe bitten, ist keine Schwäche,
sondern eine Stärke!


Quelle: Helmut Mühlbacher

„Wenn Du willst, dass Dich das Glück besucht, dann mach ihm doch endlich die Türe Deines Herzens auf!
Alexander Rykow

Ihr Lieben,

ich möchte Euch heute eine Geschichte von Alexander Rykow erzählen:

„Um Hilfe bitten, ist keine Schwäche, 
sondern eine Stärke!“

Der kleine Junge hatte in der Nähe des Hauses seiner Familie den ganzen Vormittag allein am Strand der Ostsee gespielt. Seine Freunde waren alle mit ihren Familien in den Urlaub gefahren. Aber das machte dem kleinen Jungen nichts aus, er konnte sich wunderbar alleine beschäftigen.

Ein großer gelber Eimer, ein handlicher Plastikspaten und ein Plastik-Lkw mit großer Ladefläche waren die Werkzeuge, die ihm zur Verfügung standen, um sein schönstes Sandschloss zu bauen.
www.elvira-von-seydlitz.de

Nachdem er lange und voller Hingabe daran gearbeitet hatte, staunte er, wie groß und schön das Schloss geworden war! Nun wurde es Zeit, auch noch den Burggraben, die Wege und Tunnel anzulegen.

Der kleine Junge grub und grub mit seinem Spielzeugspaten, bis er plötzlich auf einen großen Stein stieß. Und das Ärgerliche war: Der Stein lag genau dort, wo der große Wallgraben rund um das Schloss angelegt werden sollte, der das Schloss schützend umgeben sollte.

Der kleine Junge gab sich sehr viel Mühe, er strengte sich sehr an und versuchte, den Stein auszugraben und ihn wegzuschaffen. Aber so sehr er sich auch anstrengte, gelang es ihm doch nicht, den Stein auch nur einen einzigen Zentimeter zur Seite zu bewegen. Der Stein blieb einfach dort liegen, wo er lag.
www.wikipedia.org

Schließlich, müde und abgekämpft von der Anstrengung, setzte sich der kleine Junge hin und weinte vor Müdigkeit und Zorn über die eigene Schwäche. Was sollte er nun machen?
 
Das ganze Sandschloss schien plötzlich nichts mehr wert zu sein. In dem Augenblick legte sich eine Hand auf seine Schulter und die warme dunkle Stimme seines Großvaters, den er sehr liebte, sprach zu ihm: „Ich möchte Dich nicht weinen sehen. Was ist passiert?“

„Ich kann diesen großen Stein nicht wegnehmen“, schluchzte der kleine Junge, „er liegt genau dort, wo ich den Wallgraben um das Schloss bauen will.“

Der Großvater nahm den kleinen Jungen in den Arm und sprach: „Aber weshalb hast Du nicht Deine ganze Stärke angewandt?“, fragte er mit freundlicher Stimme.
 
„Aber das habe ich doch gemacht“, erwiderte der kleine Junge. „Nein, mein Junge, das hast Du nicht“, antwortete der Großvater mit milder Stimme, 
„Du hast mich nicht darum gebeten,
Dir zu helfen.“

Mit diesen Worten räumte er den Stein beiseite, sodass der kleine Junge das Schloss und die Anlagen drum herum ohne Probleme zu Ende bauen konnte.“
Quelle: Alexander Rykow

Ihr Lieben,

in meinem Alltag erlebe ich immer wieder, wie schwer es Menschen fällt, andere Menschen um Hilfe zu bitten. Auch mir geht das oft so, dass ich alle Anstrengungen unternehme, bevor ich jemanden um Hilfe bitte.

Ich habe mich schon oft gefragt, warum das eigentlich so ist, dass wir so ungerne andere Menschen um Hilfe bitten.

Ich glaube, das hat damit zu tun, dass wir Menschen uns so sehr nach Liebe und Zuwendung sehnen, dass wir instinktiv alle Situationen in unserem Leben vermeiden wollen, in denen wir Ablehnung erfahren könnten.

Wenn wir jemanden um Hilfe bitten, dann besteht natürlich die Möglichkeit, dass uns die Hilfe verwehrt wird. Aber, wenn wir uns trauen, andere Menschen um Hilfe zu bitten, werden wir erfahren, dass wir in 9 von 10 Fällen auf unsere Bitte um Hilfe ein JA hören werden.
 
Der Preis, den wir für die 9 JAs zahlen, ist das eine Nein auf unsere 10 Bitten.

Aber nicht nur bei Schwierigkeiten und Problemen ist es gut, andere Menschen um Hilfe zu bitten, sondern auch dann, wenn wir unsere Träume und Ziele verwirklichen wollen.
 
Viele Menschen meinen, das Erreichen eines Zieles oder die Verwirklichung eines Traumes seien nur dann wirklich etwas wert, wenn sie es ganz allein schaffen, das ersehnte Ziel zu erreichen, den wunderbaren Traum zu verwirklichen.

Als der Österreicher Felix Baumgartner vor längerer Zeit aus 39 Kilometern Höhe im freien Fall auf die Erde heruntersprang, da berichteten viele Fernsehsender über ihn und vor Kurzem bekam er für seine Tat, die nichts anderes war als die Verwirklichung eines Traums von ihm, den Goldenen Bambi verlieben. Er habe das Unmögliche möglich gemacht, hieß es in der Begründung der Jury.
www.merkur-online.de

Dass Felix Baumgartner Großartiges vollbracht hat, ist unbestritten, aber meiner Meinung nach ist die Begründung der Jury falsch. Er allein hätte diesen Sprung aus dem All niemals zustande bringen können. Er brauchte Sponsoren, er brauchte Techniker, er brauchte Ärzte und und und…

Als Felix Baumgartner anfing, seinen Traum zu verwirklichen, da hat er nicht nur Zustimmung geerntet, er wird sicher oft gehört haben: „Das schaffst Du niemals!“, „Lass die Finger davon!“, „Ich bin nicht bereit, Dir zu helfen!“ Und viele Menschen, die er um Hilfe gebeten hat, haben ihm einfach mit NEIN geantwortet.

Was wir aus der heutigen Geschichte lernen können, ist, dass wir dann, wenn wir etwas erreichen wollen, auch andere Menschen um Hilfe bitten und uns nicht durch das eine oder andere NEIN entmutigen lassen sollten.

Ich wünsche Euch ein fröhliches und gesegnetes Osterfest, hilfsbereite Mitmenschen und ein Herz voll Sonnenschein und ich grüße Euch herzlich aus Bremen

Euer fröhlicher Werner
Quelle: Karin Heringshausen

Mittwoch, 1. April 2026

Geschichte: Arme Leute

 

Ich bin reich!


Quelle: Helmut Mühlbacher

Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch eine Geschichte von Philip E. Humbert erzählen:

„Arme Leute“

Eines Tages nahm ein reicher Mann seinen Sohn mit aufs Land, um ihm zu zeigen, was Armut sei. Vater und Sohn verbrachten einen Tag und eine Nacht auf dem Bauernhof einer seiner armen Familie. Als sie wieder nach Hause zurückgekommen waren, fragte der Vater seinen Sohn:

Wie war dieser Ausflug für Dich?“ „Sehr interessant!“, antwortete der Sohn.

„Und hast Du gesehen, wie arm Menschen sein können?“
„Oh ja, Vater, das habe ich gesehen.“

„Was hast Du also gelernt?“, fragte der Vater.
Und der Sohn antwortete:
„Ich habe gesehen, dass wir einen Hund haben und die Menschen auf dem Bauernhof haben vier. Wir haben einen Swimmingpool, der bis zur Mitte unseres Gartens reicht, und sie haben einen ganzen See. 
Quelle: Helmut Mühlbacher
Wir haben prächtige Lampen in unserem Garten und sie haben die Sterne am Himmel.

Unsere Terrasse reicht bis zum Vorgarten und sie haben den ganzen Horizont. Wir haben eine große Menge Bediensteter, die uns helfen, aber sie helfen anderen. Wir haben einen Zaum um unser ganzes Grundstück und eine Alarmanlage, aber sie haben Freunde, die sie beschützen.“

Der Vater schwieg betroffen und war sprachlos.
Und der Sohn fügte noch hinzu:
„Danke, Vater, dass Du mir gezeigt hast, 
wie arm wir sind!“

Quelle: Werner Forneberg

Ihr Lieben,

Seit es die Menschen gibt, glauben viele Menschen, dass das Glück des Menschen darin besteht, reich zu sein, reich an Geld, reich an Gold, reich an Immobilien, reich an Aktien.

Dabei vergessen diese Menschen, dass man weder Geld, noch Gold, weder Immobilien, noch Aktien essen kann, wenn man hungrig ist.

Heute gibt es in unserer Welt sehr viel Hunger:
Hunger nach Nahrung
Hunger nach Wasser
Hunger nach Liebe und Zuwendung
Hunger nach Zuversicht und Hoffnung
Hunger nach Licht in der Dunkelheit
Hunger nach Freunden


Nicht der ist reich, der Geld anhäuft,
sondern der ist reich, der es ausgibt,
um sich und anderen Menschen Freude zu bereiten.


Nicht der ist reich, der wie Dagobert Duck Gold in einem Tresor anhäuft, 
www.sueddeutsche.com
sondern der ist reich, der einen Backofen voll Liebe besitzt und andere Menschen mit seiner Liebe wärmt.
 
Nicht der ist reich, der sagen kann: „Mein Haus, mein Auto, mein Boot“, 
sondern der sagen kann:
„Das ist meine Partnerin, mein Partner, die/den ich von Herzen liebe, das sind meine Kinder, die ich von Herzen lieb habe, das sind die Menschen, die ich meine Freunde nennen darf!“


Nicht der ist reich, der ein  großes Haus besitzt,
sondern der ist reich, der Licht und Sonne in die
Dunkelheit anderen Menschen hineinträgt.


Nicht der ist reich, der viele Aktien besitzt,
sondern der ist reich, der anderen Menschen
Zuversicht und Hoffnung schenkt und sie ermutigt,
damit sie erhobenen Hauptes getröstet und gestärkt
ihres Weges gehen können.
Quelle: Karin Heringshausen
Ihr Lieben,

ich grüße Euch herzlich aus dem wunderschönen Bremen.
www.bremen.de
Der Frühling ist im Anmarsch. Die Vögel lassen sich in ihrem Gesang nicht mehr aufhalten!
Ich wünsche Euch ganz viel Zuversicht und Hoffnung, ganz viel Mut und Selbstvertrauen

Euer fröhlicher Werner