3344 Geschichten


Auf dem ESELSKIND-Blog stehen inzwischen 3.344 Beiträge und mindestens zwei Mal in der Woche kommen weitere hinzu.

Ich wünsche jeder Leserin und jedem Leser recht viel Freude beim Lesen der Geschichten und ich hoffe, dass Euch die Geschichten ein wenig ermutigen und Euch veranlassen, niemals aufzugeben, denn denkt bitte immer daran:
Ihr seid etwas Besonderes, Ihr müsst nur Eurer Licht zum Leuchten bringen


Euer fröhlicher Werner aus Bremen

Mittwoch, 14. Oktober 2026

Geschichte: Am Ende des Regenbogens

 

Quelle: Helmut Mühlbacher

Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch eine Geschichte von Christoph Georges erzählen:

„Am Ende des Regenbogens“

„Es war einmal ein alter Mann, der lebte allein im Wald und war sehr unglücklich.

Jeden Tag saß er auf der Bank vor seinem Häuschen und starrte vor sich hin.

Er hörte nicht, wie die Vögel sangen, er spürte den Wind nicht, der mit den Blättern der Bäume spielte, und er roch nicht den würzigen Tannenduft.

Den ganzen Tag lang dachte er immer nur an die eine Sache:
Warum war die Prophezeiung der schönen Fee nicht in Erfüllung gegangen.
Sie war, als er zur Welt kam, seiner Mutter erschienen und hatte ihr anvertraut, dass für ihn ein unermesslich großer Schatz bereit liege.
Er werde den Schatz am Ende des Regenbogens finden.

Viele Jahre seines Lebens hatte der Mann damit verbracht, diesen Schatz zu suchen. Und jetzt war er alt und müde, und er hatte ihn immer noch nicht gefunden.

So lebte er Tag für Tag dahin, bis plötzlich etwas geschah.
Es hatte sehr lange geregnet, und dann war mit Macht die Sonne durchgebrochen, obwohl es noch leicht nieselte.

Der alte Mann saß wieder mit gesenktem Kopf vor seiner Hütte und zertrat wütend eine kleine Blume, als sich unvermittelt das Licht veränderte. Und da sah er es.

Ein riesiger Regenbogen spannte sich über den Wald, in den schönsten Farben, so prächtig, wie er noch nie zuvor einen Regenbogen gesehen hatte. Und das Ende des Regenbogens zeigte genau auf ihn.

Da kam ihm die Erleuchtung.
Der Schatz am Ende des Regenbogens, das war er selbst und jeder einzelnen Augenblick, den ihm das Leben schenkte.

Der alte Mann begann zu weinen.
Er ging in seine Hütte und weinte drei Tage und drei Nächte lang.

Als er wieder aus seiner Hütte heraustrat, holte er tief Luft und sah um sich.
Er hörte, wie die Vögel sangen. Er spürte den Wind, der mit den Blättern der Bäume spielte.
Er fühlte die Sonnenstrahlen auf seiner Haut, und er roch den würzigen Tannenduft. 
Er sah zu Boden und bemerkte einen kleinen Käfer, der auf den Rücken gefallen war. Er bückte sich und drehte ihn behutsam um.

Quelle: Werner Forneberg

Ihr Lieben,

ich habe in meinem Leben viele Menschen kennengelernt, die fast ihr ganzes Leben (mit Ausnahme von Kindheit und Jugend) damit verbracht haben, nach Schätzen zu suchen.

Sie waren der festen Überzeugung, dass sie, wenn sie dieses oder jenes besitzen würden, dass sie dann glücklich sein würden.

Es gibt Menschen, die kaufen sich einen hochwertigen Metalldetektor und gehen damit auf die Jagd nach einem verborgenen Schatz.

Andere Menschen spielen häufig unter Einsatz von hohen Geldbeträgen in verschiedenen Lotterien mit und hoffen auf den großen Gewinn, den ersehnten Schatz.

Meine Mutter hat auch immer fleißig im Lotto gespielt, aber mehr als drei Richtige hat sie nie erreicht.

Wieder andere Menschen versuchen, in Spielcasinos ihren Traum vom großen Gewinn zu verwirklichen.

Das Traurige daran ist, dass nur ein verschwindend geringer Prozentsatz der oben genannten Menschen jemals ihr Ziel erreicht und Besitzer eines echten Schatzes wird.

Dabei vergessen alles diese Menschen eine wichtige Wahrheit:
Der größte Schatz, den ein Mensch in seinem Leben für sich nutzen kann, liegt in ihm selbst verborgen.

Ein wichtiges Detail in unserer heutigen Geschichte dürfen wir nicht übersehen. Dort heißt es: „Der alte Mann begann zu weinen.  Er ging in seine Hütte und weinte drei Tage und drei Nächte lang.“ 

Warum hat dieser Mann drei Tage lang geweint? Über diese Frage habe ich lange nachgedacht und ich glaube, die Antwort gefunden zu haben:

Der alte Mann hat zuerst deswegen geweint, weil er erkannt hat, dass er viele Jahre seines Lebens damit zugebracht hat, nach Schätzen außerhalb seiner Person zu suchen, und er hat zweitens deshalb geweint, weil er erkannte, auch in seinem Alter nun endlich den Schatz in sic entdeckt zu haben. Und in seinem neuen Denken und Handeln ist seine tiefe innere Veränderung zu erkennen! 

Quelle: Karin Heringshausen
Ihr Lieben,

ich wünsche mir so sehr, dass Ihr Euch auf den Weg zu Eurem Schatz in Euch selbst macht.

Beschäftigt Euch nicht so viel mit äußeren Dingen, die können Euch nicht glücklich machen.

Nehmt Euch Zeit und horcht in Euch hinein.
Jeder Mensch ist ein einzigartiges Wesen. Ja, auch DU!
Jeder Mensch verfügt über Fähigkeiten und Talente, die kein anderer Mensch besitzt. Das gilt auch für DICH!
Komm zur Ruhe, horch in DICH hinein und entdecke den Schatz in DIR selbst.

Die meisten Menschen  schauen zu viel auf andere Menschen und versuchen, diesen nachzueifern oder diese zu imitieren und denken selten darüber nach, worin ihre Fähigkeiten und Talente bestehen.

Ich wünsche Euch, jeder/jedem Einzelnen von Euch, dass Ihr den Schatz in Euch selbst entdeckt, dass Ihr begreift, dass Ihr etwas könnt, was kein anderer Mensch kann. 
Jede/jeder von Euch ist ein unverwechselbares ORIGINAL!

Und wenn Ihr den Schatz in Euch entdeckt habt,
werdet ihr sehr glücklich sein und in Euch selbst ruhen.

Quelle: Werner Forneberg
Ihr Lieben,


Ich wünsche Euch auf dem Weg zu Euch selbst ganz viele wundervolle Entdeckungen und ganz viel Freude und verbleibe als Euer fröhlicher Werner, das ESELKIND





Donnerstag, 8. Oktober 2026

Geschichte: Der Unterschied

 

Quelle: Karin Heringshausen

Ihr Lieben, 

heute möchte ich Euch eine Geschichte von Christoph Georges erzählen

„Der Unterschied“

Ein Spaziergänger, der beim Sonnenuntergang am Strand einer großen Insel entlangging, sah vor sich in einiger Entfernung einen jungen Mann, der Seesterne aufhob und sie ins Meer warf.

Nachdem er ihn eingeholt hatte, fragte er ihn, warum er das denn tue.
Da antworte ihm der junge Mann Folgendes:
„Die Seesterne werden sterben, wenn sie bis zum Sonnenaufgang hier liegen bleiben müssen.“

„Aber der Strand ist viele Meilen lang und voll mit Tausenden von Seesternen“, entgegnete ihm der Spaziergänger, „was macht das also für einen Unterschied, wenn Du Dich hier abmühst, einige wenige Seesterne zu retten?“

Der junge Mann blickte auf den Seestern in seiner Hand und warf ihn in die rettenden Wellen und antwortete:
„Für diesen hier macht es einen Unterschied!“

Quelle: Raymonde Graber
Ihr Lieben,

oft sind wir der Überzeugung, dass wir in unserer heutigen Welt nichts bewirken können, dass wir machtlos sind gegen die oft bei uns herrschende menschliche Kälte und die bedrückende Dunkelheit des menschlichen Alltags. Aber das ist nicht wahr, wir sind nicht wehrlos.

Durch einen Jugendfreund habe ich schon als junger Mensch eine wundervolle Wahrheit kennengelernt:
Wenn ich in dieser jetzt beginnenden dunklen Jahreszeit ein kleine Kerze anzünde, dann macht das den Eindruck, als könne ich mit dem Licht meiner kleinen Kerze gegen die Dunkelheit in meiner Straße, in meiner Stadt, in meinem Ort, in meinem Land, ja in der ganzen Welt gar nichts ausrichten.

Durch einen Jugendfreund habe ich ein Geheimnis erkannt, dass mich bis heute zutiefst berührt und erstaunt:
Obwohl das Licht meiner Kerze nur einen kleinen Raum erhellen kann, so ist doch die gesamte Dunkelheit der Welt nicht dazu in der Lage, mein kleines Licht auszulöschen.

Jedes Licht, dass ich anzünde, erhellt also ein Stück weit diese Welt.
Deshalb ist unsere Hilfe, unsere Zuwendung und unsere Liebe, die wir anderen Menschen zugutekommen lassen, niemals vergeblich.
Mit unserem kleinen Licht, unserer schwachen Kraft und unserer zugewandten Liebe können wir gerade in der dunklen Jahreszeit Licht und Freude in das Leben von Menschen hineintragen.

Ebenso wie in  unserer Geschichte können wir nicht allen Menschen helfen, können wir nicht alle Menschen ermutigen, können wir nicht in das Leben aller Menschen Licht hineintragen, aber die Menschen, die wir ermutigen, denen wir helfen, denen wir Licht und Freude in ihr Leben hineintragen, für die bedeuten unsere Liebe, unsere Hilfe, unsere Ermutigung und unser Licht ganz, ganz viel. Wir machen sie und uns damit glücklich.

Quelle: Alexander Rykow


 Ihr Lieben,

die dunkle Jahreszeit hat begonnen. Zündet ein Licht an und erhellt das Leben anderer Menschen und damit auch Euer eigenes.

Ich wünsche Euch einen ruhigen Abend und morgen einen zuversichtlichen tag

Euer fröhlicher und zuversichtlichen Werner aus Bremen



Samstag, 3. Oktober 2026

Ein altes schwedisches Märchen

 

Quelle: Werner Forneberg


Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch ein altes schwedisches Märchen erzählen:

„Was das Leben ist“

An einem schönen Sommertag um die Mittagszeit herrschte große Stille am Waldrand. Die Vögel hatten ihre Köpfe unter die Flügel gesteckt, und alles ruhte.

Da streckte der Buchfink sein Köpfchen hervor und fragte:
„Was ist eigentlich das Leben?
Alle waren betroffen über diese schwierige Frage.

Die Heckenrose entfaltete gerade eine Knospe und schon behutsam ein Blatt ums andere heraus. Sie meinte:
"Das Leben ist eine Entwicklung.“

Weniger tiefsinnig veranlagt war der Schmetterling. Er flog von einer Blume zur anderen, naschte da und dort und sagte:
„Das Leben ist lauter Freude und Sonnenschein.“

Drunten im Gras mühte sich einen Ameise mit einem Strohhalm, der acht Mal länger war als sie selbst, und sagte:
„Das Leben ist nichts als Arbeit und Mühsal.“

Geschäftig kam eine Biene von ihrer Nektarsuche auf die Wiese zurück und meinte dazu:
„Nein, das Leben ist ein Wechsel von Arbeit und Vergnügen.“

Wo so weise Reden geführt wurden, da streckte auch der Maulwurf seinen Kopf aus der Erde und brummte:
„Das Leben? Es ist ein Kampf im Dunkeln“.

Nun hätte es fast einen Streit um die richtige Deutung des Lebens gegeben, wenn nicht ein feiner regen eingesetzt hätte, der feststellte:
„Das Leben besteht aus Tränen, nichts als Tränen.“

Dann zog er weiter zum Meer. Dort brandeten die Wogen, warfen sich mit aller Gewalt gegen die Felsen und stöhnten:
„Das Leben ist wie ein vergebliches Ringen um Freiheit!

Hoch über ihnen allen zog majestätisch ein Adler seine Kreise. Er frohlockte: „Das Leben, das Leben ist ein Streben nach oben.“

Nicht weit vom Ufer entfernt, stand eine Weide, die hatte der Sturm schon zur Seite gebogen. Sie sagte:
„Das Leben ist eine Verbeugung gegenüber Gott.“

Dann kam die Nacht. Mit lautlosen Flügeln glitt der Uhu über die Wiese dem Wald zu und krächzte:
„Das Leben heißt: Die Gelegenheit nutzen, wenn andere schlafen.“

Und schließlich wurde es still in Wald und Wiese.
Nach einer Weile kam ein junger Mann des Weges. Er setzte sich müde ins Gras, streckte dann alle Viere von sich und meinte, erschöpft vom Tanzen und Trinken:
„Das Leben ist das ständige Suchen nach Glück und eine lange Kette von Enttäuschungen.“

Auf einmal stand die Morgenröte in ihrer vollen Pracht auf und sprach:
„So wie ich, die Morgenröte, der Beginn eines neuen Tages bin, so ist das Leben der Anbruch der Ewigkeit.“

Quelle: Karin Heringshausen

Ihr Lieben,

Was ist das Leben?
Die meisten Menschen denken über diese Frage niemals in ihrem Leben nach und das ist wirklich sehr traurig.
Diese Frage ist nämlich sehr wichtig für unser Leben und unsere Lebenszufriedenheit. Wir sollten uns die Zeit nehmen und gründlich über diese Frage nachdenken. 

Wenn wir dann wie die Ameise feststellen, dass unser Leben nur Arbeit und Mühsal ist, dann sollten wir darüber nachdenken, ob uns ein Leben, das nur aus Arbeit und Mühsal besteht, uns wirklich zufriedenstellt. 

Und wenn wir feststellen, das ein solches Leben uns nicht zufriedenstellt, sollten wir darüber nachdenken, wie wir unser Leben so neu ausrichten können, dass wir im Blick auf unser Leben zufrieden und dankbar sein können.

Quelle: Werner Forneberg
Ihr Lieben,


ich wünsche Euch einen fröhlichen und unbeschwerten Feiertag und grüße Euch herzlich aus Bremen

Euer nachdenklich Werner