3326 Geschichten


Auf dem ESELSKIND-Blog stehen inzwischen 3.326 Beiträge und mindestens zwei Mal in der Woche kommen weitere hinzu.

Ich wünsche jeder Leserin und jedem Leser recht viel Freude beim Lesen der Geschichten und ich hoffe, dass Euch die Geschichten ein wenig ermutigen und Euch veranlassen, niemals aufzugeben, denn denkt bitte immer daran:
Ihr seid etwas Besonderes, Ihr müsst nur Eurer Licht zum Leuchten bringen


Euer fröhlicher Werner aus Bremen

Samstag, 3. September 2011

Die Welt wird nicht durch Reden verändert, sondern durch TUN!


Ihr Lieben,

ich möchte Euch heute die Geschichte eines unbekannten Autors erzählen:

„Vor den Toren des Paradieses“

Der alte Mensch hatte sein Leben lang versucht, ein frommes Leben zu führen. Er hatte täglich gebetet und in der Bibel gelesen und war jeden Sonntag in die Kirche gegangen. Und als er im Sterben lag, war er sich sicher, sich vor den Toren des Paradieses wiederzufinden.
Und so war es auch.
Als der alte Mensch den Wächter vor dem Paradies sah, lächelte er.

"Sag mir, warum darf ich ins Paradies kommen?", fragte er.
"Weil ich mein Leben lang gebetet und die Bibel gelesen habe?"
"Aber nein", erwiderte der Wächter.

"Aber weil ich mein Leben lang sonntags in die Kirche gegangen bin, oder?"
"Aber nein, keinesfalls deshalb", sagte der Wächter.

"Aber weshalb bin ich dann hier?", wunderte sich der alte Mensch.
"Ich will es Dir sagen", erklärte der Wächter. "In einer Winternacht, als es draußen bitterkalt war, hast Du ein kleines Kätzchen zu Dir genommen, das im Schnee saß. Du hast es in Deinen Mantel genommen und gewärmt. Und weil Du das Leid dieses armen Geschöpfes gemindert hast, darfst Du nun zu uns ins Paradies kommen!"


Ihr Lieben,

in der Bibel findet sich ein wundervolles Wort von Jesus:
„Es werden nicht alle, die zu mir sagen: HERR, HERR! ins Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.“

Dieses Bibelwort sagt uns in aller Klarheit und Deutlichkeit, worauf es ankommt:
Auf das TUN.
Diese Welt wird nicht durch gute Worte verändert,
sondern dafür braucht es vor allem Taten.

Gottes Willen, - wenn es ihn denn gibt -, was ich fest glaube, ist es, Liebe zu üben, für den Mitmenschen da zu sein, zu vergeben und zu helfen, wo immer es uns möglich ist.

Sollte es so etwas wie ein Paradies geben, wird es meiner Meinung nach ein großes Erschrecken dort geben, weil es viele Menschen gibt, die meinen, sie kämen ins Paradies aufgrund ihrer klugen und weisen Worte.

Denn nur diejenigen werden ins Paradies kommen, die schon hier auf Erden versuchen, ein kleines Stück des Paradieses zu verwirklichen, die sich bemühen, sich und anderen Menschen Freude zu bereiten und die Liebe in der Tat üben.

Ihr Lieben,

ich wünsche Euch einen liebe-vollen fröhlichen Nachmittag und grüße Euch alle ganz herzlich aus Bremen vom Weserstrand


Euer liebe-voller Werner


Das Foto wurde von Karin Haringshausen zur Verfügung gestellt



 

Die Kraft der Liebe - nichts ist stärker und ausdauernder!


Ihr Lieben,

ich möchte Euch heute die Geschichte eines unbekannten Autors erzählen:

„Die verliebte Ameise“

„Der König Salomo ging eines Tages an einem Ameisenhaufen entlang und beobachtete die Ameisen, wie sie hin und her liefen. Als die Ameisen ihn sahen, kamen sie zu ihm gelaufen und verbeugten sich vor ihm. Eine aber kam nicht zu ihm, denn sie war völlig damit beschäftigt, einen großen Sandberg abzutragen.
Der König ließ sie zu sich rufen.
"Was machst Du da?", wollte er wissen.
"Du wirst es doch nie schaffen, diesen Sandberg abzutragen."

"Aber König, was zählt, ist nicht, was ich schaffe, sondern was ich mir vorgenommen habe.

Denkt Euch, edler König, ich habe mich in eine andere Ameise verliebt.
Sie sagte mir, ich solle diesen Sandhaufen abtragen, weil er uns trennt. So mache ich mich Tag und Nacht an die Arbeit und ich werde mich auch in meinem letzten Atemzug noch dieser Aufgabe widmen."
"Aber das ist ja Unsinn!", rief der König.

Die Ameise schüttelte den Kopf.
"Das ist die Kraft der Liebe", sagte sie. "Selbst wenn ich sterben muss, bleibt die Hoffnung, diese Ameise wiederzusehen."


Ihr Lieben,

ich kann die kleine Ameise soooooo gut verstehen.      

Manchmal wünschte ich mir, der Tag hätte nicht 24, sondern 48 Stunden und ich könnte noch mehr leisten. Wenn man dann aber wie ich über 60 Jahre alt ist, lassen langsam die Kräfte etwas nach.
Dabei gibt es so viel zu tun. So viele Menschen warten auf unsere Hilfe, so viele Menschen warten auf ein gutes Wort, eine frohmachende E-Mail, einen mutmachenden Brief von uns, so viele Menschen würden sich freuen, wenn wir ihre Einsamkeit durchbrechen und sie besuchen würden!
Die Aufgabe ist, wie bei der Ameise, einfach nicht zu schaffen.
Aber die Kraft der Liebe drängt uns dazu, zu helfen.
Ich für mich habe mich dafür entschieden, das Leben einer Kerze zu führen.

Ich möchte ein Licht sein, auch wenn ich dabei, wie die Kerze, meine Kräfte aufzehre.
Mein Traum ist, dass es immer mehr Menschen werden, die so denken und auch ein Licht in dieser Welt anzünden, damit diese Welt immer heller wird, denn nichts hasst die Dunkelheit dieser Welt mehr als das Licht.

Ich wünsche Euch einen hellen, leuchtenden und erleuchteten Nachmittag und grüße Euch alle ganz herzlich aus Bremen

Euer fröhlicher Werner 
Das Foto wurde von Karin Heringshausen zur Verfügung gestellt

Freitag, 2. September 2011

Mach, was Du willst, und versuche nicht, es den Anderen recht zu machen!


Ihr Lieben,

ich möchte Euch heute die Geschichte eines unbekannten Autors erzählen:

„Das Urteil der Mitmenschen“

„Ein Mann hatte einen Sohn, der sich nicht aus dem Haus traute, weil er sich so hässlich fand.
"Was werden die anderen Menschen nur sagen, wenn sie mich sehen", sagte er immer.
"Höre nicht auf die Leute", riet ihm der Vater. "Du wirst sehen, sie reden und reden, und es ist doch ohne Bedeutung."

Am nächsten Tag gingen die beiden gemeinsam auf den Markt. Der Alte ritt, der Sohn lief nebenher.
Als sie auf dem Markt ankamen, schüttelten die Menschen über ihn den Kopf.
"Schaut euch nur die beiden an", sagten sie. "Da sitzt der Alte gemütlich auf dem Esel und der junge Mann muss laufen."
"Hörst Du", sagte der alte Mann zu seinem Sohn. "Morgen kommen wir wieder."

Am nächsten Tag gingen sie wieder zum Markt, dieses Mal aber saß der Sohn auf dem Esel und der Vater lief nebenher.
"Seht euch die beiden an!", riefen die Leute. "Dieses ungezogene Kind lässt sich tragen und der alte Mann schleppt sich mühsam durch den Staub."
"Hast Du gehört", sagte der Vater. "Morgen gehen wir wieder auf den Markt."

Am nächsten Tag gingen Vater und Sohn zu Fuß, dabei führten sie den Esel am Strick.
"Schaut euch diese Dummköpfe an!", lachten die Händler. "Sie laufen zu Fuß. Wissen sie denn nicht, dass man einen Esel reitet?"
"Hast Du auch das gehört", fragte der Vater. "Morgen gehen wir wieder auf den Markt."

Als die beiden auf den Marktplatz kamen, saßen sie beide auf dem Esel. Die Händler schüttelten empört die Köpfe.
"Das arme Tier!", riefen sie. "Haben sie denn kein Herz?"

Als sie am fünften Tage auf dem Marktplatz erschienen, brachen die Menschen in schallendes Gelächter aus. Vater und Sohn trugen nämlich den Esel auf dem Rücken.
"Was sind das denn für Tölpel!", lachten die Leute. "Tragen den Esel, statt ihn zu reiten."

Zu Hause setzte sich der Vater zu seinem Sohn.
"Hast Du nun verstanden, mein Sohn?", fragte er. "Egal, was Du tust, die Menschen haben immer etwas daran auszusetzen. Darum ist es wichtig, dass Du so handelst, wie Du es für richtig hältst und Deinen Weg gehst."


Ihr Lieben,

Diese kleine Geschichte gehört zu denen, die ich besonders schätze, denn sie sagt uns sehr deutlich, dass wir nicht zu viel auf das negative Urteil der Menschen hören sollen.

Man kann es den Menschen, die gerne Kritik üben, nie recht machen.

Sie haben immer etwas auszusetzen.

Deshalb ist das Beste, was wir tun können, dass wir das tun, was wir für richtig halten und unseren Weg gehen.

Und auch unseren Kindern und Enkelkindern können wir nichts Besseres beibringen, als dass sie lernen, anderen Menschen offen ins Gesicht zu blicken, ohne Angst ihre Meinung zu sagen, das zu tun, was sie als richtig erkannt haben und tapfer auf dem eigenen Weg voranzuschreiten.

Das viele von uns ihre Träume nicht verwirklichen, ihre Ziele nicht erreichen, liegt häufig nicht an unserer eigenen Schwäche oder an unserem Unvermögen, sondern daran, dass wir zu viel auf die Bedenkenträger, die Miesmacher und Entmutiger auf unserem Weg hören, statt mutig weiterzugehen auf dem Weg zu unserem Glück.

Lasst uns in Zukunft mutiger sein und weniger auf andere Menschen hören, wenn sie uns negativ beeinflussen wollen, und lasst uns diese Haltung auch unseren Kindern und Enkelkindern beibringen.


Ich wünsche Euch einen fröhlichen Nachmittag und einen wundervollen Start ins Wochenende
 
Euer fröhlicher Werner

Das Foto wurde von Karin Heringshausen zur Verfügung gestellt

Das Boot ist voll! - Das ist blanker Unsinn!


Ihr Lieben,

ich möchte Euch heute die Geschichte eines unbekannten Autors erzählen:

„Zucker in der Milch“

„In Persien waren Flüchtlinge angekommen, um den König um Asyl zu bitten.
Der König bat sie zu sich. "Wir haben keinen Platz für Flüchtlinge", sagte er den Angekommenen. Und um ihnen seine Worte bildlich zu demonstrieren, ging er zu einem Behälter, der bis zum Rand mit Milch gefüllt war.
"Jeder Einzelne von euch wird das Fass zum Überlaufen bringen", fügte er hinzu.

Da trat einer der Flüchtlinge zu dem Fass Milch und warf ein Stück Zucker hinein.
"Wir sind nicht gekommen, um das Fass Milch zum Überlaufen zu bringen", sagte er, "sondern um die Milch zu versüßen."

Darauf wusste der König keine Antwort. Er ließ die Flüchtlinge ins Land, bot ihnen eine Unterkunft und erlaubte ihnen, ihre Religion und ihre Traditionen friedlich zu auszuleben.“


Ihr Lieben,

wenn ich das Flüchtlingselend in der Welt sehe, tut mir immer das Herz weh und ich könnte weinen. Wenn ich dann miterlebe, wie unmenschlich mit Asylbewerbern umgegangen wird, frage ich mich immer, warum man diesen Menschen keine neue Heimat bei uns gibt.

Von den Politikern wird dann gerne der Satz gesagt, dass „das Boot voll sei“. Das ist ein ebensolcher Unsinn wie mit dem Fass Milch in der Geschichte.

Ich glaube, wenn wir Flüchtlingen Heimat geben, wenn wir ihnen die Möglichkeit geben, dem Hunger, der Verfolgung und dem Leid in ihrem Land zu entgehen, wir ein wirklich gutes Werk tun und auch unser eigenes Land und unser eigenes Leben dadurch bereichern. Das ist wie mit dem Zuckerstück in der Milch.


Ich wünsche Euch einen fröhlichen Nachmittag und viel Erholung an diesem Wochenende
Euer fröhlicher Werner 
Das Foto wurde von Karin Heringshausen zur Verfügung gestellt