3326 Geschichten


Auf dem ESELSKIND-Blog stehen inzwischen 3.326 Beiträge und mindestens zwei Mal in der Woche kommen weitere hinzu.

Ich wünsche jeder Leserin und jedem Leser recht viel Freude beim Lesen der Geschichten und ich hoffe, dass Euch die Geschichten ein wenig ermutigen und Euch veranlassen, niemals aufzugeben, denn denkt bitte immer daran:
Ihr seid etwas Besonderes, Ihr müsst nur Eurer Licht zum Leuchten bringen


Euer fröhlicher Werner aus Bremen

Sonntag, 4. Dezember 2011

Das vierte Türchen in Werners Adventskalender: Unser Traum, unsere Hoffnung - ein fliegender Luftballon!



Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch die Geschichte eines unbekannten Autors erzählen:

„Der fliegende Luftballon“

„Zwei Kinder spielten im Hof. Jedes hatte einen Luftballon. Das eine Kind verlor die Leine und der Luftballon stieg zum Himmel auf. Das Kind weinte herzzerrreißend: "Mein Luftballon ist weg. Mein Luftballon ist weg."


Nach einer Weile ließ auch das andere Kind im Spiel die Schnur seines Luftballons los. Auch dieser Luftballon stieg zum Himmel auf. Fröhlich tanzend klatschte das Kind in die Hände: "Schau mal, wie schön er steigt! Er fliegt zur Sonne."


Ihr Lieben,

diese kleine Geschichte erinnert mich ein wenig an meine Kindheit.

Jedes Jahr, wenn bei uns in Bremen der Bremer Freimarkt (ein großer Rummel) 14 Tage lang gefeiert wurde, dann bin ich dort schon als kleiner Junge, kaum dass ich schreiben konnte, dorthin geschlichen, obwohl mir das streng verboten war.

Ich habe mir dann dort von gespartem Geld immer Luftballons gekauft und an ihnen kleine Karten mit einem lieben Gruß, meinem Namen und meiner Anschrift befestigt und dann habe ich auf eine Antwort gewartet, die aber niemals eintraf.

Dass ich es jedes Jahr wieder versucht habe, lag sicher daran, dass ich den Moment, in dem ich den Luftballon losließ und ihn steigen ließ, sehr liebte, so wie das zweite Kind in unserer Geschichte. 

Mich erfüllte dann ein Gefühl von Freude, ja fast von Freiheit und am liebsten hätte ich den Luftballon auf seiner Reise begleitet.

In unserer Sprache sprechen wir manchmal davon, dass ein Traum, eine Hoffnung zerplatzt sind „wie ein Luftballon“. Ja, das will ich nicht leugnen, das kann passieren und statt des bunten prallen Luftballons haben wir dann nur noch einen kleinen Fetzen Zuversicht in der Hand.
 
Entscheidend ist nicht, dass jeder Luftballon sein Ziel erreicht, auch nicht, dass jeder Luftballon bei uns bleibt. Sinn des Luftballons ist es, dass wir uns an ihm freuen und seine größte Freude ist es, zu fliegen.

So sollte das auch mit unseren Träumen und Hoffnungen sein.

Natürlich können Träume und Hoffnungen zerplatzen, entscheidend ist aber, dass wir uns ans unseren Träumen und Hoffnungen erfreuen, denn sie zeigen uns, dass wir lebendig und auf dem Weg sind.

Und ebenso wie man neue Luftballons mit Gas füllen kann, ebenso kann man neue Hoffnungen und neue Träume hegen, die uns glücklich machen und uns frohmachend auf unserem Lebensweg begleiten.

Ihr Lieben,

ich wünsche Euch einen fröhlichen Abend und wünsche Euch eine gute neue Woche

Euer fröhlicher und hoffnungsvoller Werner

Quelle: Karin Heringshausen

Samstag, 3. Dezember 2011

Das dritte Türchen in Werners Adventskalender: Begegnet einander respektvoll!


Quelle: www.musikverein-pallien.de

Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch die Geschichte eines unbekannten Autors erzählen:

„Die Taube“
Quelle: www.kapernaum-berlin.de

„Zwei suchende Menschen kamen zu einem Meister und fragten, ob sie bei ihm bleiben und Unterricht nehmen durften. Der Meister wollte sie erst auf die Probe stellen.
Er gab den beiden suchenden Menschen je eine Taube und sagte:
„Gehe zu einem Platz, wo Dich niemand sieht und töte die Taube.“

Der eine Mensch verschwand ohne Zögern hinter einer Mauer und tötete die Taube.

Der andere Mensch lief den ganzen Tag auf der Suche nach einem Ort, an dem er die Taube ungesehen töten konnte, umher, kam aber schließlich abends mit dem immer noch lebenden Vogel zurück.
Der Meister fragte ihn: „Nun, hast Du keinen geeigneten Ort gefunden?“
„Nein, Meister. Es gab nirgendwo einen Ort, an dem ich nicht stets gesehen wurde.“
„Oh, und wer hat Dich denn immer gesehen?“ fragte der Meister.
„Die Taube,“ antwortete der suchende Mensch.“


Ihr Lieben,

dieses ist eine ganz wundervolle Geschichte, weil sie uns zeigt,
wie wir mit der Schöpfung umgehen sollten.

Es gibt Menschen wie den ersten Menschen in unserer Geschichte, die sind leider bereit, alles zu tun, nur um sich einen Vorteil zu sichern.

Unsere deutsche Sprache ist, wie ich schon des Öfteren feststellte, eine sehr kluge Sprache, weil sie sehr oft in ihren Ausdrücken etwas feststellt, was wir gar nicht bedenken.

Menschen, die um ihres eigenen Vorteils willen rücksichtslos gegenüber anderen Menschen sind, die bezeichnet unsere Sprache als Menschen, die „über Leichen gehen“.

Eine wahrlich erschreckende Erkenntnis!

Und das möchte uns unsere heute Geschichte zum Advent auch sagen:
Egal, wem Du begegnest, sei es ein Mensch, sei es ein Tier, jeder ist ein Teil von Gottes wunderbarer Schöpfung und wir haben niemals das Recht, den anderen Menschen, ja nicht einmal ein Tier zu opfern, um unseren Vorteil zu sichern.“


Ihr Lieben,

meine Gesundheit  macht mir zur Zeit große Probleme, aber es macht mir dennoch viel Freude, Euch diese Zeilen zu schreiben und Euch zu sagen:

„Geht tapfer jeden Tag Euren Weg, aber begegnet allen Menschen und Tieren, die Euch auf Eurem Lebensweg begegnen, mit Respekt!“.

Respekt ist eine der wichtigsten Eigenschaften, die wir unseren Kindern und Enkelkindern beibringen können, damit sie zu selbstständigen und selbstbewussten Persönlichkeiten heranreifen, die trotz ihrer Ziele und Träume auch Rücksicht auf andere Menschen nehmen.
Wir brauchen in unserer Welt keine Menschen, die „über Leichen“ gehen,
was wir brauchen, sind Menschen, die Liebe verschenken, die Zuwendung geben, die Licht in diese Welt hineintragen, die Zuversicht und Hoffnung verbreiten, die Freude und Fröhlichkeit versprühen.

Ich wünsche Euch eine gute Nacht und morgen einen fröhlichen und
gesegneten 2. Advent
Quelle: Margit Marianne
 Euer fröhlicher und nicht aufgebender Werner

Quelle: Karin Heringshausen
 

Freitag, 2. Dezember 2011

Das zweite Türchen in Werners Adventskalender: Anerkenne die Leistungen Anderer!


Quelle: www.kochatelier.de


Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch die Geschichte eines unbekannten Autors erzählen:

„Der Käfer und der Löwe“

Ein kleiner Käfer hatte endlich nach vielen missglückten Versuchen mit großer Mühe und Durchhaltevermögen die Spitze eines Grashalms erreicht.
Quelle: www.stern.de

Nun genoss er dort oben auf der Spitze die Sonne! Er breitete seine Flügel behaglich aus und spürte die Freude bis in den letzten Winkel seiner Käferseele.

Da kam ein Esel vorbei. „Du glaubst sicher, dass Du auf der Spitze Deines Grashalmes Bergluft einatmest?“ sagte er, höhnisch lachend.

In diesem Augenblick kam ein alter Löwe vorbei.
Auch er blieb stehen und schaute wohlwollend dem kleinen Tierchen zu.
„Alles Gute, kleiner Käfer,“ sagte er. „Du hast das Ziel Deines Strebens erreicht, nicht jedem Löwen gelingt das!“


Ihr Lieben,

das ist eine kleine, aber eine wunderbare Geschichte.

Sie zeigt uns, wie wahre Größe aussieht.

Derjenige Mensch ist wahrhaft groß, der in der Lage ist, die Leistungen anderer Menschen anzuerkennen, zu loben und die Menschen dadurch zu ermutigen und glücklich zu machen.

Viele Menschen machen den Fehler, dass sie nicht bereit sind, die Leistungen anderer Menschen anzuerkennen, weil sie glauben, dann selbst nicht so gut da zu stehen.
Sie möchten nicht, dass das Licht anderer Menschen leuchtet, weil sie befürchten, dann in deren Schatten zu geraten.

Sie benehmen sich wie der Esel in unserer Geschichte.
Wahre Größe zeigt der Löwe, weil er die Leistung des Käfers anerkennt.
Er macht vor allem nicht den Fehler, die Leistung des Käfers an seinen eigenen Möglichkeiten zu messen, sondern er denkt sich in den Käfer hinein und kann ermessen, was es für den Käfer bedeutet, sein Ziel erreicht zu haben.


Ihr Lieben,

ich wünschte mir sehr, wir würden bei unserem Urteil über unsere Kinder und Enkelkinder auch so vorgehen, wir würden uns auch in diese hineindenken und dann unser Urteil über sie von ihren Möglichkeiten her sehen.

Als ich vor vielen Jahren in Göttingen in meiner Freizeit Handballjugendliche trainierte, hatte ich dabei einen Jungen, der unbedingt Handball spielen wollte, dem das aber sehr schwerfiel, weil er unter spastischen Lähmungen litt.
Wenn er spielte, konnte es passieren, dass die Eltern anderer Spieler, die zum Zuschauen zum Punktspiel gekommen waren, dann lauthals ihrem Unmut Luft machten, wenn dieser Junge einen Fehler beging, und sagten:
„Der hat ja wohl überhaupt keine Ahnung von Handball!“

Ich erinnere mich noch genau, dass nach einem Punktspiel wieder einige Eltern zusammenstanden und sich über das schlechte Spiele dieses Spielers aufregten.
Da kam plötzlich der Mannschaftskapitän der Mannschaft und ging auf diese Eltern zu und sagte:
Sie haben keine Ahnung, Sie urteilen über meinen Mannschaftskameraden, ohne zu wissen, was mit ihm los ist.“ Und dann erzählte er ihnen von den spastischen Lähmungen des Spielers und mit welchem Eifer er immer trainieren würde! Und zum Schluss sagte er zu den Eltern:
„Sie mögen ja der Meinung sein, dass mein Mannschaftskamerad keine Ahnung vom Handballspiel hat! Ich aber sagte Ihnen, wenn man von seinen körperlichen Möglichkeiten ausgeht, dann spielt er fast weltmeisterlich Handball!“

Die Eltern gingen beschämt und nachdenklich auseinander und im Hintergrund stand der Spieler, über den gesprochen worden war und weinte Freudentränen über die guten Worte, die sein Mannschaftskapitän über ihn sagt hatte.

So wünsche ich mir das auch für unsere Kinder und Enkelkinder.
Lasst uns immer von ihren Möglichkeiten ausgehen, lasst uns immer jeden ihrer kleinen Fortschritte loben und lasst uns sie immer ermutigen, damit sie zu selbstständigen und starken Persönlichkeiten heranreifen.

Ich wünsche Euch nun einen fröhlichen Abend und eine guten Start ins Wochenende

Euer fröhlicher Werner

Quelle: Karin Heringshausen

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Das erste Türchen in Werners Adventskalender 2011


Quelle: www.worms.de
Ihr Lieben,

zunächst einmal möchte ich mich bei Euch allen für die sehr vielen lieben Zeilen bedanken, die mich erreicht haben, mit denen Ihr mir gute Besserung wünscht. Ich danke Euch dafür von ganzem Herzen, denn ich habe mich über Eure Zeilen sehr gefreut.
Zur Zeit schlafe ich viel und ruhe mich viel aus,
damit mein altes Herz etwas Kraft schöpft.

Ich möchte Euch heute Abend die kleine Geschichte eine unbekannten Autors erzählen:

„Das Licht“

Es war einmal ein kleiner Junge, der einen weiten Weg im Dunkeln laufen musste, um in sein Dorf zu gelangen. Er hatte zwar eine Laterne bei sich, die aber nur wenig Licht spendete, sodass die Dunkelheit ihn sehr beängstigte und er daran zweifelte, ob er seinen Weg wohl tatsächlich finden würde.
Da kam ihm ein alter Mann entgegen und fragte ihn,
warum er denn so zögernd vorwärts liefe.
Der Junge antwortete, er habe Angst, mit einer Laterne,
die nur zwei Meter scheine, im Dunkeln zu laufen.
Der alte Mann lächelte und sagte:
„Auch das Licht geht mit jedem Schritt, den Du gehst, mit Dir mit“.

Es wird Dir immer zwei Meter vorausleuchten. Du brauchst Dir also keine Sorgen zu machen und kannst Deinen Weg in Ruhe und Vertrauen weitergehen."

Das tat der Junge auch und er erreichte sicher und wohlbehalten sein Ziel.“


Ihr Lieben,

diese kleine Geschichte will uns etwas ganz Wichtiges mitteilen und uns ganz viel Mut machen:

Oft meinen wir bei Krankheit, in einer Not, bei Schwierigkeiten, dass unsere Zuversicht nicht ausreicht, dass unser kleines Licht nicht genügend Licht auf unseren Lebensweg werfen könne und dass wir deshalb angesichts der uns umgebenden Dunkelheit verzagen müssten.

Aber das ist das Geheiminis dieser kleinen Geschichte:
Wenn wir trotz unserer Ängste unseren Weg tapfer Schritt für Schritt weitergehen, gehen das Licht und die Zuversicht und Hoffnung immer mit uns, wir müssen sie nur wie eine Laterne vor uns hertragen.

Wenn wir uns das klarmachen, werden Ruhe, Gelassenheit und Vertrauen in unser Leben einkehren und wir werden wohnbehalten an unser Ziel kommen.

„Das Ziel des Lebens ist es nicht, ohne Angst, ohne Schwierigkeiten, ohne Dunkelheit zu leben, sondern das Ziel des Lebens ist es, trotz der Angst sich geborgen zu wissen, trotz auftretender Schwierigkeiten nicht mutlos zu werden und trotz der Dunkelheit das eigene Licht tapfer vor sich voranzutragen.“ Alexander Rykow


Ihr Lieben,

ich wünsche Euch einen fröhlichen Adventsabend und grüße Euch herzlich aus Bremen

Euer fröhlicher Werner aus Bremen

Quelle: Karin Heringshausen