3326 Geschichten


Auf dem ESELSKIND-Blog stehen inzwischen 3.326 Beiträge und mindestens zwei Mal in der Woche kommen weitere hinzu.

Ich wünsche jeder Leserin und jedem Leser recht viel Freude beim Lesen der Geschichten und ich hoffe, dass Euch die Geschichten ein wenig ermutigen und Euch veranlassen, niemals aufzugeben, denn denkt bitte immer daran:
Ihr seid etwas Besonderes, Ihr müsst nur Eurer Licht zum Leuchten bringen


Euer fröhlicher Werner aus Bremen

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Das achte Türchen in Werners Adventskalender: Lass nicht zu, dass Gier Dein Herz vergiftet!


Quelle: www.thueringen-wald.com
Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch einen Zeitungsartikel aus der Bildzeitung von gestern (07.12.2011) zu lesen geben.

Ich bin zugegebenermaßen kein großer Freund der Bildzeitung, aber die Fakten in diesem Bericht stimmen tatsächlich, wie aus anderen Zeitungs- und Fernsehberichten hervorgeht:

„Teuerster Teppich der Welt angeblich nur 900 Euro wert
Auktionator verschätzt sich um 7,2 Mio Euro
…jetzt klagt die frühere Besitzerin auf Entschädigung
Quelle: www.welt.de

Von OLIVER GROTHMANN 


Irrer Prozess um einen Teppich: Vor dem Landgericht Augsburg (Bayern) verklagte Hildegard N. (73) den Chef eines Auktionshauses: Dieser hatte den Wert des Erbstücks falsch eingeschätzt. Bei der Versteigerung erzielte der Teppich dann zwar 19 000 Euro – doch schon ein halbes Jahr später, bei einer neuen Auktion in London, zahlte ein Bieter satte 7,2 Mio Euro.

Jetzt verlangt die alte Dame Entschädigung – zunächst mindestens 350 000 Euro! Einem Vergleichs-Vorschlag des Richters über 100 000 Euro stimmte sie nach mehr als acht Stunden schließlich zu – nicht jedoch der Auktionator.

Wie kam es zu diesem Prozess um den edlen Läufer?
Im Herbst 2010 hatte sich die Frau an das Auktionshaus Georg Rehm in Augsburg gewandt:
Sie wollte den alten Perserteppich, den ihr ihre Untermieterin vermacht hatte, loswerden.
Rehm (52) nahm die „persische Galerie, antik“, 3,39 Meter x 1,53 Meter groß, die Blüten, Blätter und Ranken auf hellblauem Grund zeigt, unter der Nummer 2035 in den Katalog auf. Preis: 900 Euro.
Groß war dann die Überraschung, als ein ausländischer Käufer bereit war, rund 20 000 Euro hinzublättern.

Doch die Freude schlug ein halbes Jahr später in Schock um, als Hildegard N. in einem TV-Bericht erfuhr: Bei Christie's in London war der Teppich für 7,2 Mio Euro unter den Hammer gekommen. Der Käufer: ein saudischer Telefon-Bieter, der sich mit einem anderen Kaufinteressenten einen wahren „Bieter-Krieg“ lieferte, so Richter Andreas Dumberger im Prozess. 

Hildegard N., die Auktionator Rehm eine Fehleinschätzung vorwirft, will nun auch ihren Anteil: Schließlich handelt es sich um den teuersten Teppich der Welt – ein Meisterwerk persischer Teppichknüpf-Kunst, gefertigt im 17. Jahrhundert in der Provinz Kerman. Außerdem soll er laut Fachliteratur der Comtesse de Béhague (1870-1939) gehört haben, einer ausgewiesenen Kennerin islamischer Kultur.“


Ihr Lieben,

mich hat dieser Zeitungsbericht sehr nachdenklich gemacht.

Mir geht es weniger darum, was dieser alte Teppich wirklich wert ist, mir geht es um etwas ganz Anderes:

Da bekommt eine alte Dame von ihrer Untermieterin einen Teppich vermacht, also geschenkt (!).


Sie hat also nicht einen einzigen Cent dafür bezahlt und das Geschenk, also der alte Teppich, wurde von ihr nicht geachtet, sondern wurde auf den Dachboden verfrachtet. 

Erst im Rahmen einer Aufräumaktion fiel der alten Dame der Teppich wieder in die Hände. Sie bot ihn dann einem Auktionshaus an und dort teilte man ihr mit, dass sie wohl nur 900 (!) Euro aus der Auktion zu erwarten hätte.

Damit erklärte sich die alte Dame einverstanden und war mehr als hocherfreut, als der Teppich dann für 20.000 Euro versteigert wurde und sie nun statt 900 Euro sogar 20.000 Euro erhielt.

Wie im Fernsehen zu sehen und in den Zeitungen zu lesen war, wurde dieser Teppich nun für über 7 Millionen Euro versteigert und nun verlangt die alte Dame Schadensersatz, sie fühlt sich übervorteilt, um viel Geld geprellt, ja fast betrogen.

Ich gebe gerne zu, ich habe kein Mitleid mit dieser alten Dame!

Für mich zeigt diese Geschichte vor allem, was menschliche Gier anrichten kann!

Die alte Dame bekam den Teppich geschenkt, von daher war es doch einfach großartig, dass sie nun 20.000 Euro bekommen hat.

Aber statt nachträglich ihrer Untermieterin dankbar zu sein und ihr einen Blumengruß aufs Grab zu legen und sich herzlich über die, im wahrsten Sinne des Wortes unverdienten 20.000 Euro zu freuen, zerfrisst ihr die Gier nach noch mehr Geld nun die Freude an dem, was die geschenkt bekommen hat.
So sind wir Menschen auch oft:

Wir haben einen ganz tollen Lebensteppich geschenkt bekommen, wir finden ihn wunderbar und freuen, bis wir einen anderen Menschen treffen, von dem wir glauben, dass sein Lebensteppich wertvoller, besser und schöner sei als unserer.

Und statt uns weiter unseres Lebens zu freuen, grämen wir uns, zernagt Neid unser Herz, nistet sich die Gier nach dem, was wir nicht haben, in uns ein.

Das Geheimnis des Glücks aber ist die Zufriedenheit mit dem, was wir haben.

Denn alles, was wir haben, haben wir als ein Geschenk bekommen, als Geschenk mit auf unseren Lebensweg, nirgends können wir ein besseres Leben einklagen, aber wir können zufrieden und glücklich sein mit dem Leben, das wir haben.


Ihr Lieben,

ich wünsche Euch, dass Ihr anders handelt wie die alte Dame und Euch über Euren Lebensteppich freut und glücklich seid über jeden Tag, den Ihr erleben dürft.
Genießt das Lächeln Eurer Kinder und Enkelkinder, die Liebe Eurer Partnerin, Eures Partners und erfreut Euch an jedem Augenblick.

Ich wünsche Euch einen lustigen Abend, eine geruhsame Nacht, allen Kranken von Herzen gute Besserung und morgen einen wundervollen neuen Tag

Euer fröhlicher Werner 


Quelle: Karin Heringshausen
 

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Das siebte Türchen in Werners Adventskalender: Brief an mein Kind!


Quelle: www.wikimedia.org

Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch den Text eines unbekannten Autors zu lesen geben:

„Brief an mein Kind“

An diesem Morgen werde ich lächeln, wenn ich Dein Gesicht sehe.
Und ich werde lachen, auch wenn mir nach weinen zumute ist.

An diesem Morgen lasse ich Dich Deine Kleider selbst aussuchen

und ich werde Dir sagen, wie perfekt es aussieht.

An diesem Morgen werde ich die schmutzige Wäsche liegen lassen
und mit Dir in den Park zum Spielen gehen.

An diesem Morgen werde ich auch das schmutzige Geschirr in der Spüle lassen
und lerne von Dir, wie man ein Puzzle macht.

An diesem Nachmittag werde ich nicht ans Telefon gehen, den Computer ausschalten
und werde mit Dir im Garten Seifenblasen fliegen lassen.

An diesem Nachmittag werde ich Dich nicht anschreien und nicht genervt sein,
wenn Du schon wieder Eis willst - ich werde es Dir einfach kaufen.

An diesem Nachmittag werde ich mir keine Sorgen darüber machen,
was einmal aus Dir werden wird, wenn Du erwachsen bist.

An diesem Nachmittag werden wir Plätzchen backen
und ich lasse sie ganz allein von Dir formen, ohne es besser machen zu wollen.

An diesem Nachmittag gehen wir zu McDonalds und kaufen 2 Happy-Meals,
damit wir beide ein Spielzeug haben.

An diesem Abend werde ich Dich in den Armen halten
und Dir die Geschichte darüber erzählen, wie Du geboren wurdest und wie sehr ich Dich liebe.

An diesem Abend werde ich Dich n der Badewanne plantschen lassen
und mich nicht über die Pfützen ärgern.

An diesem Abend darfst Du lange aufbleiben,
wir sitzen auf dem Balkon und zählen die Sterne.

An diesem Abend werde ich mich ganz lange und nah zu Dir kuscheln
und meine Lieblingsendung verpassen.

An diesem Abend, wenn ich mit meinen Händen über Dein Haar streiche,
während Du betest, werde ich einfach nur dankbar dafür sein, für das größte Geschenk, das Gott mir gemacht hat.

Ich werde an andere Mütter und Väter denken, die ihre vermissten Kinder suchen, die Mütter und Väter, die an die Gräber ihrer Kinder gehen müssen, weil die Kinderzimmer leer sind, an die Mütter und Väter, die in Krankenhäusern sitzen und zusehen müssen, wie ihre Kinder leiden und ihre Verzweiflung nicht hinausschreien können.
Und wenn ich Dir einen Gute-Nacht-Kuss gebe, dann werde ich Dich ein bisschen fester halten, ein bisschen länger.
Dann werde ich mich bei Gott für Dich bedanken und ihn um nichts bitten…
…außer einem weiteren Tag.“


Ihr Lieben,

heute Morgen las ich in unserem Bremer Weser Kurier, der regionalen Zeitung, einen Bericht über den Prozess gegen den Maskenmann, den Martin N., der 3 Jungs missbraucht und ermordet hat und der 20 Jungen sexuell missbraucht hat.
Mir geht es an dieser Stelle nicht darum, nach Rache zu rufen, das ist nicht meine Art, dennoch wünsche ich mir, dass er nie wieder einem Kind weh tun kann, dass er dazu nie wieder die Gelegenheit erhält.

Erschreckt hat mich etwas Anderes: In einer Aussage bei der Kriminalpolizei hat Martin N, - so stand es heute in der Zeitung – gesagt: „Ich konnte doch nicht dafür, ich liebte die Jungs doch!“
Jede(r) von Euch weiß, dass das, was Martin N. für die Jungs empfunden haben mag, nichts mit Liebe zu tun hatte.

Worum es mir heute Abend geht, ist dies:

Ich würde mir so sehr wünschen, dass wir die Adventzeit dazu nutzen, um wie in dem obigen Text Zeit für unsere Kinder und Enkelkinder zu haben.

Mir begegnen in E-Mails, in meiner Umgebung und in Telefonaten immer wieder Menschen, deren Terminkalender zu keiner Jahreszeit derartig ausgebucht und überfrachtet ist wie in der Adventszeit!!!

Da haben Beschaulichkeit, Ruhe, Besinnlichkeit und gemeinsames Erleben keinen Platz und das macht mich sehr, sehr traurig.

Ihr Lieben,

denkt ein wenig über den Text, den ich Euch heute zu lesen gab, nach und denkt darüber nach, was unsere Kinder wohl am nötigsten brauchen:
Großartige Geschenke und gestresste Eltern und Großeltern oder
das wundervolle Geschenk der Zeit und Eltern und Großeltern, die für ihre Kinder und Enkelkinder da sind und sagen: „Ich habe Dich lieb, ich stehe zu Dir, ich bin für Dich da, ich habe Zeit für Dich!“

Wenn wir gerade jetzt in der Adventszeit handeln wie in dem obigen Text, dann – und damit komme ich auf den Kinderschänder Martin N. zurück – leisten wir die allerbeste Vorsorge, damit unsere Kinder und Enkelkinder zu starken Persönlichkeiten heranwachsen und heranreifen, die laut und vernehmlich „NEIN“ sagen, wenn jemand mit ihnen etwas zu will, dass sie nicht möchten.

Ich wünsche Euch einen fröhlichen Abend, eine geruhsame Nacht und morgen wieder einen Tag der Freude, der Zeit und der Liebe

Euer fröhlicher Werner 
Quelle: Karin Heringshausen

Dienstag, 6. Dezember 2011

Das sechste Türchen in Werners Adventskalender: Werde immun gegen unberechtigte Kritik!


Quelle: www.klappauf.de
Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch die Geschichte eines unbekannten Autors erzählen:

„Der kluge Frau und die Wölfe“

“Kluge Frau, Du musst mir helfen”, sagte der Besucher.
“Ich bin mit meiner Weisheit am Ende.”
”Wie sieht Dein Problem denn aus?”, fragte ihn die kluge Frau.

„Ich schaffe es kaum, meinen Ärger zu kontrollieren“, sagte der Gast.
„Es ist einfach die Art, wie die Leute sind:
Ich sehe sie andere Menschen kritisieren, während sie ihre eigenen Fehler absolut nicht bemerken. Ich möchte sie nicht kritisieren, da ich nicht wie sie sein möchte, aber es regt mich wirklich auf.“

Ich verstehe”, sagte die kluge Frau. „Aber sage mir erst einmal: Bist Du nicht der Dorfbewohner, der letztes Jahr dem Tod nur knapp entkommen ist?“

„Ja“, nickte der Gast. „Es war eine schreckliche Erfahrung. Ich bin zu weit in den Wald gegangen und stieß auf ein Rudel hungriger Wölfe.“

„Und was hast Du gemacht?“

„Ich bin gerade noch auf einen Baum geklettert, bevor sie mich erreichten. Die Wölfe waren riesig und ich zweifelte nicht daran, dass sie mich in Stücke hätten reißen können.“

„Du warst also gefangen?“

Ja. Ich wusste, dass ich ohne Wasser und Nahrung nicht lange auskommen würde, und so wartete ich, bis ihre Wachsamkeit nachließ. Immer wenn ich dachte, es sei sicher genug, kletterte ich herunter, sprintete zum nächsten Baum und kletterte herauf, bevor sie mir zu nahe kamen.“

„Das hört sich nach einer echten Tortur an.“

„Ja – insgesamt dauerte es zwei Tage. Ich dachte ich würde sicher sterben. Zum Glück fand mich eine Gruppe Jäger, sobald ich nahe genug am Dorf war. Die Wölfe zerstreuten sich und ich war gerettet.“

„Mich interessiert vor allem eine Sache“, sagte die kluge Frau. „Während dieser Erfahrung, hast Du Dich von den Wölfen irgendwann beleidigt gefühlt?“

„Wieso beleidigt?“

„Ja. Hast Du Dich von den Wölfen beleidigt oder verunglimpft gefühlt?“

„Natürlich nicht, kluge Frau. Dieser Gedanke ist mir nie gekommen.“

„Warum nicht?
Weil die Wölfe nichts anderes tun wollten, als Dich zu beißen!

„Ja, aber… das ist ja nun einmal, was Wölfe tun! Sie waren einfach sie selbst.
Es wäre absurd gewesen, mich durch sie beleidigt zu fühlen.“

„Exzellent! Behalte diesen Gedanken im Kopf, während wir uns noch einmal um Deine Frage kümmern.

Andere zu kritisieren, während sie selbst ihre eigenen Fehler nicht bemerken, ist etwas, was viele Menschen tun.

Wenn die Wölfe ihre Krallen zeigen und auf Dich zukommen, solltest Du nicht einfach stehenbleiben. Du solltest Dich sicherlich schützen, indem Du irgendwie von ihnen fortkommst, wenn es irgend möglich ist.

Genauso solltest Du nicht passiv akzeptieren, wenn Leute mit giftiger Kritik auf Dich losgehen. Sicherlich solltest Du Dich schützen, indem Du eine gewisse Distanz zwischen Dich und sie bringst, wenn es irgendwie möglich ist.

Der wichtigste Punkt dabei aber ist, dass Du das tun kannst, ohne Dich angegriffen oder beleidigt zu fühlen, da diese Leute einfach nur sie selbst sind.
Es liegt in ihrer Natur zu kritisieren und zu richten,
es wäre also absurd, daran Anstoß zu nehmen.
Es macht keinen Sinn, darüber wütend zu werden.

Das nächste Mal, wenn sich Dir die hungrigen Wölfe in Menschenhaut sich nähern, denke daran: 
 
Das ist einfach die Art, wie die Leute sind – genau wie Du gesagt hast, als Du reingekommen bist.“

Ihr Lieben,

ich kenne etliche Menschen, die schwer darunter leiden, wenn sie kritisiert werden und ich gebe zu, auch mir tut unberechtigte Kritik weh!

Aber bei Kritik ist es ganz, ganz wichtig, zwei Arten von Kritik zu unterscheiden:

Da gibt es zum einen die sachliche, ruhig vorgetragene Kritik, mit der uns jemand, der uns liebt, auf Fehler aufmerksam macht, die wir gemacht haben.
Eine solche Kritik ist wertvoll für uns, weil sie uns zum Nachdenken veranlasst und uns damit helfen kann, uns zu verbessern, sodass wir unsere Talente, Möglichkeiten und Fähigkeiten noch besser nutzen können.

Da gibt es aber zum anderen die unsachliche, die unberechtigte Kritik, die wir uns leider viel zu oft zu Herzen nehmen.
Dabei ist wichtig zu erkennen, dass diejenigen, die uns kritisieren, das nicht tun, weil die Kritik berechtigt ist, sondern weil diese Menschen gar nicht anders können, als andere Menschen zu kritisieren und über sie zu richten.

Ich muss es einmal ganz brutal offen sagen:

So wie es für mich die größte Freude ist, anderen Menschen Freude zu machen, anderen Menschen Mut zu machen, bei anderen Menschen Hoffnung und Zuversicht zu wecken, das Licht der Liebe weiterzutragen, so gibt es leider auch etliche Menschen, deren größte „Freude“ darin besteht, andere Menschen zu kritisieren und über andere Menschen zu richten.

Diesen Menschen geht es nicht darum, dem anderen Menschen zu helfen, dass er sich verbessern kann, sondern darum, ihn zu verletzen, ihn zu demütigen, ihn zu entmutigen, ihm die Hoffnung zu rauben.

Und wenn Du mich danach fragst, warum das so ist, dann muss ich Dir sagen, ich weiß es nicht genau. Ich weiß nur, dass es genau der Natur dieser Menschen entspricht so wie bei den Wölfen.

Vielleicht haben diese Menschen selbst nie Ermutigung oder Liebe erfahren und können es nun nicht ertragen, wenn andere Menschen geliebt werden, glücklich sind oder ihren eigenen Weg gehen.
Wie gesagt: Ich weiß es nicht genau, ich vermute es nur…


Ihr Lieben,
Quelle: Astrid Müller
ich wünsche Euch einen fröhlichen Nikolausabend und wünsche Euch morgen wieder einen guten mutigen und zuversichtlichen Tag

Euer fröhlicher niemals aufgebender Werner

Quelle: Karin Heringshausen
 

Montag, 5. Dezember 2011

Das fünfte Türchen in Werners Adventskalender: Du bist so wertvoll, vergiss das nie!


Quelle: www.gengenbach.de

Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch eine Geschichte von Ken Wilber erzählen:

„Eine Frau beginnt eine Therapie. Sie kennt an sich selbst nur die negativen Seiten. Ihren Therapeuten findet sie großartig. Alle ihre guten Seiten projiziert sie auf ihn.

Sie bewundert ihn, betet ihn an, liebt ihn insgeheim. Zum Zeichen ihrer Dankbarkeit schenkt sie ihm eine wunderbare blaue Krawatte, weil "sie so gut zu Ihren wunderbaren blauen Augen passt, die so voller Weisheit sind."

Nun hatte der Therapeut aber braune Augen. Er nimmt einen Spiegel, hält ihn ihr vor und fragt: "Wer hat denn nun die wunderbaren blauen Augen, die voller Weisheit sind?"
Natürlich war sie es selbst.“


Ihr Lieben,

diese kleine Geschichte gefällt mir sehr gut, weil sie eine tiefe Wahrheit enthält:

Es geht in dieser Geschichte nicht darum, dass sich die Frau in ihren Therapeuten verliebt. Dagegen ist ja nicht zu sagen und nichts ist schöner als das Gefühl der Liebe.

Aber darum geht es in dieser Geschichte nicht:
Oft, wenn wir in einer Not sind oder in Schwierigkeiten stecken, dann erwarten wir Hilfe von anderen Menschen, so wie die Frau in unserer Geschichte.

Aber den Fehler, den wir dabei machen, ist der, dass wir uns selbst als wertlos empfinden, dass wir oft glauben, der Hilfe gar nicht wert zu sein und so betrachten wir uns schnell als wertlos, während wir denjenigen, der uns hilft, als besonders wertvoll betrachten, wir glauben, dass er alle die Eigenschaften besitzt, die uns leider fehlen.

Es ist gut, Hilfe von anderen Menschen zu erwarten und anzunehmen, aber wir dürfen auch auf uns selbst stolz sein, denn wir dürfen wissen, dass wir wertvoll sind, dass wir es wert sind, dass uns geholfen wird.

Der erste Schritt aus der Not und den Schwierigkeiten heraus ist der, dass wir uns mindestens einmal am Tag selbst anschauen, im Spiegel betrachten und zu uns selbst sagen: „Ich bin wertvoll“, „Ich habe wunderbare Fähigkeiten und Talente“, „Ich bin einzigartig“.

Der Fehler der Frau in unserer Geschichte war nicht, sich in den Therapeuten zu verlieben, ihr Fehler war, sich selbst abzuwerten, bei sich selbst alles nur negativ zu empfinden und alles Gute, alles Wertvolle dem Therapeuten zuzuschreiben.

Deshalb, Ihr Lieben, lasst es Euch immer wieder von mir sagen:
Jede(r) Einzelne von Euch ist etwas Besonderes.
Jede(r) Einzelne von Euch ist einzigartig.
Jede(r) Einzelne von Euch ist großartig.
Jede(r) Einzelne von Euch hat großartige Fähigkeiten
Jede(r) Einzelne von Euch ist liebenswert, lobenswert, einfach ganz, ganz wertvoll!

Ich wünsche Euch einen fröhlichen Abend und morgen einen guten neuen Tag


Euer fröhlicher Werner

Quelle: Raymy Graber-Schiltz