3326 Geschichten


Auf dem ESELSKIND-Blog stehen inzwischen 3.326 Beiträge und mindestens zwei Mal in der Woche kommen weitere hinzu.

Ich wünsche jeder Leserin und jedem Leser recht viel Freude beim Lesen der Geschichten und ich hoffe, dass Euch die Geschichten ein wenig ermutigen und Euch veranlassen, niemals aufzugeben, denn denkt bitte immer daran:
Ihr seid etwas Besonderes, Ihr müsst nur Eurer Licht zum Leuchten bringen


Euer fröhlicher Werner aus Bremen

Dienstag, 15. Dezember 2015

Was ist eigentlich Liebe? - Kindermund tut Wahrheit kund!

Quelle: Karin Heringshausen
Ihr Lieben,

oft lachen wir über Aussprüche von Kindern, aber die folgenden Sätze aus dem Mund von Kindern sollten uns darüber nachdenken lassen, was Liebe wirklich ist, was sie bedeutet und wie sie sich äußern kann.

Eine Gruppe von Experten befragte Kinder im Alter von 4 bis 8 Jahren danach, was Liebe bedeutet.
Die Antworten waren umfassender und tiefgehender, als sich das irgendjemand vor der Befragung
vorgestellt hatte. (Quelle: www.planet-wissen.de):
www.planet-wissen.de
"Als meine Oma Arthritis bekam, konnte sie sich nicht mehr bücken um ihre
Fußnägel zu lackieren. Mein Opa macht es jetzt immer, sogar als auch er Arthritis in seinen Händen bekam. Das ist Liebe.
Rebecca, 8 Jahre

Wenn dich jemand liebt, sagen sie deinen Namen anders.
Du weißt, dein Name ist in ihrem Mund gut aufgehoben.
Henry, 6 Jahre

Liebe ist, wenn ein Mädchen Parfum benutzt und ein Junge Rasierwasser und
dann gehen sie weg und beschnuppern sich.
Christian, 5 Jahre.
Quelle: Helmut Mühlbacher
Liebe ist, wenn du mit jemandem zum Essen ausgehst und du die meisten deiner
Pommes Frites hergibst, ohne dass sie dir welche von ihren geben muss.
Lea, 6 Jahre

Liebe bringt dich zum Lächeln,
wenn du eigentlich müde bist.

Hans, 4 Jahre.
Quelle: Helmut Mühlbacher
Liebe ist, wenn Mutti Kaffee macht für Vati und dann probiert,
ob der Kaffee 
auch gut genug ist, bevor sie ihn serviert.
Danny, 7 Jahre

Wenn du liebst bist du immerzu am küssen, und wenn du dann genug hast vom
Küssen, willst du immer noch zusammen sein und dann redest du lange
miteinander. Mutti und Vati sind so und es ist sieht krass aus, wenn sie
küssen.
Emily, 8 Jahre

Wenn du mehr Liebe lernen willst, fang am besten mit einem Freund an, den du hasst.
Niklas, 6 Jahre
Quelle: Helmut Mühlbacher
Liebe ist, wenn du zu einem Typen sagst, dass du sein Hemd toll findest
und er es 
dann jeden Tag an hat.
Sybille, 7 Jahre

Als ich einmal auf dem Klavier vorspielte, hatte ich sehr viel Angst, als ich
auf der Bühne stand. Ich schaute mir all die Leute an, die mir zusahen, und dann
entdeckte ich meinen Vater, der mir liebevoll zuwinkte und mich anlächelte.
Er war der Einzige, der das machte, dann hatte ich keine Angst mehr.
Cindy, 8 Jahre.

Meine Mama liebt mich mehr als irgendjemand anders.
Niemand sonst küsst mich in den Schlaf am Abend.
Johanna, 6 Jahre
Quelle: Helmut Mühlbacher
Wenn Mama dem Vati das beste Stück vom Hähnchen gibt, das ist Liebe.
Elaine, 5 Jahre

Mutti sagt von Vati selbst dann, wenn er verschwitzt und schmutzig ist, dasss er
toller aussieht als Brad Pitt, das ist Liebe.
Christian, 7 Jahre

Wenn du jemanden liebst klimperst du mit deine Wimpern ganz wild und kleine
Sterne kommen aus dir heraus.
Karin, 7 Jahre

Man sollte 'Ich liebe dich' wirklich nur dann sagen, wenn man es auch wirklich
meint, aber wenn man es wirklich meint, sollte man es ganz oft sagen, Leute sind
vergesslich.
Jessica, 8 Jahre.
Quelle: Karin Heringshausen
Ihr Lieben, 
morgen folgt wieder eine weitere Geschichte. Heute möchte ich Euch herzlich grüßen und Euch einen gemütlichen Nachmittag und Abend wünschen.
Euer fröhlicher Werner
Quelle: Karin Heringshausen

Sonntag, 13. Dezember 2015

Liebe ist wie ein Eis mit Schlagsahne!

wünscht uns allen Astrid Müller
Quelle: Astrid Müller
Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch eine Geschichte von Christoph Georges erzählen:

„Die Blume und das Wasser“

In einem Land weit hinter dem Horizont lebte einst eine wunderschöne Blume.
Diese Blume hatte ganz besondere Eigenschaften: 

Ihre Blätter zeigten sich immer in einem satten Grün und ihre wundervollen Blüten verwelkten nie und sie konnte, wenn sie wollte, ihren Standort beliebig wechseln.

Wenn sie ihre Augen schloss, ganz tief in sich ruhte und ganz intensiv an den Ort dachte, an dem sie sein wollte, dann dauerte es keine fünf Minuten und sie befand sich dort.

Sie hatte eigentlich alles, was man sich nur wünschen kann, allerdings fühlte sie sich einsam. Eines Tages aber verliebte sie sich in das Wasser eines vorbeirauschenden Baches und weil die beiden sich gut verstanden, wurden sie gute Freunde.

Die Blume brachte immer mehr Blüten hervor, man sah ihr an, dass sie verliebt war, und die Menschen kamen von weit her angereist, um die Blume mit ihrem satten Grün und dem Meer an Blüten zu bewundern. 

Dass die Blume verliebt war, das spürten die Menschen, denn von der Blume ging ein wundervoller Duft aus. Denn so wie beim Menschen, wenn er verliebt ist, die Hormone verrücktspielen, so strömen die Blumen ihre wohlriechenden Düfte aus, wenn sie verliebt sind.

Auch das Wasser, das täglich an der Blume vorüberrauschte, entwickelte tiefe Gefühle für die Blume Es verstrichen Tage, ja sogar Monate, bis die Blume sich ein Herz fasste und den Mut entwickelte, dem Wasser seine Liebe zu gestehen und so sprach sie voller Inbrunst zu dem Wasser: „ICH LIEBE DICH!“ Und das Wasser antwortete mit einem feinen Lächeln: „ICH LIEBE DICH AUCH!

In den kommenden Wochen und Monaten sagte die Blume regelmäßig zu dem Wasser: ICH LIEBE DICH!“ und ebenso regelmäßig antwortete das Wasser: 
ICH DICH AUCH!
Quelle: Helmut Mühlbacher
Einige Zeit später wurde die Blume sehr krank , das Grün ihrer Blätter verfärbte sich, ihr Blüten verwelkten und kein betörender Duft umfing sie mehr. Es dauerte gar nicht lange und sie wurde bettlägerig und schließlich war sie so krank, dass sie dem Sterben nahe war.

Angestrengt und mit ihren letzten Kräften und wohl wissend, dass sie nun sterben würde, flüsterte sie dem Wasser ein letztes Mal zu: "ICH LIEBE DICH WIRKLICH!"

Das berührte das Wasser tief in seinem Herzen und es rief einen Arzt zur Hilfe.
Der Arzt kam und untersuchte die Blume und schließlich sagte er dem Wasser, dass er für die Blume nichts mehr tun könne und sie jeden Moment sterben könne.

Quelle: Helmut Mühlbacher
Der Wasser fragte tief traurig, was die Blume denn für eine schreckliche Krankheit habe. Der Arzt antwortete: "Die Blume hat keine Krankheit, sie ist einfach verdurstet, Du hast ihr kein Wasser zu Trinken gegeben."

In dem Augenblick wurde dem Wasser klar, dass ein dahingehauchtes „ICH LIEBE DICH!“ nicht ausreicht, dass die Liebe nicht nur aus Worten, sondern vor allem aus Taten besteht.“


Ihr Lieben,

an die Stelle meiner eigenen Gedanken möchte ich die Gedanken von Professor Tobias Brocher stellen, eines wundervollen Professors, den ich während meines Studiums kennenlernen durfte, von Professor Tobias Brocher. 

Seine Gedanken stammen aus dem Jahr 1970, aber sie haben nichts von ihrer Aussagekraft verloren und sind noch genauso aktuell wie damals:
Quelle: Raymonde Graber

"Wir brauchen neue Botschafter der Liebe, die Gott nicht als Reklameplakat vor sich hertragen mit dem Anspruch, ihn für sich alleine und damit das Anrecht auf größere Bedeutung gewonnen zu haben.

Wir brauchen Menschen, die bereit sind, sich notfalls für verrückt erklären zu lassen, weil sie etwas tun, das doch „kein vernünftiger Mensch“ tun würde, nämlich sich selbst, seine kostbare Zeit und seine Geduld und Liebe zu geben auf die Gefahr hin, verachtet, gehänselt und zunächst erfolglos zu sein.

Es sind Menschen wie Du und ich, keine Berühmtheiten, keinen wandelnden Wörterbücher und Nachschlagewerke, die alles wissen, Menschen, die sich nicht scheuen, offen zu sagen: „Das weiß ich nicht, lass uns zusammen nachdenken“, oder: „Lass uns Franz fragen, vielleicht weiß er es.“
Quelle: Raymonde Graber
Wir brauchen Menschen, die bereit sind, zu sagen: „Ja, das kenne ich, was Du da schilderst, aber ich weiß nicht, ob der Weg, den ich gefunden habe, auch Dein Weg sein kann. Lass uns miteinander ansehen, was sich ändern ließe.“
Niemand soll sagen, dass es diese Menschen nicht gibt.

Sie sind überall da, aber wir missachten, was sie täglich tun.

Da ist das Ehepaar am Zeitungsstand. Jeden Tag hören die beide zu, Hunderten von Geschichten, die im Vorbeigehen erzählt werden, Sorgen, Krankheiten, Zweifeln, Schicksalen, Ärger. 
Quelle: Raymonde Graber
Sie drängen sich nicht auf und doch rückt ein Wort hier und da manches zurecht, gibt ein Trost neue Hoffnung, entlastet ein Witz vom Ärger.

Da ist die geduldige Postbeamtin am Schalter, die zweimal erklärt, welche Marke auf welchen Brief muss, und dennoch die Geschichte vom Sohn anhört, der so viele Schwierigkeiten hat im fremden Land und hoffentlich bald zurückkommt.  

Da sind die anderen drei in der Reihe, die ihre Eile und Ungeduld verlieren, weil sie begreifen, wie wichtig es für diese einsame alte Mutter ist, einmal in der Woche jemandem ihr Herz ausschütten zu können.

Da ist die berufstätige Witwe mit ihren zwei Kindern, die weiß, dass ihre Nachbarin nicht über den Tod ihres Mannes hinwegkommen kann und sich vor einem einsamen Alter fürchtet.

Trotz ihrer Müdigkeit macht sie einen Tee und lädt die Nachbarin ein, wenn die Kinder im Bett sind, ohne Fernsehen, ohne Radio. Ganz still sitzen die beiden da und die Nachbarin ist getröstet.

Da ist der Elektriker, der nur eben eine Leitung reparieren wollte und schon drei Aufträge warten hat, die er kaum schaffen kann, und erhört dennoch zu, wie der alte Herr zögernd nach langem Herumgehen sagt: „Sie erinnern mich so an meinen Sohn, der war auch Elektriker bei der Marine, auf einem U-Boot.“ 
Und dann schaut er sich die Bilder an, eine Viertelstunde lang, und lauscht den Hoffnungen und der Trauer. Und der alte Herr ist getröstet. Sein Leben ist plötzlich viel leichter geworden.

Aber der Elektriker erwartet kein Trinkgeld, er spürt den tiefen, bewegten Dank beim  Handschlag zum Abschied.

Es gibt Hunderte von solchen Beispielen, die sich täglich vor unseren Augen und Ohren ereignen – und wir glauben, es gäbe keine Liebe mehr unter den Menschen?

Wären wir selber bereit, sie zu geben, in so alltäglicher Form, ohne große Spenden, nur den kleinen passenden Betrag zur Teilstrecke?

Nur wenn wir selbst beginnen zu tun, was wir von Anderen erwarten, und Anderen nicht zürnen oder sie moralisieren, wenn sie noch nicht begriffen haben, wie wichtig dieser kleine Funken in unser aller Leben ist, wird sich dieses Leben ändern.

Nur wenn wir endlich beginnen, wieder Achtung vor den Menschen und einem Menschenleben zu haben, gleichgültig, ob hoch oder niedrig, werden wir die Macht der Liebe begreifen!!!

Es ist ein Wagnis, in dieser erkaltenden Welt zur Liebe zu ermutigen. Und doch ist sie das einzige Mittel, das uns helfen könnte, jene Mauern niederzureißen, die wir gegeneinander aufgebaut haben." 
Quelle: Astrid Müller

Ihr Lieben,

zu einem geliebten Menschen zu sagen: „ICH LIEBE DICH!“ ist etwas ganz Wundervolles, Besonderes und Wertvolles. Deshalb sollten wir unserer Partnerin, unserem Partner diese Wort regelmäßig zurufen.

Wenn wir unseren eigenen Kindern und Enkelkindern zurufen: „ICH HABE DICH LIEB!“, so wird das ihre Seele stärken und ihrem Herzen Flügel verleihen. 
Deshalb sollten wir diese Worte unseren Kindern und Enkelkindern immer wieder einmal zurufen.
Quelle: Helmut Mühlbacher
Dabei dürfen wir aber eines nicht vergessen:

Worte der Liebe ohne Taten – das ist wie ein Bach ohne Wasser
Worte der Liebe ohne Taten –
das ist wie ein Leuchtturm ohne Licht
Worte der Liebe ohne Taten – das ist eine Kerze ohne Streichholz
Worte der Liebe ohne Taten – das ist wie ein Gulaschsuppe ohne Gulasch
Worte der Liebe ohne Taten – das ist ein ein Eisbecher ohne Eis
Worte der Liebe ohne Taten – das ist wie ein Grill ohne Fleisch
Worte der Liebe ohne Taten – das ist wie ein Auto ohne Räder
Quelle: Astrid Müller
Ihr Lieben,
ich wünsche Euch einen besinnlichen, friedvollen und harmonischen 3.Advent und ganz viele Freude in Euer Herz und ich grüße Euch herzlich aus Bremen

Euer fröhlicher Werner
Quelle: Karin Heringshausen

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Werde aktiv und manche Deiner Probleme verschwinden!

Wann wird es endlich wieder Winter?
Quelle: Helmut Mühlbacher
„Ein Praktiker hat für jedes Problem eine Lösung.
Ein Philosoph hat Probleme für jede Lösung.“
Willy Meurer


Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch eine humorvolle Geschichte von Gisela Rieger erzählen:


„Eine etwas andere Art von Therapie“


„Eine Frau vertraute sich einem Psychologen an.
»Ich glaube, (so sagte sie) „ich werde verrückt. Jede Nacht höre ich, wie wilde Tiere unter meinem Bett brüllen und herumlaufen.«


 »Das ist ja sehr interessant«, meinte der Therapeut. »Legen Sie sich doch bitte auf die Couch und erzählen mir etwas mehr darüber.«
Ein wenig skeptisch fragte ihn die Patientin: »Was kostet denn so eine Therapie?«

Der Psychologe überlegte kurz: »Nun, eine Stunde wird mit 100 Euro

abgerechnet. Die Behandlung dauert voraussichtlich, wenn Sie gut mitarbeiten,
fünfzig Stunden. Ansonsten verlängern wir um weitere Stunden.«

Quelle: Helmut Mühlbacher
»Das sind ja 5000 Euro oder noch weit mehr!«, überlegte die Patientin, 
»Ich denke, so verrückt bin ich dann doch wieder nicht!«
Mit diesen Worten verließ sie die Praxis.


Nach einigen Wochen begegneten sich der Psychologe und die Frau in einem Supermarkt.  Der Therapeut erkundigte sich freundlich nach ihrem Befinden.
Die Frau antwortete strahlend: »Mir geht es wieder hervorragend. Mein Nachbar kurierte mich kostenlos in wenigen Minuten!«


Neugierig fragte der Psychologe: »Welcher Art von Therapeut ist denn Ihr Herr Nachbar?« Die Frau antwortete: »Er ist Schreiner und er sägte kurzerhand die Beine meines Bettes ab!«

© Gisela Rieger; aus dem Buch „Inspirationen für`s Herz“ ; ISBN 978-3-00-050869-1

Ihr Lieben,

o, wenn doch alle Probleme so leicht aus dem Weg zu räumen wären!


Da hört eine Frau jede Nacht, wie wilde Tiere unter ihrem Bett brüllen und herumlaufen. Und während der Psychologe in einer langwierigen Therapie die Frau von ihren Vorstellungen heilen will, greift der Nachbar zum einfachsten Mittel. Er sägt einfach die Beine des Bettes ab und verhindert so, dass die wilden Tiere weiter unter dem Bett der Frau ihr Unwesen treiben können.

Diese humorvolle Geschichte weist uns auf etwas ganz Wichtiges hin:
Wenn wir uns Problemen gegenüber sehen, wenn wir Angst vor etwas haben, wenn uns etwas auf der Seele liegt, wenn uns etwas bedrückt, dann bringt es wirklich wenig, wenn wir nichts tun und die Dinge so belassen, wie sie sind. 

Quelle: Karin Heringshausen
Mein Großvater sagte einmal zu mir, als ich noch ein junger Mensch war:
"Wenn Du vor etwas Angst hast, dann ist es auf jeden Fall besser,
etwas zu tun, als nichts zu tun."

Wenn wir nichts tun, dann lähmt uns die Angst, dann erdrücken uns die Probleme, dann verringert sich unsere Lebensfreude immer mehr. Wichtig ist, dass wir uns unserer Angst stellen und etwas dagegen tun.

Aktivität ist ein gutes Hilfsmittel.


Auch ich bin nicht immer fröhlich, wie manche von Euch glauben. 
Auch ich laufe nicht den ganzen Tag umher und lache. 
Auch mich ergreift manchmal die Angst vor dem Morgen. 
Auch mich bedrückt manchmal ein Anflug von Traurigkeit und dann würde ich mich am liebsten in mein Bett verkriechen, die Bettdecke über den Kopf ziehen, schlafen und nichts mehr von der Welt sehen.
Quelle: Karin Heringshausen
Aber immer dann, wenn ich spüre, wie die Angst sich an mich heranschleicht, wenn ich merke, dass mir die Traurigkeit meine Fröhlichkeit rauben will, dann werde ich aktiv.

Wenn es draußen regnet, dann singe ich gerne Lieder, die ich mag. Ihr solltet das auch einmal ausprobieren. Man kann nicht traurig bleiben, wenn man fröhliche Lieder singt!


Wenn aber draußen die Sonne scheint, dann schwinge ich gerne auf mein Fahrrad und radele durch Gottes herrliche Natur.


Manchmal aber besuche ich in solch einem Fall auch einen einsamen Menschen, von dem ich weiß, dass er sich nach Besuch sehnt, denn ich habe in meinem Leben festgestellt, dass es ein wunderbares Mittel ist, über eigene Probleme hinwegzukommen, wenn man sich um andere Menschen kümmert.
Quelle: Karin Heringshausen
Ihr Lieben,
ich wünsche Euch fröhliche Adventstage, Tage der Begegnung mit anderen fröhlichen Menschen, Tage der Freude und Zuversicht, Tage des Mutes und der Hoffnung und ich grüße Euch herzlich aus Bremen
Euer fröhlicher Werner


Sonntag, 6. Dezember 2015

Wer das Geheimnis des Teilens begreift, ist ein wahrhaft glücklicher Mensch!

Quelle: Helmut Mühlbacher
„Ein wahrer Freund ist der, der Deine Hand nimmt, aber Dein Herz berührt.“
Gabriel Garcia Márquez
Quelle: Astrid Müller
Ihr Lieben,

Heute Abend möchte ich Euch eine der schönsten Advents- und Weihnachtsgeschichten erzählen.
Sie stammt von Charles Dickens und lautet:

"Die Apfelsine"

„Schon als kleiner Junge hatte ich meine Eltern verloren und kam mit neun Jahren in ein Waisenhaus in der Nähe von London. Es war mehr ein Gefängnis. Wir mussten vierzehn Stunden am Tage arbeiten – im Garten, in der Küche, im Stall, auf dem Felde.

Kein Tag brachte eine Abwechslung, und im ganzen Jahr gab es für uns nur einen einzigen Ruhetag: Das war der Weihnachtstag. Dann bekam jeder Junge eine Apfelsine zum Christfest. Das war alles. Keine Süßigkeiten, kein Spielzeug. Aber auch diese eine Apfelsine bekam nur derjenige, der sich im Laufe des Jahres nichts hatte zuschulden kommen lassen und immer folgsam war.

Diese Apfelsine an Weihnachten verkörperte die Sehnsucht eines ganzen Jahres. So war wieder einmal das Christfest herangekommen. Für mein Knabenherz bedeutete es aber fast das Ende der Welt. 

Während die anderen Jungen am Waisenhausvater vorbei schritten und jeder seine Apfelsine in Empfang nahm, musste ich in einer Zimmerecke stehen und zusehen. Das war meine Strafe dafür, dass ich im Sommer eines Tages hatte aus dem Waisenhaus weglaufen wollen.

Als die Geschenkverteilung vorüber war, durften die anderen Knaben im Hofe spielen. Ich aber musste in den Schlafraum gehen und dort den ganzen Tag über im Bett liegen bleiben. Ich war tief traurig und beschämt. Ich weinte bitterlich und wollte nicht länger leben.
Quelle: Margit Marianne
Nach einer Weile hörte ich Schritte im Zimmer. Eine Hand zog die Bettdecke weg, unter die ich mich verkrochen hatte. Ich blickte auf. Ein kleiner Junge namens William stand vor meinem Bett, hatte eine Apfelsine in der rechten Hand und hielt sie mir entgegen. Ich wusste nicht, wie mir geschah.

Wo sollte eine überzählige Apfelsine hergekommen sein? Ich sah abwechselnd auf William und auf die Frucht und fühlte dumpf in mir, dass es mit dieser Apfelsine eine besondere Bewandtnis haben musste.

Auf einmal bemerkte ich, dass die Apfelsine bereits geschält war – und als ich näher hinblickte, wurde mir alles klar. Tränen traten in meine Augen. Als ich die Hand ausstreckte, um die Frucht entgegen zu nehmen, da wusste ich, dass ich fest zupacken musste, damit sie nicht auseinanderfiel. Was war geschehen?
Quelle: Astrid Müller
Zehn Knaben hatten sich im Hof zusammengetan und beschlossen, dass auch ich zu Weihnachten meine Apfelsine haben müsse. So hatte jeder die seine geschält und eine Scheibe abgetrennt. 

Die zehn abgetrennten Scheiben hatten sie sorgfältig zu einer neuen, schönen und runden Apfelsine zusammengesetzt. Diese Apfelsine war das schönste Weihnachtsgeschenk in meinem Leben.
Sie zeigte mir, wie trostvoll echte Kameradschaft sein kann."

© Gisela Rieger; aus dem Buch „Inspirationen für`s Herz“ ; ISBN 978-3-00-050869-1
Quelle: Karin Heringshausen
Ihr Lieben,

diese Geschichte ist meine Lieblingsgeschichte, was den Advent und Weihnachten betrifft, denn diese kleine Geschichte enthält eine tiefe berührende Wahrheit:

Viele Menschen glauben, wenn es darum geht, mit anderen Menschen etwas zu teilen, Menschen, die nichts haben, zu unterstützen, sie müssten auf etwas verzichten, sie müssten von dem Wenigen, das die haben, auch noch viel hergeben. 

Unsere heutige kleine Geschichte verdeutlicht uns, warum es wirklich geht:
Es geht nicht darum, auf etwas zu verzichten zu Gunsten eines Anderen, sondern es geht darum, mit dem Anderen etwas zu teilen. In unserer Geschichte haben sich 10 Jungen, deren größtes Geschenk eine Apfelsine zu Weihnachten war, zusammengetan, damit jeder Junge von seiner Apfelsine eine einzige Scheibe abgibt, damit eine neue Apfelsine zusammengefügt werden kann.
Diese Kinder haben mit dem 11.Jungen etwas geteilt, sie haben sich als wahre Freunde, als Menschen mit Herz erwiesen. Wenn wir alle auf diese Weise wie diese Jungen gelegentlich das, was wir haben, mit anderen Menschen teilen würden, um wie viel besser stünde es um diese Welt, wie viel mehr menschliche Wärme würde diese Welt durchströmen. 

Diese Jungen in unserer heutigen Geschichte haben begriffen, dass es nichts Befriedigenderes und Beglückenderes gibt, als anderen Menschen eine Freude zu haben, mit anderen Menschen etwas zu teilen.
Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,
ich wünsche Euch die Freude des Teilens, die Freude des Advents, die Freude der Liebe und die Freude der Zuversicht und ich grüße Euch herzlich aus Bremen
Euer fröhlicher Werner
Quelle: Helmut Mühlbacher

Mittwoch, 2. Dezember 2015

Freude bereiten, ist die Grundlage für das Glück

Quelle: Karin Heringshausen
Kinder sind die Brücke zum Himmel.
Persisches Sprichwort
Ihr Lieben,

heute Abend möchte ich Euch eine Geschichte von Gisela Rieger erzählen:

„Eine kleine Geldbörse“

„Ein Mann stand in einem Spielwarengeschäft vor einem Puppenregal.
Er suchte nach einem besonderen Geschenk für seine Tochter.
Da bemerkte er neben sich einen kleinen Jungen, der eine Puppe in der
Hand hielt und traurig in seine magere Geldbörse sah.

Der Mann sprach ihn an und fragte, für wen er denn die Puppe kaufen möchte? 
Der Junge sagte, dass sich seine kleine Schwester diese so sehr gewünscht habe!
Der Mann schätzte den Jungen so um die fünf Jahre alt und meinte daher tröstend,
dass ja bald Weihnachten sei und das Christkind seiner Schwester bestimmt die Puppe bringen würde!

Da entgegnete der Junge: »Dort, wo meine Schwester jetzt ist, kann das Christkind keine Puppe mehr hinbringen.« Mit Tränen in den Augen sprach er weiter: »Mein Papa sagt, dass meine Schwester im Himmel ist und dass meine Mama auch bald zu ihr gehen muss, da kann ich ihr doch die Puppe noch für sie mitgeben!«

Bei diesen Worten blieb dem Mann beinahe das Herz stehen! Er fragte den Jungen, ob er ihm seine Geldbörse geben würde, dann könnten sie gemeinsam schauen, ob das Geld reichen würde. Geschickt steckte er heimlich einen Geldschein in die kleine Geldbörse.
Beim Durchzählen stellten sie fest, dass das Geld reichen würde und sogar noch etwas übrig bliebe. Der Junge war ganz aufgeregt und sagte: »Ich habe letzte Nacht gebetet, dass Gott mir genug Geld für die Puppe gibt. Jetzt kann ich sogar noch für Mama eine Rose kaufen, meine Mama liebt Rosen!«

Während der Mann an der Kasse stand, erinnerte er sich an einen Zeitungsartikel, den er vor Kurzem gelesen hatte. Ein Autofahrer war wegen überhöhter Geschwindigkeit mit seinem Sportwagen aus einer Kurve geschleudert worden und in ein entgegenkommendes Fahrzeug geprallt.

Das kleine Mädchen verstarb noch an der Unfallstelle, die junge Mutter schwebte in Lebensgefahr! Der Raser überlebte mit mittleren Verletzungen. Als der Mann das Geschäft verließ, fragte er sich, ob es sich bei dem Unfall um die Familie des kleinen Jungen handeln könnte?

Er ging auf seinen neuen Sportwagen zu und verstaute die Puppe für seine Tochter auf dem Rücksitz. Als er nachdenklich nach Hause fuhr, bemerkte er, dass ihm das schnelle  Fahren keine Freude mehr bereitete!

© Gisela Rieger; aus dem Buch „Inspirationen für`s Herz“ ; ISBN 978-3-00-050869-1
Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

ich bin mir sicher, dass der kleine Junge dem Mann in unserer Geschichte sehr dankbar war, denn mit seiner Hilfe konnte er die gewünschte Puppe für die verunglückte Schwester kaufen.

Ich werde oft gefragt, was für mich den Zauber der Vorweihnachtszeit ausmacht und ich antworte darauf immer das Gleiche: In der Vorweihnachtszeit macht es besonders viel Freude, anderen Menschen eine Freude zu bereiten.

Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit macht es mir besonders große Freude, Menschen zu beschenken, die gar nicht damit rechnen. Es sind häufig nur Kleinigkeiten nötig, um anderen Menschen eine Freude zu bereiten. Manchmal ist es schon genug, wenn wir uns für einen einsamen Menschen einfach mal etwas Zeit nehmen…

Seit einiger Zeit löse ich bei bestimmten Gelegenheiten eine Freudenkette aus!
Manchmal, wenn ich mir nicht sicher bin, ob jemand das, was ich ihm schenke, bereits besitzt, oder ob ihm jemand das, was ich ihm schenke, ebenfalls schenkt, dann schreibe ich in den Begleitzeilen, dass der Beschenkte selbstverständlich jederzeit die Freiheit hat, mein Geschenk an einen anderen Menschen, der ihm wichtig ist, weiterzugeben. 

So verhindere ich, dass der Beschenkte in einem solchen Fall ein schlechtes Gewissen bekommt, und verlängere so die Freudenkette.

Wir können auch dadurch viel Freude auslösen, dass wir das, was wir haben, mit anderen teilen. Als junger Dozent an der Universität Göttingen unterrichtete ich einen jungen Studenten und durch mich gewann er viel Selbstvertrauen. Aus Dankbarkeit lud mich seine Familie zu sich auf den Bauernhof zum Essen ein. Zum Abschied bekam ich eine Gans, zwei Enten, zwei Hähnchen und mehrere Würste geschenkt.
Ich hätte diese Menge niemals allein verzehren können.
Zu der Zeit – es war kurz vor Weihnachten -  kannte ich eine Familie mit 7 Kindern, die finanziell sehr arm waren. Ich bin also mit meiner Gans, der einen Ente (die zweite habe ich gegessen), den beiden Hähnchen und den Würsten zu der Familie mit den Kindern gefahren und habe ihnen alles auf den Küchentisch gelegt. Um ihnen aber die Würde zu lassen, habe ich gesagt:
„Ich habe von einem Bauern so viel geschenkt bekommen, ich kann das niemals alles allein aufessen. Ihr müsst mir helfen und wenn es Euch zu viel wird, dann werft es einfach weg!“

Wie mir die Kinder später berichteten, soll es das schönste Weihnachtsfest gewesen sein, das sie je erlebten. Dabei hatte mich das Geschenk an die Familie gar nichts gekostet, ich hatte nur mit ihnen  geteilt und die Kette der Freude verlängert!
Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,
ich wünsche Euch Augenblicke der Freude und Augenblicke des Glücks. Ich wünsche Euch Augenblicke des Teilens und Augenblicke der Dankbarkeit.
Ich grüße Euch herzlich aus Bremen
Euer fröhlicher Werner

Quelle: Karin Heringshausen