3326 Geschichten


Auf dem ESELSKIND-Blog stehen inzwischen 3.326 Beiträge und mindestens zwei Mal in der Woche kommen weitere hinzu.

Ich wünsche jeder Leserin und jedem Leser recht viel Freude beim Lesen der Geschichten und ich hoffe, dass Euch die Geschichten ein wenig ermutigen und Euch veranlassen, niemals aufzugeben, denn denkt bitte immer daran:
Ihr seid etwas Besonderes, Ihr müsst nur Eurer Licht zum Leuchten bringen


Euer fröhlicher Werner aus Bremen

Mittwoch, 20. Februar 2013

Das Leben gibt Dir nur das, was Du zu geben bereit bist!


Quelle: Helmut Mühlbacher

Ihr Lieben,
heute möchte ich Euch heute eine berührende wahre Geschichte von Burt Dubin erzählen:

„Die Macht der Entschlossenheit“

"Das kleine Schullandhaus wurde durch einen altmodischen Kanonenofen mit Kohlen beheizt.
 
Ein kleiner Junge hatte die Aufgabe, jeden Tag früh in die Schule zu kommen, um das Feuer zu entfachen und den Raum aufzuwärmen, bevor sein Lehrer und seine Klassenkameraden kamen.

Eines Morgens kamen sie und fanden das Schulhaus in Flammen eingehüllt.
www.schwaebische.de

Sie zogen den bewusstlosen kleinen Jungen mehr tot als lebendig aus dem brennenden Gebäude heraus. Er hatte schwere Verbrennungen am unteren Teil seines Körpers und wurde in das nahegelegene Bezirkskrankenhaus gebracht.

Von seinem Bett aus hörte der entsetzlich verbrannte, halb bewusstlose kleine Junge schwach, wie der Arzt mit seiner Mutter sprach. Der Arzt sagte seiner Mutter, dass ihr Sohn sicherlich streben würde – was auch wirklich das Beste wäre –  denn das schreckliche Feuer hatte den unteren Teil seines Körpers fast vollständig zerstört.
www.spiegel.de

Aber der tapfere Junge wollte nicht sterben.
Er fasste den Entschluss zu überleben.

 
Irgendwie, zum Erstaunen des Arztes, überlebte er.
Als die Lebensgefahr vorüber war, hörte er wieder den Arzt und seine Mutter sprechen. Der Mutter wurde mitgeteilt, dass, da das Feuer so viel Gewebe des unteren Teils seines Körpers zerstört habe, es fast besser gewesen wäre, wenn er gestorben wäre, da er dazu verurteilt sei, sein Leben lang nun ein Krüppel zu sein, der er seine unteren Gliedmaßen überhaupt nicht gebrauchen könne. 

Einmal mehr fasste der Junge einen Entschluss.
 
Er würde KEIN Krüppel sein. Er würde gehen. Aber unglücklicherweise war er von der Hüfte abwärts bewegungsunfähig. Seine dünne Beine baumelten dort herab, ganz leblos.

Schließlich wurde er aus dem Krankenhaus entlassen. Jeden Tag massierte seine Mutter seine kleinen Beine, aber da war kein Gefühl, keine Kontrolle – nichts.

Doch sein Entschluss, dass er gehen würde, war so stark wie nie zuvor.
Wenn er nicht im Bett lag, war an an seinen Rollstuhl gefesselt.
An einem sonnigen Tag schob seine Mutter ihn in den Garten hinaus, damit er etwas frische Luft schöpfen konnte.

An diesem Tag, anstatt einfach nur da zu sitzen, warf er sich selbst aus dem Stuhl. Er zog sich durch das Gras, seine Beine hinter sich herschleifend. Er arbeitete sich bis zum weißen Palisanderzaun vor, der ihre Parzelle abgrenzte. Mit großer Mühe zog er sich an dem Zaun hoch. Dann, Pfosten für Pfosten, zog er sich an dem Zaun entlang, fest entschlossen, dass er gehen würde. 
www.wikipedia.org

Er begann, dies jeden Tag zu tun, bis er einen schmalen Pfad rund um den Hof am Zaun entlang in die Erde eingekerbt hatte.
Es gab nichts, was er mehr wollte, als Leben in seinen Beinen zu entwickeln.

Schließlich, durch seine täglichen Massagen, seine eiserne Beharrlichkeit und seine große Entschlossenheit entwickelte er die Fähigkeit, aufrecht zu stehen, dann unsicher zu gehen, dann selbstständig zu gehen – und dann – zu laufen.

Er begann, in die Schule zu gehen, dann in die Schule zu laufen, aus reiner Freude am Laufen zu laufen. Später, auf dem College, schaffte er es, in die Leichtathletikmannschaft zu kommen.

Noch später, in Madison Square Garden, lief dieser junge Mann, von dem nicht erwartet wurde, dass er überhaupt überlebte, der sicherlich nie gehen würde, der nie hoffen durfte zu laufen – dieser entschlossene junge Mann, Dr. Glenn Cunningham, eine Meile in Weltrekordzeit!“
www.welt.de



 Ihr Lieben,

in vielen E-Mails und Briefen werde ich immer wieder gefragt:
„Lieber Werner, was ist eigentlich die Voraussetzung, wenn ich trotz großer Schwierigkeiten ein Ziel erreichen möchte? Was muss ich tun, wenn ich mich gegen einen Schicksalsschlag zur Wehr setzen möchte? Wie kann ich meine Träume verwirklichen?“

Unsere heute Geschichte gibt uns auf diese Fragen ganz wundervolle Antworten.
Da erleidet ein kleiner Junge ein Schicksal, das, wenn wir es erlitten hätten, sicher manchen von uns veranlasst hätte, aufzugeben.

Dieser Junge hört zunächst nach seinem schrecklichen Unfall, dass er sterben wird. Es wäre nicht verwunderlich gewesen, wenn er aufgegeben hätte.
www.kleinezeitung.at
Dieser Junge tat das Erste, was man tun muss, wenn man einen Schicksalsschlag überwinden will, einen Traum verwirklichen, ein Ziel erreichen will:
Er hörte nicht auf die sogenannten Experten!
 
Er hörte nicht auf die Entmutiger, auf die Miesepeter, die ihm empfahlen, sein Schicksal anzunehmen und sich damit abzufinden, sondern er hielt an seinem Traum fest, wieder gehen zu können.

Dieser Junge tat das Zweite, was man tun muss, wenn man einen Schicksalsschlag überwinden will, einen Traum verwirklichen, ein Ziel erreichen will:
Er fasste einen festen Entschluss, er richtete sein Augenmerk ganz fest auf das Ziel, das er erreichen wollte.

Dieser Junge tat das Dritte, was man tun muss, wenn man einen Schicksalsschlag überwinden will, einen Traum verwirklichen, ein Ziel erreichen will:
Er fand sich nicht mit seinem Schicksal ab, sondern er überlegte, was er tun könne, um sein Ziel, wieder gehen zu können, zu erreichen.

Dieser Junge tat das Vierte, was man tun muss, wenn man einen Schicksalsschlag überwinden will, einen Traum verwirklichen, ein Ziel erreichen will:
Er fing an, seinen Traum zu verwirklichen.
Viele Menschen, die einen Traum haben, ein Ziel haben, schmieden große Pläne und sagen dann zu sich selbst: „Morgen werde ich damit anfangen, den Plan in die Tat umzusetzen.“

 
Der Junge aber begriff, als er sich selbst aus dem Rollstuhl warf:
JETZT, HIER und HEUTE ist der richtige Augenblick
, damit zu beginnen, mein Ziel anzusteuern, meinen Traum zu verwirklichen.

Dieser Junge tat das Fünfte, was man tun muss, wenn man einen Schicksalsschlag überwinden will, einen Traum verwirklichen, ein Ziel erreichen will:
Er ließ sich von seiner Mutter helfen, die ihn pflegte, ihn massierte, ihm zu essen gab.
Allein ein Ziel zu erreichen, das schafft kaum jemand. Es ist wichtig, dass wir jemand an unserer Seite haben, der uns ermutigt, wenn wir müde werden, der uns aufrichtet, wenn wir schwach werden, der fröhlich ist, wenn uns der Mut verlassen will, er uns aufhebt, wenn wir zu Boden sinken.
 
Der kleine Junge in unserer heutigen Geschichte hat Großartiges geleistet, aber ohne die Unterstützung seiner Mutter hätte er es meiner Meinung nach kaum geschafft.

Diese Junge tat das Sechste, was man tun muss, wenn man einen Schicksalsschlag überwinden will, einen Traum verwirklichen, ein Ziel erreichen will:
Er war bereit, zu trainieren für sein Ziel und ALLES dafür einzusetzen.
 
Die meisten Menschen erreichen ihre Ziele nicht, verwirklichen ihre Träume nicht, weil sie nicht bereit sind, dafür etwas zu tun.
Sie möchten das Wunder gleich sehen, das Ziel auf leichte Weise erreichen, aber so spielt das Leben nicht.

Überall in unserem Lebensalltag sehen wir, dass wir das, was wir uns wünschen, nur dann bekommen, wenn wir bereit sind, einen entsprechenden Wert dafür einzusetzen.
Als wir Kinder waren, wollten wir eine der Kaugummikugeln in den Kaugummiautomaten haben, aber nur wenn wir 10 Pfennige einwarfen, gab der Automat die ersehnte Kugel preis.
 
Wenn ich mit einem Bus fahren möchte, muss ich den entsprechenden Fahrpreis bezahlen, sonst kann ich nicht mitfahren.
 
Wenn ich ein Konzert besuchen möchte, muss ich mir eine Eintrittskarte kaufen, sondern bleibt mir der Weg in das Konzerthaus versperrt.

Mit halbem Einsatz hätte der Junge niemals sein Ziel erreicht. Er war bereit, über eine lange Zeit regelmäßig zu üben, sich anzustrengen und trotz Rückschlägen, die er sicher auch erlitten hat, niemals aufzugeben. 

An Ende stand der Sieg, am Ende hatte er sein Ziel erreicht, am Ende war er glücklich, aber es hat ihn viel Kraft, viel Beharrlichkeit und viel Zuversicht gekostet!

Ich wünsche jedem/jeder von Euch diese Einstellung des kleinen Jungen aus meiner heutigen Geschichte und wünsche Euch eine wundervolle, mutige, zuversichtliche, beharrliche zweite Wochenhälfte
 
Euer fröhlicher Werner 
 

Montag, 18. Februar 2013

Behandle andere Menschen so, wie Du auch von ihnen behandelt werden möchtest!


Quelle: Helmut Mühlbacher

Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch statt einer Geschichte den sehr berührenden Brief einer Frau zu lesen geben, die einige Jahre nach dem Schreiben des Briefes an Demenz erkrankte.
 
Der Brief wurde in ihrem Nachlass gefunden und von Frau Petra Wontorra aus Bremen veröffentlicht.

 „Das Schicksal des Altwerdens“

„Was sehen Sie, Schwester, wenn Sie mich anschauen, und was denken Sie? „Eine knöchrige Alte“ mit abwesendem Blick, nicht mehr ganz zurechnungsfähig, die sich nicht zu benehmen weiß und kleckert und nicht antwortet, wenn Sie mit Ihrer lauten Stimme sagen, sie solle sich doch wenigstens ein bisschen Mühe geben, die nicht zu beachten scheint, was Sie machen, die mal hier einen Strumpf verliert und da einen Schuh und die trotz aller Ermahnungen nicht mithilft, wenn sie gebadet oder gefüttert wird.
Wenn Sie das, Schwester, sehen und denken, dann liegen Sie falsch.
Das bin ich nicht, die da so still sitzt und die auf Ihr Geheiß hin aufsteht und isst. Machen Sie die Augen auf, ich sage Ihnen, wer ich bin:

Ich bin ein Kind von 10 mit einem Vater und einer Mutter und Brüdern und Schwestern, die einander lieben.
Ein junges Mädchen von 16 mit Flügeln an den Füßen, die davon träumt,
bald ihre wahre Liebe zu treffen.

Eine Braut von 20, mein Herz springt vor Freude, wenn ich an die Gelübde denke, die ich zu halten versprach.

Mit 25 habe ich dann eigene Kinder, für die ich ein sicheres, glückliches Heim baue.

Eine Frau von 30, meine Kinder wachsen schnell, miteinander durch treue Bande verbunden.

Mit 40, meine Söhne sind weg, aber an meiner Seite steht mein Mann und unterstützt mich.

Mit 50 habe ich wieder spielende Kinder um mich. Wir haben Enkel, mein Liebster und ich.

Dann kommen dunkle Tage, mein Mann stirbt, ich schaue mit Angst in die Zukunft, denn meine Kinder sind dabei, ihr eigenes Heim zu bauen.
Ich denke an die Jahre und die Liebe, die ich erfahren habe.
www.kulturhirsch.ch
Ich bin jetzt eine alte Frau, die Natur ist sehr grausam.
Sie hat sich ausgedacht, Alte wie N A R R E N erscheinen zu lassen.
Der Körper zerfällt, die Anmut und die Stärke schwinden, wo einst ein Herz war, ist jetzt ein Stein.


Aber in diesem alten Gerüst wohnt ein noch junges Mädchen
und hin und wieder schwillt mein geschundenes Herz.

Ich denke an die Freude zurück und den Schmerz und ich liebe und lebe das Leben noch einmal und erinnere mich an die Jahre, die viel zu wenig gelebt und viel zu schnell vergangen sind, und nehme die bittere Tatsache an, dass nichts bleibt.

So machen Sie die Augen auf, SCHWESTER und sehen Sie nicht eine alte kratzbürstige Frau,  sehen Sie mich!!!
Quelle: Astrid Müller
 Ihr Lieben,

Was die Alkoholsucht und die Drogensucht betrifft. So wissen wir, dass diese beiden Süchte für unendlich viel Leid verantwortlich sind, dass Millionen von Menschen Opfer der Alkoholsucht und der Drogensucht geworden sind.

Ich persönlich glaube aber, dass es eine Sucht gibt, die noch weitaus mehr Menschen auf dem Gewissen hat, die noch weit mehr Menschenleben zerstört hat und noch weit aus mehr Leid über die Menschen gebracht hat und das ist unsere Kritiksucht.


Wir Menschen haben oft für uns selbst immer die besten Entschuldigungsgründe.
Wenn wir grimmig gucken, dann haben wir starke Kopfschmerzen.
Wenn andere Menschen grimmig gucken, dann haben sie sicher schlechte Laune.

Das, was wir bei uns selbst oft entschuldigen,
kritisieren wir häufig bei anderen Menschen.

Das beginnt oft schon in der Kindheit.
 
Statt die Kinder und Jugendlichen zu ermutigen, statt ihnen zu helfen, ihre Talente und Begabungen zu entdecken, werden sie oft entmutigt und ihnen jedes Urteilsvermögen abgesprochen:
„Dafür bist Du noch zu jung, zu klein, zu unwissend! „Mach erst einmal Deine Schule, Deine Ausbildung zu Ende, dann kannst Du vielleicht mitreden!“
www.garten-schlueter.de
 Und so zieht sich das über die verschiedenen Lebenszeiträume hin und endet bei den alten Menschen, die sehr oft als starrsinnig, undankbar und unflexibel bezeichnet werden.

Ich glaube, wir sollten mehr lernen, in den „Schuhen des Anderen“ zu gehen, mehr darüber nachzudenken, wie es dem Anderen geht, und ihn nicht vorschnell verurteilen.

Diese Kritiksucht an dem anderen Menschen, die eine große Lieblosigkeit widerspiegelt, hat meiner Meinung nach mehr Menschen auf dem Gewissen als die Alkoholsucht und die Drogensucht.

Wie sehr wir Menschen dieser Kritiksucht verfallen sind, könnt Ihr selbst anhand eines einfachen Tests feststellen:
 
Bittet doch einmal eine Freundin oder einen Freund, über Euch in Eurem Bekannten- und Freundeskreis etwas Schlechtes  zu erzählen, das Ihr Euch vorher ausgedacht und zu Papier gebracht habt.
Ihr werdet Euch wundern, wie schnell diese böse Gerücht, diese angeblich schlechte Tatsache über Euch weitererzählt wird und sich ausbreitet!
www.weber-museum.de

Dann bittet doch einmal eine Freundin oder einen Freund, über Euch in Eurem Bekannten- und Freundeskreis etwas absolut Gutes zu erzählen, das Ihr Euch vorher ausgedacht und zu Papier gebracht habt.
Jetzt werdet Ihr noch mehr verwundert sein: Diese gute Gerücht, diese angeblich gute Tatsache verbreitet sich nicht oder kaum.

Ihr könnt diese Tatsache auch im Fernsehen und dort besonders in den Nachrichten feststellen:
Gute Nachrichten sind sehr selten und unter den Journalisten gibt es den bösen Spruch: „Nur eine schlechte Nachricht ist eine gute Nachricht! – weil sie die Quote erhöht.

Dass der ehemaligen Bildungsministerin der Doktortitel aberkannt wurde, ist als Nachricht interessant, dass sie als Bundesministerin für Bildung hervorragende Arbeit geleistet hat, interessiert fast niemanden.

Andere Menschen kritisieren, das kann doch jeder.
Aber andere Menschen ermutigen, das ist das Besondere!

Andere Menschen mobben, das kann doch jeder.
Aber zu anderen Menschen sagen: Ich stehe an Deiner Seite,
Du kannst Dich auf mich verlassen, das ist das Besondere!

Anderen Menschen die Hoffnung und die Zuversicht rauben,
das kann doch jeder.
Aber anderen Menschen den Arm um die Schulter legen
und in ihnen Hoffnung und Zuversicht zu wecken, das ist das Besondere!

Andere Menschen lieblos behandeln, das kann doch jeder.
Aber anderen Menschen Liebe zu schenken, ihnen das Gefühl schenken:
„Ich mag Dich!“ „Für mich bist Du wertvoll“ das ist das Besondere!

Zu Menschen im Leid dummschwätzerisch sagen:
„Das wird schon wieder!“, das kann doch jeder.
Aber das Leid von Menschen im Leid mittragen, das ist das Besondere.

Menschen nur nach ihrer äußeren Erscheinung beurteilen (siehe unseren heutigen Brief der alten Dame), das kann doch jeder.
Aber in dem anderen Menschen, unabhängig von seiner äußeren Erscheinung, ein liebenswertes Geschöpf erkennen und ihm so begegnen, das ist das Besondere.

Dummschwätzer, Kritisierer und Entmutiger
haben wir auf dieser Welt mehr als genug!

Was wir dringend brauchen, sind Menschen, die ihre Worte abwägen und die ihre größte Freude darin sehen, andere Menschen zu ermutigen.

Ich wünsche Euch einen wundervollen Start in die neue Woche und grüße Euch ganz herzlich aus Bremen

Euer fröhlicher Werner
Quelle: Karin Heringshausen

Freitag, 15. Februar 2013

Lass Dich nicht entmutigen, versuche es immer wieder!


Quelle: Helmut Mühlbacher


Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch einen Bericht von Carsten Drees zu lesen geben, der uns sehr nachdenklich stimmen sollte:

„15-Jähriger revolutioniert die Krebsforschung“

„Gestern Abend las ich vom 15-jährigen Jack Andraka, der einen Krebserkennungstest entwickelte, der 168-mal schneller, 26.667-mal günstiger und vor allem bis zu 400-mal treffsicherer ist als die uns bekannten herkömmlichen Verfahren!
www.welt.de
 Es klingt wie die klassische Zeitungs-Ente, ist aber eine der ganz großen Geschichten aus der Medizin. Im Schulunterricht kam dem Teenager Andraka die zündende Idee, die die Krebsforschung schlicht auf den Kopf stellt. 

Er lernte in der Schule Einiges über Antikörper und in Kombination mit seinem Wissen, was er sich anhand eines Artikels über Kohlenstoffnanoröhren angeeignet hatte, war er in der Lage, einen ziemlich simpel gestrickten Test zu entwickeln. 

Mit diesem Test kann Mesothelin im Blut bzw. Urin nachgewiesen werden und das geschieht anhand eines Teststreifens ähnlich wie bei Diabetikern.

Angetrieben hat ihn der Tod eines Freundes, der an Bauchspeichel-drüsenkrebs verstarb und in Andraka den Impuls auslöste, dass die aktuelle Behandlung und Erkennung von Krebs nicht der Weisheit letzter Schluss sein könnte. 

Mit dem von ihm entwickelten Test, der 400 mal genauer ist als die bislang eingesetzten Tests und in einem Bruchteil der Zeit und zu einem Bruchteil der Kosten nahezu hundertprozentige Gewissheit verspricht, wandte sich der 15-Jährige an unzählige Professoren. 

Erst der 200. von ihm angemailte Mensch hielt es für nötig, sich mit dem Jungen zu unter-halten und seine Forschung zu überprüfen.

Das (bisherige) Ende vom Lied: Der Wissenschaftler der Johns Hopkins University ließ ihn in seinen Labors arbeiten und heraus kam besagter Test, der ganze 3 Cent kostet, 5 Minuten Zeit in Anspruch nimmt und mit mehr als 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit Bauchspeicheldrüsen-, Lungen- und Eierstockkrebs erkennen kann. Das brachte ihm den Preis beim größten Nachwuchs-Forschungswettbewerb der Welt ein, dem Intel ISEF Award.

Die Geschichte hat schon über ein halbes Jahr auf dem Buckel, aber erst jetzt – durch ein Forbes-Interview – ist die unglaubliche Story des Jack Andraka [bekannt] geworden. 

Ich hoffe, ihr seht mir nach, wenn ich hier auch mal eine solche Story bringe, die nicht einmal am Rand was mit mobilem Computing und unseren sonstigen Themenfeldern zu tun hat. 

Vermutlich wie die meisten von euch habe auch ich ganz liebe und wichtige Menschen durch den Krebs verloren und bin allein schon deswegen an dieser Thematik interessiert. 

Zudem stelle ich mir als Laie die Frage, wieso diese Sache einem Teenager in der Schule einfällt und nicht einem der unzähligen Professoren, die ihr Leben mit der Krebsforschung verbringen. Der Verschwörungs-Theoretiker in mir unterstellt der Pharma-Industrie, dass sie an einem so günstigen, einfachen Test genau so viel Interesse hat wie die Auto-Industrie an spritsparenden und ewig funktionierenden Autos: Nämlich keins! 

Aber der etwas naive und an das Gute glaubende Teil von mir hofft, dass jetzt ein paar clevere Wissenschaftler diesen Jungen weiter an die Hand nehmen und dank seiner Erkenntnisse und Ideen einer der größten Geißeln der Menschheit gehörig in den Allerwertesten treten können.

Neben der Frage, wieso erst dieser 15-Jährige kommen muss und der Frage, wieso er fast 200 mal bei den Experten abblitzt, bevor ihn jemand ernst nimmt, beschäftigt mich noch eine weitere Frage:

Wenn ich an seiner Stelle gewesen wäre – wie oft hätte ich es weiter versucht, wenn ich Absage nach Absage bekommen hätte? 5 mal? 20 oder 100 mal?

Vielleicht ist es diese Kombination aus Verstand und Beharrlichkeit, die dafür sorgen könnte, dass wir bald einen entscheidenden Schritt in der Krebs-Bekämpfung vorankommen.


Ihr Lieben,

ich wünsche diesem jungen Menschen, dem Jack Andraka, von Herzen viele gute Gedanken, viele gute Ideen, denn dann kann durch ihn ein großes Stück weit das Krankheitsleid auf dieser Welt gelindert werden.

Aber – und deshalb habe ich diesen Bericht heute hier gepostet – was mich am meisten am diesem Menschen fasziniert, ja gegeistert, ist sein Durchhaltevermögen.
 
200 Mal ist er bei Experten abgeblitzt, bis er endlich einen Wissenschaftler gefunden hat, der ihn ernst genommen hat. Solch ein Durchhaltevermögen wünsche ich uns allen.

Dieser junge Mensch ist von dem, was er tut, begeistert.
Das Wort „begeistert“ hat in sich das Wort „Geist“. Nur wenn unser Geist von Hoffnung und Zuversicht erfüllt ist, wenn wir Quellen der Liebe und Freude in uns haben, können wir „be-geist-ert“ sein.

Ich muss immer wieder auf unsere Kindheit hinweisen.
Als wir Kleinkinder waren, lernten wir voller Mühe das Laufen.
Zuerst krochen wir auf allen Vieren, dann zogen wir uns an einem Stuhlbein oder einem Tischbein hoch und waren stolz, als wir das erste Mal alleine stehen konnten. 

Aber bis zum eigenständigen Laufen war es noch ein weiter Weg, auf dem wir uns manchmal wehtaten, stolperten, hinfielen und wieder aufstanden.

Eine kluge Wissenschaftlerin hat einmal ausgerechnet, dass ein Kleinkind von seinem ersten Versuch, zu laufen, bis zum völligen Beherrschen des Laufens ungefähr 5.000 (!) Versuche unternimmt, zu laufen.

Niemals käme einem Kleinkind in den Sinn, nach 500 (!) Versuchen zu sagen: Ich schaffe das nicht, ich lerne nicht laufen, ich gebe auf!
Das Kleinkind in uns sollte uns ein Beispiel sein.
 
Auch wir sollten bei allem, was wir tun, was wir erreichen möchten, niemals aufgeben.
Nicht immer wird unser Kampf erfolgreich sein, aber wenn wir kämpfen, wird unser Leben zumindest von Zuversicht und Hoffnung erfüllt und das sorgt für eine positive Lebensqualität!
Quelle: Karin Heringshausen

Ihr Lieben,
 
ich wünsche Euch einen niemals aufgebenden Geist, eine von Zuversicht und Hoffnung erfüllte und getragene Begeisterung und das Durchhaltevermögen Eures inneren Kleinkindes
 
Euer fröhlicher Werner
Quelle: Helmut Mühlbacher