3326 Geschichten


Auf dem ESELSKIND-Blog stehen inzwischen 3.326 Beiträge und mindestens zwei Mal in der Woche kommen weitere hinzu.

Ich wünsche jeder Leserin und jedem Leser recht viel Freude beim Lesen der Geschichten und ich hoffe, dass Euch die Geschichten ein wenig ermutigen und Euch veranlassen, niemals aufzugeben, denn denkt bitte immer daran:
Ihr seid etwas Besonderes, Ihr müsst nur Eurer Licht zum Leuchten bringen


Euer fröhlicher Werner aus Bremen

Freitag, 20. Dezember 2013

Werners Adventstür Nr. 20: Der andere Mensch ist keine Last, sondern eine Schwester/ein Bruder für mich!

www.huenfeld.de

"Wenn jeder dem anderen helfen wollte, wäre allen geholfen."

Marie von Ebner-Eschenbach


Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch eine Geschichte von
Christoph Georges erzählen:

„Mein Bruder“

Auf steiler Straße traf ich jüngst ein Mädchen, 

das seinen kleinen Bruder auf dem Rücken trug. 

„O weh“, sagte ich, „Du armes Kind, da trägst Du aber eine schwere Last!“
Darauf sah mich das Mädchen verwundert an und sprach: 

„Ich trage keine Last, ich trage meinen Bruder.“ 

www.gedichte-werkstatt.de

Ich stand betroffen.
Tief hat sich das Wort des tapferen Kindes in mein Herz eingegraben. 


Und immer, wenn die Not der Menschen mich bedrückt und mir wie eine schwere Last den Mut rauben will, so mahnt mich die Antwort des Mädchens und tröstet mich: 
„Du trägst ja keine Last, Du trägst doch Deinen Bruder.“
 




Ihr Lieben,

vor einiger Zeit bekam ich eine liebe E-Mail einer Blogleserin, die mir schrieb:

„Lieber Werner, andere Menschen zu lieben, ist sehr anstrengend, 
manchmal werde ich richtig müde dabei.“

Ich nehme solche Aussagen sehr ernst,
aber warum strengt uns die Liebe manchmal so an? 


Das hat zwei Gründe:

Die Liebe wird dann zu einer Last, wenn wir glauben, wir müssten lieben, wir seien dazu verpflichtet, diesem oder jenem Menschen zu helfen.
 

Wenn wir diese Einstellung haben,
wird die Liebe tatsächlich zu einer Anstrengung, zu einer Last.
 

Quelle: Astrid Müller
Liebe darf aber keine Last sein, sondern sie sollte ein Bedürfnis sein.
Liebe bedeutet, etwas von dem eigenen Glück, der eigenen Liebe, der eigenen Freude an andere Menschen weiterzugeben. 


Oft lieben Menschen andere Menschen in der Hoffnung,
von diesen wieder geliebt zu werden.
 

Wenn wir mit dieser inneren Einstellung einem anderen Menschen begegnen, dann wird die Liebe zur Anstrengung und zur Last, vor allem dann, wenn wir trotz aller unserer Liebesanstrengungen nicht wieder geliebt werden.

Wir haben keinen Anspruch darauf, von dem Menschen, dem wir Liebe entgegenbringen, wieder geliebt zu werden, aber wenn wir vorbehaltlos unsere Liebe in diese Welt hineintragen, werden wir Liebe erfahren von Menschen, von denen wir es gar nicht erwarten.

Liebe ist keine Last, Liebe ist die Fähigkeit, in dem anderen Menschen nicht die Last zu sehen, die uns das Leben erschwert, sondern die Schwester, den Bruder, der unsere Liebe braucht.
 

Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,
Ich wünsche Euch heute einen fröhlichen Abend und dann ein gemütliches Wochenende und einen gesegneten 4.Advent und ich grüße Euch herzlich vom Weserstrand
Euer fröhlicher Werner


Quelle: Karin Heringshausen




Donnerstag, 19. Dezember 2013

Werner Adventstür Nr. 19: Mach es doch wie Werners Dornröschen!

www.reiten.de
"Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann,
so ist es der Glaube an die eigene Kraft."
Marie von Ebner-Eschenbach

Quelle: Raymonde Graber
Ihr Lieben,

heute möchte ich eine Geschichte von
Norbert Mayer erzählen, die Euch sehr bekannt vorkommt, aber die Ihr in dieser Form vielleicht noch nie gehört oder gelesen habt:

"Jetzt reichts! -
Die etwas andere Geschichte von Dornröschen"

www.welt-online.de
"Nach vielen Jahren ihres langen Schlafes wachte Dornröschen eines Tages auf.
Doch kein strahlender Prinz war zur Stelle, um sie zu erlösen.

So seufzte sie tief und schlief wieder ein.

Viele Jahre vergingen und Dornröschen wachte wieder auf.
Sie schaute nach links und nach rechts, nach oben und nach unten, aber wieder war kein Prinz zu sehen, der sie retten wollte.


Und so schlief sie wieder ein.

Schließlich wachte sie zum dritten Mal auf.
Sie öffnete ihre schönen Augen, aber sie konnte abermals keinen Prinzen erblicken.

Da sprach sie zu sich selbst: "Jetzt reichts!" und sie stand auf und war erlöst."



Quelle: Astrid Müller
Ihr Lieben,

ich gebe zu, das ist ein etwas anderer Ausgang, als wir ihn vor dem Märchen von Dornröschen allgemein kennen. Er ist nicht ganz so romantisch, wie wie wir das von Märchen gewohnt sind.


Die Sehnsucht nach Märchen und nach den erlösenden Prinzen sitzt tief in uns, das ist sicher auch einer der Gründe, warum sich vor zwei Jahren fast 2 Milliarden Menschen (!) auf dieser Erde die Hochzeit von William und Kate angesehen haben.

Aber ich denke, unsere heutige kleine Geschichte hat uns viel zu sagen:
Auch wir ähnelt oft dem schlafenden Dornröschen, das auf einen heldenhaften kühnen Prinz wartet, von dem es wach geküsst und erlöst werden möchte. 


In Wirklichkeit aber kommt es auf uns selbst an.
Wir benötigen keinen Prinzen, um unsere Träume zu verwirklichen. 


Wir müssen nur bereit sein, unsere demütige (und oft demütigende) Rolle als Dornröschen, die uns von anderen Menschen 
abhängig macht, abzulegen, aufzustehen und zu sagen:
"Ich nehme mein Leben selbst in die Hand!"

Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,
Ich wünsche jedem Einzelnen von Euch allen von Herzen, dass er die Kraft finden möge, auf sich selbst zu vertrauen (Selbstvertrauen) und den eigenen Weg zu gehen. 
Dazu wünsche ich Euch Mut, Selbstvertrauen, Hoffnung, Kraft, Geduld und Durchhaltevermögen.
Seid ganz herzlich gegrüßt mit einer Badewanne voll Fröhlichkeit 
Euer zuversichtlicher glücklicher Werner
 
Quelle: Karin Heringshausen

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Werners Adventstür Nr. 18: Sei zufrieden mit dem, was Du hast!

www.kirche-remels.de

„Die Zufriedenheit ist die Dankbarkeit für das, was wir haben.
Die Unzufriedenheit ist die unersättliche Gier nach dem, was wir nicht haben,
egal, wie viel wir schon haben.“

Alexander Rykow

Quelle: Astrid Müller

Ihr Lieben,

ich möchte Euch heute eine Geschichte von Russell Conwell erzählen:

"
Zufriedenheit ist die Dankbarkeit für das, was wir haben
"

"Der Bauer Al Hafed lebte im alten Persien. Eines Tages erfuhr Al Hafed von einem alten Mann zum ersten Mal in seinem Leben etwas über Edelsteine. 

"Sie sind sehr wertvoll", sagte der Alte. "Ein einziger Diamant, nicht größer als dein Daumen, ist so viel wert wie zwölf Bauernhöfe."
Mit einem Schlag war Al Hafed ein armer Mann, arm, weil er auf einmal unzufrieden war und unzufrieden, weil er dachte, dass er arm sei. 

Er verkaufte Haus, Hof und Felder und begab sich auf die Suche nach den geheimnisvollen Edelsteinen, nach den Diamanten. Zunächst schürfte er im eigenen Land. Doch erfolglos. Dann zog er weiter nach Palästina und Ägypten.

Als er auch dort nichts fand, durchstreifte er halb Europa, doch nirgendwo machte er sein Glück. Jahre um Jahre vergingen, bis er schließlich all seinen Besitz aufgebraucht hatte und eines Tages in Lumpen und dem Verhungern nahe bettelarm an der spanischen Küste landete.

Dort stand er nun zu Füßen der Säulen des Herakles, wie man die Felsen auf beiden Seiten der Straße von Gibraltar nennt. Mit leeren Augen blickte er in die Wellen, stürzte sich ins Wasser und ertrank. 

Der Mann aber, dem einst Al Hafed seinen Hof verkauft hatte, führte eines Tages sein Kamel zur Wasserstelle im Garten und sah plötzlich im flachen Wasser Diamanten aufblitzen - wie sich später herausstellte, befand sich auf dem Hof eines der größten Diamantfelder der Erde.
 

Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

damit kein Missverständnis entsteht: 

Ich habe nichts dagegen, wenn jemand strebsam ist und sich etwas Neues, etwas wünscht, dass er noch nicht besitzt. Wenn sich jemand eine neue Küche, ein neues Auto oder dergleichen anschaffen möchte, so ist das aller Ehren wert und völlig in Ordnung.

Das aber meint unsere Geschichte auch nicht.
 

Das Streben nach etwas Neuem wird erst dann ungesund, erst dann lebenszerstörend, wenn wir gleichzeitig das, was wir bereits haben, gering achten. 


Der Zufriedene ist immer dankbar für das, was er bereits hat, und alles, was er sich noch zusätzlich erwirbt, ist für ihn eine wundervolle Ergänzung seiner bisherigen Zufriedenheit, sozusagen die Sahne auf dem Kuchen.
 

Der Unzufriedene ist immer undankbar für das, was er bereits hat. Er ist nicht fähig, das, was er hat, zu genießen. Er ist überzeugt, erst, wenn er dies oder jenes haben werde, werde er zufrieden und glücklich sein. Und so rennt er sein ganzes Leben hinter dem Glück her und erreicht es nie, weil er jedes Mal, wenn er wieder etwas Neues erworben hat, schon wieder gierig auf das nächste Neue ist.
 

Es mag sein, dass Diamanten sehr wertvoll sind und ein einzelner Diamant viel mehr wert ist als alles, was ich besitze. 



Aber was ist das schon gegen meine innere Zufriedenheit und Dankbarkeit für das, was ich bereits besitze, was ist das schon gegen das Lächeln eines Kindes, das Blühen einer Blume, gegen mein glückliches Lachen? 
www.ebrf.de
Ihr Lieben,
ich wünsche Euch einen fröhlichen Abend und grüße Euch herzlich vom Weserstrand
Euer heiterer Werner 



Quelle: Karin Heringshausen

Dienstag, 17. Dezember 2013

Werners Adventstür Nr. 17: Wir brauchen etwas, für das es sich zu leben lohnt!

Quelle: www.huenfeld.de


Ihr Lieben,

ich möchte Euch heute eine Geschichte von Peter Graf v. Eysselsberg erzählen:


„Es war einmal ein kleines Licht. Weil es Angst vor dem Verlöschen hatte, machte es sich auf die Suche nach einem großen Licht, das bleibt. Bald traf es ein Licht, das bleibt. 

Quelle: Astrid Müller
„Wohin gehst Du?" „Ich habe Angst vor dem Verlöschen und suche ein Licht, das bleibt." So gingen sie miteinander. Unterwegs kamen noch ein Licht dazu und noch eins – zuletzt waren es ganz viele. 
www.dessau.de
Die kleinen Lichter waren sehr müde. Auf einmal sahen sie einen Stein, der im Dunkeln leuchtete. „Stein woher hast Du Dein Leuchten?" „Geh weiter – und ihr werdet sehen." Dann kamen sie zu einem Stück Holz. „Holz, woher hast Du Dein Leuchten?" „Geht weiter – und ihr werdet sehen." Und zu einem Blütenbaum. „Blütenbaum, woher hast Du Dein Leuchten?" „Geht nur weiter – gleich werdet ihr sehen." So gingen sie mit letzter Kraft. 

Plötzlich standen sie vor einem großen, hellen Licht. Es war um ein Kind, das in einer Krippe lag. Den kleinen Lichtern klopfte das Herz. Sie wagten sich nicht weiter. „Fürchtet Euch nicht", sagte das Kind, „ich bin das Licht der Welt. Wer zu mir kommt, wird nicht im Finstern leben." Und es lächelte ihnen entgegen und segnete sie. Da wurde ihre Flamme stark und still. Auf dem Rückweg und zu Hause erzählten sie allen von dem großen Licht, das bleibt und das sie jetzt in sich tragen.“

Bremer Weihnachtsmarkt
www.bremen.de
Ihr Lieben,

diese Geschichte enthält eine ganz wundervolle tiefe innere Wahrheit und die ist ganz unabhängig davon, ob wir an Gott glauben oder nicht.

Es geht in unserer Geschichte um ein Kind, das das Licht der Welt ist, von dem her andere Lichter ihre Kraft und ihr Leuchten nehmen können.

Dieses Kind, Jesus Christus, sagte eines Tages als Erwachsener einen ganz wundervollen Satz:
„Wenn Ihr nicht werdet wie die Kinder, könnt Ihr nicht ins Himmelreich kommen!“ Matth. 18,3

www.dksb.de
Er meinte damit nicht, dass wir uns wieder kindlich benehmen sollen, sondern es geht dabei um etwas viel Tieferes:

Es geht um die Fähigkeit der Kinder, sich ganz auf das Heute konzentrieren zu können.

Es geht um die Fähigkeit der Kinder,
 alles um sich herum zu vergessen und das Glück, das sie gerade in Händen halten, genießen zu können.

www.dksb.de
Es geht um die Fähigkeit der Kinder, sich freuen und lachen zu können.

Es geht um die Fähigkeit der Kinder,
 an das Gute glauben zu können, ohne zu misstrauen.

Es geht um die Fähigkeit der Kinder,
 sich mit ganzem Herzen auf einen Traum, ein Ziel konzentrieren zu können.

Es geht um die Fähigkeit der Kinder
, vorbehaltlos lieben zu können.

www.dksb.de
Wer in dieser Weise lernt, wieder wie ein Kind zu werden, der findet das Himmelsreich – ganz unabhängig davon, ob er an ein jenseitiges Himmelreich glaubt – bereits hier auf Erden und sein Leben wird glücklich.

Mein Jugendfreund Hans-Christoph, der Engel meiner Kindheit und Jugend, der aufgrund seiner schwersten Asthmaerkrankung eigentlich den ganzen Tag im Bett hätte liegen müssen und der DENNOCH mit jeder Faser seines Herzens und seiner Körpers lebte, hat es so ausgedrückt:

„Wenn wir glücklich werden wollen, dann brauchen wir etwas, 
für das es sich zu leben lohnt!“


Das ist das, was unsere Geschichte meint:

Wenn wir ein Licht für diese Welt sein wollen, das das Leben der Menschen hell macht und Freude in ihr Leben bringt, dann brauchen wir ein Licht, von dem her sich unsere Flamme speist.

Quelle: Astrid Müller
Wenn wir ein Brunnen für diese Welt sein wollen, dessen Wasser die Menschen, die nach Zuversicht und Hoffnung dürsten, erfrischt, dann brauchen wir eine tiefe Quelle in uns, die unseren Brunnen speist.
Quelle: www.ettlingen.de
Wenn wir ein Leuchtturm für diese Welt sein wollen, dessen Lichtzeichen den Menschen Wegweisung und Hilfe im Leben sein kann, dann brauchen wir einen festen Meeresboden, auf den wir unseren Leuchtturm bauen können.

Wenn wir ein Backofen für diese Welt sein wollen, dessen Wärme der Liebe die Herzen der Menschen auftaut und Zuwendung und Freude in die Welt hinein ausstrahlt, dann brauchen wir einen festen Untergrund, auf dem wir den Backofen errichten können.
www.wikipedia.org
Ihr Lieben,

ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass jede Einzelne /jeder Einzelne von Euch in seinem Leben etwas findet, für das es sich zu leben lohnt.

Quelle: Raymonde Graber
Ihr Lieben,
Ich wünsche Euch nun einen ruhigen fröhlichen Abend und grüße Euch herzlich aus dem schönen weihnachtlichen Bremen
Euer fröhlicher Werner 

Quelle: Karin Heringshausen


Montag, 16. Dezember 2013

Werners Adventstür Nr. 16: Begreife, was Du mit Deinen Worten bewirken kannst!

"Ein gutes Wort ist wie eine Tulpenzwiebel,
die zu einer wunderbaren Tulpe heranwächst"
Alexander Rykow

Nicht Worte sollten wir hören, sondern den Menschen, 
den wir hinter den Worten fühlen.
Samuel Butler

Quelle: Raymonde Graber

Ihr Lieben, heute möchte ich Euch die Geschichte eines unbekannten Autors erzählen:

"HEILENDE WORTE"

"Vor langer Zeit wanderte ein weiser Mann durch das Land.

Eines Tages, als er an einem Dorf vorbeikam, wurde er von einer Frau angesprochen, die ein krankes Kind auf dem Arm hatte. Er solle diesem Kind helfen.

Er ging mit ihr in das Dorf zu dem Kind und eine Menschenmenge versammelte sich um ihn. Er sprach ein Gebet für das Kind und wollte das Dorf wieder verlassen.

Einer der Dorfbewohner schrie ihn an und sagte:"Glaubst du denn wirklich,
dass da, wo alle Medizin versagt hat, ein Gebet helfen kann?" 
Der weise Mann sagte zu ihm:
"Du hast ja keine Ahnung und das, was Du sagst, ist ziemlich dumm!"

Da wurde der Dorfbewohner zornig und schäumte vor Wut. Sein Herz schlug schnell, er schwitzte und seine Fäuste ballten sich. Er presste die Zähne aufeinander, sodass es fast weh tat.

Der weise Mann schaute ihn an und bevor der Dorfbewohner ihn angreifen konnte, sprach er:
"Wenn Dich ein einziger Satz so wütend macht und solche körperlichen Symptome bei Dir verursacht, wieso sollen dann, bitte schön, meine Worte nicht dieselben Kräfte haben?"
Und an diesem Tag hatte der Weise gleich zwei Menschen geheilt......"
Quelle: Astrid Müller

Ihr Lieben,

ich habe im letzten Halbjahr in meiner Umgebung zwei Begebenheiten erlebt:

In dem einen Fall bekam jemand einen Brief eines Rechtsanwalts, in dem ihm ein großes Erbe angekündigt wurde. In dem Brief standen, auf weißes Papier mit schwarzen Worten gedruckt, nur Worte. Worte, die aber eine ganz gewaltige Wirkung hatten: Diese Worte lösten große nachhaltige Freude aus und sorgten dafür, dass erste Zukunftspläne geschmiedet wurden!

In dem anderen Fall bekam jemand ebenfalls einen Brief, in dem ihm die Nachricht von einem sehr guten Freund übermittelt wurde. Wieder waren es nur Worte, aber in diesem Fall lösten sie tiefe Traurigkeit, Lähmung und Trauer aus.

Worte, nichts als Worte 

und doch ist ihre Wirkung soooo unterschiedlich!!!

Deshalb ist unsere heutige kleine Geschichte so wichtig: 

Wenn wir das Geschehen aus unserer kleinen Geschichte im Alltag ausprobieren würden, indem wir jemanden beleidigen oder ihn zu Unrecht beschimpfen, würden wir das gleiche Ergebnis wie in der Geschichte erreichen.

Jeder von uns weiß ganz genau, wie sehr Worte verletzen können, wie sehr Worte das Selbstbewusstsein beschädigen können, wie sehr Worte uns in Traurigkeit oder in eine depressive Stimmung stürzen können.

Leider weiß nicht jeder, dass man mit Worten 
ebenso positive Wirkungen erzielen kann.

Es gibt…
fröhliche Worte,
mutmachende Worte,
anerkennende Worte,
Worte der Hoffnung,
Worte der Zuversicht,
Worte des Lobes,
Worte der Liebe...
Die Liste ließe sich fast beliebig fortsetzen.

www.gesund-netzwerk.de
Ihr Lieben,
ich kann nur jedem von Euch empfehlen, es auszuprobieren.
Schimpfen, kritisieren und negativ reden, das kann doch jeder.

Ihr aber seid etwas Besonderes und es wäre schön, Ihr würdet das auch Eure Mitmenschen in Euren Worten spüren lassen.

Und wenn Ihr durch Eure mutmachenden und anerkennenden und fröhlichen Worte andere Menschen glücklich macht, werdet Ihr entdecken, dass Ihr selbst auch immer glücklicher werdet.

Probiert es doch im Kreise Eurer Lieben, Euer Kinder und Enkelkinder aus,
Ihr werdet wahre Wunder erleben!

www.dksb.de
Ihr Lieben,
Ich wünsche Euch heute einen Abend des guten Wortes, einen Abend der Freude und des Mutes und ich grüße Euch ganz herzlich vom Weserstrand
Euer Euch mutmachender Werner

Quelle: Karin Heringshausen


Sonntag, 15. Dezember 2013

Werners Adventstür Nr. 15: Gib niemals die Hoffnung auf, mach es wie ich, fang Dir eine Hoffnungsschnuppe!


Ihr Lieben,

jetzt ist die Zeit, da kann man abends, wenn es dunkel ist und keine Wolken den Himmel verdecken, bei all den vielen Sternen auch Sternschnuppen sehen.
www.wikipedia.org
Eigentlich haben die Sternschnuppen gar nichts mit den Sternen zu tun.
Es handelt sich dabei um kleine Gesteinsbrocken, die aus dem Weltall kommen und auf unsere Erdatmosphäre treffen und dort dann verglühen. Uns erscheinen sie wie kleine Sternschnuppen.


Von diesen Sternschnuppen bzw. von den Hoffnungsschnuppen handelt unsere heutige Geschichte von Christoph Georges: 


„Die Hoffnungsschnuppenseherin“

„Die kleine Welt unter dem großen Abendhimmel hatte sich verändert. 
Die Schatten waren gespenstischer geworden und die Sterne schienen weit,
weit weg zu sein. 



Es war ein wenig so, wie es damals war, in der Kindheit und doch anders.
Als Kind ängstigten sie die Schatten der Nacht, weil sie diese nicht verstand und die Sterne leuchteten in ihre Träume. 



Später dann wuchs ihr Verständnis für die Ereignisse der Zeit und alles bekam eine neue Bedeutung. So auch die Schatten und die Sterne. Der Abendhimmel blieb der gleiche, aber ihre Welt veränderte sich.


Sie veränderte sich mit der Diagnose des Arztes. "Sie sind erkrankt", erklärte er unsicher seiner Patientin, einer hübschen Frau im mittleren Alter. "Aber machen sie sich keine Sorgen, das werden wir schon in den Griff bekommen." 
Quelle: Helmut Mühlbacher
Seine unsichere Stimme verhieß nichts Gutes, erweckte aber den Eindruck scheinbarer Machbarkeit. Tatsächlich aber war die Erkrankung alles andere als leicht behandelbar. 
Mit dem leicht dahin gesagten Spruch: "Nur keine Panik, das schaffen Sie schon" überreichte er ihr den Kelch der Verantwortung. 

Sie war gefragt - sie, die den Abendhimmel mit anderen Augen zu sehen begann, als sie die Praxis verließ. An diesem Abend veränderte sich ihre Welt. Ihre Umwelt folgte den Schatten, tröstend, verständnisvoll - ohne zu verstehen.


"Du wirst das schon schaffen", lächelte es rund um sie herum.
Allein, sie konnte dem Himmel nicht mehr jene Hoffnung abgewinnen, die sie jahrelang begleitet hatte. Gott war in unendliche Ferne gerückt, den Sternen gleich, nach denen sie immer greifen durfte. 


Jetzt schienen sie unerreichbar - weit, weit weg. Sie schaute durch die schönen Worte ihrer Trostspender, entlarvte sie als Sterne und begann sich zu ängstigen. 

Hoffnung schien etwas anderes zu sein, als sie bislang gedacht hatte.
Bislang war die Hoffnung ein Freund ihrer Zukunft - nun rückte sie in die Gegenwart. Und die Gegenwart forderte von ihr eine andere Sicht der Dinge.
Aber wie sollte die aussehen?


Auf dem Weg nach Hause schaute sie zum Himmel. Und der Himmel schaute auf sie herab. Eine Sternschnuppe verharrte länger als gewöhnlich in ihrem Blickfeld. Oder war es nur die Zeit, die sie anders wahrnahm? Die Zeit hatte an Bedeutung gewonnen und mit ihr auch die Hoffnung.


"Morgen, morgen wird ein neuer Tag sein" schien der Himmel sagen zu wollen. 
"Und Du wirst diesen Tag erleben." Das war der Moment, als die Frau mittleren Alters zur Hoffnungsschnuppenseherin wurde. 

Was das ist? Fragt den Himmel oder Gott. Oder fragt die Zeit, die Gott uns Menschen geschenkt hat. Sie kann Minuten zur Ewigkeit werden lassen und Sternschnuppen zu Hoffnungsschnuppen. Aber erst dann, wenn es an ihr ist, an der Zeit.“
Quelle: Astrid Müller
Ihr Lieben,


da ist keiner unter uns, der nicht sein „
Päckchen“ zu tragen hätte.
Niemand bleibt in seinem Leben von Leid und Krankheit verschont und mancher muss ich, wie in dieser Geschichte, sogar der Diagnose Krebs stellen.


Wenn wir Leid erfahren oder schwer erkranken, helfen uns leicht dahin gesagte Sprüche wie „Kopf hoch!“, „Das wird schon wieder!“ , „Du schaffst das schon" 
gar nichts!“

Wenn wir Leid erfahren oder schwer erkranken, brauchen wir nicht Menschen, die sich mit billigen, nichts sagenden Sprüchen aus der Verantwortung stehlen, sondern Menschen, die uns zur Seite stehen, die zu uns halten, die uns ertragen, auch wenn es uns nicht so gut geht, die uns an die Hand nehmen und sagen: 
„Ich gehe mit Dir durch die Gegenwart und ich gehe mit Dir in die Zukunft, ich bin wirklich für Dich da!“ Auf solche Menschen können wir zählen.

Wir selbst erkennen in solchen Zeiten neben unseren Leid- und Krankheitserfahrungen vor allem, was wirklich wichtig ist im Leben: 
Die Liebe, die Hoffnung, der Glaube, die Freude!

www.robert-betz.de
In den Zeiten des Leides und der Krankheit sehen wir nicht nur Sternschnuppen wie an den guten Tagen unseres Lebens, sondern wir werden sogar zu Hoffnungsschnuppenseherinnen und –sehern.

Ich weiß nicht, ob die Liebe, die Hoffnung, der Glaube und die Freude unser Leid, unsere Krankheit heilen können – da will ich ganz ehrlich zu Euch sein.

Aber ich bin mir ganz gewiss und kann es nur aus eigener Erfahrung bezeugen:
Wenn wir TROTZ des Leides und der Krankheit DENNOCH die Liebe, die Hoffnung, den Glauben und die Freude nicht aus unserem Leben aussperren, sondern im Gegenteil hineinlassen, dann wird sich die Zeit, die uns noch bleibt, verlängern und vor allem wird die Zeit, die uns noch bleibt, eine Zeit sein, die erfüllt ist durch die Liebe zu und von unseren Lieben, erfüllt von Hoffnung, erfüllt von Freude, erfüllt von Glauben!

Allen Kranken unter den Blogleserinnen und Bloglesern möchte ich heute sagen:
„Ich denke heute in ganz besonderer Weise an Euch und ich werde heute Abend eine große Kerze entzünden und dann still an Euch denken und ich hoffe mit meinem ganzen Herzen und meiner ganzen Seele, dass Euer Herz erfüllt werden möge von Frieden und Freude und dann Ihr die Kraft findet, Euren schweren Weg tapfer weiter 
zu gehen."
www.schorndorf.de
Ihr Lieben,
Ich wünsche Euch nun einen ruhigen besinnlichen Abend und grüße Euch alle ganz herzlich aus Bremen
Euer nachdenklicher Werner



Quelle: Karin Heringshausen