3326 Geschichten


Auf dem ESELSKIND-Blog stehen inzwischen 3.326 Beiträge und mindestens zwei Mal in der Woche kommen weitere hinzu.

Ich wünsche jeder Leserin und jedem Leser recht viel Freude beim Lesen der Geschichten und ich hoffe, dass Euch die Geschichten ein wenig ermutigen und Euch veranlassen, niemals aufzugeben, denn denkt bitte immer daran:
Ihr seid etwas Besonderes, Ihr müsst nur Eurer Licht zum Leuchten bringen


Euer fröhlicher Werner aus Bremen

Samstag, 16. Juli 2016

Unser Leben braucht eine Ausrichtung, wir brauchen einen Leuchtturm, an dem wir uns orientieren können, und wir sollen ein Leuchtturm für Andere sein!!


Ihr Lieben,

heute Abend möchte ich Euch eine Geschichte von Klemens Jockwig erzählen:

„Den lebensrettenden Weg finden“

„Zwischen der Insel Pellworm
und Süderoog liegt ein 14 Kilometer langer Weg durchs Wattenmeer. Dreimal wöchentlich geht der Postbote fünf Stunden, um einem Pächterehepaar, den einzigen Bewohnern der kleinen Insel, die Post zu bringen.

Für seinen Marsch durch das Watt braucht er vor allem einen Kompass, den Gezeitenkalender und den Wetterbericht, denn ein unerwarteter Sturm kann den Botengang lebensgefährlich werden lassen.

Am bedrohlichsten aber ist aufkommender Nebel.

Wenn die schwarzen Orientierungspfähle im dichten Nebel verschwinden, wenn die Angst hochkommt, dann kann nur noch der Kompass den richtigen Weg weisen.

Bei Nebelgefahr, so erinnert sich der Postbote, nahm sein Großvater immer ein Nebelhorn mit, ein zweites besaß die Großmutter. Sie stand am Pellwormer Ufer und gab dann Signale, um den Großvater so auch dem Heimweg sicher nach Hause zu lotsen.“

Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

wenn man diese Geschichte liest, dann weiß man, warum ein rein wirtschaftlich denkendes Unternehmen niemals den gesamten Briefverkehr übernehmen kann und warum gesetzlich festgelegt ist, dass die Deutsche Post gezwungen ist, jeden Brief zuzustellen. 

Denn welches Unternehmen, das gewinnorientiert ist, würde wohl für 55 Cent Briefe an solche Orte bringen, wie in unserer Geschichte beschrieben.

Unsere kleine Geschichte zeigt uns ganz deutlich, 
wie wichtig es ist, im Leben eine Orientierung zu haben. 

Wenn wir in die Nebel unseres Lebens geraten, wenn Schwierigkeiten uns Sorgen bereiten, wenn Angst uns überflutet, wenn Sorgen uns die Luft zum Atmen nehmen, dann brauchen wir einen Ausrichtung, an der sich unser Lebensschiff ausrichten kann.

Für den einen kann das der Glaube an Gott sein, der ihm Halt gibt, für den anderen Menschen mag das eine geistige Einstellung sein.  Entscheidend ist, dass wir eine Orientierung haben, dass wir uns Hilfe und Ermutigung holen können.

Wichtig ist es auch, Menschen an seiner Seite zu haben, oder Menschen zu kennen, die uns in Notlagen oder schwierigen Situationen mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Und auch wir sind gefragt, für andere Menschen Leuchtturm zu sein, 
damit sie sich orientieren können.

Unsere Welt und die Menschen in ihr brauchen Orientierung.
Unsere Welt und die Menschen in ihr brauchen Liebe.
Unsere Welt und die Menschen in ihr brauchen Ermutigung.
Unsere Welt und die Menschen in ihr brauchen Hoffnung und Zuversicht.
Unsere Welt und die Menschen in ihr warten auf Dein mutmachendes Wort.
Unsere Welt und die Menschen in ihr warten auf Dein herzerfrischendes Lachen.
Unsere Welt und die Menschen in ihr warten auf das Geschenk Deines Lächelns.
Quelle: Karin Heringshausen
Ihr Lieben,
Ich wünsche Euch allen einen wundervollen Sonntagund grüße Euch alle ganz 
herzlich aus  Bremen
Euer fröhlicher Werner



Quelle: Karin Heringshausen

Dienstag, 12. Juli 2016

So wie Großmutter Ruby möchte auch ich lieben können!

Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

heute Abend möchte ich Euch eine Geschichte von Lynn Robertson erzählen:

„Großmama Ruby“

„Als Mutter von zwei sehr aktiven Jungen im Alter von sieben und eins mache ich mir manchmal Sorgen, dass sie mir das ganze Haus verwüsten.

Bei ihren Spielen werfen sie gelegentlich in aller Unschuld meine Lieblingslampe um oder bringen meine wohl durchdachten Arrangements durcheinander.

In diesen Augenblicken, in denen ihnen nicht mehr heilig zu sein scheint, denke ich an die Lektion, die ich von meiner weisen Schwiegermama Ruby erhalten habe.

Ruby ist Mutter von sechs Kindern und die Großmutter von dreizehn Enkeln.
Und sie ist die Sanftheit, Liebe und Geduld in Person.

Bei einem Famileintreffen waren wie üblich alle Kinder und Enkel in ihrem Haus versammelt.

Sie hatte sich erst vor einem Monat einen wunderschönen weißen Teppich gekauft, nachdem sie über fünfundzwanzig Jahre immer „denselben alten Teppich“ gehabt hatte.

Sie war überglücklich über diesen neuen Glanz in ihrem Heim.

Mein Schwager Arnie hatte gerade alle seine Geschenke an seine Nichten und Neffen verteilt – köstlichen Honig aus der Produktion seiner Bienenstöcke. Die Kinder freuten sich sehr.

Aber wie das Schicksal es wollte, verschüttete die achtjährige Sheena ihr Honigglas auf Großmamas neuem Teppich und zog eine Honigspur durch das ganze Haus.

Weinend rannte sie in die Küche und in Großmama Rubys Arme.
„Großmama, ich habe meinen Honig auf Deinen neuen Teppich verschüttet.“

Großmama Ruby kniete nieder, blickte zärtlich in Sheenas tränenfeuchte Augen und sagte: „Mach Dir keine Sorgen, mein Liebes, wir können Dir noch mehr Honig besorgen!!



Ihr Lieben,

Wer schon einmal aus Versehen Honig verschüttet hat und sei es auch nur eine kleine Menge, der weiß, wie klebrig Honig ist und wie schwer es ist, ihn wieder zu beseitigen.

Ich bin zutiefst davon überzeugt, so lieben wie Großmama Ruby, das kann nur eine Mutter oder einen Großmutter. Männer sind zu einer solchen Liebe nicht fähig. Aber dennoch sollte eine solche Liebe auch uns Männern immer als Vorbild dienen, dem es nachzueifern gilt.
Quelle: Helmut Mühlbacher
Was ist das Besondere der Liebe der Großmama Ruby?

Als ihre Enkelkind zu ihr kommt und ihr berichtet, was geschehen ist, spricht sie nicht von ihrem Teppich, sondern sie interessiert sich nur für den Verlust, den die Enkelin erlitten hat. 

Sie spricht nicht davon, dass der Teppich gereinigt werden muss, 
sondern davon, dass sie der Enkelin neuen Honig besorgen wird.

Eine solche tiefe Liebe hat nicht das Eigene im Blick, sie schaut vor allem auf den anderen Menschen und ist vor allem daran interessiert, dass er glücklich ist. 

Diese Liebe ist in ganz besonderem Maße für Kinder und Enkel wichtig. Kinder und Enkel, die eine solche Liebe erleben, fühlen sich geborgen, angenommen und können sich zu starken Persönlichkeiten entwickeln.

Das Zweite, dass diese Liebe der Großmama Ruby auszeichnet, ist das Wissen und die Erkenntnis, dass das Wohlergehen eines Menschen immer wichtiger ist als eine Sache.

Bestimmt war die Großmama auch traurig darüber, dass ihr neuer Teppich mit Honig bekleckert worden ist, aber das Glück ihrer Enkelin war ihr tausend Mal wichtiger.

Ihr war bewusst: Einen Teppich kann man reinigen, viel wichtiger aber ist, dass die Enkelin wieder fröhlich ist, dass sie weiß, ich bin geliebt, hier kann ich glücklich sein.



Quelle: Jürgen Tesch
Ihr Lieben,
Ich wünsche Euch einen fried- und liebevollen Abend und grüße Euch herzlich aus Bremen
Euer fröhlicher Werner



Quelle: Karin Heringshausen

Samstag, 9. Juli 2016

Lass Dir und Anderen Raum zur Entfaltung!


Ihr Lieben,

heute Abend möchte ich Euch eine Geschichte von Nicole Schneider erzählen:

„Feste Vorstellungen“

"Wie kannst Du nur?", fragte der Mann verbittert seinen Sohn, der ihm gerade mitgeteilt hatte, dass er jetzt nach dem Abschluss seines Studiums erst einmal ein halbes Jahr auf Reisen gehen wollte, um etwas von der Welt zu sehen.

"Ich habe gedacht, Du würdest Dir so schnell wie möglich eine Arbeit suchen, statt Dich herumzutreiben.Der Sohn schwieg, aber er war verletzt und zornig.
Wie oft gab es solche oder ähnliche Diskussionen, wenn er irgendetwas tat, was sein Vater anders sah als er.

Noch schlimmer aber waren die unausgesprochenen Vorwürfe, die in den sorgenvollen Blicken seines Vaters lagen und ihm das Gefühl gaben, ein Versager und ein schlechter Sohn zu sein.

So wie sonst schluckte er auch jetzt seine Wut und seine Tränen hinunter und verließ wortlos die Küche, in der sie noch vor wenigen Minuten gemütlich Tee miteinander getrunken hatten.


Quelle: Helmut Mühlbacher
Innerlich war er hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch, seinem Vater zu gefallen und dem Verlangen, seine eigenen Ideen und Träume durchzusetzen.

Der Vater verließ ebenfalls die Küche und ging in den Garten, um wieder einen kühlen Kopf zu bekommen. Er wollte doch nur das Beste für seinen Sohn!

Während er sich langsam beruhigte, fiel sein Augenmerk auf den Rosenstrauch, den er vor einiger Zeit unter dem Küchenfenster gepflanzt und seitdem voller Vorfreude gehegt und gepflegt hatte.

Mit gerunzelter Stirn blickte er auf die erste Blüte, die sich heute geöffnet hatte.

"Du bist ja weiß! Ich wollte eine gelbe Rose!", sagte er enttäuscht und ein leiser Vorwurf schwang in seiner Stimme mit. 

 "Ja, ich bin weiß!", bestätigte die Rose und hob ihm selbstbewusst ihre Blüte entgegen.


"Ich finde aber gelbe Rosen schöner!", murmelte der Mann.
 "Sei nicht kindisch!", erwiderte die Rose. "Ich fürchte, es ist nicht der Sinn meines Daseins, Dir zu gefallen.

In meinem Kern war angelegt, dass ich weiß werde. Natürlich konntest Du das nicht wissen, aber genau das ist das Problem. Du hast Dir die junge Pflanze besorgt und warst überzeugt, dass ich eine gelbe Rose werde.

Dem ist aber nicht so. Und nun bist Du enttäuscht, weil ich nicht Deiner Vorstellung entspreche. Wenn Du Dich dann besser fühlst - was ich bezweifele - kannst Du natürlich unzufrieden mit mir sein.


Du kannst mich gelb ansprühen oder mich immer nur durch eine gelb getönte Brille ansehen.
Quelle: Helmut Mühlbacher

Aber das wird nichts daran ändern, dass ich in Wirklichkeit weiß bin. Und wenn Du mich so nicht haben willst, dann war es vielleicht ein Irrtum von Dir, mich zu pflanzen. 

Und noch einmal: Es ist nicht der Sinn meines Daseins, so zu sein, wie Du mich haben willst. Entscheide Dich, mich entweder so zu mögen, wie ich bin, oder lass es, aber in jedem Fall akzeptiere es und hör bitte auf, mich zu kritisieren. Oder erwartest Du von mir, dass ich meine Blätter welken lasse, damit sie gelblich werden?

Bestimmt bin ich nicht perfekt und eine Menge Sachen an mir könnten anders sein - aber ich bin weiß. Genauso wie Dein Sohn ebenso ist wie er ist!" Die Rose hatte freundlich, aber bestimmt gesprochen.

"Woher weißt Du...?", stammelte der Mann. Die Rose wies mit einem ihrer Blätter auf das offene Küchenfenster. Der Mann blickte beschämt zu Boden und schlich davon.

Die Rose wandte ihre Blüte und damit auch ihre Aufmerksamkeit wieder der Sonne zu.

Ein paar Tage lang machte der Mann einen weiten Bogen um die Rose und mied ihren Blick, doch eine Woche später war ihr Beet sauber geharkt und das Unkraut war gejätet, damit die strahlend weiße Blüte vor dem dunklen Erdboden besonders gut zur Geltung kam.“

Ihr Lieben,

diese kleine Geschichte sollten wir vielen jungen Eltern, aber auch vielen Großeltern zu lesen geben.

Unsere Kinder und Enkelkinder sind nicht dazu da, um uns zu gefallen, um unsere Hoffnungen und Wünsche zu erfüllen.

Das „Beste“ für unsere Kinder und Enkelkinder ist selten das Richtige für sie, 
das, was sie sich von ihrem Leben ersehnen und erhoffen.

Vor allem ist es aber wichtig, dass wir uns das Beispiel der Rose vor Augen führen:

Eine weiße Rose ist eine weiße Rose und aus einer weißen Rose wird keine gelbe Rose, weil wir das so wollen. So ist das auch mit unseren Kindern und Enkelkindern.

Wenn ein junger Mensch z.B. für einen handwerklichen Beruf geeignet ist und darin seine Berufung sieht, ist es unmenschlich, ihn zu einem Studium zu zwingen.

Wichtig ist, dass wir zu unseren Kindern und Enkelkindern stehen, dass wir sie lieben und dass wir sie bei ihrem (nicht unserem!) Streben unterstützen, ihren eigenen Weg zu finden!
Aber die kleine Geschichte gilt auch für uns Eltern und Großeltern.
Wir sind nicht auf der Welt, um den Wünschen, Hoffnungen oder Vorstellungen anderer Menschen zu entsprechen, sondern wir sind auf der Welt, damit unsere eigenen Talente, Fähigkeiten und Begabungen erkennen und tapfer Schritt für Schritt unseren Weg gehen.
Quelle: Karin Heringshausen
Ihr Lieben,
Ich wünsche Euch eine gute und erholsame Nacht und am Sonntag den Mut, Euren eigenen Weg zu gehen und darüber nachzudenken, was für Euch (nicht für Andere!) das Richtige ist.
Ganz liebe herzliche zuversichtliche, liebevolle, hoffnungsvolle, humorvolle, freundliche, fröhliche, heitere Grüße schicke ich Euch aus Bremen
Euer fröhlicher seine Freiheit liebender Werner

Quelle: Karin Heringshausen

Mittwoch, 6. Juli 2016

Die Liebe gibt uns die Chance zu einem erfüllten Leben!


Quelle: Helmut Mühlbacher
„Ehe Du empfangen wurdest, ersehnte ich Dich.
Ehe Du geboren wurdest, liebte ich Dich.
Ehe Du eine Stunde hier warst, wollte ich für Dich sterben.
Das ist das Wunder der Liebe

Maureen Hawkins
Quelle: Karin Heringshausen
Ihr Lieben,

heute Abend möchte ich Euch eine Geschichte von Joseph C. Rosenbaum erzählen:

„Die meisten Kinder werden nur einmal geboren“

„Mutter ist immer da, wenn Du sie brauchst. Sie hilft, beschützt, hört zu, berät und nährt physisch und moralisch. Sie sorgt dafür, dass ihre Familie vierundzwanzig Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche und zweiundfünfzig Wochen im Jahr geliebt wird.

Jedenfalls war meiner Erinnerung nach meine Mutter so, in den wenigen kostbaren Jahren, in denen mir vergönnt war, sie zu haben. Aber keine Worte können das Opfer beschreiben, das sie aus Liebe zu mir, ihrem Sohn brachte.

Ich war neunzehn Jahre alt und sollte zusammen mit einer großen Gruppe anderer Menschen in ein Konzentrationslager abtransportiert werden. Es war klar, dass uns der Tod bevorstand. 
Plötzlich aber tauchte meine Mutter auf und trat an meine Stelle. Und obwohl das fünfzig Jahre her ist, werde ich nie ihre letzten Worte an mich und ihren Abschiedsblick vergessen: „Ich habe lang genug gelebt. Du muss am Leben bleiben, weil Du so jung bist“, sagte sie.

Die meisten Kinder werden nur einmal geboren.
Ich wurde zwei Mal geboren – von derselben Mutter!“

Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

wenn ich solche Geschichten erzähle, dann geht es mir vor allem darum, auf die stillen Helden im Alltag aufmerksam zu machen. Zu solchen Opfern wie in unserer Geschichte sind wohl nur Mütter fähig. Es ist sicher die größte Liebe, das eigene Leben für einen anderen Menschen zu opfern.

Aber bei allem guten Willen werden die allermeisten von uns niemals in unserem Leben die Gelegenheit haben, das eigene Leben für einen anderen Menschen zu opfern.

Aber aus der Dankbarkeit heraus, niemals vor einer solchen Entscheidung zu stehen, sollten wir uns täglich bemühen, Liebe in diese Welt hineinzutragen.

Es gibt in dieser Welt so viele, so kostbare und edle Dinge, die man für Geld erwerben kann, aber eines steht fest:
Die Dinge, auf die es in diesem Leben wirklich ankommt, wie Liebe, Zuwendung Freude, Zuversicht, Hoffnung, Ermutigung, die kosten gar nichts, die können wir jeden Tag verschenken.

Und mit nichts können wir den Menschen mehr helfen, ein erfülltes Leben zu führen, als mit Liebe, Zuwendung Freude, Zuversicht, Hoffnung, Ermutigung.


Quelle: Helmut Mühlbacher

Ihr Lieben,
Ich wünsche Euch morgen einen liebe-vollen Donnerstag und grüße Euch herzlich aus Bremen
Euer fröhlicher Werner
Quelle: Karin Heringshausen

Sonntag, 3. Juli 2016

Verliere nicht Deine Mitte!

Quelle: Margarete Feuer
"Das Wunderbare zu sehen im Augenblick,
darin besteht das Lebensglück."

Ulla Keleschovsky


Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch die Geschichte eines unbekannten Autor erzählen:


„Der Mensch, der seine Mitte verlor.“
Es war einmal ein Mensch mit großem Wissen und vielen besonderen Fertigkeiten, der sehr herzlich zu allen Menschen war. Deshalb wurde er sehr beliebt und er war sehr gefragt. Aber er konnte zu keinem Menschen NEIN sagen. 

So kam es, dass sein Herz immer weniger dabei war. Schließlich öffnete er nur noch seine ,,inneren Schubladen“, aus denen heraus er verteilte. Natürlich wurde er sehr gut bei den Menschen angesehen und wurde von ihnen gelobt. Aber je bekannter er wurde, umso mehr „funktionierte“ er nur noch. Die Menschen sagten es ihm nicht, wenn sie etwas ohne sein Herz bekamen. Sie taten, als seien sie mit allem zufrieden.


Eines Tages war dieser Mensch so erschöpft, das er zusammenbrach. 
Traurig erkannte er: 
Ich habe meine Mitte verloren, weil ich glaubte, das alles leisten zu können, ja zu müssen. Ich wollte ja keinen enttäuschen.

Und er war sehr, sehr traurig, dass er nicht auf sein eigenes Herz gehört hatte. 

Er hatte sich ja nie Zeit genommen, auszuruhen, seine Mitte wieder mit Liebe, Güte und Herzlichkeit aufzufüllen.

Quelle: Astrid Müller
Ihr Lieben,

es gibt in unserer Gesellschaft mehr Hilfsbereitschaft, als wir oft glauben. 
Die meiste Hilfe wird im Stillen geleistet:


Da ist die Mutter und die Familie, die sich um den pflegebedürftigen Sohn kümmern.

Da sind die Angehörigen, die sich um die alte Großmutter kümmern.
Da ist jede Mutter und jeder Vater, jede Großmutter und jeder Großvater, die sich ernsthaft, intensiv und unter großem Zeitaufwand für ihre Kinder und Enkelkinder da sind.
Da sind all die vielen Ehrenamtlichen, die sich in unserem Land für eine gute Sache engagieren und ihre Freizeit opfern.

Das alles ist wunderbar, solange wir daran denken, dass wir nicht immer nur geben können, sondern auch tanken müssen.

So schmerzhaft diese Einsicht auch ist: Wir müssen begreifen lernen, dass wir nicht alles leisten können, dass wir auch Zeiten der Ruhe, des Auftankens, der Stille brauchen.

Wir dürfen uns nicht wundern, wenn wir eines Tages zusammenbrechen oder ausgebrannt sind, wenn wir uns selbst schlechter behandeln als unser Auto.

Quelle: Astrid Müller

Jede Autofahrerin, jeder Autofahrer weiß, dass man ab und zu Motorenöl nachfüllen muss und dass, wenn man das nicht tut, irgendwann ein Motorschaden die Folger ist.

Jede Autofahrerin, jeder Autofahrer weiß, dass man regelmäßig eine Tankstelle aufsuchen muss, um Benzin oder Diesel zu tanken, weil das Auto sonst einfach unterwegs plötzlich den Dienst verweigert.


So ist das auch mit uns. Dabei sind wir unendlich viel wertvoller als ein Auto.

Auch wir brauchen Zeiten, in denen wir auftanken können, in denen wir zur Ruhe kommen können, in denen wir Kraft tanken und in der Stille Freude in uns hineinströmen lassen können.

Quelle: Helmut Mühlbacher

Ihr Lieben,
ich wünsche Euch allen eine fröhliche und gute neue Woche und grüße Euch alle herzlich aus Bremen
Euer fröhlicher Werner

Quelle: Karin Heringshausen

Donnerstag, 30. Juni 2016

Ich mag mich jetzt - wir alle brauchen mehr als Brot und Wasser!

Quelle: Astrid Müller

Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch eine Geschichte der Lehrerin Everett Shostrom erzählen:

„Ich mag mich jetzt“

„Ich verspürte in mir ein großartiges Gefühl der Erleichterung, als ich entdeckte und zu verstehen begann, dass ein Kind mehr braucht als nur Fachwissen.

Ich als Lehrerin weiß viel von Mathematik und ich lehre sie gut.
Ich dachte immer in meiner Einfältigkeit, das wäre alles, was ich tun müsste.
Ich akzeptierte in meinem Inneren, dass ich nur bei einigen Kindern erfolgreich sein würde.

Doch eines Tages entdeckte ich: Auch wenn ich nicht alle Antworten weiß, scheine ich doch mehr Antworten zu haben, als wenn ich versuche, auf allen Gebieten Experte zu sein.
Das Kind, das mir dies wirklich verständlich machte, war Eddie.
Ich fragte ihn eines Tages, was er denke, 
warum er in diesem Jahr viel besser sei als im letzten Jahr.

Er gab meiner neuen Orientierung eine ganz wundervolle Bedeutung:
Es ist, weil ich mich jetzt mag, wenn ich mit Ihnen zusammen bin“, sagte er.

Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

vor vielen, vielen Jahren arbeitete ich als Dozent an der Universität Göttingen.
In meiner Freizeit trainierte ich mehrere Handball-Jugendmannschaften.

Dabei ging es mir weniger um den Sport, denn der schönste Sieg von heute ist morgen schon wieder Vergangenheit. Ich aber wollte mit meiner Sportjugendarbeit mehr erreichen.

Mein Ziel war es, dass die mir anvertrauten Jugendlichen lernten, anderen Menschen ohne Angst ins Gesicht  zu blicken, offen und ohne Scheu ihre eigene Meinung zu vertreten und ihren eigenen Weg zu gehen.

An einem schönen Sommertag im Jahr 1985 wurde ich von den Eltern eines der Jugendlichen zum Grillen in deren Garten eingeladen. Zu diesem Grillen hatten sie etliche weitere Eltern eingeladen, denn sie erhofften sich von mir ein paar gute Tipps für die Erziehung ihrer mitten in der Pubertät steckenden Kinder.



Nachdem der erste gemütliche Teil mit Essen und Trinken vorüber war, stellte ich den Eltern die sehr provozierende Frage: 

Warum geben Sie Ihren Kindern nur trockenes Brot zu essen und nur kaltes Wasser zu trinken?

Mit dieser Frage entfachte ich unter den Eltern einen Sturm der Entrüstung, 
was ich auch beabsichtigt hatte.

Nachdem sich der Sturm ein wenig gelegt hatte,
erläuterte ich den Eltern, was ich genau gemeint hatte:

Ich machte den Eltern deutlich, dass sich meine Frage nicht auf das tatsächliche Essen bezog, sondern auf die Gefühlswelt ihrer Kinder.

Quelle: Jürgen Tesch
So wie Eltern beim tatsächlichen Essen und Trinken ihre Kinder nicht nur mit Wasser und trockenem Brot abspeisen, sondern ihren Kindern auch Obst, Gemüse, Fleisch, Süßigkeiten, Eis, Säfte etc. gönnen, so sollten sie auch bei der Gefühlswelt ihrer Kinder handeln.
Ein Mensch braucht nicht nur etwas zu essen und zu trinken.
Er braucht auch das Gefühl, geliebt zu werden.
Er braucht das Gefühl, dass jemand zu ihm steht.
Er braucht das Gefühl, angenommen zu sein.
Er braucht das Gefühl der Freude.
Er braucht das Gefühl der Hoffnung.
Er braucht das Gefühl der Geborgenheit.
Er braucht das Gefühl, einen guten Begleiter zu haben.

Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

wenn wir uns das klarmachen, wird uns deutlich werden, wie viel wir für unsere Kinder und Enkelkinder und für jeden anderen Menschen tun können.
Was diese Welt braucht, ist nicht nur Wasser und Brot, ist nicht nur Wissen, was diese Welt vor allem braucht, ist Liebe.
Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,
Ich wünsche Euch einen fröhlichen Abend, ein ruhiges und sonniges Wochenende und grüße Euch ganz herzlich aus Bremen
Euer fröhlicher Werner



Quelle: Karin Heringshausen

Freitag, 24. Juni 2016

Du bist wertvoll - für irgendjemand - irgendwo

Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

heute Nachmittag möchte ich Euch den sehr berührenden Text eines unbekannten Autors zu lesen geben:


„Es passiert in diesem Augenblick…“
 
Jemand ist sehr stolz auf Dich
Jemand denkt an Dich
Jemand interessiert sich für Dich
Jemand vermisst Dich


Jemand möchte mit Dir sprechen. 
Jemand möchte bei Dir sein. 
Jemand hofft, dass Du nicht in Schwierigkeiten bist. 
Jemand ist für die Unterstützung dankbar, die Du gegeben hast. 


Jemand möchte Deine Hand halten. 
Jemand hofft, dass bei Dir alles in Ordnung ist. 
Jemand hofft, dass Du glücklich bist. 
Jemand wünscht sich, Dich zu finden. 


Jemand freut sich über Deine Erfolge. 
Jemand möchte dir ein Geschenk geben. 
Jemand denkt, dass Du so wertvoll wie ein Geschenk bist.
Jemand hofft, dass Dir nicht zu kalt oder zu heiß ist. 


Jemand möchte Dich umarmen. 
Jemand liebt Dich
Jemand bewundert Deine Stärke. 
Jemand denkt an Dich und lächelt dabei. 


Jemand möchte eine Schulter sein, an der Du Dich ausweinen kannst. 
Jemand auf der Welt denkt an Dich. 

Jemand möchte Dich beschützen. 
Jemand würde alles für Dich tun. 


Jemand möchte, dass Du ihm verzeihst.

Jemand ist für Dein Verzeihen dankbar. 

Jemand möchte mit Dir lachen. 

Jemand erinnert sich an Dich und wünscht, dass Du bei ihm wärst.


Jemand dankt Gott dafür, dass es Dich gibt.
Jemand wird wissen, dass Deine Liebe bedingungslos ist. 

Jemand legt großen Wert auf Deinen Rat. 

Jemand möchte Dir sagen, wie viel Du ihm bedeutest. 


Jemand möchte seine Träume mit Dir teilen. 

Jemand möchte Dich in seinen Armen halten. 

Jemand wünscht, dass Du ihn in Deinen Armen hältst. 

Jemand schätzt Deinen Verstand.  


Jemand wünscht, dass er wegen Dir die Zeit anhalten könnte. 
Jemand dankt Gott für Deine Freundschaft und Liebe. 

Jemand kann nicht erwarten Dich zu sehen. 

Jemand liebt Dich dafür, wie Du bist. 


Jemand liebt die Art, wie Du mit ihm umgehst. 

Jemand möchte bei Dir sein. 

Jemand wünscht, dass Du ihn beachtest. 

Jemand möchte mehr von Dir wissen, möchte Dich besser kennen.

Jemand möchte Dir nahe sein. 


Jemand vermisst Deinen Rat und Deine Führung.
Jemand glaubt an Dich
Jemand vertraut Dir
Jemand braucht Deine Unterstützung. 

Quelle: Karin Heringshausen
Jemand braucht, dass Du an ihn glaubst.
Jemand braucht Dich, um Dein Freund sein zu dürfen.
Jemand hört ein Lied, das ihn an Dich erinnert.




Denke dran: 
Dieser „Jemand“. . . 

Es gibt ihn. 
Er sucht dich. 
Er wartet auf dich. 
Draußen, in der Welt. 

Irgendwer. 
Irgendwo. 
Mach die Augen auf.

Quelle: Jürgen Tesch
Ihr Lieben,

ich habe diesen Text für meine heutigen Gedanken ausgewählt, um jedem Einzelnen von Euch - ja auch Dir ganz persönlich! – klar zu machen, wie wichtig sie/er auf dieser Welt für andere Menschen ist.

Ich möchte, dass jeder von Euch erkennt – ja auch Du ganz persönlich - , dass sie/er etwas ganz Besonderes ist, dass sie/ er einem Menschen etwas bedeutet, dass sie/er etwas für einen anderen Menschen tun kann, was kein Anderer tun kann!

Wir Menschen reden viel, oft über andere Menschen, seltener mit anderen Menschen und viel zu selten sagen wir dem anderen Menschen: „Ich habe Dich lieb!“ „Du bist etwas Besonderes!“ „Du bist einzigartig!“ „Du bist ein feiner Mensch!“ „Ich brauche Dich!“ 


Und weil wir Menschen uns so wenig gegenseitig sagen, dass wir einander brauchen, dass wir einander gern haben, dass wir einander liebenswert finden, deshalb glauben so viele von uns, nicht geliebt zu werden, nicht gebraucht zu werden, nichts Besonderes zu sein.

Die Wahrheit aber spricht der heutige Text aus!


Quelle: Helmut Mühlbacher 
Liebe Leserin, lieber Leser,

mach Dich auf die spannende Reise zu den Menschen in Deiner Umgebung: 

Teile Deine  Mitmenschen mit, wie wertvoll sie sind und Du wirst erfahren, wie wertvoll Du für andere Menschen bist.

 Hilf den anderen Menschen, ihre Talente, Fähigkeiten und Stärken zu erkennen, an sie zu glauben und sie anzuwenden und so ihre Träume und Ziele zu verwirklichen, und Du wirst erkennen, welch wertvollen Begabungen in Dir schlummern!
Wichtig ist, dass wir endlich den Kreis des Negativen durchbrechen:

Wichtig ist, dass wir aufhören, die Menschen, denen wir begegnen, zu kritisieren und zu verurteilen.

Wichtiger ist
dass wir anfangen, die Menschen, denen wir begegnen, zu ermutigen.


Am wichtigsten ist, dass wir täglich die Menschen, denen wir begegnen, lieben.

Wenn wir das tun, werden wir erkennen, zu welch großer Liebe wir fähig sind, zu welcher hilfreicher Ermutigung wir imstande sind und wie viel Freude wir zu schenken in der Lage sind.
Nur der, der sich auf den Weg zu den Menschen macht, erkennt sich selbst, begreift, dass er gebraucht wir, dass er geliebt wird, dass er wichtig für andere Menschen ist, dass er etwas Besonderes und Einzigartiges ist!

Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,
Ich wünsche Euch nun ein gutes Wochenende des Friedens und der Erholung und ich grüße Euch herzlich aus dem sommerlichen Bremen

Euer fröhlicher Werner

Quelle: Karin Herringshausen