| Quelle: Werner Forneberg |
"Eine Frau lag im Koma.
Plötzlich verspürte sie das Gefühl, sie käme in den Himmel und stände vor dem Richterstuhl Gottes.
"Wer bist du?" fragte eine Stimme.
"Ich bin die Frau des Bürgermeisters", erwiderte sie.
"Ich habe nicht gefragt, wessen Frau du bist, sondern
wer du bist."
"Ich bin die Mutter von vier Kindern."
"Ich habe nicht gefragt, wessen Mutter du bist, sondern
wer du bist."
Plötzlich verspürte sie das Gefühl, sie käme in den Himmel und stände vor dem Richterstuhl Gottes.
"Wer bist du?" fragte eine Stimme.
"Ich bin die Frau des Bürgermeisters", erwiderte sie.
"Ich habe nicht gefragt, wessen Frau du bist, sondern
wer du bist."
"Ich bin die Mutter von vier Kindern."
"Ich habe nicht gefragt, wessen Mutter du bist, sondern
wer du bist."
"Ich bin Lehrerin."
"Ich habe nicht nach deinem Beruf gefragt, sondern
wer du bist."
Und so ging es weiter. Alles, was sie erwiderte, schien keine befriedigende Antwort auf die Frage zu sein:
"Wer bist du?"
"Ich bin eine Christin."
"Ich fragte nicht, zu welcher Religion du gehörst, sondern wer du bist."
"Ich bin die, die jeden Tag in die Kirche ging und immer den Armen und Hilfsbedürftigen half."
"Ich fragte nicht, was du tatest, sondern
wer du bist.
"Ich fragte nicht, was du tatest, sondern
wer du bist.
Offensichtlich bestand sie die Prüfung nicht, denn sie wurde zurück auf die Erde geschickt.
Als sie wieder gesund war, beschloss sie, herauszufinden, wer sie war.
Und darin lag der ganze Unterschied.
(Anthony de Mello - Zeiten des Glücks)
(Anthony de Mello - Zeiten des Glücks)
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| Quelle: Karin Heringshausen |

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