3129 Geschichten


Auf dem ESELSKIND-Blog stehen inzwischen 3.179 Beiträge und mindestens zwei Mal in der Woche kommen weitere hinzu.

Ich wünsche jeder Leserin und jedem Leser recht viel Freude beim Lesen der Geschichten und ich hoffe, dass Euch die Geschichten ein wenig ermutigen und Euch veranlassen, niemals aufzugeben, denn denkt bitte immer daran:
Ihr seid etwas Besonderes, Ihr müsst nur Eurer Licht zum Leuchten bringen


Euer fröhlicher Werner aus Bremen

Samstag, 14. Februar 2026

Geschichte: Das verschenkte Geld

Quelle: Werner Forneberg
"Schenken heißt, einem anderen das zu geben,
was man selbst gern behalten möchte."
Selma Lagerlöf

Quelle: Karin Heringshausen

Ihr Lieben,

ich möchte Euch heute eine russische Legende erzählen:

„Das verschenkte Geld“

„Ein reicher Mann dachte auch im Sterben nur an das, woran er sein Leben lang gedacht hatte: an sein Geld.
Mit letzter Kraft löste er den Schlüssel vom Band, das er am Hals trug, winkte der Magd, deutete auf die Truhe neben seinem Lager und befahl, ihr den großen Beutel Geld in den Sarg zu legen.

Im Himmel sah er dann einen langen Tisch, auf dem die feinsten Speisen standen.
"Sag, was kostet das Lachsbrot?" fragte er
"Eine Kopeke" wurde ihm geantwortet.
"Und die Sardine?"
"Gleich viel." -
"Und diese Pastete?"
"Alles eine Kopeke."

Er schmunzelte. Billig, dachte er, herrlich billig hier im Himmel! Und er wählte sich eine ganze Platte aus. Aber als er mit einem Goldstück bezahlen wollte, nahm der Verkäufer die Münze nicht an.

"Alter Mann" sagte er und schüttelte bedauernd den Kopf, "du hast wenig im Leben gelernt!"  "Was soll das?" murrte der Alte. "Ist mein Geld nicht gut genug?"
Da hörte er die Antwort:
"Wir nehmen hier nur das Geld an, das einer verschenkt hat."

Quelle: Karin Heringshausen

Ihr Lieben,

ich möchte zunächst ein Missverständnis ausräumen.
In früheren Zeiten haben solche Legenden dazu geführt, dass viele Menschen glaubten, dass sie einen umso besseren Platz im Himmel bekommen, je mehr Geld sie verschenken.

Das Ziel des Geld-Verschenkens war es also nicht, einem anderen Menschen zu helfen, sondern selbst eine möglichst gute Stellung im Himmel zu erreichen.


Ich gebe zu, dass ich an Gott glaube und ich fest davon überzeugt bin, dass nach diesem irdischen Leben nicht alles zu Ende sein wird. Aber andererseits bin ich mit einem einfachen Platz im sogenannten Himmel völlig zufrieden.

Diese Legende will uns etwas ganz anderes sagen:
Wenn wir uns für andere Menschen einsetzen, Licht und Freude in das Leben anderer Menschen bringen, dann wird auch unser Leben selbst hell und leuchtend und wir werden selbst glücklich dabei.

Das Zitat von Selma Lagerlöf zeigt aber auch, worauf es beim Schenken wirklich ankommt:

Dass wir auch bereit sind, etwas zu opfern.

Das muss nicht immer Geld sein, nicht jeder hat die Möglichkeit, Geld zu verschenken an Bedürftige. Aber jeder Mensch kann z.B. Zeit "opfern", um einen anderen Menschen zu sich einzuladen, um ihn zu besuchen.

Und dann gibt es da ja noch die vielen kleinen missachteten Geschenke des Alltags: das Lächeln, das Freundlichsein, die Hilfsbereitschaft, die mitfühlende Nachfrage, eine liebe Grußkarte, ein ermutigender Brief, eine dankbare E-Mail....

Quelle: Karin Heringshausen
Ihr Lieben,

ich wünsche Euch heute einen Sonntag des Schenkens, macht es Euch zur Angewohnheit, heute jemanden zu beschenken: Mit einem Lächeln, mit einer kleinen Handreichung, mit einem Trost oder mit einer kleinen Spende an eine Hilfsorganisation - Jeder nach seinen Möglichkeiten.

Das alte Pfadfindermotto, das oft belächelt wurde, ist auch heute noch modern:
Jeden Tag eine gute Tat. Ihr werdet selbst fröhlich und glücklich dabei werden.

Seid ganz lieb gegrüßt

Euer fröhlicher Werner aus Bremen

Quelle: Karin Heringshausen

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