| Quelle: Werner Forneberg |
Ihr Lieben,
heute möchte
ich Euch ein altes schwedisches Märchen erzählen:
„Was das
Leben ist“
An einem
schönen Sommertag um die Mittagszeit herrschte große Stille am Waldrand. Die Vögel hatten ihre Köpfe unter die Flügel gesteckt, und alles ruhte.
Da streckte
der Buchfink sein Köpfchen hervor und fragte:
„Was ist eigentlich das Leben?
Alle waren betroffen über diese schwierige Frage.
Die Heckenrose
entfaltete gerade eine Knospe und schon behutsam ein Blatt ums andere heraus.
Sie meinte:
"Das Leben ist eine Entwicklung.“
Weniger
tiefsinnig veranlagt war der Schmetterling. Er flog von einer Blume zur
anderen, naschte da und dort und sagte:
„Das Leben ist lauter Freude und
Sonnenschein.“
Drunten im
Gras mühte sich einen Ameise mit einem Strohhalm, der acht Mal länger war als
sie selbst, und sagte:
„Das Leben ist nichts als Arbeit und Mühsal.“
Geschäftig
kam eine Biene von ihrer Nektarsuche auf die Wiese zurück und meinte dazu:
„Nein, das Leben ist ein Wechsel von Arbeit und Vergnügen.“
Wo so weise
Reden geführt wurden, da streckte auch der Maulwurf seinen Kopf aus der Erde
und brummte:
„Das Leben? Es ist ein Kampf im Dunkeln“.
Nun hätte es
fast einen Streit um die richtige Deutung des Lebens gegeben, wenn nicht ein
feiner regen eingesetzt hätte, der feststellte:
„Das Leben besteht aus Tränen,
nichts als Tränen.“
Dann zog er
weiter zum Meer. Dort brandeten die Wogen, warfen sich mit aller Gewalt gegen
die Felsen und stöhnten:
„Das Leben ist wie ein vergebliches Ringen um Freiheit!
Hoch über
ihnen allen zog majestätisch ein Adler seine Kreise. Er frohlockte: „Das Leben,
das Leben ist ein Streben nach oben.“
Nicht weit
vom Ufer entfernt, stand eine Weide, die hatte der Sturm schon zur Seite
gebogen. Sie sagte:
„Das Leben ist eine Verbeugung gegenüber Gott.“
Dann kam die
Nacht. Mit lautlosen Flügeln glitt der Uhu über die Wiese dem Wald zu und krächzte:
„Das Leben heißt: Die Gelegenheit nutzen, wenn andere schlafen.“
Und
schließlich wurde es still in Wald und Wiese.
Nach einer Weile kam ein junger Mann des Weges. Er setzte sich müde ins Gras,
streckte dann alle Viere von sich und meinte, erschöpft vom Tanzen und Trinken:
„Das Leben ist das ständige Suchen nach Glück und eine lange Kette von
Enttäuschungen.“
Auf einmal
stand die Morgenröte in ihrer vollen Pracht auf und sprach:
„So wie ich, die Morgenröte, der Beginn eines neuen Tages bin, so ist das Leben
der Anbruch der Ewigkeit.“
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| Quelle: Karin Heringshausen |
Ihr Lieben,
Was ist das
Leben?
Die meisten Menschen denken über diese Frage niemals in ihrem Leben nach
und das ist wirklich sehr traurig.
Diese Frage ist nämlich sehr wichtig für unser
Leben und unsere Lebenszufriedenheit. Wir sollten uns die Zeit nehmen und
gründlich über diese Frage nachdenken.
Wenn wir dann wie die Ameise feststellen, dass unser Leben nur Arbeit und Mühsal ist, dann sollten wir darüber nachdenken, ob uns ein Leben, das nur aus Arbeit und Mühsal besteht, uns wirklich zufriedenstellt.
Und wenn wir feststellen, das ein solches Leben uns
nicht zufriedenstellt, sollten wir darüber nachdenken, wie wir unser Leben so neu
ausrichten können, dass wir im Blick auf unser Leben zufrieden und dankbar sein
können.
| Quelle: Werner Forneberg |
ich wünsche Euch einen fröhlichen und unbeschwerten Feiertag und grüße Euch
herzlich aus Bremen
Euer
nachdenklich Werner
