3344 Geschichten


Auf dem ESELSKIND-Blog stehen inzwischen 3.344 Beiträge und mindestens zwei Mal in der Woche kommen weitere hinzu.

Ich wünsche jeder Leserin und jedem Leser recht viel Freude beim Lesen der Geschichten und ich hoffe, dass Euch die Geschichten ein wenig ermutigen und Euch veranlassen, niemals aufzugeben, denn denkt bitte immer daran:
Ihr seid etwas Besonderes, Ihr müsst nur Eurer Licht zum Leuchten bringen


Euer fröhlicher Werner aus Bremen

Samstag, 3. Oktober 2026

Ein altes schwedisches Märchen

 

Quelle: Werner Forneberg


Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch ein altes schwedisches Märchen erzählen:

„Was das Leben ist“

An einem schönen Sommertag um die Mittagszeit herrschte große Stille am Waldrand. Die Vögel hatten ihre Köpfe unter die Flügel gesteckt, und alles ruhte.

Da streckte der Buchfink sein Köpfchen hervor und fragte:
„Was ist eigentlich das Leben?
Alle waren betroffen über diese schwierige Frage.

Die Heckenrose entfaltete gerade eine Knospe und schon behutsam ein Blatt ums andere heraus. Sie meinte:
"Das Leben ist eine Entwicklung.“

Weniger tiefsinnig veranlagt war der Schmetterling. Er flog von einer Blume zur anderen, naschte da und dort und sagte:
„Das Leben ist lauter Freude und Sonnenschein.“

Drunten im Gras mühte sich einen Ameise mit einem Strohhalm, der acht Mal länger war als sie selbst, und sagte:
„Das Leben ist nichts als Arbeit und Mühsal.“

Geschäftig kam eine Biene von ihrer Nektarsuche auf die Wiese zurück und meinte dazu:
„Nein, das Leben ist ein Wechsel von Arbeit und Vergnügen.“

Wo so weise Reden geführt wurden, da streckte auch der Maulwurf seinen Kopf aus der Erde und brummte:
„Das Leben? Es ist ein Kampf im Dunkeln“.

Nun hätte es fast einen Streit um die richtige Deutung des Lebens gegeben, wenn nicht ein feiner regen eingesetzt hätte, der feststellte:
„Das Leben besteht aus Tränen, nichts als Tränen.“

Dann zog er weiter zum Meer. Dort brandeten die Wogen, warfen sich mit aller Gewalt gegen die Felsen und stöhnten:
„Das Leben ist wie ein vergebliches Ringen um Freiheit!

Hoch über ihnen allen zog majestätisch ein Adler seine Kreise. Er frohlockte: „Das Leben, das Leben ist ein Streben nach oben.“

Nicht weit vom Ufer entfernt, stand eine Weide, die hatte der Sturm schon zur Seite gebogen. Sie sagte:
„Das Leben ist eine Verbeugung gegenüber Gott.“

Dann kam die Nacht. Mit lautlosen Flügeln glitt der Uhu über die Wiese dem Wald zu und krächzte:
„Das Leben heißt: Die Gelegenheit nutzen, wenn andere schlafen.“

Und schließlich wurde es still in Wald und Wiese.
Nach einer Weile kam ein junger Mann des Weges. Er setzte sich müde ins Gras, streckte dann alle Viere von sich und meinte, erschöpft vom Tanzen und Trinken:
„Das Leben ist das ständige Suchen nach Glück und eine lange Kette von Enttäuschungen.“

Auf einmal stand die Morgenröte in ihrer vollen Pracht auf und sprach:
„So wie ich, die Morgenröte, der Beginn eines neuen Tages bin, so ist das Leben der Anbruch der Ewigkeit.“

Quelle: Karin Heringshausen

Ihr Lieben,

Was ist das Leben?
Die meisten Menschen denken über diese Frage niemals in ihrem Leben nach und das ist wirklich sehr traurig.
Diese Frage ist nämlich sehr wichtig für unser Leben und unsere Lebenszufriedenheit. Wir sollten uns die Zeit nehmen und gründlich über diese Frage nachdenken. 

Wenn wir dann wie die Ameise feststellen, dass unser Leben nur Arbeit und Mühsal ist, dann sollten wir darüber nachdenken, ob uns ein Leben, das nur aus Arbeit und Mühsal besteht, uns wirklich zufriedenstellt. 

Und wenn wir feststellen, das ein solches Leben uns nicht zufriedenstellt, sollten wir darüber nachdenken, wie wir unser Leben so neu ausrichten können, dass wir im Blick auf unser Leben zufrieden und dankbar sein können.

Quelle: Werner Forneberg
Ihr Lieben,


ich wünsche Euch einen fröhlichen und unbeschwerten Feiertag und grüße Euch herzlich aus Bremen

Euer nachdenklich Werner



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