3326 Geschichten


Auf dem ESELSKIND-Blog stehen inzwischen 3.326 Beiträge und mindestens zwei Mal in der Woche kommen weitere hinzu.

Ich wünsche jeder Leserin und jedem Leser recht viel Freude beim Lesen der Geschichten und ich hoffe, dass Euch die Geschichten ein wenig ermutigen und Euch veranlassen, niemals aufzugeben, denn denkt bitte immer daran:
Ihr seid etwas Besonderes, Ihr müsst nur Eurer Licht zum Leuchten bringen


Euer fröhlicher Werner aus Bremen

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Streit anfangen – das kann jeder, aber diese Welt braucht Friedenstifter!


Quelle: Helmut Mühlbacher

Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch eine kleine Geschichte von Jonathan Swift erzählen:

„Ein lächerlicher Anlass genügt für einen Krieg“

Als Gulliver in das Zwergenland Liliput reiste, wunderte er sich über alle Maßen:
Schon seit 36 Monaten befanden sich die Liliputaner in einem erbitterten Krieg.


Die Ursache lag in der Frage begründet, wie weiche Eier zu öffnen sind:

Klopft man die Schale am breiten Ende auf oder schneidet man sie dort mit dem Messer ab?
 
Doch bei dieser Prozedur schnitt sich einmal ein Prinz in den Finger. Daraufhin verbot der König unter Androhung einer schweren Strafe, weiterhin Eier am breiten Ende zu öffnen.

Das Volk geriet über das Gesetz in eine solche Wut, dass – man mag es kaum glauben - ein Bürgerkrieg ausbrach: Die Breitender, welche die Eier weiter am breiten Ende öffnen wollten, kämpften erbittert gegen die königstreuen Schmalender, die befehlsgemäß die Eier nur noch an dem schmalen Ende öffneten.

In diesem fürchterlichen und erbarmungslosen Bürgerkrieg kamen elftausend Liliputaner ums Leben und die übrigen Breitender landeten im Internierungslager.“
Eigenes Foto
Ihr Lieben,

mancher von uns hat mit großem Interesse und ganz gespannt die Geschichten über Gullivers Reisen von Jonathan Swift gelesen. Wenn man diese Geschichten genauer liest, dann stellt man fest, dass es sich dabei nicht nur einfach um irgendwelche Fantasiegeschichten handelt, sondern um Geschichten, aus denen wir etwas lernen können.

So ist das auch mit unserer heutigen kleinen Geschichte. Da streiten sich die Liliputaner darum, ob man weichgekochte Eier auf dickeren oder dünneren Ende öffnet. Und aus den Streitigkeiten heraus kommt es zu einem Bürgerkrieg.

Nun werden die meisten von Euch zu Recht sagen:
„Wegen einer solchen Lächerlichkeit fängt man doch keinen Krieg an!“

Krieg ist für mich überhaupt kein Mittel, um Unstimmigkeiten und Streitereien zwischen Menschen zu schlichten. 

In früheren Zeiten wurden großen Schlachtenlenker, wie Julius Caesar oder Napoleon, große Denkmäler errichtet. Für mich beweisen diese Denkmäler eigentlich nur, wie wenig zu den damaligen Zeiten das einzelne Menschenleben wert war.

Im Zweiten Weltkrieg kam es in Afrika zu einer großen Schlacht zwischen den Engländern unter General Montgomery und den Deutschen unter General Rommel.
Von dem englischen General Montgomery ist überliefert, dass er „jeden Augenblick der Schlacht genossen habe“ und von Rommel ist der Satz verbürgt: „Krieg führen sei  seine große Leidenschaft.

Ich finde die Einstellung dieser Generäle in höchstem Maße menschenverachtend.
Denn viele Hundertausende, ja Millionen Menschen, oft noch sehr junge, haben im Zweiten Weltkrieg ihr Leben verloren. Ihnen wurde ihre Jugend geraubt, ihnen wurde die Möglichkeit geraubt, zu heiraten, Kindern zu bekommen, einen Beruf auszuüben, das Leben zu genießen.

Der Krieg zwischen den Menschen beginnt auch nicht zwischen den einzelnen Staaten, er beginnt immer bereits zwischen einzelnen Menschen.
 
Krieg beginnt, wenn ich einen Menschen verachte, z.B. weil er Ausländer ist.
Krieg beginnt, wenn ich glaube, etwas Besseres zu sein als andere Menschen.
Krieg beginnt, wenn ich nicht zu Kompromissen bereit bin,
sondern auf mein Recht poche.
Krieg beginnt, wenn ich, um meine Ziele zu erreichen,
bereit bin, „über Leichen“ (!) zu gehen.

Krieg beginnt, wenn ich behaupte, meine Überzeugungen,
mein Glaube seien allein seligmachend.
Krieg beginnt, wenn ich nicht zur Vergebung und zur Versöhnung bereit bin.


Zum Glück hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zumindest in Europa viel getan.
Heute werden für Schlachtenlenker keine Denkmäler mehr gebaut.
Heute werden eher Friedenspreise verliehen bzw. der Friedensnobelpreis.
Heute werden vor allem diejenigen geehrt, die sich für den Frieden einsetzen und die Frieden stiften.

Das, was wir heute brauchen, sind Friedensstifter.
Ein Friedensstifter ist ein Mensch, der nicht Recht behalten will, sondern zu seinem Mitmenschen sagt: „Lasst uns den alten Streit begraben!“
Ein Friedensstifter ist ein Mensch, der um Vergebung bittet,
wenn er falsch gehandelt hat.

Ein Friedensstifter ist ein Mensch, der mitten im Streit Versöhnung anbietet.

Ein Friedensstifter ist ein Mensch, der nicht auf Rache sinnt, sondern auf Frieden.
Ein Friedensstifter ist ein Mensch, der nicht hasst, sondern liebt.
Ein Friedensstifter ist ein Mensch, der Liebe und Zuwendung schenkt.
Ein Friedensstifter ist ein Mensch, der nicht entmutigt, sondern ermutigt.
Ein Friedensstifter ist ein Mensch, der trotz aller Widerstände nicht aufgibt und die Botschaft des Friedens weiterträgt.
Ein Friedensstifter ist ein Mensch, der Freude bringt und kein Leid.
Ein Friedensstifter ist ein Mensch, der sagt: „Du bist mir wichtig!“
Ein Friedensstifter ist ein Mensch, der Licht in die Dunkelheit dieser Welt hineinträgt und sich niemals entmutigen lässt, weil er weiß, dass die gesamte Dunkelheit der gesamten Welt sein kleines Licht niemals auslöschen kann.

Die größte Gewissheit des Friedensstifters ist die Tatsache,
dass die Dunkelheit niemals das Licht besiegen kann.
Eigenes Foto
Ich wünsche Euch trotz der dunklen Jahreszeit helle Tage, Tage der Freude, Tage der Zuversicht und Tage des Lichts und ich grüße Euch herzlich aus Bremen

Euer fröhlicher Werner

Quelle: Karin Heringshausen

Montag, 22. Oktober 2012

Schau nach oben, nicht nach unten und gib niemals auf!



Quelle: Helmut Mühlbacher


Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch eine wundervollen und sehr tiefgründige  Geschichte von Heinrich Bücker erzählen:

„Ein Blick zu den Sternen“

„In dem alten Film „Der fallende Stern“ war es zu sehen:
Ein Seiltänzer hatte sein Seil über den weiten Marktplatz gespannt.
Er gab eine Spätvorstellung. Von einem Strahler angeleuchtet, wollte der Künstler gerade über das Seil schreiten, als er einen kleinen Jungen erblickte, der ihm nachgestiegen war.

 
Er fragte den Jungen: „Was willst Du denn hier oben?“
„Ich möchte mit Dir über das Seil“, antwortete der Junge.
„Hast Du denn keine Angst?“, fragte der Seiltänzer.
„Nein, wenn ich bei Dir bin, habe ich keine Angst“, entgegnete ihm der kleine Kerl.
Der Mann hob das Kind auf seine Schultern und ging Schritt für Schritt mit dem Kind über das Seil.
 
Um das Kind abzulenken von der Tiefe, dem Dunklen und der großen Gefahr, sagte er zu ihm: „Schau einmal, wie schön dort oben die Sterne leuchten!“
Und solange der Junge hineinschaute in den Glanz der leuchtenden Sterne, dachte er nicht an die dunkle Gefahr in der Tiefe und ließ sich über das Seil tragen.“


Ihr Lieben,

unser Leben ist keine ununterbrochene Reihenfolge von fröhlichen Ereignissen, von Erfolgen , von herzerwärmenden Begegnungen. Bisweilen haben wir schwere Zeiten durchzustehen.
 
Eine Krankheit quält uns, der schmerzliche Verlust eines lieben Menschen drückt uns nieder, eine Freundschaft, die zerbricht, macht uns traurig, ein Unglück, das uns oder einem geliebten Menschen widerfährt, erschüttert uns.

In solchen Zeiten kann uns die Botschaft unserer heutigen kleinen Geschichte sehr helfen.
 
Denn wir können zwei Dinge aus dieser kleinen wunderbaren Geschichte lernen:
 
Wenn wir in Not sind, wenn uns schwerer Kummer niederdrückt, wenn wir weinen möchten, aber es nicht können, wenn wir krank sind und daran fast verzweifeln, dann ist es gut, wenn wir uns geborgen fühlen. Geborgen in Gott und geborgen durch liebe Menschen, die zu uns stehen.

Dabei geht es darum, dass wir die Last, die auf uns liegt, nicht allein tragen müssen, dass uns geholfen wird, dass wir uns geborgen fühlen dürfen, weil wir wissen, uns wir ein Teil der Last abgenommen.

Das Zweite, was wir aus unserer kleinen Geschichte lernen können, ist dies:
Gerade in den Zeiten der Not, des Unglücks, der Traurigkeit und der Krankheit, ist es wichtig, nach oben zu schauen, mit einer besseren Zukunft zu rechnen, dennoch zu hoffen, dennoch nicht aufzugeben. 


Der Blick in die Tiefe, wie in unserer Geschichte, der Blick in das Dunkle, das Angstmachende, hilft uns nicht weiter, nur der Blick auf die Sterne, der Blick nach oben, der Blick auf das Dennoch ist das, was uns helfen kann.

Meine Großvater mütterlicherseits, sein Name war Christoph Georges, hat das einmal so ausgedrückt:
 „Zwei Menschen gehen auf der gleichen Straße,
der eine sieht immer den Straßendreck,
der andere die Sterne und die Sonne am Himmel hängen!“

Diese beiden Menschen, von denen mein Großvater sprach,  gehen eben auf der gleichen Straße, nicht auf verschiedenen Wegen und sie gehen miteinander. Und doch gibt es kaum einen gewaltigeren Unterschied als den zwischen den beiden Menschen:

Der eine beklagt sich immer, wie schlecht es ihm geht, wie schlecht die Welt ist, wie übel ihm Gott mitspielt.
  Er sieht überall nur Dreck, Schmutz, Unrat, Mühsal, Krankheit und Not.
 
Dem anderen geht es auch des Öfteren nicht so gut, aber er schaut zu den Sternen auf, er blickt über das mühevolle Tagesgeschehen hinaus, er ist dankbar für sein Leben, sein Leben ist erfüllt von Liebe und Freude.

Ich wünsche Euch eine wundervolle neue Woche, eine Woche der Zuversicht und Hoffnung, eine Woche der Freude und der Fröhlichkeit, eine Woche der Liebe und der Zuwendung, eine Woche des Trostes und der Geborgenheit, eine Woche der Ermutigung und des Niemals-Aufgebens

Ich grüße Euch herzlich aus Bremen

Euer fröhlicher Werner
Quelle: Karin Heringshausen

Freitag, 19. Oktober 2012

Es kommt nicht darauf an, dass Du Recht hast, sondern darauf, dass Du Dich einsetzt!


Quelle: Helmut Mühlbacher

Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch eine Geschichte nach Ephraim Lessing erzählen:

„Die Ringparabel“

Vor langer, langer Zeit besaß ein Mann einen wunderbaren wertvollen Ring. Der kostbare Opal darin verlieh dem, der ihn trug, die Kraft, Gott und den Menschen zu gefallen. Von einer Generation zur nächsten wurde der Ring an den jeweiligen Lieblingssohn vererbt.

Aber dann geschah es, dass ein Vater drei Söhne hatte, die er alle drei in gleicher Weise liebte. Und weil er sich nicht entscheiden konnte, welchem seiner Söhne er den zauberkräftigen Rind überlassen sollte, ließ der Vater zwei weitere, ebenso edle und kostbare Ringe anfertigen, die genauso aussahen wie das Original und nicht von ihm zu unterscheiden waren. So konnte er jedem seiner Söhne einen solchen Ring schenken.

Als der alte Mann gestorben war, stritten sich die drei Sohne um das Erbe.
Jeder von ihnen pochte auf den Besitz des ursprünglichen, des echten Ringes.
Schließlich zogen sie vor Gericht, um die Angelegenheit durch einen neutralen Richter klären zu lassen. 

Der weise Richter gab keinem der drei Söhne Recht, sondern er forderte jeden von ihnen dazu auf, mit den beiden anderen um die Kraft des Steines in einen fairen Wettstreit zu treten: Um die Wohltätigkeit, um die Milde, um die Liebe und so Gottes Willen zu erfüllen.“

Quelle: Astrid Müller

Ihr Lieben,

in dieser Parabel von Lessing geht es ursprünglich um die drei Religionen Judentum, Christentum und Islam, die alle an einen Gott glauben.
Lessing war davon überzeugt, dass es für diese drei Religionen besser sei, Toleranz zu üben, als sich gegenseitig zu bekämpfen.

Wir sehen in unserer heutigen Zeit, dass diese Parabel nicht von ihrer Aktualität verloren hat.
 
Ich selbst, der ich Theologie studiert habe und der ich fest an einen Gott glaube, habe noch nie verstehen können, wie sich Religionen gegenseitig bekämpfen können.

Für mich ist das Wichtigste an dem Glauben an Gott nicht die Hoffnung auf das Jenseits und ein ewiges Leben. Natürlich werde ich mich freuen, wenn es so sein sollte, aber das werde ich eben erst erfahren, wenn ich die letzte Schwelle überschritten habe.

Für mich ist das Wichtigste an dem Glauben an Gott,
diese Welt menschlicher zu gestalten:


Dazu gehört für mich, in anderen Menschen Hoffnung zu wecken.
Dazu gehört für mich, anderen Menschen Liebe zu schenken.
Dazu gehört für mich, andere Menschen zu ermutigen,
nicht aufzugeben und tapfer ihren Lebensweg zu geben.
Dazu gehört für mich, anderen Menschen Zuwendung zukommen zu lassen.
Dazu gehört für mich, in dem anderen Menschen das von Gott geliebte Geschöpf
zu erkennen und zu begreifen, dass alle Menschen gleich viel wert sind
.
Dazu gehört für mich, anderen Menschen zuzurufen:
Du bist etwas Besonderes, Du hast großartige Anlagen und Talente,
Du bist im wahrsten Sinne des Wortes  einzigartig
.“

Dazu gehört für mich, in anderen Menschen die Zuversicht zu wecken,
dass sie sich etwas zutrauen und sich nicht entmutigen lassen.
Dazu gehört für mich, das Leben anderer Menschen hell zu machen,
indem ich Licht in ihr Leben hineintrage und mit einem strahlenden Lächeln ihren Alltag erhelle.

Dazu gehört für mich, anderen Menschen eine Freude zu bereiten.
Dazu gehört für mich, anderen Menschen Zeit zu schenken.
Dazu gehört für mich, anderen Menschen einfach einmal zuzuhören,
damit sie ihr Herz ausschütten können.


Ihr Lieben,

Heute hat bei uns in Bremen der Freimarkt begonnen, ein Volksfest, das 977 Jahre alt ist und schon seit dem Jahr 1035 gefeiert wird. Natürlich kann das kleine Bremen nicht mit dem großen München konkurrieren. Aber einmal im Jahr lächeln wir über die Münchner. Und zwar immer dann, wenn die Münchner ihr „Oktoberfest“ feiern. Denn das Oktoberfest findet in Wirklichkeit im September statt.
www.bremen.de
Das einzig echte Oktoberfest findet also in Bremen statt und nennt sich Freimarkt und darauf sind wir in Bremen sehr stolz.
www.busreisen24.de
Ich wünsche Euch nun ein wundervolles, rundum schönes Wochenende und grüße Euch ganz herzlich aus Bremen

Euer fröhlicher Werner
Quelle: Karin Heringshausen


Mittwoch, 17. Oktober 2012

Ein Lächeln jeden Tag und die Sonne Deines Herzens leuchtet!


Quelle: Helmut Mühlbacher

Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch eine Geschichte von Raymonde Graber erzählen:

„Der Spiegel“

„Es war einmal ein Spiegel, er war wunderschön, sein breiter Rahmen war ganz mit Gold überzogen. Er hing seit Jahren in einer Halle. Viele Menschen gingen an ihm vorbei, sahen kurz hinein und gingen weiter.

Eine ältere Frau kam des Weges, sie blieb vor dem Spiegel stehen und sah, dass ihr ein Gesicht voller Falten entgegen sah. Sie trat noch näher zum Spiegel hin. Der freute sich, dass endlich mal jemand ihn bewunderte. Aber die Frau sah nicht den mit Gold verzierten Spiegel, der nun ihr Gesicht umrahmte, sondern sie schaute mit eingefallenen Augen ihr eigenes Gesicht an. Sie erinnerte sich daran dass sie einmal sehr schön gewesen war. 
Quelle: Raymonde Graber
Nun aber waren viele Jahre vergangen, erfüllt mit Trauer, Schmerz und Sorgen, die sie in ihrem Leben durchlitten hatte. Sie war verheiratet gewesen, sie hatte drei Kinder groß gezogen. Ihr Mann war früh verstorben und die Kinder waren in alle Winde zerstreut. Heute hatte die Frau Geburtstag, aber niemand hatte daran gedacht, niemand hatte ihr geschrieben.

Sie merkte, dass sie immer noch vor dem Spiegel stand. Sie dachte an früher, als die Welt noch in Ordnung war, sie hatte gedacht, dass das immer so bleiben würde. Sie musste lächeln bei dem Gedanken, als ihre Kinder etwas gebastelt oder gemalt hatten für  ihre Mama.

Ihr Gesicht im Spiegel hatte sich verändert, als sie lächelte. Sie dachte bei sich: `Ich habe ja gar nicht viell Falten, es sind ganz einfach Lachfältchen.` Sie stand nun ganz aufrecht da und sagte laut zu ihrem Spiegelbild: „Ich schaue nur so aus, das sind die Jahre, aber in meinem Herzen, da habe ich so viele schöne Erinnerungen, die kann mir niemand mehr nehmen.“
 
Dann kehrte sie dem Spiegel den Rücken zu und ging nach Hause.
Sie erschrak, denn in ihrer Wohnung brannte Licht. - `Ach, ich werde doch alt, ich habe das Licht vergessen auszuschalten!` dachte die ältere Frau. - Sie öffnete die Türe und staunte. Ihre drei erwachsenen Töchter standen da, jede mit einem Blumenstrauß in der Hand und sie sangen fröhlich... „Happy Birthday liebe Mami....“
Quelle: Raymonde Graber
Die Überraschung war ihnen gelungen. Sie hatten den Tisch gedeckt mit allerlei Köstlichkeiten. Nun wurde angestoßen und gefeiert wie früher, es war, als wenn die Zeit stehen geblieben wäre.

Die alte Frau war so glücklich wie schon lange nicht mehr. Das war das schönste Geschenk, das ihre Kinder ihr machen konnten. Sie dachte zurück an die Halle, war das etwa ein Zauberspiegel gewesen...? Sie nahm sich vor, beim nächsten Mal, wenn sie an dem Spiegel vorbeikam, ihm ein Lächeln zu schenken. :-) Es ist, wie schon Charlie Chaplin sagte: `Jeder Tag ohne Lächeln, ist ein verlorener Tag!`



Ihr Lieben,

unser heutige kleine Geschichte verdeutlicht in feiner Weise, wie wenig nötig ist, um anderen Menschen eine Freude zu bereiten.

Ich bin in meinem Alltag immer wieder tiefberührt, ja manchmal fast erschüttert, wie sehr sich Menschen über ein Lächeln oder eine sonstige Kleinigkeit im Alltag freuen.

In meiner Nachbarschaft wohnt in einem Reihenhaus eine ältere Dame, der ich in diesen Tagen einige Rosenpflanzen, die einfach nicht mehr schön waren, in ihrem Garten ausgegraben habe. Dies alte Dame sagte anschließend zu mir: „Ich bin so einsam, wie schön ist das doch, wenn jemand wie Sie einmal ein paar Worte mit mir wechselt und mir einmal hilft!


Meiner Wohnungsnachbarin, einer anderen älteren Dame habe ich heute Morgen eine kleine Tafel Schokolade überreicht. Als sie mich fragte, womit sie dieses Geschenk verdient habe, habe ich geantwortet: „Ich möchte Ihnen einfach eine Freude machen!

In den warmen Tagen des Sommers habe ich zwei Mal unserem Briefträger eine Flasche Orangensaft mitgegeben, worüber er sich ebenfalls sehr gefreut hat.

Ich habe Euch diese Beispiele nur erzählt, um Euch zu zeigen, mit welche geringen Mitteln wir anderen Menschen eine Freude bereiten können. 

Dabei geht es weniger um die Hilfe oder das Geschenk an sich, sondern darum, den anderen Menschen in seiner Person wertzuschätzen und ihm Liebe und Zuwendung zu schenken.

Eines der wertvollsten und gleichzeitig auch noch eines der preisgünstigsten Geschenke ist das Lächeln, das wir anderen Menschen schenken können.
Quelle: Helmut Mühlbacher
Das Lächeln hat einen doppelten Zauber:
Zum einen erwärmt des das Herz desjenigen Menschen, den wir anlächeln, sodass auch dieser Mensch lächeln kann. Zum anderen kann man nicht lächeln, ohne selbst innerlich fröhlich zu werden.


Ihr könnt das in einer ruhigen Minute einmal selbst ausprobieren:
„Wer bewusst lächelt, der wird nach wenigen Sekunden merken, wie das Auswirkungen auf seinen Geist hat. Die trüben Gedanken verfliegen und eine gewisse Fröhlichkeit breitet sich aus."

Ich wünsche Euch einen lächelnden fröhlichen Abend und ich grüße Euch herzlich aus Bremen

Euer heiterer lächelnder Werner
Quelle: Karin Heringshausen