3129 Geschichten


Auf dem ESELSKIND-Blog stehen inzwischen 3.179 Beiträge und mindestens zwei Mal in der Woche kommen weitere hinzu.

Ich wünsche jeder Leserin und jedem Leser recht viel Freude beim Lesen der Geschichten und ich hoffe, dass Euch die Geschichten ein wenig ermutigen und Euch veranlassen, niemals aufzugeben, denn denkt bitte immer daran:
Ihr seid etwas Besonderes, Ihr müsst nur Eurer Licht zum Leuchten bringen


Euer fröhlicher Werner aus Bremen

Samstag, 28. Februar 2026

Wichtiger Tipp: Es ist wichtig, manchmal auch NEIN zu sagen

Quelle: Werner Forneberg


Der Nein-Engel - Es ist wichtig,
manchmal auch NEIN zu sagen


Das muss ein starker Engel sein,
der uns den Mut macht für ein Nein.

Ein Kämpferengel, der gerade geht,
der sicher auf beiden Füßen steht.

Ein trotziger Engel hell wie der Tag.
Einer, der offene Worte mag.

Das muss ein starker Engel sein,
der uns den Mut macht für ein Nein.

Ein Nein, das heißt ja etwas wagen.
Das nicht zu tun, was alle sagen,
ist schwer, viel schwerer als zu nicken,
sich einzufügen und zu schicken.

Das muss ein starker Engel sein,
der uns den Mut macht für ein Nein.

Jutta Richter 

 Quelle: Karin Heringshausen 

Geschichte: Fünfzig Jahre Höflichkeit

 



Quelle: Werner Forneberg

"Ein altes Ehepaar feierte nach langen Ehejahren seine goldene Hochzeit.

Während sie am Frühstückstisch saßen, dachte die Frau: 
Schon seit 50 Jahren nehme ich immer Rücksicht auf meinen Mann und gebe ihm den knusprigsten Teil des Brötchens. Heute möchte ich endlich auch einmal diese Delikatesse genießen.“

Sie strich auf den oberen Teil des Brötchens Butter und gab die untere Hälfte ihrem Mann.

Entgegen all ihren Erwartungen war er sehr erfreut, küsste ihre Hand und sagte:
„Mein Schatz, du hast mir gerade die größte Freude dieses Tages gemacht. Schon 50 Jahre lang habe ich die untere Hälfte eines Brötchens nicht mehr gegessen, obwohl ich sie am liebsten mag. Ich dachte immer, dass du sie haben darfst, weil du sie so gerne isst.“

Unbekannter Autor 

Quelle: Karin Heringshausen

Geschichte: Der gute Rat- Eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt

Quelle: Werner Forneberg

   Der gute Rat


Zwei Freunde wanderten miteinander den gleichen Weg.
Da richtete sich plötzlich vor ihnen ein Bär auf.

Der eine von ihnen kletterte voller Angst auf einen Baum. 
Der andere aber warf sich auf die Erde nieder und stellte sich tot. 

Der Bär beschnüffelte ihn mit der Schnauze von den Ohren bis an die Fußsohlen. Aber weil der Mann sich nicht rührte und auch mit aller Kraft den Atem unterdrückte, hielt er ihn für tot und trottete davon. 

Denn der Bär, so sagt man, 
rührt einen Toten nicht an. 
Als der Bär längst außer Sicht war, kletterte der andere von seinem Baum herunter und wollte wissen, was ihm das Tier denn ins Ohr geflüstert habe.

"Er gab mir einen guten Rat", bekam er zur Antwort;
"nie wieder sollte ich mit Freunden zusammen wandern,
die sich in der Gefahr so tapfer aus dem Staube machen."

Autor Babrios

Quelle: Karin Heringshausen

Freitag, 27. Februar 2026

Geschichte: Die verliebte Ameise

 

Liebe gibt niemals auf!


Quelle: Werner Forneberg

"Liebe ist das Wichtigste, damit Kinder zu starken Persönlichkeiten heranreifen können."
Alexander Rykow

Quelle: Karin Heringshausen 


Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch die Geschichte eines unbekannten Autors erzählen:

"Die verliebte Ameise"

"Der König Salomo ging eines Tages an einem Ameisenhaufen entlang und beobachtete die Ameisen, wie sie hin und her liefen. Als die Ameisen ihn sahen, kamen sie zu ihm gelaufen und verbeugten sich.

Eine aber kam nicht zu ihm, denn sie war damit beschäftigt, einen großen Sandberg abzutragen.
Der König ließ sie zu sich rufen.
"Was machst du da?", wollte er wissen. "Du wirst es doch nie schaffen, diesen Sandberg abzutragen."

"Aber König, was zählt, ist nicht, was ich schaffe, sondern was ich mir vorgenommen habe. Denkt euch, edler König, ich habe mich in eine andere Ameise verliebt. 

Sie sagte mir, ich solle diesen Sandhaufen abtragen, weil er uns trennt.
So mache ich mich Tag und Nacht an die Arbeit, und werde mich auch in meinem letzten Atemzug noch dieser Aufgabe widmen."

"Aber das ist ja Unsinn!", rief der König.
Die Ameise schüttelte den Kopf.
"Das ist die Kraft der Liebe", sagte sie. "Selbst wenn ich sterben muss, bleibt die Hoffnung, diese Ameise wiederzusehen."


Quelle: Karin Heringshausen 
Ihr Lieben,

mich berührt diese Geschichte sehr tief.
Ich finde mich in dieser Ameise wieder.

Oft belächeln mich Verwandte und Bekannte, aber auch Menschen, die ich auf Facebook kennengelernt habe und schreiben mir:
"Werner, Du glaubst doch nicht wirklich, dass Du etwas ausrichten kannst, dass Du diese Welt verändern kannst!"

Ich muss zugeben, diese Menschen haben alle Recht.
Ich kann die Welt nicht verändern, ich kann ja nicht einmal Deutschland oder Bremen, ja nicht einmal die Straße, in der ich wohne, verändern, aber mir geht es wie der Ameise.

Ich spüre so viel Liebe zu den Menschen in mir, dass ich gar nicht anders kann. Ich habe das Entscheidende für mein Leben gelernt: 

Die Finsternis der gesamten Welt kann mein kleines Licht der Liebe nicht auslöschen.

Und so trage ich jeden Tag tapfer mein Licht der Liebe weiter in die Finsternis dieser Welt.

Und so arbeite ich wie die Ameise jeden Tag weiter dafür, dass diese Welt ein klein wenig heller, wärmer und menschlicher wird.
 
Ich möchte keine Menschen verändern, ich möchte nur Anstöße geben und meine stille Hoffnung ist, dass sich immer mehr Menschen finden, die an ihrem Ort, dort, wo sie wohnen und arbeiten, das Gleiche tun, sodass wir immer mehr werden, die sich für eine menschlichere Welt einsetzen.
Quelle: Karin Heringshausen 

Ihr Lieben,

ich wünsche jedem von Euch die Liebe der Ameise und ganz viel Freude in Euer Herz.

Ganz liebe Grüße aus Bremen

Euer Werner

Quelle: Karin Heringshausen 


 


Donnerstag, 26. Februar 2026

Eine tiefe Wahrheit: In Jedem von Euch steckt etwas ganz Besonderes!

 


Quelle: Werner Forneberg

"Mit all der Mühe, mit der wir manche unserer Fehler verbergen, könnten wir sie uns leicht abgewöhnen."
Michelangelo


 
Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch die Geschichte eines unbekannten Autors erzählen:

"Die Statue des Michelangelo"

"Eines Tages erhielt Michelangelo von einer reichen Familie den Auftrag, eine Statue von außergewöhnlicher Schönheit zu erstellen.

Daraufhin suchte er lange nach einem geeigneten Marmorblock, bis er schließlich in einer Seitenstraße einen fast vollkommen von Unkraut überwucherten Block fand, der dort vergessen worden war.

Diesen Marmorblock ließ Michelangelo von seinen Arbeitern in sein Atelier bringen.
Dann begann er damit, die Statue des David aus dem Stein zu hauen.
Dafür brauchte er zwei ganze Jahre. Und zwei weitere Jahre dauerte es, bis die Statue durch Schleifen und Polieren fertig war.

Als die Statue feierlich enthüllt wurde, waren viele Menschen gekommen, um die unvergleichliche Schönheit des David zu bewundern. Man fragte Michelangelo, wie es ihm denn möglich gewesen war, eine so wunderschöne Statue zu erschaffen.

Lächelnd antwortete der Bildhauer: 
"Der David ist schon immer da gewesen. Ich musste lediglich den überflüssigen Marmor um ihn herum entfernen."



Ihr Lieben,

ich finde die demütige Haltung des weltberühmten Bildhauers Michelangelo sehr bewundernswert.

Ein Bild zu malen von einem Menschen, das ist schon sehr schwer.
Ich muss zugeben, ich hatte dafür nie ein Talent. Wenn wir in der Schule im Kunstunterricht ein Pferd malen sollten, habe ich mir größte Mühe gegeben, aber das höchste Lob, das ich dafür bekam, lautete:
"Was Du da gemalt ist, ähnelt eher einem mickrigen kleinen Hund!"

Um wie viel schwerer ist es, aus einem Marmorblock eine ganze Statue herauszumeißeln!

Eine bewunderswerte Leistung!

Aus dieser Geschichte können wir zwei ganz wichtige Dinge lernen, wenn wir wollen, dass sich unsere Kinder und Enkelkinder zu starken Persönlichkeiten entwickeln, oder wenn wir in der Versuchung stehen, andere Menschen ändern zu wollen:

Wir können in einem Menschen immer nur das fördern, was bereits in ihm angelegt ist.

Unsere Aufgabe bei unseren Kindern und Enkelkindern kann nicht darin bestehen, sie zu verändern, sondern nur darin, das Gute, das Wertvolle, die Talente in ihnen zu fördern und zum Wachsen und Blühen zu bringen, und andererseits die negativen Tendenzen, das nicht so Positive in ihnen zu dämpfen und am Wachstum zu hindern, indem wir ihnen helfen, das Negative in Positives zu verwandeln.
Wenn ein Kind z.B. agressive Tendenzen zeigt, bringt es wenig, ihm nur mitzuteilen: "Das darfst Du nicht!"

Es ist besser, dafür zu sorgen, dass das Kind z.B. durch Sport die Möglichkeit bekommt, seine Agressionen in positive Energien zu verwandeln.
Das Zweite, das wir aus dieser Geschichte lernen sollten, ist Geduld! 

Michelangelo hat für seine Meisterwerke viele Jahre benötigt.
Oft erlebe ich Eltern, die Veränderungen bei ihren Kindern innerhalb weniger Tage erreichen wollen. Das aber wird nicht funktionieren.

Wenn wir wirklich wollen, dass sich das Gute, das Positive und die Talente in unseren Kindern und Enkelkindern nachhaltig entwickeln, müssen wir bereit sein, Geduld mit unseren Kindern und Enkelkindern zu haben.
Wichtig ist es, ihnen den Rücken zu stärken, Vertrauen zu ihnen zu haben, jederzeit zu Gesprächen mit ihnen bereit zu sein.

Auch jeder von uns ähnelt einem unbehauenen Marmorblock, auch in jedem von uns steckt eine wundervolle Statue, in jedem von uns steckt etwas ganz Besonderes und ich möchte mit meinen Geschichten dazu beitragen, einen kleinen Anstoß dazu geben, dass jeder von Euch sich auf den Weg macht, dieses Besondere in sich selbst zu entdecken.


Quelle: Karin Heringshausen

Ihr Lieben,

ich wünsche Euch morgen einen kraftvollen Tag, an dem Ihr Vertrauen zu Euch selbst habt und an dem Ihr mutig Euren Weg geht.
Ganz liebe Grüße aus Bremen vom Weserstrand

Euer fröhlicher Werner

Quelle: Karin Heringshausen

Ein Lied für alle meine Freunde und Freundinnen hier auf dem Blob

 

Eine Lied für alle meine Freundinnen und Freunde hier auf dem Blog

Mittwoch, 25. Februar 2026

Geschichte : Die Blume und der weise König Salomon

 



Quelle: Werner Forneberg

 

DIE ECHTE BLUME


Diese arabische Erzählung will uns zu erkennen geben, dass man die Wahrheit auch noch finden kann in einer Welt, die von Künstlichem und Erdachten überlagert ist.

Als die Königin von Scheba Besuch empfing von König Salomon, den sie so gerne an Weisheit übertreffen wollte, stellte sie ihm vor ein Rätsel.

Sie führte ihm in einem grossen Saal ihres Palastes, in dem hervorragende Künstler eine Weide voller Kunstblumen angelegt hatten.

Ein See farbiger Blumen wogte sanft in einer künstlichen Brise. Farben, Gerüche und Wind waren von ihren natürlichen Artgenossen nicht zu unterscheiden.

Die Königin sprach: „Einer dieser Blumen ist echt, König Salomon, kannst du sie mir zeigen?“
Salomon betrachtete aufmerksam seine künstliche Umgebung. Aber trotz aller Anstrengung konnte er die echte Blume nicht erkennen.


Da er seine Sinnesorgane in höchste Konzentration versetzte, kam er ins Schwitzen und sagte zur Königin: „Es ist hier sehr warm, vielleicht könntest Du einem Deiner Diener den Auftrag erteilen, ein Fenster zu öffnen?“

Also befahl die Königin, ein Fenster zu öffnen. Kurz darauf streckte Salomon seinen Arm und zeigte auf eine Blume.

„Das ist die echte Blume,“ sagte er. Ein Irrtum war ausgeschlossen. Durch das offene Fenster war nämlich eine Biene geflogen und  hatte sich auf der einzigen echten Blume niedergelassen.

Obwohl es schwierig ist, ein wahrer Salomon zu sein, so lautet der Nachsatz zu dieser Geschichte, ist es noch schwieriger, eine echte Biene zu sein. Am schwierigsten jedoch ist es, eine echte Blume zu sein.
Erich Kaniok

Quelle: Karin Heringshausen

Dienstag, 24. Februar 2026

Man muss sich nur zu helfen wissen - Humor, von dem man etwas lernen kann

 



Quelle: Wikipedia

Der  Bogenschütze

"Es war einmal ein König, der durch eine kleine Stadt zog und überall Anzeichen sah, die darauf deuteten, dass jemand in der Stadt ein Meister in der Kunst des Bogenschießens war.

An Bäumen, Hecken, Zäunen und Mauern waren konzentrische Kreise aufgemalt und genau in der Mitte all dieser Kreise war das Loch eines Pfeiles zu erkennen. Der König fragte, wer denn der meisterliche Bogenschütze sei.

Man zeigte ihm einen  zehnjährigen Jungen.

"Das ist wirklich unglaublich", sagte der König. "Wie ist es denn möglich, dass Du solch ein fantastischer Bogenschütze bist"?
"Das ist ganz einfach", lautete die Antwort des Jungen.  

"Zuerst schieße ich und dann male ich die Kreise.
"

Unbekannter Autor

Quelle: Karin Heringshausen

Montag, 23. Februar 2026

Geschichte: „Der Beutel voller Goldstücke“

 

Besitz ist nicht Verwerfliches - es kommt nur darauf an, wofür Du ihn verwendest

Quelle: Werner Forneberg

"Das Geheimnis des Glücks liegt nicht im Besitz, sondern im Geben. Wer andere glücklich macht, wird selbst glücklich."
André Gide
Quelle: Karin Heringshausen

Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch eine Geschichte von Jean de LaFontaine erzählen:

„Der Beutel voller Goldstücke“

„Es war einmal ein armer Schuster, der war den ganzen Tag guter Laune. Er war so glücklich, dass er von morgens bis abends vor Freude sang. Immer standen viele Kinder vor seinem Fenster und hörten ihm zu.

Gleich neben dem Schuster lebte ein sehr reicher Mann. Dieser blieb die ganze Nacht auf und zählte seine Goldstücke. Am Morgen ging er dann zu Bett. Er konnte aber nicht schlafen, weil er den Schuster singen hörte.


Eines Tages hatte er eine Idee, wie er den Schuster am Singen hindern konnte. Er lud ihn zu sich ein, und der Schuster kam sogleich. Zu seiner großen Überraschung schenkte ihm der reiche Mann einen Beutel voller Goldstücke.


Als der Schuster wieder zu Hause war, öffnete er den Beutel. Nie in seinem Leben hatte er so viel Geld gesehen. Sorgfältig begann er zu zählen, und die Kinder schauten zu. Es war so viel, dass der Schuster Angst hatte, es auch nur schnell aus den Augen zu lassen.


So nahm er es nachts mit ins Bett. Aber auch dort musste er immer an das viele Geld denken, und er konnte nicht einschlafen. Dann trug er den Beutel auf den Dachboden, aber er war gar nicht sicher, ob das nun ein gutes Versteck sei.


Früh am Morgen stand er auf und holte den Beutel wieder herunter. Er hatte beschlossen, ihn im Kamin zu verstecken.


"Ich bringe das Geld ins Hühnerhaus", dachte er etwas später. "Da sucht es bestimmt niemand."

Aber er war noch immer nicht zufrieden, und nach einer Weile grub er ein tiefes Loch im Garten und legte den Beutel hinein.

Zum Arbeiten aber kam er gar nicht mehr. Und singen konnte er auch nicht mehr. Er war zu bedrückt, um auch nur einen Ton hervorzubringen. Und, was am schlimmsten war, auch die Kinder kamen ihn nicht mehr besuchen.


Zuletzt war der Schuster so unglücklich, dass er den Beutel wieder hervorholte und damit zu seinem Nachbarn lief.


"Bitte, nimm dein Geld zurück", sagte er. "Die Sorge darum macht mich ganz krank, und auch meine Freunde wollen nichts mehr von mir wissen. Ich möchte lieber wieder ein armer Schuster sein, wie ich es vorher war."


Und so wurde der Schuster bald wieder genauso vergnügt wie zuvor und sang und arbeitete den ganzen Tag.“

Quelle: Karin Heringshausen


Ihr Lieben,

Märchen haben den Vorteil, dass sie in ihnen verborgene Wahrheit durch die völlige Überzeichnung zeigen können.


Wenn man dies Märchen liest, könnte man meinen:
Glücklich ist nur derjenige, der arm ist, und unglücklich ist, wer reich ist.


Aber die Wirklichkeit in dieser Welt zeigt uns ganz deutlich, dass das nicht gemeint sein kann, denn es gibt durchaus viele glückliche reiche Menschen und unendlich viele unglückliche arme Menschen.

In diesem Märchen geht es um etwas ganz anderes.
Es geht darum, was der Mittelpunkt unseres Lebens ist.
Wenn der Reichtum, das Streben nach mehr Geld, nach mehr Wohlstand allein unser Denken beherrscht, dann sind wir ins Wirklichkeit arm, denn all unsere Gedanken, all unsere Sorgen kreisen dann nur um das liebe Geld und den Wohlstand und unsere geistige Entwicklung verkümmert.

Wichtig ist, zu entdecken, wodurch wir wirklich reich und glücklich werden:

Wir werden nicht glücklich, indem wir Geld anhäufen, um es eines fernen Tages zu genießen, sondern wir werden nur dann glücklich, wenn wir unser Geld nutzen, um jeden Tag zu genießen, um jeden Tag offen zu sein für die Schönheiten und kleinen Wunder des Alltags.

In meiner Göttinger Zeit als Dozent lebte dort ein Mann, der ganz fleißig als Fensterputzer arbeitete. Neben seinem Job in seiner Firma arbeitete er auch noch für etliche Kunden nebenbei und putzte auch deren Fenster.

Er war fleißig von morgens bis abends, er wohnte mit Anfang 40 noch bei seinen Eltern in seinem alten Kinderzimmer und sein Traum war, eines Tages große Weltreisen zu machen, eines Tages all sein Geld zu genießen.

Nur leider starb er mit 43 an einem Herzinfarkt… Es wurde erzählt, dass er Sparbücher mit rund 300.000 DM 
hinterließ . Was hat er nun davon gehabt???

Quelle: Karin Heringshausen


Ihr Lieben,

ich wünsche Euch morgen einen glücklichen Tag, einen Tag, an dem Ihr Gelegenheit habt, Euren Tag auch zu genießen und ich grüße Euch ganz herzlich aus dem 
Bremen

Euer fröhlicher und glücklicher Werner

Quelle: Karin Heringshausen 

Samstag, 21. Februar 2026

Geschichte: Verschenke Deine Angst - Gib sie einfach weg!

Quelle: Werner Forneberg


Eine Amsel, die unruhig hin- und herflog, fragte jeden ihrer Artgenossen, dem sie begegnete, ob sie wohl ihre Angst, die sie so schwer bedrückte beim Fliegen, an ihn abgeben könne.

Doch alle wiesen sie zurück: "Ängste haben wir selbst genug. Mehr können wir nicht gebrauchen."

Nur der alte Kastanienbaum sagte: "Unter meiner Krone ist genügend Platz. Du kannst jederzeit zu mir hereinkommen, dich auf meinen Ästen ausruhen, in meinen Zweigen dein Lied singen und mitten in meinem grünen Laub dein Nest bauen. So gib mir nur deine Angst, kleiner Vogel!"



Da bedankte sich die Amsel von ganzem Herzen bei dem großen starken Baum und sagte: "Meine Angst kann ich dir nicht mehr geben, denn plötzlich ist sie nicht mehr da."
Elli Michler
Quelle: Karin Heringshausen




Eine Geschichte ohne Kommentar: Die Blume Himmelsschlüssel


Quelle: Werner Forneberg
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      "Es lebte einmal ein großer, reicher König zu einer Zeit, in der noch alle Menschen den hohen Berg kannten, auf dessen Gipfel die Tore des Himmels gebaut sind.

Bei all seinem Reichtum sehnte sich der König danach, auch die Schlüssel zu den Toren des Himmels zu besitzen; aber keiner konnte sie ihm bringen.

Eines Tages sagte ihm ein weiser Mann: "Alle Schätze der Erde kann man geschenkt bekommen, aber die Schlüssel zum Himmel muss jeder selbst suchen."

Da stieg der König selbst auf den steilen Berg bis vor die Tore des Himmels und sagte dem Engel, dem Hüter vor Gottes ewigem Garten:
"Ich finde keine Ruhe, bis ich nicht die Schlüssel zum Himmel besitze."


Der Engel lächelte und antwortete: "Auf der Erde blühen viele Tausend Himmelsschlüssel, die von Menschen zertreten werden. Wenn du die richtigen drei findest, die nur zu deinen Füßen und für dich aufblühen, kannst du die Tore des Himmels aufschließen."

Viele Jahre suchte der König und zertrat keinen Himmelsschlüssel, doch nie blühte eine dieser Blumen vor seinen Füßen auf. Eines Tages bettelte ihn ein schmutziges Mädchen an, das weder Vater noch Mutter hatte. Das Hofgesinde wollte das verwahrloste Kind zur Seite drängen, aber der König setzte es zu sich aufs Pferd.
In seinem Schloss ließ er es speisen und kleiden und pflegen.


Da blühte zu seinen Füßen ein kleiner, goldener Himmelsschlüssel auf.

Und der König ließ die Armen und Kinder in seinem Reich zu seinen Brüdern und Schwestern erklären. Wieder vergingen Jahre. Da erblickte der König auf einem Ritt durch den Wald einen sehr kranken Wolf. Die Höflinge wollten ihn verenden lassen, er aber trug ihn in seinen Palast und pflegte ihn selbst gesund. Und der Wolf wich nie mehr von seiner Seite.

Da blühte ein zweiter goldener Himmelsschlüssel zu seinen Füßen auf.

Der König aber ließ von nun alle Tiere in seinem Reich zu Brüdern und Schwestern erklären. Wieder vergingen einige Jahre. Da spazierte der König in seinem herrlichen Garten mit den seltensten Blumen. Und er erblickte am Wegrand eine kleine, unscheinbare Pflanze, die nahe daran war, zu verdursten. "Ich will ihr Wasser bringen", sagte der König. Doch der Gärtner wollte ihn hindern: "Es ist Unkraut; ich will es ausreißen und verbrennen; es passt nicht in diesen königlichen Garten!" -

Der König aber holte Wasser, und die Pflanze begann wieder zu atmen und zu leben. Nun blühte der dritte Himmelsschlüssel zu des Königs Füßen auf, und das Bettelmädchen und der Wolf standen dabei. Der König aber sah auf dem steilen Berge die Tore des Himmels weit, weit geöffnet.

Auch heute blühen diese drei Himmelsschlüssel noch und sie leuchten heller und schöner als alle Edelsteine und Blumen der Welt.


Der Autor des hier auf das Wesentliche gekürzten Märchens ist Manfred Kyber (1880-1933); es erschien 1921 in seiner Sammlung "Märchen", siehe http://gutenberg.spiegel.de/buch/-5502/2.


Quelle: Karin Heringshausen