3326 Geschichten


Auf dem ESELSKIND-Blog stehen inzwischen 3.326 Beiträge und mindestens zwei Mal in der Woche kommen weitere hinzu.

Ich wünsche jeder Leserin und jedem Leser recht viel Freude beim Lesen der Geschichten und ich hoffe, dass Euch die Geschichten ein wenig ermutigen und Euch veranlassen, niemals aufzugeben, denn denkt bitte immer daran:
Ihr seid etwas Besonderes, Ihr müsst nur Eurer Licht zum Leuchten bringen


Euer fröhlicher Werner aus Bremen

Dienstag, 9. September 2014

Deine Träume und Ziele müssen zu Deinen Talenten und Fähigkeiten passen

Quelle: Karin Heringshausen

Ihr Lieben,

heute Abend möchte ich Euch eine Fabel des griechischen Dichters Äsop erzählen, die eine tiefe Wahrheit enthält und über die wir schmunzeln und lachen können:

"Die Flussüberquerung"

"Ein kleines Ferkel sah auf der anderen Seite eines Flüsschens einen schönen Abfallhaufen mit vielen schmackhaften leckeren Essensresten. Es überlegte, ob das Wasser wohl flach genug sei, um das Flüsschen zu überqueren. 

Da es die Wassertiefe aber nicht recht abschätzen konnte, fragte es einen Hasen, der in der Nähe herumhoppelte. Der Hase antwortete, dass es ihm schon gelingen würde, das Flüsschen zu überqueren, denn sein Wasser sei überall flach und von geringer Tiefe. 
Das kleine Ferkel sprang daraufhin frohen Mutes in den Fluss und versank sofort in den Fluten. Mit großer Mühe und letzter Kraft rettete es sich wieder ans Ufer.

„Komisch", sprach der Hase, "das verstehe ich nicht,
den Enten geht das Wasser nur bis zum Bauch!" 
Ihr Lieben, 

oft schreiben mir Menschen: "Werner, Du machst mir so viel Mut, an mich selbst zu glauben, aber es gelingt mir nicht, meinen Traum zu verwirklichen, mein Ziel zu erreichen."

Deshalb möchte ich heute einmal näher darauf eingehen,
wo einer der möglichen Gründe liegt:


Einer der Gründe, dass wir manchmal unseren Traum nicht verwirklichen, unser Ziel nicht erreichen können, liegt darin begründet, dass unsere Traum und unser Ziel mit unseren Talenten und Fähigkeiten übereinstimmen müssen.

Wenn ich mich z.B. heute entschließen würde, ein berühmter Opernsänger zu werden wie z.B. Paul Potts, hätte ich da wohl kaum Chancen, denn schon in der Schule sagte ein Lehrer, der mir wohlgesonnen war, zu mir : "Werner, Du singst wie eine verrostete Gießkanne!"


Aber schon als Kind und Jugendlicher habe ich gerne gelesen und alle Bücher verschlungen, deren ich habhaft werden konnte, besonders nachdem ich durch meinen Jugendfreund Hans-Christoph erfahren hatte, was für wundervolle Bücher es gibt, und so wurde es später mein Traum, einen Beruf zu ergreifen, in dem ich viel mit Büchern zu tun habe.

Und so darf ich heute den ganzen Tag lesen, korrigiere die gelesenen Texte und werde dafür von meinen Studenten und Professoren auch noch bezahlt. Mein Traum ist also in Erfüllung gegangen.

Quelle: Helmut Mühlbacher
Dem armen kleinen Ferkel hat es wenig genutzt, dass die Enten sehr gute Schwimmer sind, es hat sich selbst in große Gefahr gebracht.

Um also den eigenen Traum zu verwirklichen, das eigene Ziel zu erreichen, müssen wir zunächst überlegen, ob der Traum und das Ziel unseren Fähigkeiten und Talenten entsprechen. 

Und wenn wir dazu aus vollem Herzen JA sagen können, dann sollten wir uns von nichts und niemandem aufhalten oder entmutigen lassen bei dem Versuch, unseren Traum und unser Ziel Wirklichkeit werden zu lassen.
Quelle: Jens Rusch
Ihr Lieben, 
ich wünsche Euch ganz viel Mut und Zuversicht beim Entdecken Eurer Fähigkeiten und Talente und dann bei der Verwirklichung Eurer Ziele und Träume. 
Ich wünsche Euch heute einen fröhlichen zuversichtlichen Abend und grüße Euch mit einem Boot voll Freude aus Bremen 
Euer fröhlicher Werner

                                                                   

Montag, 8. September 2014

Die ganze Wahrheit und nichts als die Wahrheit!

"Die Wahrheit ist eine unzerstörbare Pflanze. Man kann sie ruhig unter einen Felsen vergraben, sie stößt trotzdem durch, wenn es an der Zeit ist."Frank Thiess 

Ihr Lieben,

heute Abend möchte ich Euch eine Geschichte von Aljoscha Gottheis erzählen:

"Die "ganze" Wahrheit"

"Die Ältesten des Dorfes konnten sich bei einer Entscheidung nicht einigen. 
Jeder beharrte auf seinen Standpunkt und sie waren stark zerstritten. 

Da traf es sich sehr gut, dass ein reisender Mönch in das Dorf kam - ein weiser und alter Mann. Als die Dorfbewohner ihm vom Streit der Ältesten und von ihrem Problem erzählte, versprach er Ihnen zu helfen. Am Abend sollten alle zum Dorfplatz kommen.
Als am Abend Alle, auch die Ältesten zum Dorfplatz kamen, stand dort ein Zelt.

Den vier Ältesten wurden die Augen verbunden und sie wurden von vier Männern in das Zelt geführt. In dem Zelt war ein Tier festgebunden. Nach einiger Zeit kamen die Ältesten wieder heraus und sollten das Tier im Zelt beschreiben. 

Der Erste beschrieb das Tier wie einen Baumstamm,
stark und fest und rund. 

Der Zweite beschrieb das Tier wie einen großen Fächer,
groß und faltig und aus dünner Haut. 


Der Dritte beschrieb das Tier wie ein dickes Saugrohr, mindestens so stark wie zwei Arme, sehr beweglich und mit einer Öffnung vorne.
Der Vierte beschrieb das Tier wie einen langen halbrunden Speer,
sehr hart und fest und vorne spitz.

Als jeder das Tier beschrieben hatte, begann ein neuer Streit, denn die Beschreibungen des Tieres waren sehr verschieden. Und als der Streit sehr heftig geworden war, bat der Weise die Ältesten, sich nun das Tier gemeinsam anzusehen.
Dann wurde ein Elefant aus dem Zelt geführt. 
Der Erste hatte am Fuß gestanden, der Zweite hatte das Ohr zu fassen bekommen, der Dritte den Rüssel und der Vierte einen Stoßzahn des Elefanten.

Die Ältesten erkannten, dass jeder von ihnen Recht hatte und auch die Wahrheit gesagt hatte. Aber keiner von ihnen hatte die ganze Wahrheit erkannt, sondern jeder eben nur seinen Teil der Wahrheit. Die Ältesten dankten dem Weisen für diese Erfahrung, wurden alle ganz schweigsam und wollten über dieses Erlebnis nachdenken."
Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

sehr häufig führe ich Gespräche mit Menschen, die mir
"die Wahrheit" über irgendeinen anderen Menschen erzählen. 

Oft handeln diese Menschen gar nicht aus böser Absicht, aber sie verwechseln ihre eigene Meinung mit der Wahrheit, so wie wir das in der obigen Geschichte sehen. 

Oft kennen wir nur einen Teil der Wahrheit, nur einen kleinen Ausschnitt und dann glauben wir,
die "ganze" Wahrheit zu kennen. Die kleine Geschichte lehrt uns aber, dass das ein großer Fehler sein kann.

Ich erlebe allerdings sehr häufig auch Menschen, die mir irgendeine "Wahrheit" über jemand anderen erzählen, um diesen anderen Menschen in meinen Augen herab-zusetzen, ihn schlecht zu machen. 

Wenn ich das merke, wende ich immer wieder eine einfache Taktik an, die mir hilft, denjenigen, der mir die "angebliche" Wahrheit erzählt, zu entlarven.

Ich sage dann: "Herzlichen Dank, dass Du mir das über den Betreffenden erzählt hast. Damit ich mir nun ein abschließendes Urteil bilden kann, werde ich den Betreffenden ansprechen, ihm erzählen, was Du mir erzählt hast und woher ich meine Informationen habe, und ihn dann um seine Version der Wahrheit bitten.

Wenn ich diese Taktik anwende, erlebe ich bemerkenswerterweise sehr häufig, dass dann die Menschen, die mir über einen anderen Menschen etwas Schlechtes (aber angeblich die Wahrheit) erzählt haben, plötzlich ganz kräftig "zurückrudern" und darauf hinweisen, dass ja auch sie es wiederum nur von einem Dritten gehört hätten.
Wir sollten im Alltag mehr auf die ganze Wahrheit achten, wir sollten immer darauf achten, allen Seiten die Möglichkeit zu geben, zu einer Angelegenheit Stellung zu nehmen. 

Die gilt in ganz besonderem Maße dann, wenn von anderer Seite Vorwürfe gegen unsere Kinder und Enkelkinder geäußert werden. Wir sollten dann immer unseren Kindern und Enkelkindern die Möglichkeit geben, dazu Stellung zu nehmen.

Quelle: Raymonde Graber


Ihr Lieben,
Ich wünsche Euch einen fröhlichen und unbeschwerten Abend und morgen einen besonnenen Umgang mit der Wahrheit
Euer fröhlicher Werner
Quelle: Karin Heringshausen

Sonntag, 7. September 2014

Die Welt retten?! Ich werbe für die Aktion „O“

Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

heute Abend möchte ich Euch am Vorabend der neuen Woche eine kleine Geschichte von Antoine de Saint-Exupéry erzählen:

„Das kleine Mädchen als Sinnbild der Welt“

„Als ich heute Abend in der Einöde meiner Liebe einherging, da begegnete ich einem kleinen Mädchen in Tränen. Ich bog meinen Kopf zurück, um in seinen Augen zu lesen. Und sein Kummer hat mich geblendet.
Wenn ich es ablehne, Herr, das Mädchen kennenzulernen, dann lehne ich einen Teil der Welt ab und habe meine Aufgaben nicht erledigt. Es geht nicht darum, dass ich mich von meinen großen Zielen abwende, aber es gilt, dieses kleine Mädchen zu trösten!

Denn nur darum geht es in der Welt und nur dann geht es gut in der Welt.
Auch das kleine Mädchen ist ein Sinnbild dieser Welt.“
Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

in den letzten Wochen und Monaten wird häufig der Hit von Tim Bendzko „Ich muss nur noch die Welt retten“ häufig im Radio gespielt. In diesem Lied, das ich weiter unten als Youtube-Video eingefügt habe, geht es darum, dass eine junge Frau seine Gegenwart braucht, ihn nicht entbehren kann, aber er hat keine Zeit für sie, er muss zuvor nur noch die Welt retten.

Ich glaube, in dieser kleinen Geschichte und in den Anfangszeilen des Liedes ist eine ganz tiefe Wahrheit verborgen. 

Ich habe mich oft gefragt, warum es eigentlich in unserer Welt nicht besser aussieht, obwohl es doch so viele Hilfsorganisationen gibt.

Der Grund liegt darin, dass die Rettung der Welt mit der Zuwendung zu meinem Nächsten beginnt, mit der Zuwendung zu dem Menschen neben mir, der traurig oder einsam ist, der meine Liebe braucht.
Wenn ich auf meinen Radtouren unterwegs bin oder durch Bremen radele, 
sehe ich manchmal ein Kind, einen Jugendlichen oder einen Erwachsene, 
also einen Menschen, der traurig auf einer Bank sitzt und still in einer Ecke steht. 

Häufig erkenne ich, dass solch ein Mensch dann auch noch weint.
Anfangs hatte ich ganz große Probleme damit, solche Menschen anzusprechen.
Ich fragte mich, ob es diesen Menschen wohl recht sein würde, wenn ich sie ansprechen würde. Ich gebe zu, es fehlte mir auch oft der Mut dazu, einen solchen Menschen anzusprechen.

Heute habe ich diese Furcht überwunden. Heute setze oder stelle ich mich neben einen solchen traurigen oder weinenden Menschen und frage, ob ich ihm in irgendeiner Weise helfen kann oder ihn in irgendeiner Weise trösten kann.
Heute weiß ich, dass meine Angst ganz unbegründet war. 
Als ich mir noch nicht sicher war, ob ich auf solch einen traurigen oder einsamen Menschen einfach zugehen kann, fragte ich kluge alte Frau um Rat und sie sagte zu mir:

„Wenn ein Mensch schwer verletzt auf der Straße liegt, weil er gerade mit seinem Fahrrad gestürzt ist, dann fragst Du ihn doch auch nicht, ob Du ihm helfen darfst, dann hilfst Du doch! Also mach das immer so, wenn ein Mensch in Not ist!“

Ich wünsche mit mehr Menschen, die anfangen, die Welt zu retten, 
indem sie anfangen, sich um die Menschen in ihrer Umgebung zu kümmern.

Ich wünsche mir mehr Menschen, die die Aktion „O“ praktizieren.

Aktion „O“ bedeutet:
Offene Augen - Offene Ohren - Offene Hände - Offene Herzen

Um damit anzufangen, die Welt zu retten, brauchen wir kein Geld.
Es genügen offene Augen, offene Ohren, ein offenes Herz, offene Hände.

Seit ich diese Aktion „O“ in meinem Alltag praktiziere, sind mir schon zahlreiche traurige, weinende und einsame Kinder, Jugendliche und Erwachsene begegnet.

Das Beglückende war, dass ich einigen (leider nicht allen!) helfen konnte und durfte und aus einigen Begegnungen haben sich tiefe Freundschaften entwickelt.

Denn die „Welt retten“ ist nicht nur ein Geben, es ist auch ein Empfangen, denn wenn man sein eigenes Glück mit anderen teilt – das ist immer wieder faszinierend für mich – wird das eigene Glück nicht geringer, sondern es vermehrt sich sogar noch.
Quelle: Karin Heringshausen
Ihr Lieben,
für die neue Woche wünsche ich Euch, dass Ihr mithelft, diese Welt zu retten, und zwar durch offene Ohren, offene Herzen, offene Augen, offene Hände.
Seid herzlich aus Bremen gegrüßt
Euer fröhlicher Werner
                         

Freitag, 5. September 2014

Was unser Leben mit einem Luftballon zu tun hat

Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

heute Abend möchte ich Euch eine Geschichte von Christa Spilling-Nöker erzählen:

„Hundert bunte Luftballons“

„Sieh nur, Mama, mein Luftballon schwebt schon da oben über den Bäumen,
der blaue, siehst Du ihn? Ob ihn wohl jemand findet und mir einen Brief schreibt?“
Der Kindergarten hatte zum Abschluss des diesjährigen Sommerfestes allen Kindern einen Luftballon geschenkt. An jedem Luftballon waren der Name und die Adresse des jeweiligen Kindes angebunden.

Alle Kinder hofften natürlich darauf, dass ihr Ballon irgendwo von Menschen in der Ferne gefunden würde und sie eine bunte Ansichtskarte aus entlegenen Landstrichen, ab liebsten gar aus fremden Ländern  zugeschickt bekommen würden.

Die Mutter sah den Hundert bunten Luftballons hinterher.
Wie Träume, dachte sie, die zum Himmel aufsteigen.
Einige bleiben irgendwo hängen und zerplatzen sehr schnell,
andere steigen weit auf und tragen Hoffnungen und Sehnsüchte
hoch hinauf in die Wolken.


Mancher wird ein Echo finden und seinen Absender fröhlich stimmen.
Die Mutter band in ihren Gedanken ihre tiefsten Wünsche und Lebensträume an die bunten Luftballons und sah ihnen zusammen mit ihrer kleinen Tochter nach, dis auch der letzte Ballon verschwunden war.

„Wir werden ganz bestimmt eine Antwort bekommen“, 
sagte sie mit fester Stimme zu ihrer Tochter, „ganz bestimmt.“
Ihr Lieben,

als Kind habe ich mich häufig heimlich im Oktober auf das große Bremer Volksfest „Der Freimarkt“ geschlichen und habe mir von meinen ersparten Pfennigen und Groschen beim damals so genannten Ballonmann manch bunten Luftballon gekauft,

habe an die daran befestigte Schnur einen Zettel mit einigen Zeilen, die ich in ungelenker Schrift verfasst hatte, befestigt und habe den Luftballon fliegen lassen und habe Jahr für Jahr vergeblich auf eine Antwort gehofft.

Was fasziniert uns eigentlich so an Luftballons?

Ich glaube, die Luftballons erinnern uns an unsere Lebensträume und Lebenswünsche, die wir so gerne verwirklichen würden, an unsere Ziele, 
die wir so gerne erreichen möchten. 

Und deshalb lassen wir gerne Luftballons steigen, weil wir hoffen, dass wenigstens diese kleine Sehnsucht von uns sich erfüllt und wir eine Antwort bekommen.
Aber ich möchte heute Eure Aufmerksamkeit auf eine besondere Eigenschaft des Luftballons richten und Euch erklären, was unser Leben mit einem Luftballons zu tun hat.

Eigentlich ist die Bezeichnung Luftballon falsch. Ein Luftballon, an den wir eine Karte anbinden und den wir fliegen lassen können und der sich dann auf den Weg zu unbekannten Gefilden macht, ist gar nicht mit Luft , sondern in der Regel mit Helium-Gas gefüllt.

Ohne das Helium-Gas kann sich der Luftballon nicht auf seine Reise begeben und wenn das Helium-Gas aus ihm entweicht, sinkt er müde und erschöpft auf den Boden nieder.

Fast schon erbarmungswürdig aber sieht der Luftballon aus, wenn er zerplatzt. Dann bleibt von ihm nicht viel mehr als ein bisschen Plastikhaut übrig und fast nichts erinnert dann mehr an die Schönheit des Luftballons und seine Möglichkeit, zu fliegen.
Es kommt beim Luftballon also auf den Inhalt an. 
Ohne Inhalt wirkt der Luftballon müde, schlapp und kraftlos.

Ebenso verhält es sich mit uns Menschen.
Nicht unsere äußere Hülle ist das, was uns ausmacht,

sondern unser Herz, unser Fühlen und Denken, unsere Werte und Vorstellungen.

Das, was bei uns Menschen dem Helium-Gas des Luftballons entspricht, ist unsere Begeisterung, unsere Sehnsucht, unser Wille, unsere Ziele zu erreichen und unsere Träume zu verwirklichen.

Wenn wir nicht begeistert sind, dann sinken wir müde zu Boden
wie ein Luftballon, aus dem das Gas einweicht.
Wenn wir nicht begeistert sind, dann zerplatzen unsere Träume
wie ein bunter Luftballon und es bleibt nur Traurigkeit zurück.

Nur wenn wir begeistert sind,
dann haben wir eine Chance, unsere Ziele zu erreichen.

Nur wenn wir begeistert sind, können wir aufsteigen zu den Bergen unserer Sehnsucht.

Nur wenn wir begeistert sind,
ist uns Leben prall und schön wie ein bunter Luftballon.


Ihr Lieben,
ich wünsche Euch von Herzen, dass Euer Herz und Euer Geist mit Begeisterung angefüllt sein möge wie ein Luftballon mit Helium-Gas, damit Eure Sehnsucht und Euer Wille Euch helfen, Eure Ziele zu erreichen  und Eure Träume zu verwirklichen. Liebe Grüße aus Bremen
Euer fröhlicher Werner
Quelle: Frank Zickerick

Donnerstag, 4. September 2014

Es ist manchmal besser umzukehren...

Einer meiner Lieblingsplätze,
an dem ich gerne sitze und ein gutes Buch lese.
"Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt.
Der andere packt sie kräftig an und handelt.“

Dante Alighieri

Ihr Lieben, 

heute Abend möchte ich Euch eine Geschichte von Franz Hohler erzählen:

"Abwarten ist nicht immer das richtige Vorgehen"

"Es lebte einmal ein Mann auf einer kleinen Insel.
Eines Tages spürte er, dass die Insel unter ihm zitterte.
"Sollte ich vielleicht etwas tun?" dachte er.
Aber als die Insel zu zittern aufhörte,
beschloss er, erst einmal abzuwarten. 

Wenig später brach ein Stück der Küste ab und fiel tosend ins Meer.
Der Mann war beunruhigt.
"Sollte ich vielleicht etwas tun?" dachte er.
Da er aber auch gut ohne das Stück leben konnte,
beschloss er, weiter abzuwarten. 

Kurz danach fiel ein zweites Stück seiner Insel ins Meer.
Der Mann erschrak nun heftiger.
"Sollte ich vielleicht etwas tun?" dachte er.
Doch als nichts weiter passierte,
beschloss er, noch immer abzuwarten. 

"Bis jetzt" sagte er sich, "ist ja alles gut gegangen."
Es dauerte nicht lange, da versank die ganze Insel im Meer
und mit ihr der Mann, der sie bewohnt hatte. 

"Vielleicht hätte ich doch etwas tun sollen",
war sein letzter Gedanke, bevor er ertrank."

Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

Wenn wir erkennen, dass der Weg, den wir eingeschlagen haben, in die Irre führt oder uns ins Unglück stürzt, dann sollten wir den Mut haben, uns einzugestehen, dass wir falsch gehandelt haben, dass wir uns auf dem falschen Weg befinden und dann umkehren.

Jeder Autofahrer, der in eine Sackgasse gefahren ist, würde umkehren, um den richtigen Weg zu seinem Ziel einzuschlagen. Aber im alltäglichen Leben handeln wir in unseren Gedanken oft wie ein Autofahrer, der in  eine Sackgasse gefahren ist und dann versucht, die am Ende der Sackgasse befindliche Mauer zu durchbrechen!
 Was meine Mutter hat mir als Kind und Jugendlicher immer wieder einhämmerte, war der Satz: "Was Du angefangen hast, musst Du auch zu Ende führen."

Dieser Satz ist aber nur dann angebracht und hilfreich, wenn es darum geht, auf einem guten Weg nicht aufzugeben und nicht vor einer Verantwortung davon zu laufen, sondern eine gute Sache zu Ende zu bringen.

Dieser Satz ist aber dann wenig hilfreich, wenn wir erkannt haben, dass wir uns auf einem falschen Weg befindet, dass der Weg, auf dem wir uns befinden, vielleicht sogar große Gefahren birgt.
Wenn wir das erkennen, ist ist manchmal besser,
den eigenen Fehler einzusehen und umzukehren.

Quelle: Karin Heringshausen
Aber auch sonst kann es von Vorteil sein, einen anderen Weg einzuschlagen.
Ich hatte Euch ja vor einiger Zeit im Rahmen einer Geschichte davon berichtet, dass ich immer den Fußballspieler Ailton bewundert habe, weil er sich durchgebissen hat, weil er niemals aufgab und so zu einem großen Fußballspieler wurde.

Deshalb werde ich auch am Samstag zum ersten Mal seit 46 Jahren (!) wieder ein Fußballstadion betreten. Zuletzt war ich 1966 in London beim Endspiel um die Fußballweltmeisterschaft England gegen Deutschland in einem Stadion.
Am kommenden Samstag bekommt Ailton sein Abschiedsspiel in Bremen.

Als Erinnerung an alte Zeiten wollte ich gerne ein Foto haben, auf dem er und ich drauf sind. Ich schrieb deshalb eine freundliche E-Mail an die Zeitung und an eine weitere E-Mail an den Sponsor von Werder Bremen. Beide antworteten mir auf meine Bitte wegen des Fotos nicht.

Aber statt sauer zu sein und auf die Zeitung und den Sponsor zu schimpfen, schlug ich einen neuen Weg ein. Ich las jeden Tag aufmerksam die Zeitung und bekam mit, wo sich Ailton heute in Bremen aufhielt.

Wie Ihr auf dem Foto sehen könnt, ist es mir gelungen, zu dem Foto zu kommen. 

Ein anderer ehemaliger Spieler von Werner Bremen, Frank Baumann, hat das Foto dankenswerter Weise gemacht.

Ihr Lieben,
ich wünsche Euch von Herzen, dass Ihr niemals aufgebt, dass Ihr aber, wenn Ihr erkennt, dass Euch der bisherige Weg nicht zum Ziel führt, klugerweise einen anderen Weg zum Ziel einschlagt. Liebe Grüße aus Bremen
Euer fröhlicher Werner


Dienstag, 2. September 2014

Ich möchte, um zu leben, von keiner Maschine abhängig sein


"Nicht derjenige ist frei, dessen Leben durch andere Menschen oder durch andere Dinge bestimmt wird, sondern derjenige, der selbst bestimmt, was er tun und was er lassen will."
Alexander Rykow
Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

ich möchte Euch heute Abend eine Geschichte von Christoph Georges erzählen:

"Ich möchte, um zu leben,
von keiner Maschine abhängig sein."

"Ein junges Ehepaar saß an einem gemütlichen Wochenende zusammen und sprachen, angeregt durch eine Fernsehsendung, über das Älterwerden und darüber, wie sie einmal sterben möchten.

Der junge Mann äußerte:
"Wenn ich eines Tages davon abhängig sein sollte, dass irgendwelche Flüssigkeiten in meinen Körper laufen und dass ich nur noch leben kann, wenn ich an eine Maschine angebunden bin, dann, Liebling, zieh bitte den Stecker. Machst Du das für mich?"

Die junge Frau lächelte verschmitzt und antwortete:
"Natürlich mein Schatz, für Dich mache ich alles, denn ich liebe Dich sehr." 
Und sie stand auf, warf seine Bierflaschen in den Abfallcontainer, zog den Stecker des PCs aus der Steckdose und warf sein iPod in den Mülleimer.

Ihr Lieben,

dieser Geschichte nimmt ein völlig unerwartetes Ende und gerade deshalb hat sie uns so viel zu sagen.

Ich kenne auch zahlreiche Menschen, die ihrem PC völlig ausgeliefert sind. 
Sie finden keine Zeit für Ihre Partner, ihre Kinder, ihre Enkelkinder und Freunde, 
weil sie, wie getrieben, ständig dabei sind, im Internet zu surfen.

Das Internet ist etwas Wunderbares. Ich habe dadurch z.B. so wunderbare Menschen wie Euch kennengelernt, von denen ich sonst nicht einmal wüsste, dass sie leben, aber das wird nie dazu führen, dass der PC über mich herrscht. 

Nicht am PC findet das Leben statt, sondern in unserem Zuhause, in der Natur, in unserer Stadt, im Urlaub, im Zusammensein mit unseren Kindern und Enkelkindern, mit unserer Partnerin oder unserem Partner, um nur einige wenige Beispiele zu nennen.
www.dksb.de
Ich wünsche jedem von Euch eine gute Zeit am PC, aber spätestens wenn Ihr feststellt, dass ihr unbedingt ins Internet müsst, dass ein Tag ohne das Internet nicht denkbar ist, dann nehmt das als Zeichen, zu erkennen, dass es  Zeit wird, den Stecker zu ziehen und den PC abzuschalten.

Nicht nur um unseretwillen ist das wichtig, sondern wir sollten darin auch unseren Kindern und Enkelkindern ein großes Vorbild sein, dass wir die Dinge gebrauchen, aber nicht von ihnen abhängig sind.
www.dksb.de

Ihr Lieben,
Ich wünsche Euch ein fröhliches Steckerziehen und ich grüße Euch ganz herzlich aus Bremen mit einem fröhlichen Lachen und einem ebenso fröhlichen Moin Moin von dem Weserstrand. Euer fröhlicher Werner
                                            

                                                                

Montag, 1. September 2014

Auf Dich, ja besonders auf Dich kommt es an!

Quelle: Astrid Müller
Ihr Lieben,

heute Abend möchte ich Euch eine Geschichte von Christa Spilling-Nöker erzählen:

“Ein Stück vom Himmel“

„Neulich sagte eine Bekannte zu mir: „Ich weiß eigentlich gar nicht, was das Leben für einen Sinn hat. Und noch weniger weiß ich, was ich hier auf Erden soll. Wenn ich ein Goethe wäre oder ein Einstein, dann hätte ich der Welt etwas zu geben, auch über meinen Tod hinaus. Aber mich zeichnen keine besonderen Begabungen aus. Ich bin in jeder Hinsicht nur ein Durchschnittsmensch.“

„Hast Du schon einmal ein Puzzle gelegt?“, fragte ich zurück.
Sie sah mich erstaunt an. „Ja, klar, früher einmal, das hatte 3000 Teile“, lachte sie.
„Ist es dabei vorgekommen, dass Dir ein Puzzleteil verloren gegangen ist?“

„Ja, das ist mir einmal passiert. Ein blaues Stück fehlte, ein Teil vom Himmel. Davon gibt es ja so viele. Alle sehen sie ähnlich aus und doch ist jedes anders. Ich habe das verlorene Teil überall gesucht, selbst im Staubsauger, aber ich habe es nicht mehr gefunden. Zwei Wochen hatte ich an dem Puzzle gearbeitet und dann war es nicht vollständig, das sah vielleicht unfertig aus.“
„Nun stelle Dir einmal vor“, entgegnete ich ihr, „die ganze Welt mit allem Leben, das sich auf ihr ereignet, wäre ein Riesenpuzzle, zu dem jeder einzelne Mensch an seinem Platz seinen Beitrag leistet, damit sich das Ganze zu einem vollkommenen Bild zusammenfügt. Dann würde, wenn es Dich nicht gäbe, der Welt an einer Stelle etwas ganz Wesentliches fehlen. Vielleicht sogar ein Stück vom Himmel?!“
Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

immer wieder erreichen mich Nachrichten, E-Mails und Briefe, in denen mich Leserinnen und Leser des ESELSKIND-Blogs um meine Fröhlichkeit beneiden.

Aber das ist nur eine Seite der Medaille. Auch ich habe in meinem Leben, besonders in meiner Kindheit und Jugend die dunklen Seiten des Lebens kennengelernt und auch heute erfasst mich manchmal für eine Stunde eine tiefe Traurigkeit, und zwar in den Augenblicken, in denen ich glaube, in dieser Welt nicht viel ausrichten zu können.

Wenn mich diese tiefe Traurigkeit überfällt, dann möchte ich mich am liebsten unter einen Baum legen und zu Gott sprechen: „Es ist genug, ich mag nicht mehr!“

Aber länger als eine Stunde hält meine Traurigkeit nicht an, weil ich mir in der Stunde der Traurigkeit immer klar mache, dass ich als kleines Puzzleteil in dieser Welt gebraucht werde.

Ich bin kein Karlheinz Böhm, kein Mahatma Gandhi, kein Nelson Mandela und auch keine Mutter Theresa, ich bin nur der einfach Geschichtenerzähler Werner Forneberg, der versucht, in diese Welt sein kleines Licht zu tragen und sie etwas heller, etwas menschlicher zu machen.

Ich wünsche mir so sehr, dass jeder von Euch, dass alle Menschen erkennen würden, dass diese Welt so wundervoll sein könnte, wenn wir alle, jeder an seinem Platz seinen kleinen Beitrag dazu leisten würde, dass diese Welt heller wird, dass den Weinenden die Tränen abgewischt werden, dass die Hungernden mit Essen und Trinken versorgt werden, und dass die Gerechtigkeit in dieser Welt zunimmt. 

Wenn alle Menschen an ihrem Platz, an den sie gestellt sind, so handeln würden, könnte keine Macht der Welt die positive Veränderung dieser Welt und den Sieg der Gerechtigkeit aufhalten.
Quelle: Karin Heringshausen
Das, was mich in der Stunde der Traurigkeit motiviert, ist das Wissen, dass auch ich als kleines unscheinbares Puzzleteil etwas dazu beitragen kann, diese Welt besser zu machen.

Der Einzige, der das verhindern kann, bin ich selbst, wenn ich in meiner Traurigkeit unter dem Baum der Müdigkeit liegen bleibe.
Auch Du bist ein wichtiges Puzzleteil dieser Welt.

Ohne Dich fehlt etwas Wichtiges auf dieser Welt.

Die Welt wartet darauf, dass Du an Deinem Platz 
Deinen Beitrag leistet, diese Welt zu verbessern.

Die Welt braucht Dich!

Schau Dich um, in Deiner Umgebung warten
Menschen auf Deine Liebe, Deine Zuwendung,
Deine Ermutigung, Deine Hilfe!
Quelle: Karin Heringshausen
Ihr Lieben,

ich wünsche Euch von ganzem Herzen, dass Ihr spürt, wie wertvolle Menschen Ihr seid, und dass Ihr begreift, wie wichtig Euer Beitrag für die Verbesserung dieser Welt ist. Ich grüße Euch herzlich aus Bremen
Euer fröhlicher Werner 
Quelle: Astrid Müller