3326 Geschichten


Auf dem ESELSKIND-Blog stehen inzwischen 3.326 Beiträge und mindestens zwei Mal in der Woche kommen weitere hinzu.

Ich wünsche jeder Leserin und jedem Leser recht viel Freude beim Lesen der Geschichten und ich hoffe, dass Euch die Geschichten ein wenig ermutigen und Euch veranlassen, niemals aufzugeben, denn denkt bitte immer daran:
Ihr seid etwas Besonderes, Ihr müsst nur Eurer Licht zum Leuchten bringen


Euer fröhlicher Werner aus Bremen

Montag, 19. Januar 2015

Finde endlich Ruhe!

Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

ich möchte Euch Abend heute eine kleine Geschichte von Joan Clayton erzählen:
„Meine Großmutter hatte elf Kinder, wusch die anfallende Wäsche noch mit einem Waschbrett, kochte das Essen für die vielen hungrigen Mäuler auf einem alten Holzofen und lebte in einer bescheidenen Wellblechhütte ohne Kanalisation und Elektrizität.

Obwohl sie, an den weltlichen Maßstäben gemessen, arm war, 
besaß sie unermessliche Schätze:

Ihr Reichtum bestand aus Hoffnung, Frieden und Freude.

Bei meinen Nachforschungen nach ihrem Tode entdeckte ich in einem alten Heft,
das ihr als Tagebuch gedient hatte, ihr goldenes Erfolgsrezept:

„Denke immer nur an den nächsten Tag.
Sei mit dem, was Du hast, zufrieden.
Mach einen anderen Menschen glücklich.“

Meine Großmutter hatte recht:
Diese drei Gedanken, in die Tat umgesetzt,
verwandeln Verzweiflung in Hoffnung,
Neid in Zufriedenheit und
Kummer in Freude.“
Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

das Leben verlangt uns oft viel ab.
Unsere tägliche schwere Arbeit, die tägliche Sorge um die Familie, besonders um die Kinder, ein unvorhergesehener Schicksalsschlag, eine schwere Krankheit, eine Sinnkrise rauben uns manchmal all unsere Kraft und wir fühlen uns müde und innerlich leer.

Das alles hat damit zu tun, dass wir für ein Leben, das sich fast ausschließlich in einer Art Hamsterrad abspielt, nicht geschaffen sind. 

Wir brauchen Zeiten der Ruhe,
Zeiten der Besinnung,
Zeiten der Entspannung,
Zeiten der Erholung.

Aus diesem Grund möchte ich Euch heute zusätzlich
noch einen kleinen Text von
Felice Prager zu lesen geben:

„Schalten Sie einen Gang zurück, 
wenn Sie kaum noch zum Luftholen kommen.
Atmen Sie bewusst ein und aus.

Entspannen Sie sich und schauen Sie nach innen.

Denken Sie an glücklichere Zeiten, an Menschen, die Sie lieben.
Denken Sie daran, wie wichtig Sie anderen Menschen sind.
Denken Sie an Ihre Träume.
Denken Sie an morgen, nächste Woche, nächstes Jahr.

Atmen Sie langsam ein, atmen Sie langsam aus.
Schmecken Sie die Luft, die Sie auf wundervolle Weise erfüllt.
Tätigen Sie einen Atemzug nach dem anderen!“
Ihr Lieben,

auf einem Grabstein las ich einmal die folgende Inschrift:
„Sein Leben war auf seine Arbeit ausgerichtet.
Und wenn er nicht arbeitete, bereitete er sich auf seine Arbeit vor.“

Ich möchte nicht, dass so etwas eines Tages auf meinem Grabstein steht.
Wir sollten darauf achten, dass wir bei aller Arbeit nicht eines Tages feststellen müssen, dass wir gar nicht gelebt haben.

Das Geheimnis der Entspannung, der Ruhe, der Erholung und Besinnung ist eigentlich ein ganz einfaches: 
Wer daran glaubt, dass die Entspannung, die Ruhe, die Erholung und die Besinnung eines Tages wie ein sanfter Regen über ihn kommen wird, der wird in seiner Hoffnung bitter enttäuscht werden.
Wer Entspannung, Ruhe, Erholung und Besinnung sucht, muss etwas tun.
Das Wort „suchen“ weist uns darauf hin:
Wir müssen etwas tun, wir müssen uns Zeit nehmen.


Zeit für uns selbst.
Zeit zur Besinnung
Zeit zur Entspannung
Zeit zur Ruhe
Zeit zur Erholung


Ihr Lieben,
wenn ich könnte, wie ich wollte, würde ich Euch Zeiten der Ruhe, der Besinnung, der Erholung, der Entspannung und Muße waggonweise schicken, damit Ihr Zeit findet für Euch selbst und Eure Bedürfnisse
Herzliche Grüße aus Bremen
Euer fröhlicher Werner
Quelle: Helmut Mühlbacher

Sonntag, 18. Januar 2015

Finde Dein seelisches Gleichgewicht!

Quelle: Raymonde Graber
Ihr Lieben,

ich möchte Euch heute eine Geschichte von Jana Middelton-Moz erzählen:

„Ich arbeitete jeden Sommer für Anna und Peter auf ihrer Pferderanch, bis ich im Alter von achtzehn Jahren von zuhause wegging. Ich erinnere mich an die vielen Nachmittage draußen im Sattel, während Fleet Foot – das Pferd, das mir anvertraut worden war, seinen Job tat und das Vier zusammentrieb.

Ich erzählte Anna und Peter nicht etwas von all den Schrecken, die ich in meiner Kindheit zu Hause erlebt hatte, aber ich vertraute dem Pferd Fleet Foot meine tiefsten Geheimnisse an.
Quelle: Thomas Etzensberger
Solche Tage gab es nicht viele auf der Ranch, doch meine Arbeit ging weit über das Viehtreiben und die Reparatur von Zäunen hinaus.

Meine wichtigste Arbeit bestand darin, mein seelisches Gleichgewicht wiederzufinden und in mir die Gewissheit zu stärken, dass wir alle es verdienen, mit Güte und Mitgefühl behandelt zu werden.“
Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

Menschen, die eine tiefe innere Not durchleiden, reden gerne mit ihrem Hund, mit ihrem Pferd oder einem anderen Tier. 

Ich glaube, der Grund dafür ist der folgende: 
Wenn wir uns in einer tiefen inneren Not befinden, brauchen wir manchmal ein Wesen an unserer Seite, das uns einfach einmal zuhört und nicht nach dem ersten halben Satz, den wir gesagt haben, die große Keule „JA,ABER!“ schwingt. 

Außerdem brauchen wir in einer solchen Situation ein Wesen an unserer Seite, das unsere Nöte in seinem Herzen bewahrt und nicht bei der nächstbesten Gelegenheit ausplaudert. Beide Möglichkeiten finden wir Menschen oft bei einem Hund, einem Pferd oder einem sonstigen Haustier.

Was wir daraus lernen können, ist dies: Wenn wir eine große innere Not durchlitten haben oder gerade durchleiden, dann sollten wir mit einem Wesen darüber sprechen, dem wir alles erzählen können und das das, was wir ihm anvertrauen, in seinem Herzen bewahrt, sei es nun ein Mensch oder ein Tier.
Quelle: Anke Stapelfeldt
Dies Vorgehen hilft uns ganz entscheidend dabei, 
unser inneres Gleichgewicht wiederzufinden.

Der Mensch, der seine Nöte nicht herauslässt, der alles in sich hineinfrisst, 
erkrankt irgendwann an der „Dampfkesselkrankheit“. Irgendwann wird der innere Druck so groß, sodass es an Stellen in unserem Leben zu einer Explosion kommt, die eigentlich gar nichts mit der eigentlichen Ursache zu tun haben.
Quelle: Karin Heringshausen
Ihr Lieben,

in diesem Zusammenhang möchte ich Euch zusätzlich einen Text von Tian Dayton zu lesen geben:

„Ich habe mir vor das Neue Jahr vorgenommen, aufzuhören, andere Menschen dafür verantwortlich zu machen, dass ich manchmal in einer so miesen Stimmung bin.
Einer anderen Person dafür die Schuld zu geben, bringt gar nichts.

Die andere Person fühlt sich dadurch angegriffen und hört nicht, was ich sage, und außerdem nehme ich dann nicht die Gefühle wahr, die meiner Schuldzuweisung zugrunde liegen.

Ich erkenne heute, dass die Ursache für Schuldzuweisungen meistens darin begründet liegt, dass ich mich entweder selbst verurteile oder aber Angst habe, beschuldigt zu werden.

Ich werde diese Gefühle nicht mehr beiseite schieben, sondern zuhören, was sie mir sagen wollen, bevor ich auf sie reagiere und andere beschuldige.“

Ihr Lieben,

wenn Ihr Euren inneren Seelenfrieden finden wollt, wenn Ihr Euch vorbehaltlos auf das Frühjahr freuen wollt, dann sucht Euch ein Wesen, dem Ihr alles erzählen könnt, und findet auf diese Weise Euren Seelenfrieden.

Hört auf, Euch und andere für Euren Zustand verantwortlich zu machen.
Verwendet lieber Eure ganze Kraft darauf, aus Eurem Zustand herauszukommen.


Das aber wird nur dann gelingen, wenn Ihr bereit seid,
Euch einem anderen Menschen zu öffnen.
Euch selbst zu vergeben.
Euch selbst zu lieben.
Euch selbst anzunehmen, so wie Ihr seid.
…zu erkennen, dass Ihr liebenswert seid.
…zu erkennen, dass Ihr einzigartig und wertvoll seid.


Ihr Lieben,
ich wünsche Euch von ganzem Herzen, dass Ihr Euren Seelenfrieden findet und fröhlich und glücklich den heutigen Tag genießen und der neuen Woche entgegenblicken könnt.
Ich grüße Euch herzlich aus Bremen
Euer fröhlicher Werner
Quelle: Astrid Müller


Freitag, 16. Januar 2015

Ich wünsche Dir mehr Lebensfreude!

Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

heute Nachmittag möchte ich Euch eine kleine Geschichte von Lisa Jo Barr erzählen:

„Das immer Gleiche“

„Nach meiner Arbeit holte ich mir regelmäßig eine Riesenmahlzeit und verspeiste sie gleich im Auto, bevor ich nach Hause fuhr. Als ich meiner Freundin davon erzählte und ihr berichtete, dass ich mit dieser Gewohnheit eigentlich gar nicht glücklich bin, sagte sie zu mir:

Tu etwas anderes und Du erreichst etwas anderes!“
Am nächsten Abend nahm ich mir vor, mit etwas Gutes, etwas Gesundes zu kochen.
Ich kaufte in einem Lebensmittelladen die notwendigen Zutaten ein und machte mich ans Werk.
Ich gebe zu, ab und zu lande ich noch im Schnellimbiss, aber ich mache mir deswegen keine Vorwürfe. Ich weiß jetzt, wie schlecht ich mich fühle, wenn ich mich gedankenlos vollstopfe – ganz im Gegensatz zu der entspannten Ruhe, die ich tief in mir drin empfinde, wenn ich für mich selbst koche.“
Quelle: Jürgen Tesch
Ihr Lieben,

ich habe diese kleine Geschichte heute nicht ausgewählt, weil ich Euch etwas zum guten oder schlechten Essen schreiben möchte. Das halte ich für unnütz, über gutes und gesundes Essen wird im Fernsehen genug berichtet und auch viel besser, als ich das je könnte.

Mir geht es heute vor allem darum, im Blick auf den kommenden Frühling in Euch die Lebensfreude zu wecken. 
Warum aber verspüren so viele Menschen keine Lebensfreude in sich?


Dazu möchte ich Euch einen kleinen Text von Thom Rutledge zu lesen geben:

Manchmal habe ich das Gefühl, ich würde gar nicht leben, sondern eine Gefängnisstrafe absitzen – ich schlage meine Zeit tot mit den immer gleichen Beschäftigungen.

An manchen Tagen habe ich vergessen, was es sich anfühlt, 
voller Neugier auf das Leben zu blicken.

An manchen Tagen habe ich vergessen, mir selbst wichtige Fragen zu stellen: „Warum bin ich hier? Wohin gehe ich? Was kann ich auf dieser Welt für einen Beitrag leisten, damit diese Welt ein klein wenig besser wird?“

Deshalb nehme ich mir heute vor: 
Ich will Antworten finden auf so wichtige Fragen wie:
„Was ist für mich das Wichtigste? Wie kann ich meine Dankbarkeit ausdrücken? Was kann ich für jemanden tun, den ich liebe – oder sogar für eine mir völlig fremde Person?

Heute nehme ich mir vor: „Ich möchte nicht nur meine Zeit absitzen, 
sondern ein wundervolles Leben führen!“
Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

um es ganz klar zu sagen: DAS Erfolgsrezept, um viel Lebensfreude zu empfinden, gibt es nicht.

Aber es gibt etwas, damit die Lebensfreude in unserem Leben stark zunimmt.
Nichts lähmt unsere Lebensfreude so sehr wie die Langeweile, die ewig gleiche Reihenfolge dessen, was geschieht: Schlafen – Frühstück – Arbeit – Mittagessen – Arbeit – Kaffeetrinken – Fernsehen – Abendbrot – Fernsehen – Schlafen.

So oder ähnlich sieht der Tag vieler Menschen aus. Da ist es kein Wunder, wenn wir unsere Lebensfreude verlieren, uns mit ungesundem Essen vollstopfen und hoffen, dass unser Schokoladenverzehr Glückmomente in uns auslöst.

Das Rezept für mehr Lebensfreude lautet:
Mach häufiger mal etwas, das Dir Freude macht.
Reichere Deinen Tag mit außergewöhnlichen Erlebnissen an, 
besuche z.B. mal ein Konzert.
Denke an Deine Bedürfnisse und tue ab und zu genau das, wozu Du Lust hast.
Trau Dir ab und zu etwas Neues zu!

Abwechslung ist das beste Mittel gegen Langeweile und für mehr Lebensfreude.

Wenn ich jeden Tag schon weiß, wie er ablaufen wird, 
ist es doch kein Wunder, dass die Lebensfreude immer mehr schwindet.

Deshalb wünsche ich Euch allen Hunger nach etwas Neues, etwas Verrückten, etwas Fröhlichem, etwas Außergewöhnlichem, etwas, das Ihr schon immer einmal tun wolltet.
In der kleinen Geschichte sagt die Freundin:
„Tu etwas anderes und Du erreichst etwas anderes!“

Mein Großvater drückte das so aus:
Eine schlechte Gewohnheit kann man nur dadurch beseitigen, 
dass man sie durch eine gute Gewohnheit ersetzt!“

Wenn Du also bisher immer traurig auf Deinen stetig gleichen Tagesablauf geblickt hast, dann ändere das, indem Du Dir jeden Morgen fünf Minuten lang überlegst, was könnte ich heute anders machen, was könnte ich heute Fröhliches machen, wozu habe ich heute Lust?

Und dann setze es in die Tat um!
Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,
ich wünsche Euch ein fröhliches Wochenende mit verrückten Ideen, mutigen Entscheidungen und viel Humor und ich grüße Euch herzlich aus Bremen
Euer fröhlicher Werner
Quelle: Karin Heringshausen

Donnerstag, 15. Januar 2015

Die Dinge sind nicht immer das, was sie auf den ersten Blick zu sein scheinen.

www.siegmars-welt.de
Ihr Lieben, 

ich möchte Euch heute Abend eine kleine Geschichte von Mary Lee Moynan erzählen:

„Die Begegnung“

„Manche halten den Mann, von dem ich Euch erzählen möchte, für ein wenig seltsam.
Eine Woche, bevor mein Sohn geboren wurde, stützte ich mich auf meinem Nachhauseweg erschöpft an seinem Zaun ab und bewunderte seine herrlichen Blumenrabatten.
www.umdiewelt.de
Der Mann, der gerade in seinem Garten arbeitete, sah mich an, schwieg einen Moment lang und sagte dann zu mir: „Ich habe diese Blumen immer von meinem Fenster aus gesehen, als ich im Gefängnis war.“

Ich erschrak zutiefst und legte wie in einem Reflex schützend meine rechte Hand über mein ungeborenes Kind. Der Mann bemerkte meinen Schrecken und fuhr fort: „Ich stamme auf Vietnam, Ich war im Vietnamkrieg Kriegsgefangener, eigentlich noch ein halbes Kind. Meine Eltern und meine Schwestern waren ermordet worden und ich wollte nicht mehr leben.

Dann sah ich diese wundervolle Pracht der Blumen vom Fenster meiner Zelle aus und fasste den festen Entschluss, ein paar von ihnen zu pflücken und ihren Samen aufzubewahren, damit ich sie, falls ich einmal frei sein sollte, in einem eigenen Garten aussäen könnte.“
www.geo.de
Die Dinge sind nicht immer das, was sie auf den ersten Blick zu sein scheinen.“
Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

wenn ich jetzt in dieser dunklen Jahreszeit diesen fast beständigen Regen und den häufigen Sturm erlebe, dann erwacht tief in mir eine ganz große Sehnsucht nach dem Frühling, nach der Wärme der ersten Frühlingssonnenstrahlen, nach den ersten Blätter an den Bäumen und Sträuchern und den sich entfaltenden Blumen in meinem Garten.

Ich kann die Mutter in unserer kleinen Geschichte sehr gut verstehen.
Wenn wir hören, dass jemand im Gefängnis gesessen hat, dann vermuten wir Menschen zunächst immer erst einmal, dass derjenige ein Verbrecher ist oder gewesen ist.

Wie wir aus unserer heutigen kleinen Geschichte lernen können, muss das aber nicht die Wahrheit sein, oft verhalten sich die Dinge wirklich ganz anders, als wir denken.

Menschen kritisieren – das kann jeder.
Menschen vorschnell verurteilen – das kann jeder.
Menschen entmutigen – das kann jeder.

Mein Großvater hat mir beigebracht, dass es viel befriedigender ist, dass es viel mehr Freude bereitet, wenn wir den Menschen mit Liebe begegnen, wenn wir zu ihnen stehen, wenn wir sie ermutigen.

Mein Großvater sagte einmal zu mir:
„Die meisten Menschen handeln nach dem Motto:
„Wer mich einmal enttäuscht hat, dem traue ich nicht mehr!
Wenn Du in dieser Welt etwas zum Guten verändern willst,
dann handele nach dem Motto:
„Ich nehme grundsätzlich von jedem Menschen erst einmal das Beste an
und wenn mich jemand enttäuscht, dann nehme ich dennoch das nächste Mal wieder das Beste von ihm an!“ Nur so wirst Du die Welt verändern!
Quelle: Astrid Müller
Ich versuche, das in meinem Alltag zu praktizieren.
Es berührt mich tief in meiner Seele, wenn ich oft im Alltag sehe, wie sehr sich Menschen darüber freue, wenn ich mich bei ihnen bedanke, wenn ich sie lobe, wenn ich sie ermutige.

Manchmal begegnet mir im Alltag ein Mensch, dem ich schon lange etwas Ermutigendes, etwas Aufbauendes oder Lobendes sagen wollte. 

Wenn ich dann zu einem solchen Menschen im Alltag sage:Wie gut, dass ich Dich treffe, ich wollte Dir schon lange einmal etwas sagen!und dann eine kleine Pause mache, bevor ich weiterspreche, dann schauen mich in den meisten Fällen die Menschen, die ich anspreche, ein wenig unsicher, ja fast erschrocken an.

Ich denke, das kommt daher, dass sie schon so oft schlechte Erfahrungen gemacht haben und nun glauben, ich wollte ihnen etwas Negatives sagen.

Wenn ich dann einen solchen Menschen lobe, mich bei ihm bedanke und ihn ermutige, dann ist es wundervoll zu sehen, wie sehr sich dieser Mensch plötzlich vor meinen Augen verwandelt, gerade deshalb, weil er gar keine guten Worte, gar keine Ermutigung, gar kein Lob, keine Anerkennung erwartet hat. 
Das sind für mich die kleinen Wunder der Begegnungen.

Diese kleinen Wunder machen beide Seiten glücklich:
Denjenigen, der lobt, der anerkennt, der Liebe weiter gibt, der lächelt, der ermutigt und denjenigen, der gelobt wird, der Liebe geschenkt bekommt, der das Lächeln empfängt, ermutigt wird.

Manchmal denke ich, es wäre vielleicht besser, wir Menschen würden alle blind sein,
dann wären wir gezwungen, mit dem Herzen zu schauen.
Manchmal denke ich, vielleicht sollten wir Menschen weniger unseren Verstand gebrauchen und dafür lieber Liebe aus unserem Herzen herausströmen lassen.

In Abwandlung des Werbespruches des ZDF "Mit dem Zweiten sieht man besser!" sage ich lieber: "Mit dem Herzen sieht man besser!"
Quelle: Karin Heringshausen

Ihr Lieben,
ich wünsche Euch einen liebevollen, ermutigenden und fröhlichen Abend und grüße Euch herzlich aus Bremen
Euer fröhlicher Werner

Dienstag, 13. Januar 2015

Es wäre schön, wenn unsere Welt ein Zauberteppich wäre!

Quelle: Karin Heringshausen

Ihr Lieben,

heute Abend möchte ich Euch eine Geschichte von Thomas Ottermann erzählen:

„Der Zauberteppich“

„Ein Vater schenkte seinen Söhnen und Töchtern, seinen Enkeln und Urenkeln einen großen, bunten zauberhaften Teppich, den er selbst mit viel Geduld und Weisheit einst selbst angefertigt hatte.

 Wie soll ich Euch den Teppich beschreiben?
Seine Muster waren von vielfältig und farbig aufeinander abgestimmt.
Ein Muster passte gut zu dem anderen und gemeinsam ergaben sie ein Bild von außerordentlicher Schönheit und Vollkommenheit.

Die Art des Teppichs war ganz wundersam. Er war nicht mit einem gewöhnlichen Garn gesponnen worden, sondern er hatte eine ganz eine Art: Er verlieh den Söhnen und Töchtern, den Enkeln und Urenkeln Weichheit, Wärme und Geborgenheit.

Zu bestimmten Zeiten des Tages verwandelte er sich in einem Tisch voller köstlicher Speisen, die noch warm in den Schüsseln dampften, und voller erquickender Getränke.
Der Teppich schützte diejenigen, die auf ihm lebten, vor der Hitze des Tages und vor der Kälte der Nacht. So lebten die Söhne und Töchter, die Enkel und Urenkel lange Zeit friedlich und einträchtig auf dem Teppich und dankten ihrem Vater für diese wundervolle Geschenk.

Doch mit der Zeit ging mit den Söhnen und Töchtern, den Enkeln und Urenkeln eine eigenartige Wandlung vor. Einige von ihnen beanspruchten plötzlich große Teile des Teppichs für sich alleine und vertrieben die anderen von diesen Stellen, sodass sie sich in einer Ecke zusammendrängen mussten.

Einigen gefiel plötzlich das Muster des Teppich nicht mehr, sodass sie an diesen Stellen die Fäden ausdröselten und versuchten, sie zu einem neuen Muster zu verweben. Sie ersetzten die feinen zarten Muster durch grobes, raues Flickwerk.

Einige hörten auf, den Teppich zu pflegen. Es störte sie wenig, ihren Umrat auf dem Teppich liegen zu lassen, sodass er zusammen mit dem Teppich verschimmelte.
Wieder einige schnitten ganze Stücke aus dem Teppich heraus, um diese dann nur für sich alleine zu besitzen. Die meisten der Teppichbewohner fanden auch aneinander keinen Gefallen mehr. Sie begannen, sich wegen des Teppichs zu schlagen und wegen der Rechte daran. Ihr handfester Streit hinterließ auf dem Teppich deutliche Risse und Spuren.

So sitzen die ehemaligen Teppichbewohner heute nun verstreut und vereinzelt aus einem abgeschabten, fleckigen ausgefransten Lappen, der einmal ein wunderschöner, zauberhafter Teppich war. Und machen immer so weiter…“
Quelle: Karin Heringshausen

Ihr Lieben,

wenn in meiner Jugend jemand dazu aufgefordert wurde, sich vernünftig zu verhalten, dann wurde gerne die Redewendung verwendet: 
„Nun bleib mal schön auf dem Teppich!“

Unsere heutige kleine Geschichte ist ein wundervolles Märchen über das Wesen unserer Welt. Fast kein Tag vergeht, an dem uns nicht über irgendwelche Terrorakte und irgendwelche Kriege auf dieser Welt berichtet wird.

Und das geschieht, weil immer wieder Menschen über Menschen herrschen wollen,
weil immer wieder Menschen sich nicht bescheiden können mit dem, was sie haben, sondern sich auf Kosten anderer Menschen bereichern wollen.

Es macht mich wirklich sehr, sehr traurig, wenn ich das so bedanke:
Wie wundervoll wäre doch das Leben auf dieser Welt, wenn die Menschen, die auf unserer Welt leben, begreifen würden, dass das Leben auf dieser Welt ein Geschenk ist und dass der Sinn unseres Lebens nicht darin besteht, uns auf Kosten anderer Menschen zu bereichern, sondern uns und anderen Menschen Freude zu bereiten, Liebe zu schenken,  das Vorhandene miteinander zu teilen, füreinander da zu sein, miteinander zu feiern.

Diese unsere Welt produziert genug Lebensmittel, um alle Menschen ernähren zu können, aber dennoch hungert ein Drittel der Menschheit.

Die Militärausgaben aller Staaten dieser Welt eines einzigen Jahres würden ausreichen, um allen armen Familien auf dieser Welt ein kleines Häuschen bauen zu können.

Lasst uns mithelfen, - jeder dort, wo er hingestellt ist und mit den Mitteln, die ihm zur Verfügung stehen – die Welt ein klein wenig besser zu machen, Tag für Tag, Monat für Monat.

Die Welt braucht unsere Hilfe –
ja, auch DEINE Hilfe, sei sie auch noch so bescheiden!


Die Welt braucht unsere Liebe – 
ja, auch DEINE Liebe!

Die Welt braucht unser Licht – 
ja, auch Dein Licht!
Quelle: Karin Heringshausen
Ihr Lieben,
ich wünsche Euch einen hilfsbereiten Abend, eine Stunde Nachdenklichkeit und Fröhlichkeit im Kreise Eurer Lieben oder Freunde
Euer nachdenklicher fröhlicher Werner

Montag, 12. Januar 2015

Aufmerksamkeit - Eine wundervolle Eigenschaft!

Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

heute Abend möchte ich Euch eine Geschichte von Willi Hoffsümmer erzählen:

„Der Lockvogel“

„In Italien in der schönen Toskana hatte ein Vogelfänger sein Netz geschickt aufgestellt, leckeres Futter bereitgestellt und in einem Käfig einen Lockvogel dazugesetzt, der vortrefflich singen konnte.
Die Vögel in der Nachbarschaft hörten diesen wundervollen Gesang,
sie flogen herbei und sprachen:

„Was für ein Überfluss an leckerem Futter dort bereitliegt! Und wie freundlich uns unser Geselle, dem selbst so wohl ist, dazu einlädt! Wir wollen deshalb diese Gelegenheit nutzen!“

Kaum aber hatten die Vögel angefangen zu fressen,
so fiel das Netz herunter und sie verloren ihre Freiheit und ihr Leben.
Ein einzelner Vogel aber hielt sich abseits und der Lockvogel rief ihm zu:
„Wer hat Dich denn so klug gemacht, dass Du trotz des leckeren Futters nicht näherkommst?“

Der kluge Vogel antwortete:
„Das ist eine einfache Lehre meines Vaters! „Lieber Sohn“, sprach er oft zu mir, wenn man Dir eine Vorteil zeigt, den Du gewinnen kannst, der gar zu groß und gar zu leicht zu erlangen ist, dann hüte Dich, denn dann liegt meist ein Betrug im Hinterhalt.“
Ihr Lieben,

wir Menschen kommen leicht in Versuchung, großen Versprechungen zu glauben, weil wir davon ausgehen, dass alle anderen Menschen ebenso ehrlich sich verhalten wie wir. Das aber ist ein Irrtum, der uns teuer zu stehen kommen kann.

In meiner Bekanntschaft habe ich einen sehr liebenswerten Menschen, der vor der Finanzkrise im Jahr 2008 etwa 50.000 Euro (seine gesamten Ersparnisse) bei Lehman Brothers, einer großen US-amerikanischen Investmentbank angelegt hat, weil man ihm dort rund 10% Zinsen versprach.
Durch die Finanzkrise hat er alles verloren.

Aber auch, wenn es nicht um Vorteile geht, sollten wir vorsichtig sein.

Bei einer alten Nachbarin, die schräg gegenüber wohnt, klingelte vor zwei Wochen ein Mann, der sich mit einem selbst gebastelten Ausweis aus Polizist ausgab und ihr mitteilte, dass ein naher Verwandter von ihr verunglückt sei. 

Die alte Nachbarin war so hilfsbereit, dass sie nicht nur das Geld (mehrere Tausend Euro) besorgte, sondern auch noch für diejenigen, die das Geld abholen wollten, zwei Kaffeegedecke bereitstellte, um diese Menschen auch noch mit Kaffee und Kuchen zu bewirten.
Durch die Aufmerksamkeit eines Nachbarn konnte der Betrug an der alten Dame verhindert werden.

Was können wir daraus lernen können, ist zweierlei:

Zum einen sollten wir immer vorsichtig sein, wenn Menschen an unserer Tür klingeln und sich als Polizisten oder Ähnliches ausgeben. Im Zweifelsfall sollten wir immer erst die Notrufnummer 110 wählen und uns vergewissern, ob alles mit rechten Dingen zugeht.

Zum anderen sollten wir aufmerksam sein und darauf achten, was in unserer Umgebung geschieht. So können wir manches Leid verhindern. Nicht immer müssen wir einen Betrug verhindern, aber wenn wir aufgrund unserer Aufmerksamkeit entdecken, dass z.B. ein Mensch einsam ist, dann können wir diesen zum Beispiel durch eine Einladung zum Kaffeetrinken glücklich machen.

Die Aufmerksamkeit ist eine wundervolle Eigenschaft:

Es ist gut, aufmerksam zu sein, 
sie hilft uns, zu erkennen, 
wenn ein Mensch in Not ist.

Es ist gut, aufmerksam zu sein, 
sie hilft uns dabei, anderen zuzuhören, 
die einsam sind.

Es ist gut, aufmerksam zu sein, 
sie hilft uns dabei, wenn unsere Kinder 
oder Enkelkinder uns um ein Gespräch bitten.

Es ist gut, aufmerksam zu sein, 
sie hilft uns dabei, auf unsere eigenen Bedürfnisse 
zu achten und sie nicht zu vernachlässigen.

Es ist gut, aufmerksam zu sein, 
sie hilft uns dabei, zu erkennen, 
wofür wir dankbar sein dürfen.

Es ist gut, aufmerksam zu sein, 
sie hilft uns dabei, zu erkennen,
wie schön die Natur ist.
Quelle: Helmut Mühlbacher
Es ist gut, aufmerksam zu sein, 
sie hilft uns dabei, zu erkennen, 
dass wir durch ein Licht die Dunkelheit vertreiben können.

Es ist gut, aufmerksam zu sein, sie hilft uns dabei, 
daran zu denken, der Partnerin, dem Partner zu sagen „Ich liebe Dich!“, 
den Kindern und Enkeln zu sagen „Ich habe Dich lieb!“

Es ist gut, aufmerksam zu sein, sie hilft uns dabei, 
zu erkennen, wann es wichtig ist, 
jemanden in den Arm zu nehmen.
Quelle: Astrid Müller
Ihr Lieben,
ich wünsche Euch recht viel Aufmerksamkeit auf Euch selbst, Eure Lieben und auf alle Menschen, denen Ihr täglich begegnet. Ich grüße Euch voller Aufmerksamkeit aus Bremen
Euer fröhlicher Werner
Quelle: Karin Heringshausen